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Böse Gruppe?

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Romaal:
Hmm hmm... da hab ich dann wohl was durcheinander gebracht. Naja, dass müssen wir dann nomal überdenken.
Das mit der Gesinnung stimmt auch wieder, muss ich noch ändern (ich bin für das Estellen der Charas zuständig).

Danke für die Korrekturen. Ich hab mit der Kosmologie noch nicht die wahnsinnigen Kenntnisse. Wir haben bis jetzt hauptsächlich in den normalen Gefielden von Faerun gespielt.

Cyberdance:
Ich hatte mal auf einem Con ein Abenteuer mit einer bösen Gruppe vorbereitet und geleitet (hatte in einem anderen Thread auch das Grofafo zur Ideenfindung mit eingespannt).
Ich hatte bisher noch gar kein Fazit gepostet, dann hole ich das jetzt hier mal nach - es hat höllisch viel Spaß gemacht.  >;D

Die Charaktere waren ein Tiefling-Finsterer Streiter, ein Lich, ein Dämonenpriester und eine Drow-Assassine. Das Setting war selbstgedreht und die Klassen auch den eigenen Bedürfnissen angepasst. In diesem Setting waren die Guten die Antagonisten und die Bösen (natürlich) vollkommen zu Recht verbittert und voller Hass gegen die Lichtwelt.

Der kniffligste Part bei einer bösen Gruppe ist die Sache mit dem Zusammenhalt - wenn man kooperationswillige Spieler hat, ist da schon viel gerettet. In jedem Fall macht es dennoch Sinn, einen Oberchef im Hintergrund zu haben, der eindeutige Konsequenzen androhen und auch effektiv umsetzen kann.

Auf der Mitte der Session wurde es so schwarz und bösartig, das wir quasi nur noch hysterisch gelacht haben und es ging von da ab definitiv nicht mehr aufwärts. ;) Ein geschändeter Schrein, ein abgefackelter Elfenwald (inkl. zum ausbluten aufgehangener Einhörner) und eine entführte Prinzessin später (die als Opfer zur Erweckung eines Dämons herhalten sollte - Anweisung der Chefin) fand sich die Gruppe schon im Finale des Abenteuers wieder, wo sie eine Entscheidung treffen mussten - ihre Königin verraten und ihrem Machtgeber, dem Dämon, bei seinem Verrat helfen, der Königin treu bleiben oder beide betrügen und die Macht an sich reißen.
Da hat sich die Kooperationsbereitschaft der Gruppe zerschlagen. ;) Am Ende fielen sie sich doch gegenseitig in den Rücken und hätten es beinahe alle nicht überlebt. Zum Schluss blieben, wenn ich mich recht erinnere, noch der Finstere Streiter und der Priester über, die dem Dämon halfen und als seine Günstlinge die neue Herrschaft über das Reich verwalteten - jedenfalls solange, bis sie eine neue Chance zur Machtübernahme sehen.

Mir persönlich macht es sehr viel Spaß "böse" Abenteuer dann und wann zu leiten und böse Charaktere zu spielen. Es gibt einem Gelegenheit mal mit den dunkleren Seiten seiner selbst zu spielen. Ich mag gerade im Bezug auf Fantasy Klischees - und die bösen Klischees des Genres üben irgendwie einen größeren Reiz auf mich aus als die guten. Normalerweise leite ich aber am liebsten echte "Heldengruppen" und reserviere das Böse für meine NPCs.
In D&D ist der Finstere Streiter (einer der wenigen Fälle, wo mir der deutsche Name besser gefällt als der englische) meine absolute Lieblingsklasse.

Ich glaube es ist einigermaßen relevant mit was für Leuten man "böse" spielt - mir fallen in meinem eigenen Bekanntenkreis auch ein paar Leute ein, mit denen ich das nicht machen würde. Ein intaktes Selbstvertrauen, die Fähigkeit zur Selbstironie und ein Schuss schwarzer Humor können nicht schaden.

Wolf Sturmklinge:

--- Zitat von: Romaal am 13.04.2006 | 10:14 ---Wer von euch hat schon mal ne böse Gruppe gespielt oder geleitet?
--- Ende Zitat ---
Beides.


--- Zitat ---Welche Charaktere habt ihr da benutzt oder kamen darin vor?
--- Ende Zitat ---
Das war noch zu AD&D Zeiten. Klassen: Berserker, Magier, Kleriker, Schurke. Die Gegner waren meist Paladine und 'weiße' Magier.


--- Zitat ---Hat es euch Spaß gemacht?
--- Ende Zitat ---
Nein, es war oft ein ziemliches Gemetzel und obwohl ich kein Weichei bin, habe ich mir schon einige Gedanken darüber gemacht, wieso ich das spiele.


--- Zitat --- Würdet ihr es wiedermachen?
--- Ende Zitat ---
Nein, zumindest nicht so. Wenn irgendwie eine Bekehrung mit drin wäre vielleicht.


--- Zitat ---Haltet ihr es für puberären Schwachsinn und wie weit denkt ihr darf man mit bösen Charakteren gehen?
--- Ende Zitat ---
Man kann 'böse' Charaktere sicherlich so und so spielen, daher kann ich keine allgemeine Antwort geben. In meinem Fall, war es allerdings Schwachsinn. Ich weiß nicht, wie weit man gehen darf oder sollte. Aber sich hinsetzen und mit einem fiesen Lachen einem Rollenspiel-Kind die Arme halte ich für sehr übertrieben. Genauso wie Vergewaltigungen, Schändungen, Unschuldige abmetzeln, etc.

Meine Meinung: Der SL sollte die Bösen spielen und all die gemeinen Taten begehen.

Gruß,
Wolf

Kerberos:
Von Zeit zu Zeit habe ich auch schon mal böse Charaktere gespielt, das letzte Mal in einer Drow-Runde bei D&D. Spaß gemacht hat es schon, aber generell sind mir gute Charaktere lieber.

Skele-Surtur:
Also ich habs des öfteren Versucht, als Spieler und als Leiter. Es hat nie wirklich funktioniert. Die Charaktere als einzelne waren zwar immer ganz cool, aber letztendlich ist es nie zur Gruppenbildung, bestenfalls zur Grüppchenbildung gekommen.

Dann haben die stärkeren Charaktere die schwächeren unter Todesdrohung oder "unmittelbarem Zwang" (oder bei Grüppchen durch zahlenmäßige überlegenheit) beherrscht, was dann teilweise zu genervtheit zwischen den Spielern geführt hat. Es hat weder bei Lawful noch bei chaotisch funktioniert, weder bei freien Gruppen, noch bei solchen die einer höheren Instanz unterstellt waren. Nach meiner Einschätzung lag es immer daran, dass "Böse Gruppen" Ansammlungen von Egobolzen sind.

Meine Charaktere waren:
1) Ein Nerull Kleriker / Hexer
2) Ein Hobgoblin Waldläufer
3) Ein Eryn

Ich würde es wieder tun, aber nur mit ganz bestimmten Spielern und unter ganz bestimmten SL. Vielleicht funktioniert es, wenn man von vornherein die Gruppenstruktur und ggf. Herren-Diener Verhältnisse klarstellt und sich regelmäßig out-of-game bespricht. Ansonsten: Gegenseitiges bekämpfen vorprogrammiert.

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