Medien & Phantastik > Multimedia - Spiele
Elder Scrolls 4: Oblivion
Chiungalla:
Man muss diese Dinge aber mit einbeziehen in die Wertung.
Wenn mir das Spiel alle fünf Minuten abschmiert, dann ruiniert das jegliche Spielfreude.
Wenn ich Stunden vor einem Ladebildschirm sitze, dann ebenfalls.
u.s.w.
Und wenn bei gleichen Inhalt das eine Spiel High-End-Grafik hat, und das andere Pixelhaufen, dann gibt das auch Abzüge in der B-Note, eben weil die Grafik auch ein wichtiger Stimmungsträger ist. Bei Rollenspielen wichtig, bei Wirtschaftssimulationen (die es ja eh kaum noch gibt) eher Beiwerk.
Falcon:
Ja, wie gesagt, die beste Graphik und beste Performance und größte Spielwelt und die meisten Details nützen mir alles nichts, wenn es spielerisch nichts zu bieten hat.
Die Dinge können in eine Wertung einfliessen, dürfen diese aber nicht ersetzen.
Arkam:
Hallo Falcon,
--- Zitat von: Falcon am 10.11.2009 | 17:09 ---Zum Vergleich: Gothic2 schaffts in der Hafenstadt mit einer Hand voll Leute (mit sich wiederholenden Tagesabläufen) eine lebendigere Stadt darzustellen.
@Diablo: sorry, ich meinte Diablo2 ;D Aber du wirst da auch keinen dramatischen Verlauf erkennen können, wenn du Drakensang für ein spannendes Spiel hälst. Die Jagd nach dem dunklen Wanderer war schon sehr gut gemacht, bei jedem Abschnitt will man wissen was "da unten" lauert und wie sich der Akt vorrantreibt. Ob die Story "gut" ist, womit die Leute eigentlich immer "komplex" meinen, ist natürlich fragwürdig, aber darum gehts auch nicht unbedingt beim Spannungsbogen und dem Vorhandensein einer Story.
--- Ende Zitat ---
als jemand der mit den Diablo II Städten schon glücklich war, alles spielrelevante war vorhanden und die Laufwege waren nicht künstlich aufgebläht weil ich eben nicht vom Handels- ins Heiler- und dann ins Gildenviertel laufen musste, würde mich interessieren was für dich eine lebendige Stadt ausmacht. Ich habe Gothic 2 nicht gespielt habe also noch nicht Mal eine grobe Vorstellung davon was gemeint ist.
Größere Städte sind für mich dann eigentlich nur noch interessant wenn es in ihnen Questen gibt oder sie eben eine Augenweide sind in denen ich aber auch wieder einen zentralen Punkt mit den nötigen Dienstleistungen wie Händler, Heiler und den Gilden habe.
Ich habe Diablo II mit Begeisterung gespielt. Ich habe auch die Story die in den Videosequenzen gezeigt wird gerne verfolgt.
Aber diese Geschichte hat für mich als Spieler keine Relevanz.
Alle Missionen sind per Kampf zu lösen. Es werden also keine zusätzlichen Fähigkeiten wie etwa Schleichen, Taschendiebstahl, Schlösser öffnen oder gar Diplomatie gefragt. Das erwarte ich auch von einem Action Rollenspiel die Story wird aber so zur Nebensache.
Ich kann die Story in Diablo II nicht beeinflussen. Ich werde den Wanderer also nie einholen können. Ich werde nie durch Fähigkeiten erreichen können das ich Informationen schon vor dem Annehmen einer Queste bekomme. Macht die Sache prima spielbar aber eben die Story auch nicht spielrelevant.
Spätestens nach dem zweite Akt hatte man die Grundzüge der Begleitstory doch begriffen. Besorge x Gegenstände füge sie zu einem Schlüssel zusammen und komme so zum Endgegner. Oder aber schlachte dich solange durch eine Gegend bis du im Gebiet mit dem Endgegner überleben kannst.
Da fehlt mir jeder spielrelevante Handlungs- oder Spannungsbogen. Das sehe ich für ein Spiel wie Diablo II aber auch nicht als Nachteil. Hier kann ich schnell ins Spiel einsteigen, ein paar Minuten zocken udn dann wieder aussteigen.
Da sehe ich bei Oblivion und ähnlichen Spielen mehr spielrelevante Story. Auch wenn wie hier ja schon angemerkt die komplett freie Welt einer Story durch die man geleitet wird und die so gescriptete Höhepunkte aufweist im Wege steht.
Gruß Jochen
Falcon:
@Lebendige Stadt: tja, schwer zu sagen. Man muss das ja nur mit der Realität vergleichen. Und wenn man mal weg vom PC vor die Tür kommt, bekommt man sogar eine sehr genaue Vorstellung davon. Es wuseln Leute herum, aber nicht ziellos, sondern gehen bestimmten Tätigkeiten nach. Das hört man dann auch an der Geräuschkulisse (die bekommt Bioware z.b. immer sehr gut hin, zu hören in BaldursGate oder Neverwinter Nights1). Die Raumplanung der Stadt muss nachvollziehbar oder organisch gewachsen sein, man muss den Eindruck haben, daß dort Menschen leben würden und nicht einem irren Artdesignergeist entsprungen ist (die Laufwege hast du ja schon erwähnt). Das bezieht sich natürlich auch auf die Funktion der Gebäude, ein Waffenschmied, ein Zauberladen und eine Taverne reichen eben nicht, das in einer Stadt Menschen überleben können.
Wenig davon ist in Oblivion gegeben, der Tiefpunkt ist definitiv die Hauptstadt, die keines der Kriterien erfüllt. Das ist effektive eine Geisterstadt, die von Androiden dünn bevölkert ist.
Die NPCs in Oblivion bewegen sich und unterhalten sich zwar, aber haben z.b. gar keine Animationen für ihre Tätigkeiten, sondern stehen und glotzen starr in der Gegend herum. Da fliessen viele Details mit ein, in Gothic z.b. hämmert der Schmied das Eisen, kühlt und schleift es sogar, der Schreiner werkelt an Schränken herum, auf dem Basar wird Wasserpfeife geraucht, irgendwo nimmt jemand ein Tier aus oder am Hafen wird Fisch angeboten, und man kann die NSCs sogar darauf ansprechen usw., von dieser runden Atmosphäre ist Oblivions Technikdemo Lichtjahre entfernt, obwohl die Graphik besser ist.
aber eine Lebendige SPielwelt muss es natürlich auch vor den Städten geben.
In Oblivion habe ich zig natural Weather und Wildlifemods laufen, damit es annähernd lebendig wirkt. Von Haus aus ist da ja nichts los.
Zugegeben gibt es aber auch wenig andere Rollenspiele, die eine lebendige Wildnis haben.
Es ist nebenbei auch nicht der Anspruch einer Story beeinflusst zu werden. Chiungalla hat ja schon gesagt, daß Linearität immer dazu gehört. Die Forderung nach beeinflussung der Story hat also nichts damit zu tun, daß in Diablo2, im Gegensatz zu Oblivion, eine spannend erzählte (einfache) Geschichte erzählt wird und ich würde jedem Spieler eher diese empfehlen wenn er nach einem Spiel mit Story fragt (es gibt natürlich noch bessere Spiele).
Das man da nur kämpft tut imho nichts zur Sache, ich fand z.b. spannend zu den Höhepunkten jedes Aktes hin zu arbeiten, daß man Diablo nicht erwischt war klar, aber dadurch fragt man sich ja, was stattdessen passiert.
Teylen:
Ich persoenlich finde die Staedte in Oblivion nicht unbelebt bzw. kalt. Einfach weil man eine anstaendig Hohe Bevoelkerungsdichte hat, die NSCs ebenso Taetigkeiten nachgehen. Meist halt spazieren, betteln und in der Taverne saufen. Nun und auch mal miteinander reden.
Das es in den Staedten bei Oblivion keine Schmieden gibt, gut, dafuer wirken sie auch zu sehr nach "Grossstadt". Nu und auf den Land halten sie sich mit Fischen und Viehzucht beschaeftigt.
Fuer den Schmiede Mangel hat man bei Oblivion weniger das Gefuehl alle NSCs mit Namen anschwatzen zu koennen und pers. zu kennen - wie bei Gothic der Fall.
Geschichts technisch finde ich Oblivion sowohl in der Hauptstory, die sich halt nur was zaeh anlaesst und einen oeden Kampfteil mit den Toren hat, als auch insbesondere bei den Nebenquests zumindest Diablo haushoch ueberlegen.
Im Vergleich zu Gothic gab es halt mehr zu tun.
Plus man muss nicht wegen der Gilden drei- bzw. fuenf mal spielen.
Navigation
[0] Themen-Index
[#] Nächste Seite
[*] Vorherige Sete
Zur normalen Ansicht wechseln