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[Kino] KRABAT!!!
Neith:
Es geht mir nicht um eine identische Stoffumsetzung, aber IRGENDWELCHE Parallelen wären doch ganz nett gewesen.
Das war fast so, als hätte - wieder am Beispiel Herr der Ringe - Gandalf die Gefährten gleich auf Riesenvögeln nach Mordor geschickt, es hätte auf dem Fußweg ja jemand verletzt werden können...
Die Charaktere wurden einfach vollkommen auf den Kopf gestellt.
Wenn sie dann doch wenigstens ihre Namen verändert hätten, um denen, die das Buch kennen, nicht alle Erwartungen komplett zu zerstören.
JS:
ist ja einerseits richtig, aber um beim herrn der ringe als beispiel zu bleiben: bombadil nicht da? störte mich nicht. arwens rolle total verändert? kein problem.
es stellt sich für mich immer die frage, wie sehr sich ein film an die vorlage halten soll und muß, um dennoch allgemein gut aufgenommen zu werden. und ich denke, daß krabat als film genügend aus dem buch zehrt, um noch krabat heißen zu dürfen. daß viele details dann anders sind, ist für mich unerheblich. und wenn bei gladiator die rämer steigbügel haben, macht das für mich nicht den film schlechter.
naja, ist bei filmen eben immer eine frage des persönlichen geschmacks. ich sehe das generell nicht so eng. immerhin spielen die heutigen klassiker auf der bühne auch nicht mehr mit historischen kostümen, sondern werden immer wieder anders interpretiert. mal besser, mal schlechter.
Neith:
--- Zitat von: JS am 14.10.2008 | 12:08 ---ist ja einerseits richtig, aber um beim herrn der ringe als beispiel zu bleiben: bombadil nicht da? störte mich nicht. arwens rolle total verändert? kein problem.
es stellt sich für mich immer die frage, wie sehr sich ein film an die vorlage halten soll und muß, um dennoch allgemein gut aufgenommen zu werden. und ich denke, daß krabat als film genügend aus dem buch zehrt, um noch krabat heißen zu dürfen. daß viele details dann anders sind, ist für mich unerheblich. und wenn bei gladiator die rämer steigbügel haben, macht das für mich nicht den film schlechter.
naja, ist bei filmen eben immer eine frage des persönlichen geschmacks. ich sehe das generell nicht so eng. immerhin spielen die heutigen klassiker auf der bühne auch nicht mehr mit historischen kostümen, sondern werden immer wieder anders interpretiert. mal besser, mal schlechter.
--- Ende Zitat ---
Klar ist es Geschmackssache, aber um nochmal auf Herr der Ringe zurückzukommen: Arwens Rolle z.B. wurde einfach mit der von Glofindel zusammengelegt, es wurde also nichts künstlich hinzugefügt sondern bestenfalls verschmolzen. Dass was rausgelassen werden muss ist sowieso bei jeder Buchverfilmung klar, selten kann man alle Inhalte in ein paar Minuten packen.
Aber für mich war dieser Film nicht Krabat.
Es war einfach zu wenig vom Original darin, ich hab es einfach nicht wiedererkannt - und darin liegt wohl der Großteil meiner persönlichen Enttäuschung.
Wie gesagt, vielleicht findet jemand, der unvoreingenommen ins Kino geht, den Film großartig.
Ich allerding liebte das Buch, seit ich 11 Jahre alt war. Ich hab es vor nichtmal einem Jahr zuletzt gelesen und im Kino hab ich mich dann echt verarscht gefühlt.
Rein subjektiv, klar.
Aber genau so gings mir.
Feuersänger hat die halbe Nacht gebraucht, um mich wieder zu beruhigen, weil ich so angepisst war ^^,
Das Buch beinhaltete einige so wunderbare Elemente, Szenen und Ideen, die man auch fimlisch großartig hätte umsetzen können. Das war doch fast geschenkt, wie kann man sowas nur derart verhunzen?
Crimson King:
Ein Film ist ein Film ist ein Film; und kein Buch.
Es macht demnach auch keinen eindeutigen Unterschied, ob ich einen Film als Film bewerte oder als Buchverfilmung.
Es ist gut möglich, dass die Verfilmung von Krabat dem Buch in keinster Weise gerecht wird. Unter der Prämisse ist der Film dann Bockmist. Allerdings verwenden Filme Bücher nur als Vorlage und Inspirationsquelle. Das Medium ist ein anderes und diverse "Literaturverfilmungen" verändern Story und teilweise sogar Message massiv, sind aber trotzdem gelungen (Der Name der Rose, Blade Runner, Minority Report, Total Recall und I, Robot fallen mir da auf die Schnelle ein).
Als Film, losgelöst vom Buch, funktioniert Krabat allerdings. Die Charaktere sind meines Erachtens schon eher dünn, auch die drei Hauptcharaktere des Films. Atmosphäre und Spannung sind aber vorhanden und die Story ist ok. die Dinge sind allerdings nur sehr schwer wahrzunehmen, wenn man nicht unvoreingenommen in den Film geht, sondern gewisse Erwartungshaltungen hat.
Mal schauen, wie ich mich bei Max Payne schlage. Und die Verfilmung von Elric steht auch noch ins Haus.
Feuersänger:
--- Zitat ---Das Buch beinhaltete einige so wunderbare Elemente, Szenen und Ideen, die man auch fimlisch großartig hätte umsetzen können. Das war doch fast geschenkt, wie kann man sowas nur derart verhunzen?
--- Ende Zitat ---
Ja, das ist auch meine Meinung. Einige Beispiele hab ich ja oben schon geschrieben. Das zieht sich im Prinzip die ganze Zeit so durch. Stattdessen werden da schwule Stockkämpfe hinzuerfunden, die auch nichtmal choreographisch was hergeben, weil alles total hingestümpert wirkt und im eigentlichen Kampf nur rumgewackelt wird. Das is doch fürn Arsch.
Mag ja sein, dass man nicht das komplette Buch mit allen Einzelheiten verfilmen konnte; auch ohne den Zeitfaktor hätten ein paar Sachen vielleicht nicht genug für das Medium Film hergegeben. Aber es kann mir niemand erzählen, dass ein Duell zwischen zwei gestaltwandelnden Zauberern nicht geiler gewesen wäre als dieses dämliche Stockgefuchtel. Harry Potter für Arme.
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