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[Savage Worlds] Regelfragen (Archivthread)
Pyromancer:
--- Zitat von: Zornhau am 26.04.2009 | 19:42 ---Es geht, wenn man nur GENAU EIN ZIEL über die gesamte Runde anvisiert hat (Zielen-Manöver) und dann auch ALLE Schüsse (je nach Feuerrate) auf genau dieses EINE Ziel abgibt.
--- Ende Zitat ---
Danke für die Klarstellung. Das ergibt Sinn.
alexandro:
--- Zitat von: Falcon am 25.04.2009 | 10:30 ---@Rest: danke, daß sind nützliche Tipps, auch wenn Umentscheiden oder eine neue Aktion wählen (z.b. den Trick) eher Richtung Hausregel gehen.
--- Ende Zitat ---
Nein.
Dass nur die ANZAHL der Handlungen zählt und NICHT welche man GENAU unternimmt, ist STANDARD. Es gibt bei SW KEINE "Deklarationsphase", in der man alle Handlungen für die Runde ansagt (somit entfällt auch die Notwendigkeit einer Regel für "Aborting Actions" etc., wie das z.B. bei D&D 3.x der Fall ist) - man unternimmt die Handlungen der Reihe nach.
Die einzige Einschränkung ist eine logistische (der Abzug muss spätestens beim ersten Würfelabzug festehen, weil es nicht möglich ist ihn "nachträglich" auf das Ergebnis anzuwenden) und KEIN Problem des "du hast aber gesagt dass du was anderes machen wolltest"-rumpienzens.
Charaktere ändern DAUERND ihre Handlungen, um sich verändernden Gegebenheiten anzupassen:
Bsp.: erst angesagt dass man sich an den Schläger ranbewegen will, um ihn eine zu verpassen - einige Zoll bewegt, sagt einem der SL dass man von dieser Position einige Feunde des Schlägers sieht (welche vorher durch ein Hindernis verdeckt waren), die alle automatische Waffen in der Hand haben. Natürlich ist der Charakter jetzt nicht so blöd und seinen Angriff durch (es sei denn der Spieler möchte unbedingt seine "Ahnnungslos" und "Selbstüberschätzung" Handicaps ausspielen >;D), sondern bewegt sich (am Besten mit einer "Sprint"-Aktion) wieder so, dass die Schläger sich erst um das Hindernis herum bewegen müssen, um das Feuer zu eröffnen.
Diese Art von Spiel ist VOLLKOMMEN LEGITIM (und in vielen Fällen auch notwendig) bei Savage Worlds.
Zornhau:
--- Zitat von: Alexandro am 26.04.2009 | 19:55 ---Dass nur die ANZAHL der Handlungen zählt und NICHT welche man GENAU unternimmt, ist STANDARD. Es gibt bei SW KEINE "Deklarationsphase", in der man alle Handlungen für die Runde ansagt ... - man unternimmt die Handlungen der Reihe nach.
Die einzige Einschränkung ist eine logistische (der Abzug muss spätestens beim ersten Würfelabzug festehen, weil es nicht möglich ist ihn "nachträglich" auf das Ergebnis anzuwenden) und KEIN Problem des "du hast aber gesagt dass du was anderes machen wolltest"-rumpienzens.
--- Ende Zitat ---
Jein. - Es ist sehr wohl wichtig, daß VOR dem ersten notwendigen Wurf feststeht, WIEVIELE Aktionen in derselben Runde gemacht werden sollen.
Das Ansagen der Handlung des Charakters in der aktuellen Runde erfolgt, sobald er mit seiner Initiativ-Karte dran ist. Und dann muß er schon wissen, ob er nur eine, zwei oder mehr Aktionen machen will, welche davon Freie Aktionen sind, welche nicht, welche einen Wurf erfordern und welche nicht.
In der Funktion entspricht das Ansagen der Aktionen einer "Deklarations-Phase". Jedoch ist diese nicht mit harten Regeln für den Abbruch oder die Änderung von Aktionen versehen. Das wird je nach Situation gehandhabt.
Die meisten (eigentlich ALLE) SW-Spielleiter, die ich kenne, gehören zu den "netten". D.h. sie beharren nicht auf an sich sinnlosem "Abarbeiten" einmal deklarierter Aktionsfolgen. Eine unsinnige Abfolge irgendwie "mechanisch" durchzuführen, wo NIE ein geistig gesunder Charakter das tun würde, ist jedenfalls in den SW-Regeln NICHT vorgesehen. Das läge nur in der "un-netten" persönlichen Handhabung eines Spielleiters, der seine Spieler ärgern möchte.
--- Zitat von: Alexandro am 26.04.2009 | 19:55 ---Charaktere ändern DAUERND ihre Handlungen, um sich verändernden Gegebenheiten anzupassen:
...
Diese Art von Spiel ist VOLLKOMMEN LEGITIM (und in vielen Fällen auch notwendig) bei Savage Worlds.
--- Ende Zitat ---
Genau. - Charaktere machen letztlich eine PLANUNG, was und - vor allem - WIEVIEL sie in derselben Runde machen wollen. Ändern sich die Gegebenheiten, so wird die Planung nicht stur durchgezogen, sondern die konkreten Handlungen der Situation angepaßt.
Man wird jedoch NICHT MEHR Aktionen in derselben Runde machen können, die sich auf etwaige Mehrfachaktions-Abzüge auswirken können, da dann ja schon der erste Wurf in der Runde "nachträglich" modifiziert werden müßte.
Wie mit WENIGER Aktionen umgegangen wird, ist eigentlich klar: Die für den ersten Wurf angewandten Mehrfachaktionsabzüge werden auch für alle weiteren Würfe in derselben Runde angewandt. - Hier kann der Spielleiter, wenn er es für angebracht hält, auch bei weggefallenen Aktionen die Mehrfachaktionsabzüge NACH den bereits erfolgten Würfen mit der anfangs errechneten Abzugssumme anpassen.
Falcon:
Alexandro schrieb:
--- Zitat ---Nein.
Dass nur die ANZAHL der Handlungen zählt
--- Ende Zitat ---
Genau, die Anzahl zählt. Und in meinem Beispiel wären das 2, bzw. 3 Aktionen zur selben Zeit, was sich aber erst nach dem Wurf entscheidet.
Wie bei Schrödingers Katze.
Mit umentscheiden hat das Nichts zu tun.
Zornhau:
--- Zitat von: Falcon am 27.04.2009 | 01:34 ---Und in meinem Beispiel wären das 2, bzw. 3 Aktionen zur selben Zeit, was sich aber erst nach dem Wurf entscheidet.
--- Ende Zitat ---
Es entscheidet sich NICHT "nach dem Wurf". Es wird VOR dem Wurf angesagt, daß in dieser Runde eine dreifache Multi-Action ausgeführt werden soll. Der erste Wurf der Aktionsfolge ist somit klar mit -4 auszuführen.
Es MUSS ja auch immer VOR dem ersten Wurf angesagt worden sein, ob und wieviele Aktionen in einer Multi-Action-Aktionsfolge geplant sind, da man sonst niemals auf den korrekten Modifikator für die erste Aktion der Aktionsfolge käme. - Die ENTSCHEIDUNG für eine, wie im Beispiel, dreifache Multi-Action wurde somit VOR dem ersten Wurf getroffen.
Was vom Ergebnis dieses ersten Wurfs abhängt, ist die weitere Durchführung der gestarteten Aktionsfolge. Und wenn es hierbei Änderungen zum Plan gibt, dann muß man sich UMENTSCHEIDEN, falls man das überhaupt noch kann.
Je nach Wurfergebnis ist die mögliche, bzw. die SINNVOLLE Aktionsfolge nämlich eine andere:
Kritischer Fehler/1 auf Zaubern-Würfel - Rückschlag, keine weitere Aktion, weil Angeschlagen. => Abbruch der Aktionsfolge.
Fehlschlag - Bewegung führt sicher nicht weit genug, daß die weitere Aktionsfolge wie geplant ausgeführt werden kann. => Umentscheiden, Ändern der in dieser Runde noch erfolgenden Aktionen (bis zu zwei weitere können ja noch aufgrund der dreifachen Multi-Action ohne jegliche notwendige "nachträgliche" Änderung des bereits erfolgten ersten Wurfes ausgeführt werden).
Erfolg - Aktionsfolge wird wie geplant abgearbeitet. => Kein Umentscheiden, keine "nachträgliche" Änderung an bereits ermittelten Würfelergebnissen.
Erfolg mit Steigerung - Eine Aktion der Aktionsfolge ist nun eine Freie Aktion. => Entweder Umentscheiden unter weitere Aufnahme eine dritten, vollwertigen Aktion, die auch nichts an der Anzahl der bereits geplanten, angekündigten und begonnenen dreifachen Multi-Action ändert. Oder - nach Spielleiterentscheid - Umentscheiden und Ändern der dreifachen Multi-Action in eine zweifache, so daß der zweite erfolgende Wurf nur mit -2 modifiziert wird; aber: KEINE "nachträgliche" Hochkorrektur bereits erfolgter Würfe.
Umentscheiden tritt nur in zwei Fällen auf: Beim Fehlschlag und beim Erfolg mit Steigerung. Beim einfachen Erfolg ist Umentscheiden unnötig, da alles nach Plan läuft; beim Rückschlag ist Umentscheiden unmöglich.
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