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[Arcane Codex] Was zeichnet Setting & System von AC aus?
Adanos:
@ Falcon:
deine weitere Argumentation hat einen guten Punkt, das System muss sich schon mehr um den Spieler bemühen, da stimme ich zu. Allerdings denke ich ist das die Krux, wenn man eine neue Welt erschafft und zuerst nur ein GRW publiziert. Man kann nicht zu viele Infos reinpacken, denn dann ist zu wenig Platz für Regeln. Man kann auch nicht zu abgefahrene eigene Länder erfinden, da dann zu wenig Beschreibung drin ist und keiner damit klar kommt. Daher greift man wohl auf bekanntes zurück. Irdisches Mittelalter, Norse, Rom, Barock. Die Mischung dessen ist natürlich kritikwürdig und hat zumindest mir nicht so sehr gefallen. Ich fand es schon ein wenig eigenartig, dass man jedem Volk einfach mal so sein eigenes Reich spendiert hat, da hätte mir eine weitergehende Integration besser gefallen.
Naja, jedenfalls ist es einfacher, wenn man grob sagt "wie Wikinger" bevor man einen Hintergrundband zu der Kultur publiziert hat.
Ich fand die Beschreibungen der Länder im alten GRW eigentlich ganz okay, teilweise sogar zu lang. Ich will ja nur eine kurze Charakterisierung haben. Also da kann man AC allerhöchstens vorwerfen, dass sie nicht gleichzeitig ein Quellenbuch zu einem [dsa-sprech]Mittelreich[/dsa-sprech] also einem oft zu bespielenden Land publiziert haben (sondern stattdessen ein dämliches Kompendium). Das ist aber keine Kritik am System sondern am Verlag.
Zu den fehlenden moralischen Vorgaben:
Das war wie gesagt mein Eindruck, dass AC weder offen noch verdeckt gewisse Spielvorstellungen durchsetzen will, anders als zB DSA, wo man einfach und plakativ die "guten" Götter und die "bösen" Dämonen hat und von den Spielfiguren erwartet wird, dass sie natürlich den Göttern folgen. Oder in D&D, wo die Gesinnung böse eher mit egoistisch gleichzusetzen ist und ein böser Char auch den Fürsten hilft, gegen eine gewisse Belohnung natürlich.
In AC geht das etwas mehr auseinander. Das System bietet recht selbstverständlich Nekromanten, Halbdämonen, Vampire und alles was wir sonst noch als "böse" betrachten würden an. Die Götter sind für mich ebenfalls weniger durchschaubar und es gibt auch eher böse Götter (wie Khoros oder wie der heisst). Ein großer Unterschied zu DSA etwa.
Daher denke ich, dass sich die Darkness von AC auf diese fehlenden moralischen Bahnen begründet. Zumindest kann ich die Bezeichnung dark so noch ganz gut retten, meint ihr nicht auch? ;)
Falcon:
@dark: Ja, das rettet es so gerade eben :)
also eine Aufzeichnung kann z.b. die Schriftsprache sein. Da muss nicht mal der Hintergrund originell sein oder besonders lang. Deshalb viel mir auch ED ein. Das sticht dort schon hervor (die Völkerbände sind ziemlich gut).
Also angenommen AC wäre literarisch völlig abgefahren geschrieben und zieht einen förmlich in die Welt kann es selbst bei dieser Zusammenstellung noch auszeichnend sein.
Morpheus:
--- Zitat von: NightHunter am 21.12.2007 | 12:18 ---Um nochmal zu dem Argument zu kommen das ja alles nur noch Plagiate sind: Das ist ein generelles Problem das es in vielen Bereichen gibt, es gibt einfach nichts neues mehr, weil alles schonmal da war, auf die eine oder andere Art, und das was noch nicht da war war deswegen noch nicht da weil es keine Akzeptanz finden würde.
--- Ende Zitat ---
Weil hier gerade von Plagiaten und abschreiben gesprochen wird.
Ich schmökere gerade in Wizards presents: Races und Classes (D&D 4 Edition Preview Buch)
Als ich bei der Neuordnung der Elfenrassen war konnte ich mir das lachen nur knapp verkneifen.
Ab sofort kann AC von sich behaupten seiner Zeit voraus gewesen zu sein. ;D :headbang:
Die frage ist nur von wem AC abgeschrieben hatt... ;)
psycho-dad:
Setting:
Die Welt ist Groß, und Prägende Punkte sind sehr schön und umfassend beschieben. Zeitgleich gibt es zu vielen Orten nicht mal 2 Sätze und dennoch bekommt man aus den Texten über Länder und Orte im GRW ein sehr gutes gespür dafür, wie der Laden laufen soll. Dabei bleiben genügen unerklärte weise Flecken auf der Karte, das man sich im rahmen der Grundstimmung sehr frei in der Abenteuergestaltung bewegen kann. Die vielen, nicht abgeschlossenen erklärungen zum aufbau der Welt Mystifizieren vieles und geben dabei (gewollt oder nicht) inspiration und Motivation, sein "eigenes" Krejor zu Schaffen, es mit eigenen Mythen, Legenden und Orten zu füllen. Und dadurch, das alles so "unfertig" wirkt, vieles nur angedeuted, aber nicht abschließend geklärt ist, ist es auch Möglich, aus dem "Rohbau" eine Klasse welt zu schaffen. Wenn ich es Zynisch ausdrücken darf: Das Setting von AC ist wie der zerbombte Trümmerhaufen eines Kulturgebäudes: Nur noch Abfall, aber die Bruchstücke lassen erahnen, das da mal was echt großes Stand (bzw. mal stehen soll). Alles ist vertraut und es weckt (zumindest in mir) das unbändige Verlangen, diese Ruinen wieder Aufzubauen.
System:
Die Grundmechanik ist Eingängig und Unkompliziert, daher super für neueinsteiger geeignet. Mit den Komplexeren Regeln tun sich brauchbare möglichkeiten zum Vertiefen auf.
Holothuroid:
--- Zitat von: Morpheus am 28.12.2007 | 20:43 ---Ich schmökere gerade in Wizards presents: Races und Classes (D&D 4 Edition Preview Buch)
Als ich bei der Neuordnung der Elfenrassen war konnte ich mir das lachen nur knapp verkneifen.
Ab sofort kann AC von sich behaupten seiner Zeit voraus gewesen zu sein. ;D :headbang:
Die frage ist nur von wem AC abgeschrieben hatt... ;)
--- Ende Zitat ---
Z.B. von D&D? So mit Wald-, Normal-, Grau-, Sonnen-, Drow-, Wild- und wat weiß ich für -elfen?
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