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Paizos Pathfinder-Blog - das Übersetzungsprojekt

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Ein Tag im Büro

Donnerstag, 12. Februar 2009

Im Paizobüro geht es nicht um Rollenspiele und Romane; es ist unglaublich, was sonst noch hier alles so los ist. Neulich bin ich extra früh zur Arbeit erschienen nur um an Pierce Watters wöchentlichem Tai-Ji-Quan*-Training teilzunehmen. Das ist wirklich eine tolle Methode, den Tag zu beginnen: ich erlernte die Aufwärmübungen des Qigong, die Anfängerübung Tui-Shou sowie die zehn Methoden. einen Mann mit einer Augenwimper zu töten.

Pierce weiß unheimlich viel über Tai-Ji-Quan, worüber seine 40 Jahre Kampfsporterfahrung, seine Arbeit als Gründungsredakteur der Zeitschrift Internal Arts und viele Veröffentlichungen in der Zeitschrift Kung Fu ein beredtes Zeugnis ablegen. Aber vielleicht weiß er sogar noch mehr über chinesische Teesorten. Jeden Tag bereitet Pierce eine Kanne Tee vor, und nach dem Unterricht bot er mir etwas von seinem schmackhaften Gebräu an (es gibt nichts, was man damit vergleichen könnte, mit Pierce Watters eine Tasse Tee zu trinken, während man sich mit ihm über die chinesische Teekultur, Tai-Ji-Quan und seine Zeit bei TSR* unterhält).

Nachdem der Tag also schon prima begonnen hatte, gab es nur noch eine Sache, die das ganze toppen konnte: die Arbeit an den Pathfinder-Produkten. An dem Tag erging es mir besonders gut:  David und ich beendeten die ersten beiden großen Projekte, die uns zugeteilt worden waren, und wir durften ein Kapitel des in Kürze erscheinenden Quellenbuchs Pathfinder Chronicles: The Great Beyond, A Guide to the Multiverse redigieren. (Das Buch wird großartig; David und ich sind schon ganz neugierig darauf, auch den Rest lesen zu dürfen).

Gegen Sechs war ich schon geneigt, den Tag zum vollen Erfolg zu erklären, nach hause zu gehen und zu Abend zu essen (das Mittagessen hatte ich ausgelassen), eine Folge von The Office zu schauen und dann ins Bett zu gehen. Ich hatte keine Ahnung, dass da noch etwas viel großartigeres auf mich zukam: Sean K. Reynolds kam vorbei und lud uns dazu ein, an seiner wöchentlichen Freizeitbeschäftigung teilzunehmen, nach der Arbeit Miniaturen zu bemalen. Ich war schon fast am verhungern aber das musste ich mir ansehen.  David und ich sprangen also rüber ins Konferenzzimmer, wo uns Sean in die Grundlagen dieser Feingefühl erfordernden Kunst einwies, während er uns gleichzeitig versicherte, dass es eigentlich ganz einfach sei.

Der wirklich coole Teil kam, als er eine Schaumstoffschatulle enthüllte, in der er seine noch anzumalenden Miniaturen aufbewahrt, und uns erlaubte, eine davon auszusuchen. Dabei sagte er lächelnd: "Malt sie an und behaltet sie." Also wie cool ist das denn?! (Ich suchte mir übrigens eine Miniatur aus, die wie ein maskierter, in einen Umhang gehüllter weiblicher Menschenschurke mit einem Langschwert aussieht.) Ich finde diese Sessions wirklich spannend, auch wenn ich die Malerei selbst ein Stück weit entmutigend finde. er sagt zwar, dass es leicht zu erlernen wäre, aber dann schaut man auf seine Miniaturen, und die sind wirklich kleine Kunstwerke.

Aber wisst ihr was? Auch wenn ich eine komplette Niete bin (und da bin ich mir eigentlich ziemlich sicher, ich kann ja nicht mal innerhalb der Linien eines Ausmalbuchs bleiben... jep, ihr habt richtig gehört, ich male Ausmalbilder an), wird es ganz sicher eine Menge Spaß machen. Außerdem weiß Sean eine menge sehr unterhaltsamer Anekdoten über verschiedene Spiele zu erzählen, die er mit anderen berühmten Spieledesignern zusammen gespielt hat (womit er mich viel länger bei der Stange hielt, als mein grummelnder Magen es ansonsten zugelassen haette). David und ich haben bereits entschieden, dass diese Geschichten unbedingt blogwürdig sind; wir werden auch Bilder unserer schlampigen Versuche, Miniaturen zu bemalen posten, sobald wir unsere ersten fertig haben (ok, Davids Miniaturen könnten sogar recht gut ausfallen).

Jedenfalls hatten wir eine Menge Spaß und ganz sicher war es ein toller Abschluss dessen, was einfach nur ein ganz normaler Tag im Büro war.

Hank Woon,
Redaktionspraktikant

Übersetzung: Bjoern Arnold


Anmerkungen:

Tai-Ji-Quan ist im Deutschen besser unter den Namen Tai-Chi-Chu'an bzw. Chinesisches Schattenboxen bekannt. Qigong (Chigong) ist eine Sammlung von Konzentrations- und Meditationsuebungen, die sowohl in der traditionellen chinesischen Medizin als auch im Kampfsport Anwendung finden. Eine der Uebungen ist Tui-Shou ("schiebende Haende"), eine Partnerübung im Tai-Ji-Quan.

Pierce Watters war in verschiedenen Funktionen von 1996 - 2005 für die beiden Printmagazine Dragon und Dungeon Magazine tätig. Für kurze Zeit war er sogar Chefredakteur des Dungeons.

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Der legendäre Anhang - Erik Mona, Teil 1




Monday, February 16, 2009

Wie ich in meinem Einführungsblog erklärte, soll es die Aufgabe dieser Artikelserie sein, Paizos ganz eigenen Anhang N zu erschaffen, eine halbwegs vollständige Liste der Bücher, Comics, Filme und Rollenspielprodukte, die jedes Mitglied von Paizo bei ihrer Arbeit an der Kampagnenwelt der Pathfinder Chronicles inspirierte. Um einen Anfang für die Serie zu finden, schien niemand besser geeignet als Erik Mona einer der ursprünglichen Schöpfer Golarions , der gleichzeitig die treibende Kraft hinter den Planet Stories ist. Er hatte einiges zu dem Thema zu sagen. Als wir mit dem Mittagessen fertig waren, hatte ich drei komplette Seiten mit Notizen gefüllt uns sah mich bereits gezwungen, das Ende des Interviews auf einer Serviette zu notieren. Unglücklicherweise (oder zum Glück, je nachdem, wie man es sehen will) hat uns die Länge des Interviews dazu gezwungen, das Ganze in drei Teile zu zerlegen. In diesem ersten Teil verrät Erik uns, welche Autoren am meisten Einfluss auf seine Ideen hatten, welche Grundatmosphäre er Golarion geben wollte.


David: Welche Autoren oder Bücher ragen für dich als die heraus, die den größten Einfluss auf dein Design und auf Golarion ausübten?

Erik: Robert E. Howards Conan-Serie, insbesondere die Sammlung der originalen Conan-Stories die von Del Rey veröffentlicht wurden - The Coming of Conan the Cimmerian, The Conquering Sword of Conan - diese eben. Fritz Leibers Fafhrd und der Graue Mauser-Reihe; Moorcocks Elric-Zyklus; China Miévilles Romane, insbesondere Perdido Street Station und The Scar; Jack Vances Dying Earth-Tetralogie (die inzwischen, glaube ich, als Gesamtausgabe veröffentlicht wurde; C.L.Moores Jirel of Joiry-Zyklus; Hugh Cooks zehnbändiger Zyklus The Chronicles of an Age of Darkness; H.P. Lovecraft; und Henry Kuttners The Dark World und Elak of Atlantis

Die meisten dieser Autoren und Bücher haben die Atmosphäre und den Tonfall unserer Kampagnenwelt insoweit beeinflusst, als es sich dabei um Sword &Sorcery handelt. Mit der Ausnahme von Michael Moorcocks Elric-Zyklus haben diese Geschichten Protagonisten, die keine Übermenschen sind; jeder ist einfach nur ein Typ. So ähnlich, wie auch Captain America ein ganz durchschnittlicher Mensch im Vergleich zu den anderen Marvel-Superhelden ist: er kann nicht fliegen und hat keine besonders bemerkenswerten Superkräfte. Batman fällt ganz offensichtlich in dieselbe Kategorie. Die Charaktere in diesen Romanen sind zwar mächtig, aber nicht übermenschlich mächtig. Wichtiger noch ist allerdings die Idee, dass die Umwelt selbst der Gegner ist - und dass die Charaktere zwar außergewöhnliche, aber ansonsten ganz normale Leute sind, die sich zur Wehr setzen müssen, wenn sie nicht von der Welt zerstört werden wollen.

Tolkien war nur insoweit ein Einfluss, als er auch D&D beeinflusst hat. Seine Welt passte einfach nicht zu dem, was wir mit Golarion zu tun versuchten. Um ehrlich zu sein gibt es in Mittelerde zu viel Hoffnung, sie ist nicht düster genug. Als wir mit der Schöpfung Golarions begannen, stellte ich Jason Bulmahn die rhetorische Frage, ob es für Paizo möglich sei, eine Welt zu erschaffen, in der es keine Gnome, Zwerge, Elfen usw. gäbe. Wir kamen natürlich sofort zu dem Schluss, dass das unmöglich wäre, aber vielleicht gibt das die Grundidee wieder, die wir mit Golarion zu verwirklichen versuchten.

Gary Gygax' Gord the Rogue-Bücher waren sehr einflussreich wegen der Art in der sie durch die erzählten Geschichten und die zugrundeliegende Welt die Art von Milieux zeigten, die einer Welt inherent sind, die von den Regeln des Spiels bestimmt ist. Selbst wenn sie einfach nur als Startpunkt benutzt werden, ist das eine ungeheuer wertvolle Ressource. Auch die frühen "Thieves World"-Anthologien beeinflussten das Setting, allerdings eher durch ihren Stil und die dort präsentierte Weltsicht als durch andere Eigenschaften. Greyhawk und Sanctuary sind Kopien von Leibers Lankhmar und wenn es darum geht, den Ort auszuwählen, der am ehesten den Geist von Fantasyrollenspielen symbolisiert, dann fällt die Wall eindeutig auf Lankhmar.

Damit endet der erste Teil meines Interviews mit Erik und des Legendären Anhangs. Inhalt der nächsten Ausgabe: Erik beschreibt, wie Osirion und Cheliax geboren wurden, und nennt die Bücher und schrecklichen Urlaubsorte, die bei ihrer Schöpfung Pate standen.


David Eitelbach,
Redaktionspraktikant Paizo

Übersetzung: Björn Arnold

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Von dem Mann, mit dem alles begann

Freitag, 29. Juni 2007

Es gab viele Diskussionen darüber, welche der historisch bedeutenden und unterhaltsam zu lesenden Bücher in unserer Buchserie Planet Stories als erste erscheinen sollten, allerdings war es ganz einfach, das allererste Buch auszuwählen. Gary Gygax hat, als international anerkannter Vater der Fantasyspiele, mehr für die Verbreitung und Etablierung des modernen Begriffs der Fantasy getan als fast jede andere Person, was ihn in Bezug auf die historische Bedeutung gleichbedeutend neben so bekannte Gestalten wie J.R.R. Tolkien stellt. Und dennoch haben überraschend wenig Leute Gygax' eigene Bücher gelesen. Als wir daher die Gelegenheit bekamen, mehrere seiner Romane neu aufzulegen, stürzten wir uns geradezu auf diese Chance.

Im ersten dieser Bücher, ,öffnet Gygax uns die Tür in eine unheimliche, vertraut erscheinende mittelalterliche Welt. Einer Welt sich bekriegender Zauberer, voller mörderischer Intrigen, die sich von den Pyramiden des antiken Ägyptens hin zu den nebelverhangenen Städten Avilloniens erstreckt. Irgend Jemand erpresst und ermordet die mächtigsten Zauberer der Welt. Die Blutspur führt direkt zu Anubis, dem pathetischen Gott, den die meisten als der Herr der Schakale kennen. Ein Fall für Magister Setne Inhetep, Magier und persönlicher Berater des Pharaos, und seine wunderschöne wie tödliche Leibwächterin Rachelle. Kann Setne mit seiner Magie und seinen überlegenen Ermittlungsfähigkeiten das Geheimnis lüften, bevor er selbst zum nächsten Opfer wird?

The Anubis Murders wird ab August überall erhältlich sein. Den Startschuss wird eine Werbeaktion am Paizostand auf der diesjährigen GenCon geben; Gary Gygax höchstpersönlich gibt sich und uns die Ehre, indem er sich mit denjenigen, die sein Erbe weitertragen trifft. Holt euch also ein Exemplar des Buches, lehnt euch zurück und seht die Welt durch die Augen des Meisters.


James Sutter,
Redakteur Planet Stories

Übersetzung: Björn Arnold

Anmerkung:
The Anubis Murders gibt es auch in deutscher Übersetzung. Siehe dazu auch die im Gate erschienene Rezension

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Weitere Patzer

Donnerstag, 27. März 2008

Das Kartenset: Kritische Patzer wird jetzt jeden Tag in unserem Lagerhaus erwartet. Und wie versprochen seht ihr hier ein paar weitere Karten und eine der Karten für die Optionalen Regeln. Diese letztere Karte gibt euch ein paar zusätzliche Werkzeuge in die Hand, um kritische Patzer in euer Spiel zu integrieren. Schauts euch an, und wenn ihr mögt, postet doch eure optionalen Regeln für die Benutzung dieses Kartensets in unsere ]Foren. Das Kartenset: Kritische Patzer ist der Nachfolger des sehr beliebten Kartenset: Kritische Treffer, dass im letzten Frühjahr erschienen ist. Beide Kartensets können kombiniert werden, um euren Kämpfen ein neues Überaschungsmoment hinzuzufügen.

Jason Bulmahn,
Chefdesigner Pathfinder

Übersetzung: Björn Arnold

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Aus der Gruft geklaut: Pathfinder #20 - Das Haus der Bestie

Donnerstag, 26. Februar 2009

Unter hohem Risko für unser eigenes Wohlergehen haben mein Kollege und ich die Verteidigungsanlagen der wohlgewschützten Paizo-Gruft überwunden, um euch, unseren treuen Lesern diese exklusive Vorschau auf Band 20 des Pathfinder AP, "Das Haus der Bestie" zeigen zu können. Nun müssen wir fliehen, bevor unsere Verfolger uns entdecken...

Der Sonnenfürst Talachos ist Sarenraes liebster Engel, ihr Kontakt zur Welt der Sterblichen, den Heerscharen der astralen Devas und den Ränken der mächtigeren Engel (eingeschlossen der Empyrealen Fürsten). Er ist eine eindrucksvolle Gestalt, etwa 2,50 m groß und 150 kg schwer und spricht mit seiner vollen Baritonstimm immer auf klare und präzise Weise. Seine Metallhaut ist so hart wie Stahl, wenn jemand ihm Schaden zufügen möchte, samtweich aber für jeden, der freundlich, gnädig und gut ist. Er ist der Champion der Dämmerblume in Golarion und ihre bevorzugte Waffe gegen Rovagugs Brut (obwohl sie ihn nur dann herbeiruft, wenn keine sterblichen Heldern zur Verfügung stehen). in der Zeit vor dem Tod Arodens überbrachte er oft Prophezeiungen im Namen seiner Göttin und mehrere der Geschichten in Die Geburt von Licht und Wahrheit wurden von Orakeln geschrieben, die er persönlich durch Sarenraes Reich begleitete. Inzwischen ist es seine einzige noch ähnlich zu nennende Pflicht , bei glücksverheißenden Geburten zu erscheinen.

Den vollständigen Artikel über den Sonnenfürsten Thalachos könnt ihr im Bestiarium von Pathfinder #20 finden, der außerdem eine komplette Beschreibung der Religion Sarenraes enthält.

Vadid und Nahk, Vorschau-Diebe

Übersetzung: Björn Arnold

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