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D&D 4e Smalltalk
Arldwulf:
--- Zitat von: Wellentänzer am 3.11.2013 | 08:59 ---Weil D&D in den Encountern durch seine Ausrichtung storyorientiertes Spiel bestraft, besteht diese Inkompatibilität. Thandbar hat das oben auch mal beschrieben. Hier. Es ist halt aufgrund der Schnittstellen nicht so einfach möglich, quasi zwei Spiele in einem zu spielen, wie Du das vorschlägst. Aber wie gesagt: gerne bei einem Bierchen.
--- Ende Zitat ---
Wieso sollte man auch zwei Spiele in einem spielen wollen, und nicht einfach ein Spiel? Welches ruhige, und actionreiche, fröhliche und tragische Elemente vereint? Gerade die Verringerung der Distanz zwischen Kampf und Charakterspiel ist einer der großen Vorteile von D&D 4. Ich Spiele halt nicht mehr in zwei verschiedenen Spielen den mutigen Paladin Max und den trickreichen Schurken Paul sowie Max und Paul die beide irgendwie draufhauen aber im wesentlichem das gleiche tun, aber deren Charaktereigenschaften keinen Einfluss auf das Spielgeschehen haben.
Es gibt einen tollen Satz im DMG: Das Spiel hört nicht auf wenn die Initiative gewürfelt wird.
Das tat es bei mir früher viel zu oft. Es war ein Minispiel im Spiel, und was ein Höhepunkt der Geschichte sein sollte war eher: komm, lass uns schnell machen damit die Story weiter geht.
Etwas das gar nicht zum Spiel, dem eigentlichen Spielen des Charakters dazu gehört.
Arldwulf:
:-[
--- Zitat von: Glgnfz am 3.11.2013 | 08:57 ---Okay. Das verstehe ich! (Kann es aber nicht teilen)
Und ja - so ist "kompetitiv" viel besser. ;-)
--- Ende Zitat ---
Meinungen teilen ist in einem Diskussionsforum ja ohnehin langweilig. ;-)
Viel mehr interessiert mich warum du diese Meinung hast, und wie diese konkret aussieht. Das Beispiel mit dem Charakter oben der etwas über seine Vergangenheit heraus findet ist natürlich eine Herausforderung. Sie würde auch spielmechanisch vergleichbar belohnt werden wie das finden der verschwundenen Müllerskinder, oder ähnliches. Doch ist es keine Herausforderung gegen die Story? Ein Schritt weiter in dieser?
Würdest du dergleichen als kompetitives, oder um nicht mit Fremdwörtern zu hantieren herausforderungsbasiertes Spiel ansehen? Oder doch eher Storygetrieben? Viele gute Stories bieten den Helden Motivationen für sein tun. Und dies schliesst ein dass der Held erreichen kann was er will, nach vielen Hürden und Schwierigkeiten. Aber sie sind Teil der Story, oder nicht? Weiter oben sage ich dass dies schwer zu trennen ist, und wenn du mir dort nicht zustimmst finde ich interessant:
Wie genau würdest du das trennen? Wann ist etwas Storybasiert, und wann Herausforderungsbasiert?
Crimson King:
Jup, und wer durch storyorientiertes Spiel im Encounter einen TPK verursacht, sollte in den meisten Fällen schnell verschwinden, bevor er von seinen ehemaligen Freunden gelyncht wird.
In DnD gibt es XP für gewonnene Encounter und erledigte Questen. Es gibt keine XP dafür, seinen Charakter besonders toll auszuspielen, besonders gute Erzählungen und Beschreibungen abzuliefern oder der Story eine interessante Wendung zu geben.
Das Spiel endet nicht, wenn der Encounter beginnt. Es verändert sich aber. Wer das ignoriert, spielt die 4E anders, als von den Designern erdacht.
Arldwulf:
Du scheinst irgendwie davon auszugehen dass storygetriebenes Spiel automatisch bedeutet der Charakter würde schwächer agieren.
Dies ist jedoch besonders dann der Fall wenn der Unterschied in der Stärke zweier Optionen besonders groß ist. Hier kommt jedoch Balancing ins Spiel. Ein kräftiger Straßenschlägerschurke zu sein ist nicht wesentlich besser oder schlechter als ein eleganter Trickser zu sein. Und wenn der Paladin das Schild hochreißt um seinen Freund den Magier zu retten kann dies eine taktisch gute Variante sein. Die nicht in jedem Fall besser oder schlechter als das wütende anstürmen des Feindes ist.
Balancing fördert halt Charaktervielfalt.
was XP für gutes Rollenspiel angeht: da hat die 4e viel bessere Mittel um Erfahrungspunkte außerhalb von Kämpfen zu erhalten. Für persönliche Quests, für Dinge die ich erreicht habe. Nicht als Brocken aus SL Hand sondern weil mein Charakter etwas tatsächlich getan hat.
Crimson King:
Scho' recht, Chekov.
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