Medien & Phantastik > Hören
Warum hören so viele Rollenspieler Metal?
Visionär:
Vielleicht spielt ja eine Ähnlichkeit zwischen den Covern eine Rolle. So manches RPG-Werk und manche CD sehen sich äußerlich schon ähnlich, da denkt sich der Metaller: Das kenn ich, das kauf ich. Oder eben anders herum.
Hr. Rabe:
--- Zitat von: Hendrik am 24.01.2008 | 11:12 ---Echt? Ich nicht.
Es gibt da ne Schnittmenge, sicherlich. Aber ich glaube nicht, daß die Mehrzahl der - zum Beispiel - Opernbesucher Metal hört.
--- Ende Zitat ---
Das kann und will ich nicht beurteilen. Aber diejenigen welche ich bisher getroffen habe waren alles entweder ohnehin schon Metal-Hörer (as opposed to: 'Metaller') oder fanden (wenn wir uns mit greifbarer Anlage in der Nähe über Musik unterhalten haben) eigentlich ziemlich cool, was ich ihnen zeigen konnte.
Aber ich gebe zu, von den Klassik-Fans auch nur die <30 Generation zu kennen. ;)
@Ein
Albern soll's doch sein. Ehrlich, auser Manowar (und dem Rattenschanz an Bands die da hintendran hängt) nimmt sich doch kein Metaller ernst. Und die die es tun, kann man dann auch bald nicht mehr hören, weil Metal eben Kindergarten ist. Da gibt's nix zum ernstnehmen. ~;D
(Stimmt nicht ganz, aber eben oft genug)
Funktionalist:
mMn ist der Schritt vom metal-hören zum klassik-hören ein leichter, denn man kennt eigetlich schon alle Hörtechniken.
Vor Allem: je härter der metal, desto einfacher der Schritt.
Wer die späten emporer-album geil findet, der steigt auch ganz locker durch Mahler und Konsorten durch.
Penderecki (*Pändaretzki*) ist übrigens ein aktueller Komponist, der sehr schön nachvollziehbare atonale musik schreibt. (zumindest die drei Stücke, die ich probegehört habe. irgendwas für Anne sophie mutter...)
Warum jetzt so viele Rollenspieler metal hören?
vllt., ist einfach immer ein Metalhead dabei und Rollenspieler sind etwas offener für neues, als ottonormalmusikhörer, so dass Metal einfach irgendwann auch in den Fokus rückt (und da bleibt, weils ROCKT ;D)
zum Thema "sich ernstnehmen":
Die ganzen Metaller sind ein so selbstironisches liebes Völkchen, das geht gar nicht.
Wenn man einmal auf nem Metalfestival war und andere kennt, kann man das ein bisschen vergleichen.
Das friedlichste Publikum, das ich kenne.
und...die Pommesgabel sacht doch schon alles,oder?
Greifenklaue:
Bei Klassik und Oper ist das Publikum auch typischerweise etwas älter als die Kernschichjt der Rollenspieler.
Vielleicht liegt es simpel daran, dass die Hauptphasen beider Subkulturen in den 80er und 90er Jahren liegen wtf? Wenmn es dann nich ähnliche Typen von Leuten anspricht *bamm* hat man den Rollenspiel-Metaller...
--- Zitat ---Gab’s da nicht mal diese Umfrage, wonach die klügsten Köpfe überproportional Metal hören?
--- Ende Zitat ---
Gab es: http://tanelorn.net/index.php/topic,34334.0.html
Bitpicker:
Scheißen wir doch mal auf Political Correctness: es liegt am höheren Niveau.
Wie der Lord schon sagte, vor nicht allzu langer Zeit stellte eine Studie eine Korrelation zwischen Metal-Hören und überdurchschnittlichem IQ her. Metal ist (neben einigen anderen Musikrichtungen wie die genannten Jazz und Klassik) eine Musikrichtung, die nicht nur konsumorientiert ist, sondern durchaus auch den Intellekt anspricht, egal, ob es darum geht, fantastische oder sozialkritische Texte zu transportieren oder Musik abseits simpler Kompositionen zu bieten. Metal ist sehr kreativ, auch wenn vielleicht nicht jede Band für sich genommen sehr kreativ ist.
Auch das Rollenspiel ist kreativ und bedarf einiger geistiger Grundvoraussetzungen, die die meisten anderen Arten von Spielen in dieser Form und Menge nicht benötigen.
Man muss sich nur hier im Forum umsehen: der Ton, der Umgang und die Qualität der Beiträge erscheint mir überdurchschnittlich. Und hat nicht erst kürzlich jemand eine Diskussion darüber angefangen, wie unheimlich viele Akademiker sich hier herumtreiben? In den nicht auf Rollenspiel bezogenen Bereichen des Forums zeigt sich doch erst, was für eine Menge an Wissen und Information wir hier versammeln. Ich sage nur Science without Fiction oder die Medienbereiche. Wie viele von euch denken bei Fragen, die nichts mit Rollenspielen zu tun haben, nicht auch zuerst 'irgendwer im Tanelorn-Forum wird's schon wissen'?
Meiner Meinung nach sind Metal (Jazz, Klassik, was nicht Mainstream ist), Rollenspiel, bestimmte literarische Werke, Filme, Medien aller Art usw. Dinge, die Leute ab einem gewissen IQ eben für sich entdecken. Ich glaube nicht, dass Metal Rollenspiele bedingt oder umgekehrt, aber es gibt eine gewisse Disposition, die dazu führt.
Wie gesagt, scheiß auf Political Correctness. Wir sind alle klasse. Und wer mir widerspricht, wird von dem Gruppenlob eben ausgeschlossen. ;)
P.S.: Was die Umfrage im Konzertsaal angeht: da dürfte das Durchschnittsalter deutlich höher liegen als im Bereich der Rollenspieler. Ist sicher eher ein Generationending.
Robin
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