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AoO - wie haette man es anders loesen koennen?

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Tantalos:

--- Zitat von: Ein am 24.01.2008 | 11:08 ---Ja, es ist einfach nicht Bier&Brezel, weil es schlecht die Vorteile beider Spielgattungen zu vereinen sucht.

--- Ende Zitat ---

Ich möchte hier nochmal drauf hinweisen, dass das deine Meinung ist und keine definitive AUssage. ich kenne einige Gruppen, inclusive meiner eigenen, die das Spiele so immensen Spass macht.

Im übrigen kommt "Bier und Brezel" u.a. aus "Kobolde" und bedeutet:


--- Zitat ---Ein "Bier-und Brezel-Rollenspiel" ist in diesem Fall ein Spiel, das nicht dafür gedacht ist handlungsschwere, über Jahre andauernde Epen, Sagas und Kampagnen zu spielen, sondern um einfach für ein paar Stunden die sprichwörtliche "Sau" rauszulassen und sich zu amüsieren. Und das geht am besten eben bei Bier (ich bevorzuge Met) und Brezeln in geselliger Runde. Besonders geeignet ist das Spiel daher auch für Tage, an denen keiner Lust hat zu spielleiten oder auf Rollenspielconventions zu gehen, nachts, wenn sowieso kein sinnvolles Rollenspielen mehr möglich ist.
--- Ende Zitat ---

Mit dieser Definition finde ich es äußerst schwer deine Aussage zu folgen. Aber hauptsache mal wieder ein "Fachwort" eingebracht.

JS:
Finde ich auch. Ich hielt immer Spiele wir "Ork!" oder "Kobolde" für Bier & Bretzel, aber sah B&B nicht als Spielstil an, der mit jedem System zu spielen ist. Aber ist auch egal, hier geht es ja um die AoO.

Ein:
@JJack
Nö, ebenso, wie der Powergamer aus dem anderen Thread, ist beer&brezel ein normaler Teil des Rollenspielslangs. Da es keine passende deutsche Entsprechung gibt, bediene ich mich dieser.

Und sicherlich das langwierige Herumtaktieren, das Auszählen von AoOs etc. ist ganz sicherlich nicht geeignet, um einfach für ein paar Stunden die sprichwörtliche "Sau" rauszulassen. Früher war D&D B&B.

JS:
Was ist denn ein "normaler Teil"? In meinem Umfeld war B&B stets auf sowas wie "Ork!" begrenzt. Und ja: Sau rauslassen. Aber da gehörte schon damals nicht D&D 1 dazu. Somit wird der "normale" Teil wohl doch nicht allseits als so normal bzw. gleichbedeutend verstanden.

BOT: Keine Ahnung, wie ihr teilweise D&D spielt, aber selbst streng nach Regeln waren bei uns die AoO niemals ein richtiger Hemmer. Da gab es so manches, das nerviger war (z.B. die vielen Details bei einigen Zaubern).

Feuersänger:
Ich weiß ja nicht, was alle immer mit den AoOs haben. Weder sind sie nur mit Miniaturen umsetzbar, noch sind die Regeln so wahnsinnig undurchschaubar. Wir spielen z.B. nicht mit Minis, und trotzdem kommt es in so gut wie jedem Kampf zu AoOs. Wenn da ein Spieler eine entsprechende Aktion ansagen will, muss der SL eben sagen "Das provoziert dann einen Gelegenheitsangriff (weil...). Nimmst du das in Kauf oder möchtest du was Anderes machen?"

Die Grundregel ist doch einfach wie nur was: "Leaving a threatened square provokes an AoO". Zugegeben, es gibt viele Ausnahmen (5', Withdrawal), die das Ganze auf dem Papier sehr kompliziert aussehen lassen. In der Praxis aber gab es da bei uns noch nie Probleme.

Es schadet sicher nicht, das Ganze etwas zu streamlinen. So auf der Grundlage: jede Aktion innerhalb eines bedrohten Bereichs, die weder bewaffneter Nahkampfangriff noch geordneter Rückzug ist, provoziert eine AoO.
(Da hat man allerdings noch einige Grauzonen, z.B. ob besondere Kampfmanöver nun als Nahkampfangriff gelten oder als Bewegung)

Ich jedenfalls bin froh, dass es sie gibt, weil sie - wie gesagt, auch ohne Minis - ein taktisches Element ins Spiel bringen, das sowohl Spieler als auch SL nutzen können. Ich wäre sehr unzufrieden mit einem System, das mir in so einer Situation einfach sagt "Du kannst da nicht vorbei, weil der Typ den Gang blockiert". Wenn es um Leben und Tod geht (weil z.B. dahinter grad ein Fuzzi nen Dämon beschwört), ist "Darum!" keine Antwort.

Mit AoO-Regeln lässt sich auch balancetechnisch einiges tweaken, auch wenn dabei der GMV schnell über Bord geht. Beispiel: in D&D provoziert ein 5'-Step ja keine AoO; in Conan hingegen nur dann nicht, wenn er nicht mit einer anderen Aktion verbunden wird, die für sich genommen eine AoO ziehen würde. Dies bewirkt, dass man z.B. als Bogenschütze nicht einen Schritt zurückgehen und dann schießen kann, ohne eine AoO zu ziehen. In Conan will man halt dem Fernkampf keine starke Rolle einräumen.
Was allerdings einfach zu unlogisch ist: wenn ich 1,5m gehe und dann stehenbleibe, passiert mir nichts, aber wenn ich 1,5m gehe und DANACH meinen Bogen spanne, werde ich _rückwirkend_ während meines Schrittes angegriffen (da ich ja _nach_ dem Schritt außer Reichweite bin). Man hat also eine Knot-im-Hirn-Zeitreisesituation. Aus genau diesem Grunde habe ich die Conan-Sonderregel abgeschafft und auf D20-Standard zurückgesetzt, Fernkampfbalance hin oder her.

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