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Warum D&D bzw. D20

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Visionär:
@Surtur: Was ist ein tiefer, gut ausgespielter Charakter?

In meinen Runden geht es nur noch um eines: Überleben, Monster schlagen, Schätze raffen, Macht - zwar erzählerisch präsentiert, aber was zählt sind harte Werte und offene Würfelwürfe!


--- Zitat von: Surtur am  4.07.2006 | 13:17 ---Mir fällt übrigens auf, das viele Leute, die ganz gern auf D&D rumbashen auch eine gewisse Abneigung gegen Actionlastiges Spiel zu haben scheinen. Vielleicht besteht da ein Zusammenhang.

--- Ende Zitat ---
Ja, die spielen dann realistische Phantastik. Und wenn das Spiel dann weder spannend noch spaßig ist, dann möchten sie wenigstens für sich beanpruchen können, dass sie als einzige 'richtig' spielen verglichen mit den 'anderen'. ;)

Was macht D&D zu einem guten Regelsystem?

1. Eindeutigkeit der Regeln
2. Kampflastige Regeln, den Rest kann man am Tisch spielen, wie man will. Ich brauche keine Regeln für's Verführen.
3. Vielfalt der Produkte & Optionen
4. Guter Support und gute Erhältlichkeit

Skele-Surtur:
Ein gut ausgespielter Charakter ist ein konsequent ausgespielter Charakter. Ein Paladin der die Folterwerkzeuge auspackt um den Standort eines Topfes voll Gold aus einem Kobold herauszuholen ist nicht gut gespielt. (Außer gewisse Leute aus dem UA, aber das anbei).

Ein tiefer Charakter ist ein Charakter, bei dem Weltanschauung und Verhalten auf einer durchdachten, nicht allzu platten Story aufbauen. Eben mehr als Morg der Barbar, Sir Do-Goody der Paladin und Fritz the Fighter. Charaktere mit Hintergrund, Geschichte, eigener Meinung und Weltanschauung, bei denen ich nachvollziehen kann, warum sie tun, was sie tun.

Bei meinen Abenteuern geht es viel um Entscheidungen (welchen König unterstütze ich? Oder keinen von den beiden? Versuche ich das Dorf zu verteidigen oder die Leute zu evakuieren? Kann ich es mit mir vereinbaren diesen Ork, auch wenn er ein brutaler Mörder ist, einfach so hinzurichten, wo er gefesselt vor mir liegt?)
Das heißt nicht, dass er sich mit diesen Fragen schwer tun muss. Es ist Ok, wenn der Chari sagt: "Klar kann ich den Ork wegschneiden, is' doch kein Ding!" Schnitt! Aber ich erwarte schon von mir mehr als eine Ansammlung von Attributen zu spielen.

Visionär:
Ja, okay. So spielen meine Spieler auch. Sie Verkörpern einen Charakter, wissen woher dieser kommt, wie er sich verhält. Und meistens spielen sie richtig gut. Ist für mich auch eher Grundlage für Rollenspiel - aber ich mach da keinen Fetisch draus.

Auch finde ich, dass der DM seinen Spielern die Freiheit der Entscheidungen lassen sollte. Wenn die Charaktere nun für den König arbeiten wollen, dann ist das okay. Wenn sie Doppelagenten spielen wollen, so sei es. Wenn sie beide Seiten gegeneinander ausspielen wollen, zu ihrem Vorteil: gut so!
Deswegen spiele ich auch mit Setting, aber ohne Plot!

Klingt ja fast so, als hätten wir eine ähnliche Sichtweise.

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