Pen & Paper - Spielsysteme > World of Darkness
[nWoD] Small Talk
alexandro:
Was du über Requiem sagst (genau wie Maskerade - keine Innovation, aber bekannte Elemente getötet) sah/sehe ich genauso und das hat mich lange Zeit davon abgehalten, mir dieses Spiel zuzulegen.
Dann habe ich jedoch großartige Bücher wie "Requiem for Rome", "Mythologies" oder den "Chroniclers Guide" in die Finger gekriegt, welche dem Vampir-Konzept der nWoD neuen "Pep" geben und das Setting ordentlich aufbohren.
Teylen:
@Alexandro
Von den Buechern werde ich wohl Mythologies haben, zum rein schauen. Wobei ich immernoch nicht soweit bin mich Requiem anzunaehren, als das ich die Sachen aus Mythologies geneigt waere irgendwie auf Maskerade anzuwenden.
Das Chroniclers Guide sieht interessant aus, bei Rome bin ich mir unsicher da ich weniger ein Fan von historischen Settings bin und "Fall of the Camarilla" ... allein als Titel und von der Kurz Beschreibung her ... hatte mir eher ueberlegt bei Mexico oder UK zuzugreifen ^^;
@Vash
Als kleine Ergaenzung, das "frei" ist fuer mich nur bedingt ein zugkraeftiges Argument.
Das heisst ich mochte und schaetzte an der alten WoD das es einen recht fest definierten Hintergrund, Struktur bzw. das Setting gibt. Ohne die Struktur wirkt etwas auf mich eher formlos und damit letztlich beliebig.
So das neben dem "Dolchstoss Aspekt" es mit einer der Gruende war wieso ich eher auf Distanz ging.
Da schuf etwas Annaehrung das die nWoD den Eindruck allzu gaenzlich beliebig zu sein durch die Existenz von Buechern zu allen und jedem und durchaus auch Hintergrund Material etwas abbaute.
Heisst frei in Bezug auf Urban Fantasy kompatibel ist gut, zuviel frei weniger ^^;
Als kleiner Rant.
Ein Aspekt der mir aber gerade daraufhin auffaellt das es grossartige Urban Fantasy Moeglichkeiten bietet, also irgendwie ist das Marketing da aber ziemlich bescheiden (gewesen)?
Vielleicht liegt es auch an meinem V:tM Fokus, aber mir wurde die neue World of Darkness als im Grunde nichts anderes vorgestellt als "neues Vampire". Manchmal noch in den Variation "neues <Mystisches Zeug>".
Aus der oWoD Perspektive macht es ja auch Sinn weil es dort jeweils das Regelwerk zu dem Gebiet der Wahl gibt. Das heisst man hat als vorgesehene Spielfigur meist Charaktere die der namen gebenden Fraktion angehoeren.
Aber so aus nWoD Perspektive haette man doch eigentlich viel staerker betonen koennen das es nachdem GRW darum geht Menschen zu spielen die urbane Abenteuer bestehen - oder auch nicht.
Statt dessen bekommt man die uebliche Buendelung zu einem Gebiet so das die Basis des ganzen irgendwie untergeht. Nun und auch so von der Veroeffentlichungs Strategie her gibt es da unter der V:tR Reihe viel mehr Produkte als nun bei der Core.
Nun und das es sich bei beliebten TV Serien als Grundlage nehmen laesst ist ja klasse, nur wieso hat sich White Wolf dann nicht mal an einen oder gar mehrere der zahlreichen Verdaechtigen Franchises aktiver rangehangen?
Ich mein, keine Ahnung wie sie es packten effektiv auf den Anne Rice Zug aufzuhopsen, aber im Grunde muesste es doch bei den Diaries oder selbst gar den Zwielichten Gestalten moeglich sein.
Nun oder auch bei Fringe oder FlashForward, um mal eine Referenz mit "normalen" Menschen erwaehnt zu haben ^^; (oder DH / Eureka / oder oder oder)
Stattdessen verkaufen sie die "Freiheit" nur unter der Hand an Rollenspiel Geeks, von dem ein guter Teil noch angefressen ist. Und machen den Eindruck komplett neben dem Markt an einem halbverkrusteten aber "neuen" Vampire System her zu werkeln. o.o
Vash the stampede:
Was die Vermarktung angeht, hast du vielleicht recht. Das war kein Fisch und Fleisch für die bisherigen Kunden.
Dennoch sorgte zumindest bei mir diese Ungebundenheit, und insbesondere bei den Core Büchern, für ein Kaufinteresse. Dass es an Struktur mangelt, sehe ich nicht unbedingt als Fehler an, weil ich mir meine eigenen Strukturen bildete. Da brauche ich auch kein Franchise, das nur teuer ist und dessen Gewinn gering sein dürfte. Gerade bei den oben genannten Fernsehserien gibt es neben Druckerzeugnissen inzwischen unheimlich viel Material im Netz (ich verweise nur mal auf Lostpedia), dass es im Grunde keinen Splatbooks braucht. Warum dann am Anne Rice'ischen Weltbild festgehalten wurde, werden nur die Macher wissen.
Wie dem auch sei. Ich danke dir für deine Einsichten und werde meine nWoD Fringesque Runde mal weiter vorbereiten. ;)
Teylen:
Eigentlich zeichnet sich ein Franchise dadurch aus das es Geld generiert.
Das heisst die Kunst dabei ist es doch um ein Produkt, sei es ein RPG System wie V:tM oder eine Fernseh Serie, Produkte zu produzieren die es ergaenzen oder die auch nur noch bedingt etwas damit zu tun haben und diese an Fans zu verkaufen die sich so ziemlich alles kaufen solange nur ein Sticker mit dem Titel des RPG System oder der Serie drauf klebt. Was bei der alten Welt der Dunkelheit auch erstaunlich gut funktionierte.
Die Anbindung an ein Serien Franchise heisst auch nicht das die Core Buecher anders aussehen muessten. Das heisst man nimmt die jeweilige Serie, erstellt ein Buch welche die Serie seitens des Setting und der Charaktere nWoD gemaess aufarbeitet, und verkauft dieses dann den Rollenspiel Neugierigen Serien Fans. Im Idealfall finden sie es so toll das sie die Core Buecher nachkaufen und die gesammte Welt der Dunkelheit entdecken.
[Es direkt in das Core Werk zu schreiben ruiniert ja nur z.B. die Moeglichkeit Fringe und FlashForward einzuarbeiten und seperat zu verkaufen]
Nun oder aber man erzaehlt ihnen zumindest das es eine RPG System gibt mit der sie die Charaktere oder Abenteuer ihrer bzw wie aus ihren fav. Serien spielen koennen. Ich mein es ist ja gerade was das Thema Vampire betrifft nicht so als wuerde eine Flaute oder Mangel an enthusiatischen Fans herrschen.
Das es unmengen an Informationen zu den groesseren Serien gibt stimmt.
Aber keine Rollenspiele.
Oder Anleitungen wie man als Rollenspiel-Noob aus dem Core Book der Welt der Dunkelheit ein Fringe Setting bekommt. Weshalb die Leute dann in Foren RPG Freeform praktizieren . Teilweise ist die Verbindung auch nicht gerade evident. Wenn ich an die Desperate Housewives oder Pushing Daisies denke, nun, die Serien sind zumindest optisch alles andere als dunkel, wie soll der geneigte Fan darauf kommen das ausgerechnet die Welt der Dunkelheit als System genuegend soziale Fertigkeiten bzw. eine Betonung auf soz. Interaktion bietet das es gar passen koennte?
Imho laesst man damit jede Menge potential an noch-nicht-RPGlern quasi so im Regen herum stehen. Zumal es auch dem Verlag nicht gerade gut tut, Feder und Schwert hat seine nWoD Reihe wieder einstellen muessen und White Wolf ging es auchmal besser.
Vash the stampede:
Gut, an die Sage von den unheimlich vielen, RPG-brach liegenden Film-, Serien- oder Buchfans mag ich nimmer mehr glauben. Das darfst du gerne anders sehen.
Wenn Franchise so einfach wäre, würde es das mehr geben und die Spiele dazu wären erfolgreicher, was ich nun auch nicht gerade erkennen. Aber vielleicht trügt hier auch mein Gefühl. Das die nWoD ein Mittel darstellt, sehe ich auch so, aber sie ist beileibe nicht das einzige, um eine Serie darzustellen. Es gibt gerade mit Primetime Adventures ein Werkzeug, das vieles besser löst als die nWoD. Aber ich denke, ich wiederhole mich. Weder sehe ich das enorme Potential eines Franchise, noch die Mengen an möglichen Rollenspielern. Trotzdem möchte ich nicht absprechen, das die Vermarktung der nWoD vorbildlich war. Ein Offenlegen der Regeln, ähnlich wie bei d20, eine starke Fanausrichtig, wie bei Savage Worlds, oder das gute Einbringen von Drittanbietern, wie bei d20 und SW, hätte dem System sicherlich sehr gut zu Gesicht gestanden.
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