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[Arcane Codex] Welche Fehler hat AC gemacht?

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Ancoron Fuxfell:

--- Zitat von: ragnar ---Ohne das Setting zu kennen halte ich davon nichts, bzw. kann dazu nicht viel sagen. Naja vielleicht eines: Mach nicht die gleichen Fehler wie AC
--- Ende Zitat ---

Welche Fehler hat AC gemacht?

ragnar:
Ließ dir meine Rezi durch, da kann man die meisten meiner Kritikpunkte wohl erkennen.

Haukrinn:
Mal nur so ein paar kurze Sachen; und vielleicht vorne weg: AC ist für mich trotz zahlreicher Schwächen immer noch das beste deutschsprachige Fantasy-Rollenspiel.

1. AC versucht es allen recht zu machen. Das merkt vor allem an der bunten, vielseitigen, aber vor allem inkonsistenten und innere Logik vermissen lassenden Hintergrundwelt. Alles, was irgendwie mal interessant klang ist hier gelandet. Und nichts passt so wirklich zusammen. Vielen Leuten ist das egal. Mir nicht.

2. Attribute. Warum macht man hier den gleichen Fehler wie bei D&D? Die Attribute haben Stufen, aber brauchen tut man eigentlich nur die Modifikatoren. Wozu dann überhaupt Stufen? Warum ist der Einfluß der Attribute so gering, wenn die Kosten im Vergleich zu Fertigkeiten so hoch sind?

3. Balancing. Ich persönlich brauche kein Balancing. Aber AC enthält einen ganzen Berg Regeln, die nur dem Balancing dienen. Und diese Regeln funktionieren alle nicht: Die Kampf/magieschulen sind nicht ausbalanciert, die Fertigkeiten sind es nicht und die Punktekosten für Vor/nachteile und magisiche Gegenstände sind ein echter Witz. Und das Steigerungssystem ist ebenso kompliziert wie unrealistisch.

Scorpio:
Ich frage mal anders herum.

Wieso hast du gerade Arcane Codex ausgewählt, wenn du a) die Regeln nicht verwenden willst und b) nicht in der Welt spielen möchtest?

Holothuroid:
Arcane Codex steckt voller Anfängerfehler. Die Autoren haben definitiv nie vorher ein Rollenspiel geschrieben, keinen theoretischen Hintergrund und keine Kenntnis von funktionalen Techniken.

- Nehmen wir die Fertigkeiten. SR hat in der 3. Edition gelernt, dass es in einem Kampflastigen Spiel nicht sinnvoll ist, Kampf- und Wissensfertigkeiten zusammenzupacken. AC macht das mal.

- Ars Magica hat gelernt, dass es sinnvoll ist, bei so Sachen wie Vorteilen möglichst viele Variablen abzuschaffen und daher in seiner neusten Edition nur große und kleine Vorteile. AC hat frei fliegende Vorteilskosten.

- AC hat Attribute, die sich genau so verhalten, wie Haukrinn beschrieben hat.

- AC benutzt einen Kampfablauf, wie aus den 80ern und wird damit unendlich zäh.

- AC hat nicht verstanden, dass man sich aufs Kerngeschäft konzentrieren soll und Regeln immer zu irgedwas gut sind. Sie hätten die ganzen Zaubersprüche, magischen Gegenstände, Vorteile, Fertigkeiten zusammenstreichen und mit vernünftigen Regeln versehen soll und sich auf ihr Kerngeschäft nämlich die coolen Kampfschulen konzentrieren.


Ich habs genau einmal gespielt und hatte große Erwartungen. Jetzt gehts mir so: Schade, hätte ein schönes Spiel sein können.

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