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[Film] I Am Legend (Spoiler-Warnung!)

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psycho-dad:
War Heute drin.

Sehr geil gemacht! :d

Aber die lezten 10 Minuten haben den Film sowas von verunstaltet.  >:( :q

Der gesamte Film kommt mit einer erfrischend gerringen dosierung an Pathos und Heldenimage daher... die werden in den lezten minuten aber dafür richtig dick aufgetragen. Nix mehr mit Seelischen belastungen und Drama des Hauptdarstellers. Nein, zum ende hin wird dem Film ein IMHO höchst unpassendes, Klischeehaftes Hollywood-"Happy-End" aufgedrückt.

Ich hätt kotzen können!

Der Film, durchweg Packend. Im Kino war es Stellenweise so ruhig, das man den Filmprojektor surrren hörte. (und das ist mEn echt ne Seltenheit... irgendwer findet sich im Regelfall doch immer, der nen blöden spruch hat, sich räuspern muss oder mit Papier knistert.)  IMHO Ein echtes Highlight im genre des Endzeit-Filmes...

Für dieses ende gehört der Drehbuchschreiber in die Müllpresse...  :gasmaskerly:

(Klicke zum Anzeigen/Verstecken)Ich mein, Hey... Der ganze Film, durchzogen von Selbstzweifeln des Protagonisten, wie ihm nach und nach die Hoffnung wegstirbt. Wie er Krankhaft und unter Lebensgefahr erfolglos versucht, ein Gegenmittel gegen die "Seuche" zu finden. Wie er sich mit Schaufensterpuppen gegen die Einsamkeit zur wehr setzt. Der Seelische zusammenbruch, als sein Hund, der einzige "Sozialkontakt", den er noch hat, angesteckt wird und er ihn eigenhändig erwürgt. Seine absolute soziale Inkompetenz, als er dann doch endlich auf einen anderen Überlebenden Trifft... und dann endet alles mit einem "Heldenhaften abgang" und einem Heilmittel in einer "kolonie der Überlebenden" im US-Vorstadtformat, einfallslos und unmotiviert wird die dichte Endzeit-Stimmung, die der Film aufbaut, eingerissen.

Ernsthaft, wenn ihr den Film ohne abzüge sehen wollt: verlasst den Kinosaal an der Stelle, an der die "Nachtwächter" das Haus Stürmen...


Edit Dorin: Spoilerwarnung in den Titel gesetzt

Bluerps:
Man kann auch das Buch lesen und sich dessen Ende statt des Film Endes vorstellen. Da wird er auf ganz andere Art eine Legende. ;D

Ich fand den Film auch absolut :d. Nur ein paar von den Schockeffekten waren ein wenig unnötig. Wobei ich das Ende nicht derart schlimm fand. Man hätte was besseres finden können, aber das was da ist tuts auch.


Bluerps

Preacher:
Da sind sich wohl alle Rezensenten einig: Die erste Stunde grandios, dann lässt der Film nach.

Ich hab woanders schonmal meine Meinung geschrieben, aber ich will's Euch nicht vorenthalten ;) - bitteschön:

Zur Handlung:
2009 wurde ein gentechnisch veränderter Retrovirus mit überwäktigendem Erfolg eingesetzt um Krebs zu heilen, alles ist begeistert. Allerdings hatte das Virus so ein paar Nebenwirkungen und verwandelt alle Menschen in hochaggressive, monströse Vampire (Ja, ausnahmsweise mal nicht Zombies), die wirken wie eine Mischung aus "From Dusk Till Dawn" und "28 Days Later" - so gesehen mehr "Vampirzombies" - wobei man sich an letzteren noch des öfteren erinnert fühlt.

3 Jahre später ist der Army-Wissenschaftler Robert Neville, der aus unerfindlichen Gründen immun ist, der letzte Mensch in New York. Tagsüber streift er durch die Stadt und jagt Hirsche, leiht sich DVDs aus Videotheken und sitzt am New Yorker Hafen, um Neuankömmlinge zu empfangen, falls doch jemand seine FUnknachricht gehört haben sollte. Nachts verbarrikadiert er sich in seinem Haus und/oder forscht an einem Gegenmittel gegen das Virus. Erfolglos bislang.

Es ist echt merkwürdig schwierig, den Film zusammenzufassen, denn in Sachen Handlung war es das schon fast. Die Grundidee, das "Setting" sozusagen, ist super. Aber viel mehr als das Setting kriegt man dann auch nicht...

Es gibt noch ein paar echt erwähnenswerte Szenen (die Suche nach seinem Hund in einem stockdunklen, vampirverseuchten  Haus - ultraspannend).

Später trifft er eine Frau und ihren Sohn, die auch immun sind. Und wenn man dann denkt, jetzt geht die eigentliche Handlung los, ist der Film auch schon vorbei. Ich hatte damit gerechnet, jetzt noch mindestens eine Stunde Film zu sehen und kriegte dann plötzlich ein 08/15-Deus-Ex-Machina-Ende vor den Latz geknallt, das mich mit einem ziemlich schalen Gefühl von "Wie jetzt? Das wars?" zurückließ.

Das schale Gefühl wird von ein paar anderen Dingen verstärkt. Mehrfach werden Dinge angedeutet, aber nicht aufgegriffen. Zum Beispiel (und das ist auch so ein Ding - die Beispiele machen den größten Teil der Handlung aus) schnappt er sich eine Vampirin als Versuchsperson. Ein anderer Vampir kommt auch aus dem Haus raus, muss aber aufgrund des Sonnenlichts wieder zurück. Danach fangen die Vampire unter der Führung dieses Typen erst ernsthaft an, Neville zu jagen - klarer Fall von "wir müssen unsere Freundin zurückholen". In seinem Tagebuch vermekt Neville das aber unter "keine erkennbaren Reaktionen, soziale Deevolution abgeschlossen".

Fazit:
Das Fazit fällt mir schon wieder schwer bei dem Streifen. Die erste Hälfte ist toll. Die Atmosphäre im Menschenleeren New York grandios, beklemmend, agoraphobisch. Nevilles Einsamkeit und sein Umgang damit kommt imho auch schön rüber. Die Begegnung mit den Vampiren im dunklen Haus dagegen ist Klaustrophobie pur und zerrt echt an den Nerven - und erinnert auch irgendwie an Blair Witch. Von daher lohnt sich der Film wirklich.

Aber die "Handlung" enttäuscht und scheint pure Nebensache zu sein, und das Ende wirkt wie drangeklatscht. "Huch, schon anderthalb Stunden Film, außerdem haben wir kaum noch Geld - jetzt aber schnell".

Ich geb ihm 3 von 5 :d :d :d
Ne Empfehlung für's Kino mag ich nicht richtig aussprechen - ich fand ihn an sich nicht gut genug, 7 Euro oder mehr dafür auszugeben. Andererseits sind die Kamerafahrten über das leere New York eindeutig was für die große Leinwand. Ich hatte gewaltige Erwartungen an den Streifen und bin ein wenig enttäuscht, andere mögen ihn besser finden.

Bei mir bleibt am Ende vor allem Verwirrung, weil ich nicht recht weiß, was ich von dem Werk halten soll.

Samael:
Naja, sehr lose inspiriert vom Buch, in dem wie ewähnt der Titel ne völlig andere Bedeutung hat. Davon abgesehen fand ich den Film OK, hatte erwartet, dass die nen totalen Actionreißer draus machen und dafür war er dann doch sehr ruhig und athmosphärisch. Den Schluss fand ich auch sehr zwiespältig. Er war aber nicht mies genug um den Rest ganz kaputtzumachen. Ich würd dem Film 6 oder 7 von 10 geben, mit vernünftigem Ende hätte er locker 8 bis 9 kriegen können.

Transmission King:
Ich fand den Film echt super. Klar das Ende...da haben die Macher sich nicht getraut, aber das kennt man ja schon von anderen Endzeit-Filme.
Ich konnte den Qualitätsverfall von dem so viele reden ehrlich gesagt nicht erkennen. Die Zombies waren dezent eingesetzt. Kein unnötiges Gemetzel, keine unnötigen Schockelemente...
Will Smith ist toll. Der Hund ist toll ( können Hunde für den Oskar nominiert werden ?)

Und die vielen kleinen Elemente die man sich selbst denken mußte, weil der Held selbst sie nicht durchschaut, haben mir Spass gemacht.

z.B.


--- Zitat ---Ein anderer Vampir kommt auch aus dem Haus raus, muss aber aufgrund des Sonnenlichts wieder zurück. Danach fangen die Vampire unter der Führung dieses Typen erst ernsthaft an, Neville zu jagen - klarer Fall von "wir müssen unsere Freundin zurückholen". In seinem Tagebuch vermekt Neville das aber unter "keine erkennbaren Reaktionen, soziale Deevolution abgeschlossen".
--- Ende Zitat ---

Gerade das hat mich z.B. gar nicht gestört. Sondern im Gegenteil : nochmal ein anderes Licht auf den Helden geworfen. Er ist nicht mehr in der Lage die Situation richtig zu beurteilen. Aus verständlichen Gründen ; er will diesen Kreaturen keine Menschlichkeit / kein soziales Verhalten mehr zusprechen, weil es seine Situation leichter macht.

Aber jetzt mal das Buch lesen. Freu ich mich schon drauf.

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