Medien & Phantastik > Sehen
[Film] The Hobbit
Lyonesse:
@ Ranor: Vielleicht hast du die Filme auch einfach nur zu oft gesehen und kennst sie einfach zu gut. Geht mir jedenfalls so. Da ich aber kürzlich 'Eragon' ertragen mußte, wird das mit gewissen Längen beim HdR auch schon wieder relativ.
Feuersänger:
Bei den LOTR-Filmen hat es sich für mich als ganz großer Fehler entpuppt, sich die Making-Of Specials auf den Extendeds anzuschauen. Der Illusionismus klappt halt einfach nicht mehr wirklich, wenn man immer wieder denkt "Das haben die so und so gemacht", "Das ist ein Double" und so weiter.
Ich muss nämlich sagen, dass es mir im Allgemeinen sehr leicht fällt, einen Film auf mich als "echt" wirken zu lassen - wenn er gut gemacht ist. Und beim LOTR ging das ohne weiteres - ehe ich die Making-Ofs gesehen hatte.
Ranor:
@ Lyonesse
Zu oft gesehen... Hhmm, eine zeitlang hätte ich das sicherlich sagen können, aber ich hatte die Filme das letzte mal im Jahr 2005 gesehen und mich deshalb wirklich auf ein erneutes Anschauen gefreut. Aber vielleicht hast du schon etwas recht, denn nach fünf Minuten des ersten Teils hatte ich schon so einen "Sättigungseffekt". Und die (durchaus vorhandenen) Längen stören mich gar nicht so sehr - es geht mit primär um die Technik.
@ Feuersänger
Das Problem habe ich nicht. Ich bin ein absoluter Making Of-Junkie und das Wissen um das Zustandekommen von Effekten hat mit noch nie den Film verdorben (gerade gestern wieder bei Aliens gemerkt).
Es ist wohl einfach so, dass die LotR-Filme (in meinen Augen) gerade auf der Trickseite einfach doch nicht so überragend sind. Klar, es gibt viele tolle Effekte und Aufnahmen, es gibt aber auch erstaunlich viel Murks.
Jiba:
--- Zitat von: Ranor am 17.01.2011 | 09:32 ---Es ist wohl einfach so, dass die LotR-Filme (in meinen Augen) gerade auf der Trickseite einfach doch nicht so überragend sind. Klar, es gibt viele tolle Effekte und Aufnahmen, es gibt aber auch erstaunlich viel Murks.
--- Ende Zitat ---
Aber andererseits:
Ich gucke mir ja auch nicht "Godzilla" oder "Sindbad's siebte Reise" oder "Toy Story 1" an und sage dann: "Wie schlecht sieht das denn aus!?!"
HdR ist auf seine Weise zeitlos, er ist unglaublich angefüllt mit Details, Querverweisen aufs Tolkien-Universum und in seiner Reichhaltigkeit ein stückweit erdrückend. Als Projekt den perfekten illusionistischen Film zu machen nach einer Vorlage, die Millionen Fans auf der ganzen Welt kennen und lieben, und dem das, trotz einiger Schwächen, doch gelungen ist, hat HdR den Status eines Klassikers der 0er Jahre. Seinen Einfluss auf die Ästhetik des Fantasyfilms zu verkennen, wäre den Einfluss von "Star Wars" und "Star Trek" auf das ScienceFiction-Genre zu verkennen.
IMHO...
Das HdR vielleicht jetzt kein Arthouse- oder Avant-Garde-Film ist, macht seinen Einfluss ja nicht geringer...
Lyonesse:
Na, ich würde auch sagen, wenn diese Filme keine zeitlosen Klassiker des Fantasy-Genres werden/sind, welche dann? Wobei es schon gespreizt ist, nach nicht mal 10 Jahren von Klassikern oder veraltet zu reden. Die Filme stehen qualitativ so hoch über allen anderen Fantasyfilmen, weil niemand je mit so viel Aufwand und Geld an die Sache rangegangen ist, die sind schon eine Bank. Den Übersättigungseffekt von Ranor, den kenne ich allerdings leider auch.
@ Feuersänger: Making-ofs sind in der Beziehung ganz großer Mist, sehe ich genauso. Ich hab die mir beim ersten HdR auch reingezogen und es dann lieber gelassen - ist zwar manchmal faszinierend, aber macht die Illusion stellenweise völlig kaputt.
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