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D&D 4e Smalltalk
Glgnfz:
Wo und wann kam denn das "Austricksen" in die Diskussion?
Grubentroll:
--- Zitat von: Arldwulf am 7.11.2013 | 11:48 ---Inwiefern? Für Balancing gibt es doch ganz andere Gründe, und wenn ich ernsthaft davon ausgehe "Mein Spielleiter spielt gegen mich" im Sinne des oben angesprochenem "ich kann ihm nicht vertrauen dass er ohne Battlemap Distanzen richtig angibt und nicht die Gruppe reinlegt" hilft mir Balancing doch ohnehin überhaupt nichts.
--- Ende Zitat ---
Ich sehe das Balancing als Werkzeug dafür, dass man als SL leicht Encounter bauen kann, die eben dieses "Combat As Sports" das die 4E bieten will ermöglichen.
So muss ich mich als Spielleiter nicht zurückhalten ("Ooops, der Frostriese war wohl doch ein wenig zu viel für die Jungs, wie kriege ich die blos aus der Scheiße heil wieder raus?").
Arldwulf:
In meinem Beitrag den du ursprünglich mal Zitiert hattest. Thandbar meinte er würde ohne Battlemap keinen Controller spielen, da dann der Spielleiter aus dem Bauch heraus über Flächeneffekte entscheiden würde.
Worauf ich erwiderte das mehrere Dinge zusammenkommen müssen damit dies ein Problem wird.
Erstmal ist nicht gesagt dass der SL aus dem Bauch heraus entscheiden muss (er kann die Positionen ja auch ohne battlemap festhalten was ich sehr sinnvoll finde).
Doch auch wenn der SL dies nicht tut wäre es fur den Controller nur dann ein Nachteil wenn der SL gegen ihn spielt, seine Entscheidung also davon abhängig macht was schlechter für den Controller ist.
Das hat mit dem Monster hart spielen wie oben gesagt nichts zu tun und ist genaugenommen eher ein Fall von Schummelei. Fair spielen, unparteiisch sein und trotzdem knackige Kampfe schließen sich ja nicht aus, ich sehe meinen Platz klar auf Seiten der Spieler, aber bin trotzdem eher als "der spielt ganz schon tödlich" verschrien.
Tödlich ja - aber fair und ohne tricksen. Auch ohne Battlemap.
@Grubentroll: wie gesagt, harte Encounter zu bieten ist etwas anderes als gegen die Spieler zu spielen.
Thandbar:
--- Zitat von: Arldwulf am 7.11.2013 | 11:48 ---Inwiefern? Für Balancing gibt es doch ganz andere Gründe, und wenn ich ernsthaft davon ausgehe "Mein Spielleiter spielt gegen mich" im Sinne des oben angesprochenem "ich kann ihm nicht vertrauen dass er ohne Battlemap Distanzen richtig angibt und nicht die Gruppe reinlegt" hilft mir Balancing doch ohnehin überhaupt nichts.
--- Ende Zitat ---
Mir geht es überhaupt nicht darum, ob der Spielleiter "mit" oder "gegen" die Spieler agiert. Das war überhaupt kein Bestandteil meiner Argumentation, und ich weiß nicht, warum Du Dich so darauf verbeißt.
Ein menschliches Gehirn kann die komplexen Bewegungsabläufe überhaupt nicht *richtig* angeben, selbst ein Blindschachweltmeister wäre ab einem gewissen Punkt überfordert, alle Manöver und Abstandsveränderungen auf der Karte noch nachzuvollziehen.
Das heißt, dass der Spielleiter nach Gefühl richten muss, was bei einem klein-kleinen Schrittchensystem, wie es die 4E hat, unausweichlich zu ständigen Fehl- und Mitleidsurteilen führt. "Ach, der Micha hat die ganze Zeit über nicht getroffen, dafür darf er jetzt auch alle drei Minions angreifen".
Elfenschühchen, Sliding-Enhancer und andere Sachen dieser Art, die Feats und Item-Slots verbrauchen, können sich auf der Mat entscheidend auswirken, die menschliche Vorstellung über- oder unterschätzt einen Bonus wie diesen zwangsläufig, so dass ich mich als Controller beispielsweise nicht auf meine Fähigkeiten verlassen kann, während der schadensoptimierte Ranger neben mir seinen Damage raushauen kann, wie er will, da der Spielleiter fair sein will und der als Elf ja sowieso schnell und ohne Gelegenheitsattacken befürchten zu müssen an seine Ziele einfach rankommt.
Meiner Meinung nach geht die vielbeschworene Balance als auch die gelobte taktische Tiefe der 4E total zum Teufel, wenn man anfängt, Bewegungsgeschichten per Gefühl zu regeln, und man kann dann genauso gut nach einer Engine langen, die genauso schwammig, aber dafür dann auch leichter zu handhaben ist oder einem echte Mittel an die Hand gibt, Kopfkinovorstellungen zu leiten.
Crimson King:
--- Zitat von: Arldwulf am 7.11.2013 | 11:48 ---Inwiefern? Für Balancing gibt es doch ganz andere Gründe, und wenn ich ernsthaft davon ausgehe "Mein Spielleiter spielt gegen mich" im Sinne des oben angesprochenem "ich kann ihm nicht vertrauen dass er ohne Battlemap Distanzen richtig angibt und nicht die Gruppe reinlegt" hilft mir Balancing doch ohnehin überhaupt nichts.
--- Ende Zitat ---
Im Wesentlichen schafft die Battlemap absolute Klarheit über die Situation und die taktischen Optionen. Das kann eine SL auch beim Willen zu absoluter Fairness nicht erreichen. Ein Spiel, das derartig von den auf den Details aufbauenden taktischen Entscheidungen lebt, nimmt durch das Weglassen der Map und das dadurch Einzug haltende Defizit an exakter Information massiv Schaden. Wer ohne Map spielen will, dem sei ein erzählorientiertes Spielsystem wärmstens ans Herz gelegt.
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