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Gesinnungen- Ein Fall fuer den Papierkorb?
8t88:
--- Zitat ---Wie ein Charakter auf bestimmte Dinge reagiert, hängt vom Spieler ab, und seiner Entscheidung in einer konkreten Situation
--- Ende Zitat ---
In wie fern steht das jetzt im Widerspruch zu Gesinnungsregeln?
Da habe ich schlimmere DSA Spielr erlebt, die so Dinge sagen: "Dass macht dein Charakter nicht, weil..."
UNd bei D&Dlern wird das viel lockerer gehandhabt weil:
--- Zitat ---Wie ein Charakter auf bestimmte Dinge reagiert, hängt vom Spieler ab, und seiner Entscheidung in einer konkreten Situation
--- Ende Zitat ---
Ich stelle also die Behauptung auf, dass eine Gesinnung hauptsächlich dazu dient, um im Regelwerk zu passen (bestimmte Zauber funktionieren nur bei Leuten mit einer Bestimmten gesinnung)
Es ist viel mehr die Spielgruppe und das Setting was es ausmacht.
Ob ein Paladin seine Kräfte verliert weil der sienen Code of Honor bricht, oder gegen seine Gesinnnung verstößt ist das selbe...
Also: Wo ist das Problem?
IMHO im Setting und der Interpretation der Spieler.
Um es anders zu sagen:
"Ich habe jetzt so und so gehandelt, das entspricht dieser Gesinnung/nicht dieser, ist dass denn richtig gespielt?"
-"Die Sonne geht morgens auf... Du kannst mir erklären was das mit Schwerkraft zu tun hat, PLanetenberechnungen und das alles...
Und ich kann sagen sie geht auf, weil es geplant ist...
Da ist kein Widerspruch!"
Jens:
--- Zitat von: 8t88 am 4.08.2005 | 10:57 ---Da habe ich schlimmere DSA Spielr erlebt, die so Dinge sagen: "Dass macht dein Charakter nicht, weil..."
--- Ende Zitat ---
Ohja, sowas kenne ich das sind die schlimmsten Fanboys :D man kan sich auch an Archetypen zu sehr festklammern...
Bei den Gesinnungen sollte man es vielleicht als Vorschlag sehen wo man seinen Charakter generell ein ordenen könnte und immer daran denken: ausnahmen bestätigen die Regel(n).
Und "richtig gespielt" ist wenn der Charakter Spaß macht ;) seht die Regeln dabei als Hilfe nicht als Barriere. Es sei denn es steht anders im Regelwerk, dann wirf das Buch weg und les was anderes ;D
Holothuroid:
--- Zitat von: haukrinn am 4.08.2005 | 10:24 ---Das Gesinnungen nur in Schwarzweißsettings mit einer starren Gut/Böse-Achsen funktionieren steht außer Zweifel.
--- Ende Zitat ---
Naja, man kann natürlich auch andere Gesinnungen nehmen, als nun gut/böse.
Nobilis hat z.B. auch Affiliations und die sind sogar ungemein brauchbar. (Ansonsten ist es nämlich echt schwierig sich vorzustellen, wie ein Gott tickt.)
Allerdings kann man sich bei Nobilis auch noch einen eigenen Kodex bauen, wenn die großen Gesinnungen (Himmlisch, Höllisch, Licht, Dunkel, Wild, Serpentin) nicht gefallen.
ting-bu-dong:
Tach,
bezogen auf D&D sind Gesinnungen keine Zwangsjacken, die einem Charaktere jede Handlung vorschreiben. Sie geben nur eine Grundtendenz an, die endlos differenzierbar ist. Ein rechtschaffener Charakter bevorzugt eben Ordnung gegenueber Chaos, und ein chaotischer Charakter empfinded jede Regelung als einengend. Ein guter Charakter ist altruistisch veranlagt, waehrend ein boeser Charakter bereit ist fuer seinen Profit ueber Leichen zu gehen. Wenn man Gesinnungen so handhabt, sind sie keineswegs unrealistisch, nur wenn man sie zum Klischee verkommen laesst. Zwei Charaktere koennen die gleiche Gesinnung haben, aber voellig verschieden handeln.
Was auch haeufig uebersehen wird finde ich, ist, dass Charaktere nicht immer so handeln koennen wie sie es gerne wuerden. Ein rechtschaffen guter Charakter und ein chaotisch boeser (nehmen wir mal den Klassiker Paladin und Schurke), koennen durchaus zusammenarbeiten, wenn sie durch den Kontext dazu gezwungen werden. Ich denke jeder musste schonmal mit einem Kollegen, Chef, Lehrer oder sonstwas klarkommen, der einem total gegen den Strich ging, sich aber professionell verhalten hat und die Zusammenarbeit trotzdem durchzog.
Auf der gleichen Schiene kann das im Rollenspiel zwischen den Charakteren klappen, es erfordert nur Willen von den Spielern und dem Spielleiter.
tbd
Vale waan Takis:
Also ich hatte bisher (zum Glück) eher wenig Kontakt mit dem Gesinnungsproblem. Aber wenn, dann hat es mehr zu meiner Verwirrung beigetragen als mir zu helfen meinem Char ein Profil zu geben.
Besonders ätzend stellte sich das ganze dann bei einer meiner Lieblingsklassen, dem schon öfters genannten Paladin, heraus.
Rechtschaffen-Gut, naja von der Grundbeschreibung paßt das schon, aber was dann (angeblich oder echt, keine Ahnung) damit zusammenhängt st ein Rattenschwanz an Problemen.
Dazu zitiere ich einfach mal:
--- Zitat von: ting-bu-dong am 4.08.2005 | 12:24 ---Was auch haeufig uebersehen wird finde ich, ist, dass Charaktere nicht immer so handeln koennen wie sie es gerne wuerden. Ein rechtschaffen guter Charakter und ein chaotisch boeser (nehmen wir mal den Klassiker Paladin und Schurke), koennen durchaus zusammenarbeiten, wenn sie durch den Kontext dazu gezwungen werden. Ich denke jeder musste schonmal mit einem Kollegen, Chef, Lehrer oder sonstwas klarkommen, der einem total gegen den Strich ging, sich aber professionell verhalten hat und die Zusammenarbeit trotzdem durchzog.
--- Ende Zitat ---
Ungefähr so hätte ich mir das auch vorgestellt. Wenn der Schurke sein DIng durchzieht und es dem Ziel dient und ich keinen anderen Weg sehen werde ich seine Tat zähneknirschend dulden...aber nein die Rechnung ohne Mitspieler und SL gemacht.
"Hallo, hast du nicht was vergessen?" "Nö" "Doch du bist rechschaffen gut und obendrei Paladin. Du DARFST das nicht zulassen. Du MUSST dich gegen die Aktion des Schurken stellen" "Aber..." "Kein aber, deine Gesinnung sagt, du MUSST...!"
Gna
Da kann einem das mit den Gesinnungen bei D&D schon vergehen, aber das selbe kann man auch mit den Berufen sehen "Du bist Schurke, du MUSST einen Hinterhältigen Angriff durchführen, weil der gibt dir Bonus..."
Gna
Aber ich schweife ab.
Zum Thema:
- Ich weiß nicht ob Gesinnungen Noobs beim Einstieg helfen (mich haben sie eher verwirrt)
- Ich weiß nicht was sie im Spiel genau bringen sollen
- Ich brauche sie nicht
- Wenn sie Regeltechnisch erforderlich sind, sollten sie maximal einen Anhaltspunkt bieten aber keine Vorschrift sein
So
Seit Faryols Geburtstag kenn ich wenigstens meine Gesinnung: Erotisch Müde
Und das ist ja was ;)
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