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Saga von Eis&Feuer

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Hurle Vents:
Ich liebe diese Saga! Ich habe eben erst das letzte Buch zu Ende gelesen, da kommt der nächste Teil gerade recht.  :d
Dass es das aber auch als RPG gibt, habe ich erst hier und heute erfahren.  :cheer:
Kann mir mal jemand diese D20/TriStat-Geschichte erklären? Gibt's die TriStat dX-Version nur in dieser sauteuren Sonderausgabe oder kann man auch eine TriStat-Version ohne d20 bekommen!?  ???

Roland:
Die TriStat only Version wird demnächst erscheinen.

Samael:
So, habe "Feast for Crows" heute nacht zu Ende gelesen. War wieder gut, keine Frage - wenn auch keine so abartig überraschende Wendungen mehr drin vorkamen wie in den ersten Büchern... vielleicht hat mans aber auch einfach mehr erwartet.

Kein schlimmer....
(Klicke zum Anzeigen/Verstecken)Jedenfalls stirbt wieder ein sehr symphatischer Charakter.

Was mir aber, auch verglichen mit den ersten 3 Bänden, extrem aufgefallen (gegen Ende dann auch sehr negativ aufgefallen) ist, ist die augenscheinliche Sexbesessenheit von Martin.
Kaum eine Seite ohne "rape, cunt, teats, maidenhead, fuck" etc. Natürlich in Verbindung mit derbsten Beschreibungen oder (ausgesprochenen oder gedachten) Mutmaßungen der Charaktere. Das das ganze oft in Verbindung mit grade zwölfjährigen Mädchen steht hilft nicht gerade.

Ich habe eigentlich nicht gegen dieses derb - sexuelle; das hat in den ersten Büchern deutlich geholfen das "realistisch-düstere" feeling der Buchreihe zu definieren. Aber bei Feast for Crows war es dann zu viel des Guten. (Ich habe mich des öfteren gefragt: "Was hat der Autor bloß für ein Problem!?").

Naja, konnte den Gesamteindruck zwar trüben, aber es bleibt immer noch ein sehr guter Fantasyroman!

Hurle Vents:
Teil 7 - "Zeit der Krähen" - ist nun übrigens auch auf deutsch zu haben!

Azzu:
Die ersten beiden (englischen) Bände fand ich hervorragend, den dritten gut. Jetzt lese ich "A Feast For Crows", habe etwa 400 Seiten hinter mir, und bin entsetzt. Wie ein Autor, der so stark angefangen hat, so übel abbauen kann, ist mir ein Rätsel.

[RANT]

Es passiert schlicht und einfach: gar nichts! In Rollenspielbegriffe übersetzt, wäre das eine lange Kampagne bei einem railroadenden Hartwurst-SL, dem außer Landschaftsbeschreibungen aber auch gar nichts einfällt.

Vorsicht: SPOILER! (Auch wenn's nicht viel zu verraten gibt, es passiert ja nichts.)

Wir erleben, Brienne, die planlos über den Kontinent wandert, um Sansa zu finden. Dabei wissen wir von Anfang an, dass Sansa bei Littlefinger in (relativer) Sicherheit ist. Spannend! Trotzdem verbraucht der Autor dafür mehr Seiten, als andere Autoren für einen kompletten Roman. Zahllose, sich oft wiederholdende Rückblenden informieren uns darüber, dass Brienne in ihrer Vergangenheit oft gehänselt und gedemütigt wurde. Das überrascht uns treue Leser jetzt wirklich!

Auch Samwell Tarly ist bisher nur unterwegs, ohne dass etwas passiert. Ein Stum kommt auf, er reihert über Bord. Mit dem Wind, er hat dazugelernt. Spannend! Wieder mit dabei: Rückblenden über die ach so tragische Kindheit, die uns absolut nichts Neues erzählen.

Cersei derweil tut überhaupt nichts, außer mäßig bis schlecht zu regieren und sich grundlos über ihre Mitmenschen aufzuregen. Nur echt mit vielen Rückblenden. Cersei war also früher in Rhaegar verliebt? Das wollten wir schon immer wissen! Schade nur, dass Rhaegar längst tot ist und mit der Handlung gar nichts zu tun hat. Echte Konflikte (außer denen, die sich Cersei einbildet)? Auch hier: Fehlanzeige!

Die Fischköpfe wählen sich einen König. Wer's wird, war ja von vornherein klar. Hier braut sich wieder ein Sturm zusammen, der wahrscheinlich erst im übernächsten Buch (das nächste wird ja dieselbe Zeitspanne abdecken, wie AFFC) losbrechen wird.

Anya bekommt den nächsten Level-Up auf dem Weg zum Super-Assassinen. Sonst passiert: Nichts!

Wenigstens im Süden der Versuch einer Intrige, die aber ein Rohrkrepierer bleibt. Andeutungen auf einen mysteriösen Bruder, der wahrscheinlich irgendwann (genau, im übernächsten Band...) mit einer Sölderarmee auftauchen und beim Game of Thrones mitmischen wird.

Und schließlich Littlefinger, der so souverän intrigiert, dass nicht einmal der leiseste Hauch von Spannung aufkommt.

IMHO hat der Autor die Kontrolle über seine Handlung und Charaktere verloren. Statt Spannung aufzubauen, pumpt der den gequälten Leser mit nutzlosen Informationen voll, die sich dieser schon längst selber zusammengereimt hat. Statt wie bisher in düsterer, harter Stimmung zu schwelgen, glaubt man in diesem Band eher den moralischen Zeigefinger des Autors zu erahnen. Ach, die arme unterdrücke Frau Brienne! Das arme Weichei Samwell! Die armen Deserteure, zu deren Gunsten ein ansonsten bedeutungsloser Priester einen zweiseitigen Monolog halten darf! Was ist Cersei nur für eine schlechte Mutter!

[/RANT]

So. Jetzt lese ich das Buch zu ende, und hoffe auf wenigstens eine kleine Entschädigung für die ersten zwei Drittel.

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