Pen & Paper - Spielsysteme > Pathfinder/3.x/D20
Paizos Pathfinder-Blog - das Übersetzungsprojekt
Wormys_Queue:
Aus der Schatzkammer entwendet: Ratsheek
Dienstag, 07. April 2009
Für diejenigen von euch, die den Abenteuern der druidischen Kundschafterin Channa Ti in Elaine Cunninghams Einträgen im "Tagebuch der Kundschafter" mit dem Titel "Der finstere Wandteppich" (The Dark Tapestry) gefolgt sind, haben wir hier das Gesicht von Ratsheek, dem schurkenhaften Gnoll, wie ihn sich der Künstler David Bircham vorgestellt hat...
Vadid und Nahk
Vorschau-Diebe
Übersetzung: Björn Arnold
Wormys_Queue:
Das Warten wert!
Freitag, 10. April 2009
Obwohl der Free RPG Day noch etwa 70 Tage von uns entfernt ist, haben wir hier im Büro gerade schon den ersten Blick auf unser diesjähriges Angebot werfen können, das Pathfinder Roleplaying Game: Bonus Bestiary. Und für ein kostenloses Werk fällt mir nur der Kommentar "Wow!" ein. Das sechzehnseitige Mini-Monsterhandbuch ist viel mehr als nur eine Vorschau auf das im Sommer erscheinende Pathfinder RPG Bestiary. Es stellt neue Pathfinder RPG-Regeln für Monster vor, enthält eine Aufzählung von 257 Monstern, die ihr im September im Bestiarium erwarten dürft und schon angepasste Statistiken für 13 klassische Monster, darunter der Allip, die Karyatidensäule (?-WQ), der Feendrache und der Schattenmastiff. Die anderen Überraschungen, die es in das Büchlein geschafft haben, will ich hier gar nicht erst erwähnen. Auch kriegt ihr hier (auf der Produktseite war es schon eine Weile versteckt) das actiongeladene Titelbild von Tyler Walpole, dass sozusagen noch ein Monster verrät, dass sich in dem Buch versteckt. Ihr könnt eine völlig kostenlose Druckausgabe des Bonus Bestiary in den am Free RPG Day (findet am Samstag, dem 20.Juni statt) teilnehmenden Spieleläden erhalten. Hier auf paizo.com werden außerdem kostenlose PDF-Ausgaben am Free RPG Day und danach erhältlich sein (wie auch kurz darauf eine begrenzte Anzahl an Druckausgaben billig erhältlich sein wird). Gutes Zeug, und ich kanns gar nicht erwarten, euch im nächsten Monat mehr davon zu zeigen - wie z.B. eine Menge fantastischer Monsterillustrationen.
Oh, und das hier geht noch an ctulhudarren, einem unserer Forenmitglieder: Du darfst dich in dem Teil auch auf Stats für dein Lieblingsmonster freuen. Viel Spaß!
Wes Schneider,
leitender Redakteur
Übersetzung: Björn Arnold
Wormys_Queue:
In der Sternenkammer
Mittwoch, 08. April 2008
Unser nächster Halt auf unserer improvisierten virtuellen Reise durch die Paizo-büros findet im großen Konferenzsaal statt, in dem die Angestellten sich den Kopf zerbrechen und Spielercharaktere erschlagen werden. Ein langer, breiter Tisch stellt den Mittelpunkt des Raumes dar. Zum Schutz vor neugierigen Augen getönte Fensterreihen verlaufen oberhalb niedriger Regalschränke voll von Terraindarstellungen, daneben stehen an die Wand zurückgeschobene Stühle. Auf fast jeder Oberfläche stehen aufmerksam riesige Miniaturenarmeen, die auf eine Art und Weise durcheinander sind, die nur für die verschiedenen in diesem Raum leitenden Spielleiter Sinn ergibt. An der Südwand des Raumes hängt ein Whiteboard, auf dessen Oberfläche unheilige Sprache und geheimnisvolle Symbole aufgetragen wurde, Handlungsvorgaben, die genauso leicht die verrückten Pläne von Managern und Redakteuren wie die von Zauberern und Dämonen sein können.
Hank Woon,
Redaktionspraktikant Paizo
Übersetzung: Björn Arnold
Wormys_Queue:
Der erste Actionheld der Science Fiction
Donnerstag, 05. Februar 2008
Ich hab mit dem Ding zwei Editierungsdürchläufe gemacht, ich hätte es also wissen müssen. Trotzdem war das Geräusch, dass unsere Vorabkopie von Northwest of Earth machte, als Erik es vor mir auf den Schreibtisch fallen ließ, wirklich sehr befriedigend. Ihr müsst wissen, dass dieses Buch dick ist und weniger in Seiten als in Pfund gemessen werden muss. Und das zum gleichen Preis wie all unsere anderen Veröffenltichungen in der Planet Stories -Reihe, nämlich 12.99 $, was Northwest Smith zu einem echten Schnäppchen für diejenigen macht, die genau wie ich (besonders in meiner Kindheit) aus jedem Euro so viele Seiten wie möglich herauszuholen versuchen.
Aber ernsthaft: Northwest of Earth: The Complete Northwest Smith wäre den Preis wert, selbst wenn es nur halb so umfangreich wäre. Jahrzehnte bevor Han Solo Greedo erschoß, 30 Jahre, bevor Captain Kirk zum ersten mal eine verführerische Alien erblickte, da gab es nur Northwest Smith, einen hartgesottenen Raumfahrer mit einer Vorliebe für die Schmuggelei und die Arbeit als Söldner, schnell mit dem Hitzegewehr und noch schneller mit dem Schnapsglas. In Begleitung seines venusischen Kumpels bereitete Northwest den Weg für zahlreiche Helden der Science Fiction, die gerade außerhalb der von den Gesetzen gegebenen Grenzen operierten. Mit einem Federstrich erschuf C. L. Moore einen der am meisten geschätzten Archetypen des Genres.
Aber warum sollte uns das eigentlich überhaupt überraschen? Immerhin war C.L.Moore selbst so etwas wie eine Wegbereiterin. Zu einem Zeitpunkt, zu dem weibliche Autoren im besten Fall an den Rand gedrängt wurden und in der Literatur des Genre nahezu nichtexistent waren, trat Catherine Lucille Moore durch die Tür und machte die Leserschaft auf sich aufmerksam. Nach ihrer ersten Veröffentlichung in den Weird Tales im Jahr 1934 stieg sie schnell an die Spitze der Pulpauthoren auf und veröffentlichte an der Seite von Zeitgenossen wie Robert E. Howard und H-P- Lovecraft, und auch als ihr Geschlecht bekannt wurde, hielt sie das nicht davon ab, weiterhin glänzende Arbeit abzuliefern. Jirel von Joiry, eine andere ihrer Schöpfungen (die komplette Sammlung ihrer Abenteuer ist bei den Planet Stories als Der Kuss des Schwarzen Gottes (Black God's Kiss) erhältlich), war die erste weibliche Heldin der Sword & Sorcery, eine kampfhungrige Kriegerin, die keine Gefangenen machte und die der Welt der Fantasy bewies, dass einige der so klischeehaften "Fräulein in Not" ganz gut auf sich selbst aufpassen konnten, vielen Dank.
Northwest of East ist die erste komplette Sammlung aller Geschichten um Northwest Smith und enthält sogar die nur noch selten zu findenden Erzählung "Nymphe der Finsternis" (Nymph of Darkness), eine Zusammenarbeit mit Forrest J. Ackerman) und "Die Suche nach dem Sternenstein"( Quest of the Starstone), einer ausgelassenen, genrevermischenden Hatz, in der Moore und ihr Ehemann Henry Kuttner (seines Zeichens selbst ein bahnbrechender SF-Autor) Smith und Jirel gemeinsam gegen einen bösen Magier antreten lassen, der dazu fähig ist, sich zwischen den Welten hin- und her zu bewegen.
Ich könnte den ganzen Tag lang darüber reden, wie wichtig diese Geschichten für das Genre sind, wie nahtlos sie kosmischen Horror und strahlengewehrbewaffnete Science Fiction miteinander verschmelzen. Aber vielleicht würdet ihr ja lieber eine etwas angesehenere Stimme darüber sprechen hören. Wie wärs denn mit, sagen wir H.P. Lovecraft? In seinen Briefen hat Lovecraft folgendes über das Werk Moores zu sagen:
"Diese Geschichten haben eine besondere Qualität kosmischer Verrücktheit an sich, die kaum definierbar, aber leicht erkennbar ist, und die sie als etwas wirklich einzigartiges kennzeichnen. In diesen Erzählungen finden wir eine undefinierbare Atmosphäre vager Fremdheit und kosmischer Ängste vor, ein Zeichen für seltsame Werke der besten Art. Das einzigartige an Miss Moore ist ihre Fähigkeit, Umweltbedingungen, Sehenswürdigkeiten und Phänomene von äußerster Fremdartigkeit und Originalität herzustellen und diese in einer Sprache zu beschreiben, die etwas von ihrer unkonventionellen, phantasmagorischen und furchterfüllten Qualität an den Leser weitergibt." - H.P. Lovecraft
Seht ihr: Schon vor 70 Jahren verstanden die zeitgenössischen Autoren, dass C.L.Moore eine ganz besondere Person war, dass sie eine Imaginationskraft und schriftstellerische Fähigkeiten besaß, die weit über das hinausgingen, was man von einem normalen Pulpauthor erwarten durfte. Wir bringen dieses Jahr eine Menge hervorragender Bücher heraus, Northwest of East allerdings veröffentlichen wir mit ganz besonderem Stolz. Ich hoffe, ihr werdet Spaß daran finden.
Und weil jeder kostenfreie Inhalte liebt, gibts zum Abschluss noch einen kleinen Appetithappen:
Eine, zwei Minuten lang geschah nichts. Dann glaubte Smith, der die Wand betrachtete, auf einmal, dass er den Umriss des Symbols ausmachen könne, dass er bis hierher verfolgt hatte. Irgendwie wurde es zwischen den auf die Wand gemalten Figuren plötzlich sichtbar. Zwischen den Linien, denen er mit seiner Hand gefolgt war, breitete sich Gräue aus, eine Art Nebel, der dichter und gleichzeitig sichtbarer wurde, bis Smith das Flechtwerk innerhalb der von den Linien begrenzten Fläche nicht mehr ausmachen konnte. Und schließlich war ein großes, aus Nebel gebildetes Symbol deutlich sichtbar auf der Wand zu sehen.
Er verstand nicht einen Moment lang, was da vor sich ging. Er sah, wie die Gräue an Dichte zunahm und mit jedem verstreichenden Moment stärker wurde. Aber erst, als ein langer Nebelfaden langsam in den Raum hinaustrieb und die Gräue sich über den Rand zu ergießen begann, wabernd und wogend, als wäre die Wand in Brand gesetzt, begann er zu verstehen. Und von weit weg, ganz weit weg, über unendliche Weiten hinweg erhielt er einen schwachen Eindruck von einer Macht, die so groß war, dass er in einem Augenblick den ganzen Schrecken verstand, den er hier betrachtete.
Der auf die Wand mit seinem eigenen metallischen Gegenstück geschriebene Name öffnete ein Tor für das Ding, dass diesen Namen trug. Es kam zurück auf die Welt, die es vor Jahrmillionen verlassen hatte. Es quoll durch die offene Tür, und nichts, was er tun konnte, würde es aufhalten...
James Sutter,
Redakteur Planet Stories
Übersetzung: Björn Arnold
Wormys_Queue:
In den Ebenen jagen
Mittwoch, 15. April 2009
Scharfäugige Leser werden vielleicht einen kleinen Unterschied bei den Credits im Pathfinder Adventure Path #22 feststellen. Zwischen all die "wer ist wer" und "was ist was" ist eine Würdigung an Spooky, den Mächtigen Jäger eingeschoben worden, den legendären Katzenvertrauten. Ich hab Spooky nicht persönlich gekannt, da er Gary Teters langjähriger Kumpane war, aber als Lisa zu uns kam und uns die Nachricht überbrachte, dass der verführerische Kumpel unseres Webzaren sich aufgemacht hatte, um auf anderen Existenzebenen zu jagen und gleichzeitig den Vorschlag machte, Spooky in einem Pathfinder-Abenteuer zu verewigen, waren wir alle sofort dafür. Sogar Kevin Yan war sofort dazu bereit, bis zum Ende der Deadline ein superschnelles Porträt unseres edlen Jägers anzufertigen. Also nur als kleiner Hinweis für die Tausende von Spielern, die sich am "Rand der Ewigkeit" in Pathfinder #22 versuchen - haltet nach Spooky Ausschau, eine wandernde Katze die sich als genauso zuverlässiger, hartnäckiger und bewundernswerter Partner in Golarion erweisen wird, wie sie das hier auch schon tat. Und Gute Jagd!
F. Wesley Schneider,
Leitender Redakteur
Übersetzung: Björn Arnold
Navigation
[0] Themen-Index
[#] Nächste Seite
[*] Vorherige Sete
Zur normalen Ansicht wechseln