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D&D 4e Smalltalk

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Hewisa (gone for good):

--- Zitat von: Wellentänzer am  3.11.2013 | 21:01 ---Du schreibst nun, dass die Aspekte zwar unvereinbar sind, aber lediglich unterschiedliche "Modi" darstellen, und fügst hinzu, dass das auch für andere Spiele gilt. Da widerspreche ich für die meisten Fälle und oben wurde das ja für Fate schon mal durchdekliniert. Mit DSA4 kenne ich mich zu wenig aus. Bei Rolemaster oder GURPS, um mal die genannten Regelschwergewicht aufzugreifen, klappt das aber nach meiner Überzeugung ebenfalls erheblich besser.

--- Ende Zitat ---
Sehe ich ein bischen anders - auch bei Rolemaster oder GURPS. Bei DSA kann ich nur für 1-3 sprechen, und auch da stellt jeder Kampf einen Bruch in der Story dar - einfach weil man 2 Stunden dumm rumwürfelt und nichts interessantes passiert. Fällt Dir bei D&D vielleicht stärker auf, aber das hast Du bei den meisten Spielen. Fate, das gezielt auf ein anderes Spielerlebnis hindesignt ist mag da außen vor sein, dito gewisse Indie-Games, bei denen alle Konflikte gleich behandelt werden.

Denn Story entfaltet sich eben nicht im Kampf sondern in anderen Szenen. So what? Trotzdem entfaltet sich Story. Und zwar mit D&D. Und zwar genauso wie in hunderten anderer Spiele. Auch ein Beispiel: Over The Edge. Cooles Spiel, abgefahrenes Setting, stark storyorientiert. Im Kampf aber geht es da nimmer drum, da würfelt man nur stumpf Gegner runter. Dankenswerterweise geht es sehr schnell und mit wenig Schnickschnack, so dass man sich wieder auf die Story konzentrieren kann. Bei Rolemaster hatte ich da andere (und sehr langweilige) Erlebnisse - weil es nicht so schnell geht. Bei D&D mag Dir der Effekt stärker auffallen, weil ein Kampf lange dauert UND man mit Figürchen auf der Battlemap rumhantiert und dieser "andere Modus" dadurch stärker betont wird.

Aber gut. Wenn tatsächlich nur das und nichts anderes diese "Unvereinbarkeit" ist, von der Du da redest, dann sage ich "ok - so what?" - denn die erkenne ich auch bei einem Großteil anderer Rollenspiele. Die Unterscheidungen sind hier (abgesehen von Fate-Derivaten und speziell auf Story-Spiel hindesignten Indies) eher marginal. Insofern ist diese ganze Diskussion ein bischen aufgeblasen.

:
Vermutlich liegt der Hase bei der Zeit im Pfeffer. Wer auch immer für Deine Rolemastererlebnisse verantwortlich war: ewig lange Kämpfe sind da  ab mittleren Stufen aufgrund der harten Krits quasi ausgeschlossen. Bei D&D4 hingegen passt ab 2 bis 3 Encountern kaum noch Story dazwischen. Wenn Du also eine Diskussion über locker 2/3 der Spielzeit als aufgeblasen empfindest, dann würde ich zu einem anderen Hobby raten  ;)

Davon ab ist es aber ohnehin nicht nur der Kampf. Es bietet sich bei 4E nur an, solche Dinge an diesem Beispiel entlang zu definieren, weil das System so wahnsinnig kampflastig ist.

Hewisa (gone for good):

--- Zitat von: Wellentänzer am  3.11.2013 | 22:27 ---Wenn Du also eine Diskussion über locker 2/3 der Spielzeit als aufgeblasen empfindest, dann würde ich zu einem anderen Hobby raten  ;)

--- Ende Zitat ---
Ralf, wenn Du 2/3 deiner Spielzeit mit Kampf verbringst, obwohl Du eigentlich andere Aspekte lieber magst, dann würde ich Dir zu einem anderen Hobby raten.  ;)


--- Zitat von: Wellentänzer am  3.11.2013 | 22:27 ---Davon ab ist es aber ohnehin nicht nur der Kampf. Es bietet sich bei 4E nur an, solche Dinge an diesem Beispiel entlang zu definieren, weil das System so wahnsinnig kampflastig ist.
--- Ende Zitat ---
Kann ja so viel nicht mehr ausmachen, wenn der Kampf schon 2/3 der Spielzeit ausmacht. ;D

Aber wo genau Rolemaster oder Gurps (DSA aufzugreifen hast Du ja schön vermieden ;)) Story so gut unterstützen und wieso das D&D so schlecht tut (außerhalb des Kampfs), das kannst Du mir gerne ein anderes mal erklären.

Crimson King:
Es ging glaube ich nicht darum, dass irgendwer nicht taktisch kämpfen mag, sondern darum, dass der taktische Ansatz im Widerspruch zum erzählorientierten Ansatz steht. Ich habe jedenfalls großen Spaß mit der Mischung aus Charakterspiel und - durchaus auch spielergetriebener - Story zwischen den Kämpfen und taktischem Figurengeschubse. Um genau zu sein, ohne Story und vernünftig motivierte Charaktere ergibt das Figurengeschubse für mich einfach keinen Sinn und macht dementsprechend keinen Spaß. Ich kann aber nachvollziehen, wenn man nach 100 Sessions DnD 4 sagt, dass man erst mal genug davon hat, und auch davon, dass man sowohl als Spieler als auch - noch etwas mehr - als SL einen Haufen Vorbereitungs- und Verwaltungsaufwand hat, den man sich bei rein erzählorientierten Spielen sparen oder anderweitig nutzen kann.

Wellentänzer:
Danke. Du hast mich verstanden. Mehr wollte ich nicht sagen.

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