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[Breaking Reality] Charaktere und Welt
Holothuroid:
Was mir jetzt noch spontan einfällt: Wie sind eigentlich die SCs untereinander verbunden? Da könnte man vielleicht auch noch was forcieren.
Zu den Antagonisten: Könnte man unterteilen in persönliche Feinde der SCs und Diener der Realität. Man könnte auch sowas wie Avatare bestimmter Paradigmenelemente einbauen. Das ist ja ein klassiches Konzept. Anders herum könnte es vielleicht auch Charaktere geben, die Aspekte des Paradigmas der Charaktere verkörpern. Sowas wie Exemplars bei Capes.
Fredi der Elch:
--- Zitat von: Dr.Boomslang am 4.04.2006 | 20:43 ---Da stellt sich mir auf Anhieb die Frage was die Strukturierung der "anderen Bereiche" für einen Zweck erfüllen soll.
--- Ende Zitat ---
Ah, das sollte ich vielleicht mal dazu sagen, oder? ;)
Also, die Struktur soll bewirken, dass man Bereiche hat, für oder gegen die sich der Spieler (für seinen Protagonisten) entscheiden kann. Der Protagonist will also die Welt verändern. Ist er bereit dafür a) seine moralischen, persönlichen Überzeugungen b) die, die er liebt c) seine Liebe zu anderen (oder allgemein seine Emotionen) d) sich selbst e) all of the above zu opfern? Die Entscheidung bestimmte Bereiche davon zu riskieren zeigt, welche Bereiche dem Protagonisten wichtiger sind als andere. Und es zeigt am Ende, was er für sein Ziel geopfert hat.
Man hat also Bereiche, die IMO einen Menschen im Kern ausmachen. Welche dieser Bereiche opferst du? Oder für welchen dieser Bereiche gibst du dein Ziel auf?
Und in diesem Kontext sind meine Fragen gemeint (Welche Bereiche gibt es? usw.).
Zur Teilung Paradigma vs Welt:
Prinzipiell ist es genau das. Das Paradigma sind die allgemeinen politischen Überzeugungen. So sollte die Welt sein. Um diese Überzeugungen umzusetzen, musst du irgendwas opfern. Etwas aus der „echten“ Welt. Du wirst nicht derselbe sein, wenn du erst einmal am Ziel bist. Du wirst dich verändert haben. Ist es das Ziel wert?
Eigentlich könnte ich es auch einfach „Der lange Weg ins Kanzleramt – das Rollenspiel zum Wahlkampf“ nennen. Aber aus Lasersharking-Gründen müssen eben Magier und der Kampf um die Realität herhalten. ;)
--- Zitat von: 1of3 am 4.04.2006 | 21:32 ---Was mir jetzt noch spontan einfällt: Wie sind eigentlich die SCs untereinander verbunden? Da könnte man vielleicht auch noch was forcieren.
--- Ende Zitat ---
Hm. Stimmt. Da habe ich im Moment noch gar nichts. Irgendwelche Ideen?
--- Zitat von: 1of3 am 4.04.2006 | 21:32 ---Zu den Antagonisten: Könnte man unterteilen in persönliche Feinde der SCs und Diener der Realität.
--- Ende Zitat ---
Meinst du quasi „Technokraten“ und „Nicht-Magier, die was gegen dich haben“? Oder so?
--- Zitat von: 1of3 am 4.04.2006 | 21:32 ---Anders herum könnte es vielleicht auch Charaktere geben, die Aspekte des Paradigmas der Charaktere verkörpern. Sowas wie Exemplars bei Capes.
--- Ende Zitat ---
Hört sich irgendwie cool an. Aber so richtig verstehe ich nicht, was du meins. Könntest du dazu noch etwas mehr sagen?
Holothuroid:
Ja, ich meinte Technokraten und Nicht-Magier. Du könntest auch noch andere Wesenheiten dazusetzen, z.B. die Dunkle Seite der Charaktere. Grundsätzlich kannst du ja mit dem Hintergrund noch alles machen. Da lohnt es ich vielleicht tatsächlich nochmal bei WW und Konsorten zu spicken. In Sachen Splats sind die ja Experten.
Was die Verbindungen der Charaktere angeht... ich weiß nicht. Vielleicht könnte man Regeln einbauen, dass sich bestimmte Punkte der pesönlichen Paradigmen berühren oder in Konflikt stehen sollten. Oder du machst es wirklich so wie bei Capes und lässt gewisse NSCs oder andere Umstände als Bonus zu, aber nur, wenn sich die Leute darum prügeln.
Skyrock:
--- Zitat von: Fredi der Elch am 5.04.2006 | 17:34 ---Eigentlich könnte ich es auch einfach „Der lange Weg ins Kanzleramt – das Rollenspiel zum Wahlkampf“ nennen. Aber aus Lasersharking-Gründen müssen eben Magier und der Kampf um die Realität herhalten. ;)
--- Ende Zitat ---
Wenn die übernatürlichen Elemente also nur als beiläufige Leckerlis zum Anlocken von Gaming Geeks gedacht sind, darum stellst du sie dann in den Vordergrund? Ich könnte mir BR auch sehr gut (vielleicht sogar besser) als ein generisches RPG um die Frage "Wie weit bist du bereit das was dir wichtig ist zu verlieren, um an Macht zu kommen?" vorstellen.
Übernatürliche Elemente ließen sich generell zu Vorteilen für den Charakter pauschalisieren, ähnlich wie etwa bei Sorcerer wo es nur eine Frage der Color ist ob der Dämon nun ein klassischer gehörnter Paarhufer mit Schwefelgeruch, eine KI mit rot leuchtendem Auge oder ein schmieriger Gasprom-Lobbyist ist.
Wenn der Sense of Wonder das Problem ist - nun, Machtkämpfe bei denen wichtige Dinge und Überzeugungen auf dem Spiel stehen gibt es wirklich genug, da muss man nicht unbedingt das allabendlich in der Tagesschau zerkaute Kanzleramt heranziehen. Rangeleien in der KPdSU oder Konklaven mit Konflikten zwischen liberalen Klampfenkatholiken und Glaubenskongregations-Hardlinern sind immer noch ziemlich weltlich, aber gleichzeitig so weit von unserem Alltag weg dass sie immer noch einen gewissen Reiz des ungewöhnlichen haben.
Es gibt da draußen schon viel zu viele RPGs bei denen übernatürliche Elemente drangemanscht wurden ohne dass sie dem Spiel einen echten Mehrwert geben - überlege dir gut ob du noch eines schreiben willst.
Fredi der Elch:
--- Zitat von: 1of3 am 5.04.2006 | 19:43 ---Was die Verbindungen der Charaktere angeht... ich weiß nicht. Vielleicht könnte man Regeln einbauen, dass sich bestimmte Punkte der pesönlichen Paradigmen berühren oder in Konflikt stehen sollten. Oder du machst es wirklich so wie bei Capes und lässt gewisse NSCs oder andere Umstände als Bonus zu, aber nur, wenn sich die Leute darum prügeln.
--- Ende Zitat ---
Irgendwas muss ich vermutlich noch machen auf dem Gebiet. Ich muss das noch mal überdenken, im Moment habe ich keine so wirklich zündende Idee…
--- Zitat von: Skyrock am 9.04.2006 | 16:34 ---Ich könnte mir BR auch sehr gut (vielleicht sogar besser) als ein generisches RPG um die Frage "Wie weit bist du bereit das was dir wichtig ist zu verlieren, um an Macht zu kommen?" vorstellen.
--- Ende Zitat ---
Da ist sicher was dran. Dennoch finde ich ein paar Sachen besonders gut:
1. Die Charaktere müssen in irgendeiner Form außerordentlich sein. Sie müssen ihre Vorstellungen besonders einfach durchsetzen können. Wenn ich Jahre brauche, um ein Gesetzt durch den Bundesrat zu schleusen, dauert mir das zu lange. Es muss schnell um komprimiert gehen. Also müssen die Charaktere in gewisser Form an „Nahtstellen der Realität“ sitzen.
2. Generelle Vorteile für die Charaktere. Sie müssten nicht zwingend übernatürlich sein, aber das macht die Erklärung leichter. Inzwischen tendiere ich weniger zu expliziten magischen Kräften (die kann man natürlich auch haben), sondern mehr zu gutem Karma / bösem Karma. Also man hat die Möglichkeit was zu reißen, das haut einem dann aber später was um die Ohren.
Theoretisch bräuchte man gar keine dieser beiden In-Game-Erklärungen für das Spielprinzip. Aber es macht es leichter und verständlicher. Und ganz ehrlich: ich bin selber geeky genug, um etwas Magie im Spiel zu mögen. ;D Aber vielleicht hast du Recht: man kann ja das Ausmaß der Magie den Spielern überlassen. Sollen die sich doch einigen, wie genau das bei ihnen aussehen soll. Kommt mir eigentlich ganz gut entgegen, da ich vom „Paradigma“ im Mage-Sinne weg möchte hin zu „Globale Überzeugungen“ (vs. „Persönliche Überzeugungen“).
Und einen coolen Namen bräuchte ich dann noch, wenn es nicht mehr um das Ändern der Realität geht. Ideen? Wie klingt „Karma“?
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