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[SF: Redshift] Schiffsdesign und Technologie

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Funktionalist:
Ich habe da neulich etwas von Dan Simmons gelesen.
bei dem gibt gibt es (mit viel handwavium) best. Prozessoren, die einmal angefahren Wärme vernichten, indem sie sie in andere Branen "schieben" und so hat die THermodynamik vergewaltigen.
Das Problem ist diese Dinger wieder anzuhalten, da sie um so schneller laufen, je kälter sie sind.
Das heißt, sie verbrauchen netsprechend Platz (anfangs....).

ist natürlich kein HardSF, aber zumindest ist es eine Idee mit Nachteil...

Funktionalist:
Nach dem Durchlesen finde isch auch, dass es sich ganz nett aunhört....ich mag nur leider dieses Uboot feeling beim Raumkampf und dazuu gehört dann auch das "schleichen".
Wenn eh schon Sprungantriebe exisiteren, dann könnte man ja auch Antriebe haben, die (vielleicht wesentlich schlechter sind, als die herkömmlichen) die deren Abgasstrahl aber nach einigen Planlängen in schwernachweisbare Dinge zerfällt....irgendwelche Protonen, die in Neutron + ein paar komische Dinge zerfallen, die nur sehr kurz aufleuchten(innerhalb des Schiffes) und so nur von hinten zu sehen sind...

Auf jeden Fall dürften Kämpfe jetzt auch sehr lange dauernd...Reisen auch...Und bei den Energiemengen dürften die Raumschiffe auch aussehen wie gigantische Schmetterlinge....hat schon was.

Feuersänger:
Kinners, ich bin ja prinzipiell auch total für U-Boote und so, die Vorstellung gefällt mir auch , aber das mit dem Stealth haben wir doch schon durchgekaut.  ::)
(Klicke zum Anzeigen/Verstecken)Der ganze Schmus mit "Abwärme im toten Winkel des Feindes abstrahlen" ist Nonsense. Erstens müsste man dazu genau wissen, wo der Gegner seine Sensoren hat, zweitens klappt das spätestens dann nicht mehr, wenn der Gegner _mehrere_ Sensoren in unterschiedlichen Ecken besitzt.
Man müsste ein Schiff so bauen, dass es bei Bedarf überhaupt keine Hitze abstrahlt, also quasi eine Außenhülle baut, die nicht wärmer als sagen wir -270°C wird (je nachdem auf welche Entfernung man die Entdeckung toleriert, nach der Formel Rd = 13.4 * sqrt(A) * T²). Die gesamte Abwärme - inkl. Lebenserhaltung (Zimmertemperatur ~290K) müsste intern in einer isolierten Heatsink gespeichert werden. Das geht freilich auch nur so lange, bis die Heatsink voll ist. Und auch das kann nur klappen, solange man die Triebwerke abgeschaltet lässt. Manövrieren höchstens mit kaltem Gas. Das geht vielleicht eine Weile, aber... so kommst ja nirgends an. -.-
Ein Schiff mit einer Triebwerksleistung von soundsovielen Terawatt wird jedenfalls auch eine Signatur von ebensovielen Terawatt haben und von hier bis nach Alpha Centauri leuchten wie ein Weihnachtsbaum. Kein Scheiss!
Jegliche Stealth-Bemühungen können also nur auf "Silent Running" bezogen sein, basierend auf möglichst kleinem Hüllenquerschnitt, guter Isolierung und internen Heatsinks, aber ohne Antrieb kommt man halt nicht weit.

Feuersänger:
Jetzt dürft ihr euch nochmal austoben, wenn ihr wollt -- ich würd mich freuen:
malt, zeichnet, generiert, rendert Raumschiffe, von denen ihr meint, dass sie zu diesem Setting passen.

Ich steh da nämlich ehrlich gesagt bissl aufm Schlauch, bin mit meinen aktuellen Entwürfen nicht richtig zufrieden. Das, was ich eigentlich vor meinem geistigen Auge habe, schaffe ich nicht, zu Papier zu bringen. An mir ist halt nicht unbedingt ein Künstler verloren gegangen.

Was die Größe/Tonnage der Schiffe angeht, bin ich nun auch flexibel. Ich denke mal, die kleinsten FTL-tauglichen Schiffe sollten 3-6 Mann Besatzung haben. Ob die errechnete Tonnage dann 150 oder 500 oder >1000 ist, ist in dem Sinne erstmal egal - kommt ja nur aufs Verhältnis an.

(Hab mir übrigens nu doch Fire, Fusion & Steel geholt -- die 6,50 Euro konnt ich schonmal riskieren. ;) )

Nun muss ich sogar eingestehen, dass in der Tat eine der vernünftigsten Formen für ein Raumschiff eine mehr oder weniger zylindrische Rakete wäre - so wie sie im Golden Age meistens gezeichnet worden sind. Das ist auch schon das Problem: das sieht so langweilig, altbacken, uncool und naiv aus (obwohl es eigentlich das Gegenteil von naiv ist).

Naja, wollte eigentlich noch mehr zum Thema schreiben aber bin abgelenkt worden; morgen fahre ich fort.

Feuersänger:

--- Zitat von: Turning Wheel am  6.07.2008 | 03:18 ---Ah, doch, sorryyy, da steht was von Anti-G-Anzügen. Also keine künstl. Schwerkraft.
--- Ende Zitat ---

Genau. ^^
Künstliche Schwerkraft (z.B. durch Ringzentrifugen) könnte es für ganz dicke Pötte geben, die den Großteil der Reise antriebslos dahindümpeln. Brawnships hingegen beschleunigen einfach durchgängig mit ca. 1G im Dauerbetrieb. Notfallbeschleunigungen von mehreren G werden dann durch modische und bequeme G-Anzüge kompensiert.


--- Zitat ---Das mit den Raketen finde ich auch sinnvoll. Die Raumschiffe sind mehr oder weniger Wolkenkratzer, die auf gigantischen Düsen stehen. Wolkenkratzer können aber auch unterschiedliche Formen haben.
--- Ende Zitat ---

Stimmt. Erster Knackpunkt ist, ob die Haupttriebwerke direkt das Fundament bilden sollen, oder symmetrisch etwas nach außen verlagert sind. Ist zwar für Wendigkeit und Stabilität nicht entscheidend -- das geht auch so mit Manövriertriebwerken an Auslegern -- aber könnte sicherheitstechnisch relevant sein. Wenn ein Triebwerk beschädigt wird, sind die anderen weit genug weg, um nicht zwingend in Mitleidenschaft gezogen zu werden. Dieses Prinzip findet ja auch im Flugzeugbau Verwendung.
Ein weiteres Triebwerk kann ja trotzdem genau auf der Antriebsachse liegen. Als Nebeneffekt werden im Bremsflug etwaige Partikel in der Flugbahn einfach verdampft.
Meine vorherige Idee mit den schwenkbaren Triebwerken an Auslegern dürfte halt aufgrund der auftretenden Kräfte und mechanischen Belastungen relativ passé sein -- wir reden hier schließlich von mehreren Meganewton Schubkraft, und das stabil an einem Gelenk aufzuhängen, dürfte schwierig werden.


--- Zitat ---Die andere Frage ist, ob es überhaupt Zeichnungen von den Schiffen geben muss.
--- Ende Zitat ---

Wie du schon sagtest, die können ja unterschiedlich aufgebaut sein. Vor allem schwebt mir da eine gewisse Modularität vor, um die Schiffskonfiguration dem Missionsprofil anzupassen. Für lange Strecken mehr Treibstofftanks, alternativ mehr Frachtraum, mehr Waffensysteme, etc.


--- Zitat --- Recht interessant wäre mal eine Liste von Dingen, die sich an Bord eines Schiffes befinden könnte und wieviel das dann wiegt.
--- Ende Zitat ---

Erstmal: wieviel das Zeug wiegt, ist eigentlich großteils eine Frage des Beschlusses (ich spar mir jetzt mal die Masse-Gewicht-Spitzfindigkeiten). Wer kann schon sagen, wie schwer ein Fusionstriebwerk ist? Beispiel Verbrennungsmotoren: vor hundert Jahren hat man aus 7 Liter Hubraum keine 100 PS erzielt, heute holt man schon aus 250cc um die 230PS raus (Motorrad-WM).

Zu den einzelnen Komponenten:
* Hülle (nur die reine Hüllenstruktur ist gar nicht besonders schwer, wenn man sie nicht panzert)
* Treibstofftanks (mit Nanofaser-tech: pro Kubikmeter ca. 2,5/5/7,5t Wasserstoff/Deuterium/Tritium, Trockenmasse ca. 1t)
* Hüllenpanzerung (das kann richtig derb reinhauen), z.B. auf Karbonbasis
* Triebwerke
* Energie, u.a. Kaltfusionsreaktor, Batterien, Myonengenerator etc., für Lebenserhaltung, Schiffs- und Waffensysteme etc.
* Radiatoren - dabei sind Tröpfchenradiatoren wesentlich effizienter als normale Radiatoren;
* Sensoren/Antennen
* Strahlenschutz (vor kosmischen Strahlen, Waffeneffekten und evtl. schiffseigenen Systemen)
* Crewbereich: Arbeits- und Ruhebereiche
* Lebenserhaltung
* Kontrollsysteme etc.
* Medizinische Einrichtungen (bei langer Reisedauer)
* Werkzeug, Ersatzteile, Schadenskontrollsysteme
* Waffensysteme natürlich, wär ja langwilig sonst.

Auf Poject Rho wird das an einem Beispiel durchexerziert: bei einer sechsköpfigen Besatzung und 18 Monaten Missionszeit (d.h. große Autonomie) belegt das gesamte Habitatmodul ca. 35 Tonnen, davon ca. ein Drittel für die Struktur, und ein Viertel für die Kombüse/Vorratssystem. Setzt man die Autonomieanforderung auf bspw. 3 Monate herab, mag man ein paar Tonnen einsparen können.

Was man dagegen _nicht_ braucht, sind Rettungskapseln oder dergleichen; das ist nur totes Gewicht ohne praktischen Nutzen. Wenn man einen Reaktor hat, der explodieren kann, stößt man eben im Notfall den Reaktor ab und bleibt selber im Schiff, solange man auf Rettung wartet. Sinken kann es ja nicht.

[Edit: Wasserstofftank-Kapazität korrigiert]

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