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[nWoD] Small Talk

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Selganor [n/a]:

--- Zitat von: Teylen am 12.07.2010 | 13:20 ---Den Metaplot zu beenden, das Setting fuer erledigt zu erklaeren und das System einzustellen war imho ueberaus unsensibel gegenueber all den Spielern und Fans des Systems.

--- Ende Zitat ---
Egal was man an einem System/Setting aendert... entweder irgendjemand ist unzufrieden damit oder man hat was falsch gemacht.
Denn wenn alle mit der Aenderung zufrieden waeren haette die schon viel frueher kommen muessen/sollen.

--- Zitat ---Dann kommt da jemand an und sagt: "Das war's, Klappe zu, Affe tot, die Apokalypse ist gekommen, es ist vorbei."

--- Ende Zitat ---
Dass Gehenna, die Apokalypse, ... "demaechst" kommt war aber schon seit 1991 (VtM 1st Edition) Standardaussage.

--- Zitat ---Das ist etwas als wuerde man wenn mit einem Messer in's Herz stechen.
Es ist ja noch nicht mal so das man gesagt haette, gut, wir machen eine Vorschau an Dingen die passieren koennten, wir lassen euch das System und Setting als Sandkasten. Nope. Man hat die Apokalypse einsetzen lassen [was bei der gewohnten Metaplot hoerigkeit dann hiess das der Sandkasten "offiziell" geschlossen ist].

--- Ende Zitat ---
BTW: Bloss weil jemand sagt: "Wir machen keine weiteren Buecher fuer Produktlinie X" heisst das noch lange nicht, dass ich damit aufhoeren muss die Produktlinie zu spielen. Im Gegenteil. Jetzt kann es mir nicht mehr passieren, dass ich mir selbst was einfallen lasse und spaeter erscheint ein Sourcebook das meine Idee "falsch" werden laesst.

Ich habe auch schon kurz nach Erscheinen von VtM1 (muesste zeitgleich mit dem ersten Player's Guide gewesen sein) eine Post-Gehenna-Runde auf einem Con geleitet...

WIE die Welt dann aber zuende gegangen ist wurde offiziell nie festgelegt. Dazu hatten die Endzeit-Buecher mehrere vorbereitete Moeglichkeiten und zahlreiche Hinweise wie sie noch zuende gehen kann.

--- Zitat ---Plus ich habe die Hoffnung das man mit Mirrors die nWoD dazu benutzen kann so etwas wie Desperate Housewives, Pushing Daisies, Dead Like Me, Lost, Eureka und sowas, zu spielen. Also (leicht mystische) Drama Serien.

--- Ende Zitat ---
Du kannst auch Witchcraft (oder andere Unisystem-Systeme) nehmen... da hast du dann wenigsten nicht noch einen "Moralitaetsanzeiger" (der von vielen Runden sowieso groesstenteils ignoriert wird ;) )

Jiba:

--- Zitat von: Teylen am 12.07.2010 | 13:20 ---Das ist etwas als wuerde man wenn mit einem Messer in's Herz stechen.
Es ist ja noch nicht mal so das man gesagt haette, gut, wir machen eine Vorschau an Dingen die passieren koennten, wir lassen euch das System und Setting als Sandkasten. Nope. Man hat die Apokalypse einsetzen lassen [was bei der gewohnten Metaplot hoerigkeit dann hiess das der Sandkasten "offiziell" geschlossen ist].

--- Ende Zitat ---

Hier muss ich in Anlehnung zu Selganor nochmal genauer nachhaken: Gut, ich kenne das Ende der Vampire-Linie nicht (Werewolf, Hunter und Kuei-jin habe ich immer schon spannender gefunden), aber war es nicht so, dass White Wolf irgendwie doch genau diese Vorschau gemacht hat. Das "Apokalypse" für Werwolf zum Beispiel ist randvoll mit zum Teil doch sehr baukastenartigem Material... es gibt kein definitives Metaplot-Ende, sondern vielmehr vier Szenariovorschläge (plus ein Haufen weiteres Alternativzeug) darüber, wie die Welt zuende gehen kann. Und da ich mit der Revised-Edition angefangen habe, stand die Apokalypse sowieso schon drohend über allem (wobei die Vorstellung des nahenden Weltuntergangs mit Werwolf viel, viel stärker verknüpft ist als z.B. mit Hunter... da gibt es Hinweise, aber so prominent waren die nicht). Kurz: Eigentlich war es ein Vorschlag gepaart mit "Wir beliefern diese Linie nicht mehr weiter."

Ich habe bei White Wolf schon lange vorher aufgehört, mich um den Metaplot zu scheren - bei "Exalted" bin ich inzwischen auch an dem Punkt. Irgendwann kommen bei dem ganzen Franchising ohnehin viele Supplements raus, die höchstens am Rand vom Flair rumkrebsen, das im GRW hochgehalten wird.  :)

@ Recycelte Clansnamen: Nicht sehr elegant, stimmt... aber einen derart popkulturell aufgeladenen und dennoch altehrwürdig klingenden Clansnamen wie Nosferatu kriegt man auch schwerlich nochmal so hin. Die Werwölfe haben es da schlimmer getroffen, denn bei denen wurden teilweise ganz brachial frühere Stämme zusammengeklatscht nach dem Motto: "Aus zwei mach' eins".

Aber dafür sind gerade die Linien, in denen White Wolf sich nicht auf ausgetretene Pfade begeben hat, sehr gelungen. Das neue Hunter ist für mich Referenz und die Sachen, die hauptsächlich für Menschen gedacht sind, sind eigentlich alle sehr sehr gut, denke ich. "Geist" hat mich zwar nicht so überzeugt, wobei das Grundkonzept schon sehr cool ist (WW, ich will tatsächlich Geister spielen, Leute)... ich bleibe konzeptionell in vielen Dingen bei der alten WoD (Werwolf spiele ich vom Grundsetting wie früher), aber ich bin ein Grenzgänger. Es ist jammerschade, dass viele WoD-Anhänger die neuen Linien derart kategorisch ablehnen: Da ist eine Menge tolles Material dabei, das man ohne große Probleme auch in der alten WoD verwursten kann. Ich habe z.B. coole Werwolfgaben aus Forsaken auf Apokalypse umgeschrieben: Rockt. Ich sehe auch als Freund der alten WoD die neue als eine Chance, als eine metaplotfreie, interessante Fun(d)grube, aus der man sich nach Herzenslust bedienen kann. Gerade arbeite ich mit "Damnation City" auch Sachen für meine "Scion"-Runde aus. Die zusätzliche Arbeit ist minimal, der Gewinn maximal.  :d

alexandro:
@Recycelte Namen: teilweise ist es recht interessant, die Geschichte zu lesen, die hinter den Namen steht. Hat WW bei der oWoD noch unreflektiert mit Fremdworten hantiert und "Clan Stierkämpfer", "Clan Hexe" (welche cool gewesen wären, wäre der Name nicht für die Brujah verwendet worden) oder "Clan Schmerbauch", die alle Teil des "Kämmerchens" sind (von den komischen Italienern mit dem Vornahmen als Nachnahmen will ich gar nicht anfangen...), so ist der Hintergrund bei Requiem durchaus durchdachter (OK, die Ventrue sind noch drin, aber sonst...).

Mehr Bücher hätte man für die oWoD definitiv nicht herausbringen müssen (schon die nach 2000 erschienenen ließen qualitativ immer mehr nach, weil es einfach immer weniger gab, worüber man noch schreiben konnte) insofern musste man die Reihe so oder so beenden.

Und viele der Szenarien im "Gehenna"-Buch sind nicht so entgültig wie das oft suggeriert wird: oft rappeln sich die Vampire nach den welterschütternden Ereignissen wieder auf und machen weiter, wie bisher.

Teylen:

--- Zitat von: Selganor am 12.07.2010 | 19:19 ---Egal was man an einem System/Setting aendert... entweder irgendjemand ist unzufrieden damit oder man hat was falsch gemacht.
--- Ende Zitat ---
In meinen Augen war die Variante die sie aber nun wählten die unsensibelste.


--- Zitat ---Dass Gehenna, die Apokalypse, ... "demaechst" kommt war aber schon seit 1991 (VtM 1st Edition) Standardaussage.
--- Ende Zitat ---
Die Zeugen Jehovas behaupten schon seit ihrer Gründung im 19'ten Jahrhundert das die Apokalypse kommt.
Imho ist sowas als Spannungs-/Motivationsbogen da, und nicht damit die tatsächlich auch eintrifft.

Natürlich kann man weiter spielen auch wenn der Metaplot zu Ende ist, keine Bücher mehr erscheinen und der Publisher ein neues System veröffentlicht. Nur ist das dann weder im Sinne des Verlag noch dem neuen System förderlich. Naja und das es nicht festgelegt ist wie die Welt zu Ende ging macht es nicht besser das sie zu Ende geschrieben wurde.

@Jiba
Die Apokalypse Auswahl Variante kam zumindest bei mir und den Spielern die ich kenne nicht wirklich gut an.
Nun und der Flair wurde je nachdem doch angepasst, deswegen hat man doch zwischen 2-3 Editionen? ^^;

Wegen den Clansnamen habe ich ausgerechnet Nosferatu nicht erwähnt ;)
Gut ich hatte die einfach vergessen. Wobei es auch der einzige Clan ist wo es im Rahmen akzeptabel wäre. Wobei die Film Nosferatu ja nun auch nicht unbedingt allzu entstellt sein müssen und es beileibe nicht so ist als hätte man nicht kreativ tätig werden können.
Ansonsten wurden auch bei Vampire Clans zusammen gefasst, und das teilweise nach recht merkwürdigen Gesichtspunkten, wie mir zugetragen wurde [Jetzt sind die Kapitalisten Wahnsinnig].  Naja und dann noch a bissel an der Struktur rumgebohrt.

Nun und bei den anderen Namen fühlt es sich einfach nach Dolchstoß an. Mir ist egal ob Bruja im spanischen Hexe heißt, wenn man Brujah als Name für einen Clan leicht reizbarer Monster benutzt, okay für mich. Mein Spanisch ist nicht gut genug um mich dran zu stören. Nun und mich stört auch nicht wenn man einen italienischen Vornamen zum Nachnamen deklariert.
Aber im neuen System kann man sich dann doch andere Namen ausdenken / verwenden o.o
(Oder wenn man dabei ist sich passendere Namen einfallen lassen, ich glaube nicht das es viele Italiener gibt sie einen Nachnamen wie Sangiovanni haben, vermutlich noch weniger als Giovanni, und man könnte ja die Ex-Tremere Bruja nennen während man die Ex-Brujah .. keine Ahnung irgendwas anderes halt)


--- Zitat ---Es ist jammerschade, dass viele WoD-Anhänger die neuen Linien derart kategorisch ablehnen: Da ist eine Menge tolles Material dabei, das man ohne große Probleme auch in der alten WoD verwursten kann.
--- Ende Zitat ---
Das stimmt schon, wobei es von WW da vielleicht auch schlichtweg an Hilfe für die Fans der alten WoD mangelt.
Also zunächst einmal über den "Verlust" weg zu kommen respektive das neue System nicht mehr ganz so als das Ding zu sehen das das eigene Lieblingssetting verdrängte. Nun und dann wäre da schlicht eine praktische Hilfe wie man sein jeweiliges altes WoD System umschreibt schön.
Das heißt quasi Regelredesign-for-Dummies.

alexandro:

--- Zitat von: Teylen am 12.07.2010 | 22:35 ---Ansonsten wurden auch bei Vampire Clans zusammen gefasst, und das teilweise nach recht merkwürdigen Gesichtspunkten, wie mir zugetragen wurde [Jetzt sind die Kapitalisten Wahnsinnig].  Naja und dann noch a bissel an der Struktur rumgebohrt.
--- Ende Zitat ---
Das ist so nicht richtig. Die Clans bei Requiem sind weniger irgendwelche Archetypen (Rebellen, Kapitalisten, Naturfreaks...), sondern vielmehr verschiedene (Un)lebensaufassungen.
Daeva: Das Leben genießen.
Gangrel: Überleben des Stärksten!
Mekhet: Was ist der Sinn?
Nosferatu: Ich bin ein Monster.
Ventrue: Die Kontrolle behalten!

Ein typischer "Rebell" kann ein Daeva sein (Kiefer Sutherland in "Lost Boys"), ein Ventrue (der seine Gang mit eiserner Hand führt), sogar ein Mekhet (der die Bande über ihre Geheimnisse und Ängste unter Kontrolle hält)...


--- Zitat ---ich glaube nicht das es viele Italiener gibt sie einen Nachnamen wie Sangiovanni haben
--- Ende Zitat ---
Die Sangiovanni heißen nicht Sangiovanni,


...
...
Sag mal: wenn WW kein Gehenna-Buch herausgebracht und stattdessen einfach aufgehört hätte, neue oWoD-Bücher herauszubringen (was, wie ich schon erläutert habe, die einzig sinnvolle Alternative gewesen wäre), wäre das dann besser gewesen?

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