Medien & Phantastik > Sehen
James Bond geht vor die Hunde
Ludovico:
Eine weibliche 00-Agentin wäre cool. Doch warum sollte es ein weiblicher 007 sein?
Lichtschwerttänzer:
--- Zitat von: Fantomas am 25.06.2016 | 14:01 ---Jain. Die Grundidee, den Staffelstab an die Lendenfrucht weiterzugeben und dabei auch gleich mal das Geschlecht der Hauptfigur zu wechseln, ist okay, aber ein paar Dinge stören mich trotzdem grundlegend:
Hinzu kommt, das selbst in den kunterbuntesten Momenten des Franchise bestimmte Sachverhalte sehr geerdet blieben. Beispielsweise wurde an der Struktur des Geheimdienstes Ihrer Majestät nicht gerüttelt. Agenten haben einen militärischen Background (zumeist Royal Navy, RAF oder Army/SAS) und beherrschen das Metier bereits grundlegend, haben sich bewährt und außerordentliche Beurteilungen erhalten, bevor sie auch nur als Rekruten ins Doppelnull-Programm kommen und es eventuell schaffen.
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--- Ende Zitat ---
Sashael:
@Lichtschwerttänzer
Fantomas bezog sich seinerseits auf den Pitch von Eulenspiegel, der keine solche Karriere der Bondtochter enthielt, sondern sie als ein Art Quereinsteiger ins Spiel brachte.
Ludovico:
Sind 00-Agenten nicht Waisen?
Yerho:
@ Lichtschwerttänzer
Ich glaube, du hast mich grundlegend missverstanden. Mir ging es um das von Eulenspiegel beschriebene Prozedere der Einstellung: Meines Erachtens geht es nicht, dass die Tochter auf Papas Empfehlung hin eingestellt wird, egal wie viel sie - woher auch immer - auf dem Kasten hat.
Wenn Ms./Mrs. Bond einen Werdegang bei der Royal Navy, der Air Force oder der Army hinter sich und sich dort bewährt hat, womöglich bereits nachrichtendienstliche Tätigkeiten ausgeübt hat, kann sie auch Doppelnull-Anwärterin werden. Aber selbst dann noch immer nicht, weil Papa sie empfohlen hat, sondern weil ein Posten zu besetzen ist, jemand im zuständigen Ministerium sie für geeignet hält, sie auf die Liste der Kandidat(inn)en kommt und sich von dort aus bewerben kann bzw. von dort aus selektiert wird. Papas Einmischung wäre in diesem Prozess sogar eher kontraproduktiv.
Übrigens stellen es die neuen Filme ja so dar, dass Moneypenny ursprünglich eine Karriere als Field Operative angestrebt hat und erst im Einsatz merkte, dass ihr der Killerinstinkt für das Töten aus dem Hinterhalt abgeht. Das zeigt uns, dass Frauen zugelassen sind und prinzipiell schaffen können - Moneypennys Gewissensbisse haben ja auch nichts damit zu tun, dass sie eine Frau ist, sondern sollten hauptsächlich die Figur in den Innendienst schieben, wo sie mit geladener Waffe unter dem Schreibtisch notfalls sicherlich als Ein-Frau-Armee das Hauptquartier verteidigen könnte.
--- Zitat von: Ludovico am 25.06.2016 | 14:23 ---Sind 00-Agenten nicht Waisen?
--- Ende Zitat ---
Nun, sofern James Bond der einzig lebende Angehörige wäre und verstirbt (Und sei es nur offiziell, damit er in den Ruhestand gehen kann ... ;)), wäre Ms. Bond doch eine Waise, nicht wahr?
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