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[Film] Der goldene Kompass

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psycho-dad:

--- Zitat von: Haukrinn am  6.12.2007 | 09:06 ---Ich vermute ja mal (nachdem, was so in USA Today und der Washington Post stand), dass fatalerweise die Kernpunkte des Buchs

(Klicke zum Anzeigen/Verstecken)(Freier Wille, Schuld und die Kirche, die beides mit allen Mitteln unterbinden will.)
gar keinen Einzug in den Film gehalten haben. Naja, wir werden ihn uns trotzdem wahrscheinlich heute Abend ansehen, vielleicht ist ja nicht ganz so schlimm.

--- Ende Zitat ---

Doch, das wurde durchaus in den Streifen eingeflochten, sogar -relativ- zentral... nur geht es zwischen den anderen Handlungssträngen ein wenig unter, leider.

Haukrinn:

--- Zitat von: Psycho-Dad am  6.12.2007 | 16:46 ---Doch, das wurde durchaus in den Streifen eingeflochten, sogar -relativ- zentral... nur geht es zwischen den anderen Handlungssträngen ein wenig unter, leider.

--- Ende Zitat ---

Tut es (komme gerade aus dem Kino), und im Vergleich zu der ganz zentralen Darstellung dieser Dinge im Buch bleibt die Kernaussage der eigentlichen Geschichte hinter dem zugegebenermassen spannenden Abenteuerverlauf ( ;) ) auf der Strecke.

Trotzdem war der Film wirklich nicht übel. Die Logikfehler tun zwar teilweise schon ein wenig weh (interessant, was die Leute so alle voneinander und von ihren Plänen wussten, ohne sich vorher je getroffen zu haben  ;) ), aber das liegt wohl hauptsächlich daran, dass man alle spannenden Szenen des Buchs unbedingt im Film haben wollte und die ganzen verbindenden Passagen weggelassen hat.

Ach ja, die letzten Kapitel des Buches fehlen übrigens im Film. Und es tauchen auch jede Menge Personen (bzw. Teile von diesen) nicht auf, die später noch eine relativ wichtige Rolle spielen.

Ich gebe mal 6 von 10 Punkten, ohne die tolle Besetzung (denn die ist wirklich astrein, allen voran Nicole Kidman als Mrs. Coulter) wären es aber eher nur 5.

PS: Ist die Übersetzung der ganzen fachlichen Begrifflichkeiten in den deutschen Büchern genauso grottig wie in der deutschen Synchro? Das hat mich stellenweise doch etwas genervt.

reinecke:
Also ich komme auch gerade aus dem Kino.

Und ja, der Film ist total gehetzt, selbst ich, der die Bücher gelesen hat (ist zwar ne weile her, aber mein gott) kam kaum mit. :-P

Finde die Besetzung auch spitze und die Logikfehler halten sich in Grenzen. Erst hier im Film ist mir aufgefallen wie die Geschichte voller Dei Ex Machina steckt, fast jede Szene endet so ;)
Aber auch optisch ist er sehr gelungen, die unkonventionelle Fantasy wurde sehr gut rübergebracht. AUch wenn mich diese blauen Energiekugeln arg an die Hovercrafts aus Matrix erinnerten (war das im Buch nicht Gas?).

Und kann mir jemand sagen, waurm die Triologie "His dark materials" (im original) heißt?

-> fazit zum film: wegen der geschichte guckenswert, aber sicherlich kein überflieger.
Aber alles in allem besser als vieles.

Lyonesse:
Gutaussehende Fantasy für die ganze Familie, die mich inhaltlich nicht vom Hocker gerissen hat. Wirkt streckenweise wie ein Narnia-Ripoff, war bestimmt keine 150 Millionen Dollar wert und die CGI Überfrachtung tötet jeden Zauber, der eigentlich entstehen sollte. Für ernsthafte Fantasy-Fans ist Der goldene Kompass/His Dark Materials nicht zu empfehlen, aber Daniel Craig war nett. Fazit: Sieht besser aus als er ist.

Mr Grudenko:

--- Zitat von: Reinecke am  6.12.2007 | 23:22 ---Und kann mir jemand sagen, waurm die Triologie "His dark materials" (im original) heißt?

--- Ende Zitat ---

Kommt aus Miltons "Paradise Lost" (2. Buch), das Pullman an den Anfang von "The Golden Compass" setzt:

Into this wild abyss,
The womb of nature and perhaps her grave
Of neither sea, nor shore, nor air, nor fire,
But all these in their pregnant causes mixed
Confusedly, and which thus must ever fight,
Unless the almighty maker them ordain
His dark materials to create more worlds
Into this wild abyss the wary fiend
Stood on the brink of hell and looked a while,
Pendering his voyage

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