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D&D 4e Smalltalk

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Arldwulf:

--- Zitat von: killedcat am 28.10.2013 | 10:35 ---Das Problem geht doch über die von D&D4 hinaus. Jedes System, in dem man irgendwann anfängt mit Meteoritenschwärmen kleine Städte auszulöschen oder man mit einem Schwerthieb einen Elefanten niederstreckt, skaliert halt absurd. Und diese Absurdität muss man irgendwie abfangen, damit das Suspension of Disbelief noch funktioniert. Die Methoden sind unterschiedlich und die Schwelle, wann das Suspension of Disbelief reißt ist unterschiedlich.

--- Ende Zitat ---

Ja. Und hinzu kommt natürlich dass bei der 4E das Problem zumindest verglichen mit anderen D&D Editionen (aber auch ein paar anderen Systemen) vergleichsweise gering ist.

Nehme ich meinen Stufe 10 Magier, dann steigt z.B. der Wert seines besten in jedem Kampf verfügbarem Schadenszaubers von 2d8 auf 4d8 über diese 10 Stufen.

Ob ich die Chance hab damit einen Stufe 1 Goblin auf einen Schlag wegzuhauen hängt schon von einigen weiteren Umständen und weiteren Boni ab, aber es gibt auch Stufe 1 Gegner die ich damit auf keinen Fall auf einen Schlag umhaue. Den Stufe 1 Goblin werde ich natürlich am Ende trotzdem in fast allen Fällen besiegen, darüber brauchen wir nicht diskutieren. Und Schaden ist ja auch nicht alles. Aber der Anstieg im Powerlevel ist dennoch moderat. Es gibt Systeme die weitaus steilere Anstiege vorsehen.


--- Zitat von: Slayn am 28.10.2013 | 10:39 ---@Arldwulf:

Hast du mein Obiges Beispiel zu Kampagnendesign gelesen? Das ist für mich der eigentliche Fehler, den man mit der 4E begangen hat, man ist "nicht den ganzen Weg gegangen". Rückblickend hätte ich lieber anstatt der 3 FR-Hardcover wie sie waren, eine 3 FR-Hardcover FR-Kampagne gehabt, das hätte eine Menge Böses Blut erspart.

--- Ende Zitat ---

Weiß ich nicht, am besten wäre sicher beides gewesen. Klar ist doch: Nachdem 3.5 kein echtes FR- Kampagnensetting hatte sondern nur eine Aktualisierung der 3E musste die 4E wieder eines herausbringen. Und am Ende geht es auch ums Geld, eine große Abenteuer Kampagne verkauft sich halt schlechter als ein Kampagnensetting. Das war schon ok.

Ich denke das böse Blut kam eher dadurch wie sie die Änderungen machten und verkauften. Zum einem weil es viele Änderungen waren - doch das gab es auch vorher schon. Viel wichtiger war aber dass diese Änderungen so verkauft wurden als würden sie "für diese Edition" gemacht. Und nicht weil es im Kontext der Realms Sinn machte. Obwohl wohl letzteres die größere Triebfeder war, denn wenn man ehrlich ist benötigt keine der Regeländerungen eine Änderung am Setting. Maztika ist ja nicht weg weil in der 4E Skillchallenges hinzukamen oder der Kämpfer nun mehr als nur zuschlägt. Es ist weg weil dort zu wenig gespielt wurde. Und wenn man ehrlich ist, stellt Abeir einen deutlich stimmungsvolleren Ersatz dar. Das findet man nur selten in den Diskussionen, einfach weil die Änderungen immer noch so scheinen als ob man sie für die 4E "brauchte". Ohne echten Grund.

Und konsequenter Weise gabs anschließend ja auch bei den weiteren Settings kein "Setting shaking event" - gab ja keinen Grund dafür.

Das hätte man von Anfang an besser begründen sollen. Oder auch gleich weglassen, denn so sehr ich die neuen Realms toll finde, und so viel mir davon fehlen würde wenn es anders wäre: Das ganze böse Blut war es nicht wert. Man hätte die Ideen die für Abeir da waren auch in andere Settings oder bestehende FR Orte verpacken können. Oder so wie man es in späteren Werken gemacht hat mit "ihr könnt in jeder Zeit spielen" arbeiten sollen. Vielleicht wäre dann dennoch immer noch genug Ärger einfach aus Prinzip geblieben, doch insgesamt ist da vieles von den Wizards selbst verschuldet.

Slayn:
@Arldwulf:

Ich bin mir, ehrlich gesagt, nicht so sicher. Erinnerst du dich noch an den Leitspruch der 3E als sie erschien? "Back to the Dungeon". Leider haben sie das Motto nicht eingehalten.  Drüben im Nachbarfaden, "Warum PF nicht halb so sexy.." hatte ich geschrieben, PF macht im Grunde genommen das gleiche wie die 4E, es kommuniziert seinen eigenen Fokus ganz klar und deutlich und zieht dieses ebenso strikt durch. In der retrospektive würde ich, rein gefühlt, mittlerweile sagen, die 3E Designer damals hatten es entweder nicht drauf oder sind als Fan Service eingeknickt und haben den "Realismus" und "Weltensimulations" Spielern einen (Nicht)Gefallen getan und denen Material geliefert, was ja, ganz erstaunlich (hämische Lache) schon damals in mehrfacher Hinsicht nicht funktioniert hat (Silver Marches, aynone?).
Das gleiche Problem mit der gleichen Spielerschaft wurde nun also vererbt und die Haltung, die man damals mit der 3E hätte einnehmen wollen und sollen, wurde diesmal durchgezogen, sehr zum Verdruss eben jener Spielerschaft.

Für mich ist also rückblickend das Fazit, das die Kampagnen-Settings damals schon nicht funktionierten und nicht hätten in der Form herauskommen sollen, in der 4E also noch weniger funktionieren konnten.

Arldwulf:
Ist ein interessanter Ansatz. und ich denke Teil des Problems ist natürlich auch dass Pathfinder RPG und die 4E dort wenn man die Regeländerungen im Detail betrachtet sich genau in verschiedene Richtungen entwickeln.

Aber Pathfinder RPG den Nerv der meisten Spieler besser getroffen hat.

Es ist ja kein Zufall dass so viele Spieler das Kampfsystem der 4E loben - aber eigentlich alle anderen Änderungen die sich nicht auf den Kampf beziehen in den Hintergrund rücken. Es gibt schlicht offensichtlich mehr Leute die diese Spielweise gut finden. Da steh ich dann auf weiter flur und freu mich über meine Skillchallenges und bessere Storyeinbindung, über bessere Beschreibbarkeit der Aktionen ohne dass diese Themen wirklich viele Leute interessieren.

Am Markt vorbeientwickelt sozusagen, das ganze "höher, schneller weiter" wäre sicher die risikoärmere Variante gewesen. Gerade in der Anfangszeit gabs ja auch oft noch genau die Kritik am gesenktem Powerniveau nach dem Motto: Ich will doch aber dass mein Magier den ganzen Planeten einäschern kann!

Auch wenn ich mir nie so ganz sicher bin ob das wirklich die ganze Spielerschaft betrifft oder es einfach nur ein kleiner - aber lautstarker - Teil davon ist der diese Spielweise bevorzugt. Und die dadurch auch viele verschreckt hat sich mit den anderen Regeländerungen zu befassen. Das gleiche gilt dann sicher für das Thema Kampagnensetting. Denn auch dort ist ein wie von dir angesprochenes Points of Light Setting ja nur eine Variante, die auch stark den Spielstil prägt. Stärker als dies eigentlich der Wahrnehmung des Systems gut tut.

Selganor [n/a]:
Nicht ganz:

Con bestimmt die Anfangs-HP und ab und an haben Feats auch Attributs-Prerequisites. (Mehr faellt mir aber auf Anhieb auch nicht ein)

Die konkreten Zahlen braucht es aber (ausser zur Bestimmung ob es diese oder erst die naechste Steigerung des Attributs eine Bonussteigerung gibt) danach nicht mehr unbedingt.
Wer eine Abneigung gegen Attribute im Bereich ueber 10 hat kann auch einfach "halbieren" (dafuer dann aber die Anfangs-HP auf Con*2 basieren) und jede +1 Attribussteigerung als +.5 rechnen ;)

Selganor [n/a]:
Nur wenn du auch "Brueche" in den Boni zulassen willst, die Attributs-Prerequeqs sind im Normalfall (aus Absicht!) ungerade Zahlen.

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