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Böse Gruppe?

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Cyberdance:
Was viele Spieler gerne vergessen ist, das "böse" sein nicht zwangsläufig "mordlüstern", "gewalttätig" oder "unbeherrscht" bedeutet. Die wirklich erfolgreichen Bösewichter sind (auch im wahren Leben) eher charismatisch, integer (zumindest nach außen) und *sehr* teamorientiert (auch wenn sie das Team am liebsten kontrollieren).

Das meinte ich mit "es kommt drauf an mit wem".

Mit Spielern für die böse Gesinnung gleichzusetzen mit "die Sau rauslassen" ist, würde ich das auch nicht machen. Spieler, die sich ordentlich damit beschäftigen, gehen sich auch in der Session dann nicht an die Gurgel. Erfahrungsgemäß sind das aber auch die Spieler, die ihre "guten" Charaktere nicht viel anders spielen. Die bremsen sich im Blutrausch nur gelegentlich aus mit den Worten "ach nein, ich hab ja ne gute Gesinnung...". Das ist doch verlogen. ;)

Vielleicht ist das aber auch eine Sache des Alters der Spieler.

Seraph:
Böse Kampagnen sind prinzipiell möglich, wenn man die klassische Schwarz-Weiss-Moral durch Grautöne ersetzt. Niemand soll komplett gut sein, aber auch niemand die reine inkarnation des Bösen. Wenn der Grauton entsprechend dunkel ist, und keiner der Charaktere sich selbst als böse sieht, so kann ich es mir durchaus vorstellen.

Romaal:
Eben. Die weitverbreiteste Falschvorstellung ist, dass ein böser Char immer unschuldige abschlachten würed. Ich habe einen bösen Paladin gespielt (Lawful Evil). Der hielt es schlicht und ergreifend einfach für unnötig Leute ohne Grund abzuschlachten.

Cyberdance:
Beispiele für IMHO "funktionierende", böse Charaktere:

Der Killer, der nur auf Auftrag tötet und niemals sonst (oder alternativ keine Frauen, Kinder, niedliche Waldbewohner o.ä.).

Der machtbesessene Zauberer, der seine Großmutter dem Teufel verkaufen würde (und wahrscheinlich schon hat) aber potenzielle Verbündete oder Geschäftspartner mit gebührender Achtung bedenkt - solange sie nützlich sind, natürlich.

Der böse Priester, der die Leute zum Bösen verführt, anstatt selbst Missetaten zu begehen. Dieser Char könnte sogar als Heiler und charismatischer Helfer auftreten, der die Leute vom Bösen befreien will.

Prinzipien sind für böse Charaktere fast wichtiger als für gute.

Asdrubael:
wenn ich so drüber nachdenke, dann sind böse Gruppen dann unspielbar, wenn sie kein höheres Ziel verfolgen.
Ein junger krieger, der einmal ein mächtiges heer führen will, wird nicht riskieren, gleich am Anfang seiner Karriere für einen Mord an einem Waffenhändler gehängt zu werden
Einer der einfach nur böse um des Bösen willens ist, der kommt da nicht weiter, weil er den kurzfristigen Vorteil (ein Schwert für umme) nicht mit einem langfristigen aufwiegen kann

Und es gibt verschiedene Arten des Bösen. Man muss ja nicht in allen sieben Todsünden Meister sein ::)

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