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[Savage Worlds] Regelfragen (Archivthread)

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Zornhau:
Auch wenn es offtopic ist...
--- Zitat von: Enpeze am 27.10.2008 | 15:50 ---Ich weiß aus eigener Erfahrung daß man sehr wohl gegen bereits 2 Gegner, die ein wenig kämpfen können massiv im Nachteil ist. Nicht umsonst werden im Martial Arts training eigens Techniken gelehrt, die einen auch gegen mehrere Gegner eine gewisse Chance geben.
--- Ende Zitat ---
Genau. Und so etwas steckt in SW implizit im Fighting-Skill-Wert und explizit in Edges, die Ganging-Up-Boni reduzieren oder gar ganz vermeiden lassen, drin.

Das Etablieren einer Überzahlsituation, in der wirklich ALLE Angreifer der Überzahlseite einen gleichintensiven Vorteil für ihren Angriff ziehen können, auch außerordentlich schwer regeltechnisch umzusetzen. Realiter kommt so etwas so gut wie überhaupt nicht in einer Kampfsituation (Mobilität und Verteidigungsfähigkeit des Angegriffenen sind gegeben) vor, sondern erst NACH einem Überwältigen, einem Verteidigungsunfähigmachen, somit gegen einen wehrlosen Gegner, gegen den dann alle Angreifer dieselbe Vorteilslage haben.

In einer Ernstkampfsituation oder auch nur in einem Sparring von mehreren gegen einen wird immer die gegenseitige Behinderung der Angreifer ohne Einwirkung des Angegriffenen, das bewußte Manövrieren des Angegriffenen zur Verhinderung von Angriffsmöglichkeiten, und der Grad der "Eingespieltheit" der Angreifer als "Team" eine Rolle spielen; und damit umzugehen und das zu überstehen kann man trainieren.

Wollte man das in SW abbilden (ob man das SOLLTE ist eine andere Frage), dann wären hier jede Menge "Mobilitäts"-Würfe mit Widerstand der Auszumanövrierenden fällig - und ein anderes Initiative-System. Mobilität wäre eine Funktion des Fighting-Skills, des Pace-Wertes und ggf. bestimmter Edges. Gegenseitiges Behindern ist eine Funktion detailliert umgesetzter Waffenreichweiten (es reicht schon ein Klingenlängenunterschied von einer Handbreite aus, um hier SPÜRBARE Distanzvorteile und weniger Behinderung zu erreichen). Die "Eingespieltheit" der Gegner (ist es eine professionell auf gegenseitigen Schutz und den Kampf in Formation gedrillte Legion oder sind es eine Handvoll unkoordiniert vorgehender Raufbolde ohne jegliche Gruppentaktik) wäre auch noch in Werte zu fassen und mit regeltechnischem Effekt zu versehen (Einfache Umsetzung: Diese Legionäre sind so trainiert, daß sie in Formation auch mit dem Spieß über lange Distanz noch Überzahltaktiken anwenden können.  Oder: Diese Raufbolde sind so unkoordiniert, daß bei ihnen nur der halbe Überzahlbonus, abgerundet, zum Tragen kommt.). Neue Edges (und auch Hindrances), sowie anderer Umgang mit Initiativ-Regeln bzw. grundsätzlich andersartige Initiativ-Regeln wären hier vonnöten, um solche Möglichkeiten bei Überzahlsituationen in der Spielwelt mittels SW-Regelmitteln abbilden zu können.

Für mich wesentlicher Punkt: Regeln bilden bestimmte Möglichkeiten, die man ohne die Randbedingungen der Regelarchitektur eigentlich innerhalb der Spielwelt haben sollte, nicht oder nur verzerrt ab. Dazu gehören bei SW definitiv die Überzahlsituationen (nicht daß die anderswo überzeugender abgebildet würden).

Iber von Ask:
Folgende Frage tat sich gestern beim spielen auf:

Kann ein Shaken-Charakter Rettungswürfe machen?

Mit Rettungswürfen meine ich z.B. der Agility-Wurf gegen einen Blast-Angriff (also in unserem Beispiel eine Odem-Waffe einer Kreatur).

Streng genommen haben Shaken-Charaktäre ja keine Aktionen. Diese Reaktion gilt ja nicht als Aktion und bewegen kann man sich shaken ja auch noch.

In unserem Falle wollte der Spieler den Rettungswurf gar nicht haben, weil er sich ja schaken fühlte.

MarCazm:

--- Zitat von: Iber von Ask am 31.10.2008 | 13:31 ---Folgende Frage tat sich gestern beim spielen auf:

Kann ein Shaken-Charakter Rettungswürfe machen?

Mit Rettungswürfen meine ich z.B. der Agility-Wurf gegen einen Blast-Angriff (also in unserem Beispiel eine Odem-Waffe einer Kreatur).

--- Ende Zitat ---

Du meinst wohl eher Burst und nicht Blast. ;D

Ansonsten können auch die Shaken Chas ihre Probe machen. Steht ja nix drin, das sie das nicht dürfen. Wie z. B. beim Blast, da gibts keine Ausweichen Probe oder ähnliches. Da hilft es nur Prone zu gehen.

Zornhau:

--- Zitat von: Iber von Ask am 31.10.2008 | 13:31 ---Kann ein Shaken-Charakter Rettungswürfe machen?
--- Ende Zitat ---
Wenn mit "Rettungswurf" die Widerstände in vergleichenden Würfen z.B. gegen Burst-Power, gegen Intimidation, gegen Taunt, gegen Smarts/Agility-Tricks, usw. gemeint ist (und nicht zu vergessen die Guts-Würfe, wenn abscheuliche Schreckensgestalten auf der Bildfläche erscheinen), dann JA.

Shaken ist NICHT BEWUSSTLOS! (Das wäre Incapacitated - und auch da ist nicht festgelegt, ob der Charakter beim Verbluten nicht doch noch bei Bewußtsein bleibt.)


--- Zitat von: Iber von Ask am 31.10.2008 | 13:31 ---Streng genommen haben Shaken-Charaktäre ja keine Aktionen. Diese Reaktion gilt ja nicht als Aktion und bewegen kann man sich shaken ja auch noch.
--- Ende Zitat ---
Shaken-Charaktere haben genau EINE Aktion! - Sie MÜSSEN bei ihrer Initiativkarte einen Spirit-Wurf machen, um sich aus dem Shaken-Zustand zu erholen (recover from Shaken). Diese Aktion ist VERPFLICHTEND und AUTOMATISCH. - Man kann also nicht "einfach mal ein wenig Shaken herumlungern", sondern man bekommt automatisch wieder einen klaren Kopf, sobald der jede Runde fällige Spirit-Wurf geklappt hat.

Hat diese verpflichtende Aktion des Erholens aus dem Shaken-Zustand einen Erfolg mit Erhöhung erzielt, dann darf man ganz normal seine frei wählbare(n) Aktion(en) diese Runde ausführen. Ansonsten erst nächste Runde.


--- Zitat von: Iber von Ask am 31.10.2008 | 13:31 ---In unserem Falle wollte der Spieler den Rettungswurf gar nicht haben, weil er sich ja schaken fühlte.
--- Ende Zitat ---
Wenn der SPIELER sich "Shaken fühlte", dann sollte er gefälligst weniger Drogen zum Binge-Drinking vor dem Spielen einwerfen!

Die Würfe haben die Charaktere(!) als Abbildung ihres Lebenswillens und Selbsterhaltungstriebes. Wenn der Spieler seinen Charakter unbedingt Selbstmord begehen lassen will, weil "er sich heute nicht so fühlt", dann bitteschön. - Aber normalerweise gibt es KEINEN GRUND auf die lebensbewahrenden/lebensrettenden Reaktionen zu verzichten.

Noch etwas: Ein Shaken-Charakter kann sich auch fortbewegen. Mit seiner HALBEN Bewegungsweite. - Er ist NICHT "ohnmächtig" oder "liegt am Boden" (außer der Effekt hat ihn in den Zustand "Prone" gehen lassen).

Warum sollte denn ein Charakter, der Shaken ist, weil er von einem gegnerischen Großmaul die schlimmstmögliche Beleidigung über seine Mutter einstecken mußte, oder weil er von einem Trick "Schau mal dort drüben" gerade etwas abgelenkt wurde, oder weil er einem untoten Necromantengeschöpf gegenübersteht, darauf "verzichten" einem Flammenwerferstrahl (Burst) auszuweichen?

Ich kann mir KEINEN EINZIGEN Grund vorstellen, der das Ansinnen des besagten Spielers NICHT als vollkommen idiotisch erscheinen läßt. - Das hat nichts mit "Charakterausspielen" und nichts mit "Stimmungsvoller Darstellung" zu tun, sondern es ist einfach Spielercharakterselbstmord (und einer ohne Stil noch dazu!).

Enpeze:
Frage:
welchen Vorteil bietet das Edge Frenzy gegenüber einer normalen doppelaction? Soweit ich das sehen kann ist der einzige Vorteil, daß man die doppelattacke von Frenzy auch nur mit einer Waffe durchführen kann. während man bei einer doppelaction jeweils 1 Waffe in der rechten und linken Hand benötigt. Das -2 auf jeden Angriff ist ja bei beiden Typen vorhanden.

Zweite Frage (weil ich grad dabei bin)
Wo steht der Schaden von Faustkampf? ich kanns leider nicht finden. Ist das vielleicht 1d4-2+STR oder so?

Dritte Frage:
betrifft eine Situation in der ein getroffener zu Boden geht oder 1-2" weggeschleudert wird weil die Wucht des Schlages zu groß war.  Dies muß allerdings nicht unbedingt gleiche eine Wound bedeuten, sondern kann auch Shaken sein. Wie handhabt ihr das? Laßt ihr das zu?

Danke wie immer für Eure Hilfe :)

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