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[SF: Redshift] Schiffsdesign und Technologie

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Yerho:
Im Prinzip könnte man auch gleich die ganze "Fahrgastzelle" so gestalten, dass sie sich unabhängig von den Antriebssegmenten jeweils optimal ausrichtet. Dann bleibt für die Menschen an Bord rein vom wahrnehmbaren und fühlbaren Bereich alles gleich - was natürlich nichts daran ändert, dass man sich gelegentlich anschnallen bzw. gleich in Sicherheitsnetze (oder eine äquivalente Vorrichtung) hängen muss. Aber zumindest ist Boden immer Boden, Wand immer Wand und Decke bleibt Decke, was viel redundante Mechanik/Elektronik spart, bewegliche Teile minimiert und für mehr Effizienz und natürlich auch für mehr Komfort sorgt.

Aber fragt mich jetzt bitte nicht, wie genau man die Fahrgastzelle ins Raumschiff einhängt ... Am einfachsten ist wohl das Prinzip "Kugel in Kugel", wobei die Innenwand der äußeren Kugel und die Außenwand der inneren Kugel möglichst keinen mechanischen Kontakt haben, sondern in einer Flüssigkeit schweben und/oder durch magnetische Felder gehalten werden - natürlich jeweils mit mechanischen Puffern, falls mal etwas schief geht.

Funktionalist:
ich wäre hier für modular aufgebaute schiffe:

z.b.
Länge: 400m, Gewicht 60.000t
vier senkrechte Säulen, zwischen die die einzelnen Module gehangen werden:
-Ganz vorne: ein riesiger EIsblock als EInschlagschutz und Wasservorrat und als Schutz vor Strahlung bei sehr hohen GEschwindigkeiten.
-dirket dahinter das Wohnmodul
-Technik
-Heatsinks und Radiatoren
-Treibstoff
-Frachtmodule
-nichts
-nichts
...
-nichts
-Antrieb

Es gibt dann noch vier Manövrierausleger, die ausgeklappt werden können.

Dieses Schiff kann sich ohne Weiteres in vier wenigerwendige und weniger stabile Schiffe aufteilen (jede Säule einzeln), Jeder AUsleger kann als Landungsschiff funktionieren und ein Frachtmodul aufnehmen.

Die einzelnen Teile des Verbundes fliegen versch. Stationen im Zielgebiet an, verrichten ihre Geschäfte/tauschen Fracht aus/besorgen Treibstoff und treffen sich wieder.
Während dieser Zeit werden die Heatsinks ausgetauscht/durch die Radiatoren gekühlt, was getrennt von den restlichen acht schiffen passieren kann.
Das Ganze baut sich zusammen, die Radiatoren werden eingefahren, ebenso wie die Manövriertürme und das Schiff beschleunigt....irgendwann im Flug wendet es mit Hilfe marginal geöffneter Manövriertürme und bremst den Rest des Weges.
Am Ziel zerfällt es sofort in seine EinzelSchiffe und die glühenden Heatsinks werden erneuert...



z.B.
Container wird per Sonnensegel auf seine Reise geschickt und trifft fünf Jahre später ein, ohne große Kosten verursacht zu haben...


z.B.
Kampfschiff:

Aufbau aus einzelnen Containern, die selbst völlig autark sind, aber zusätzlich über weitere FUnktionen verfügen, die erst Sinn machen, sollten sie sich zu einem großen Schiff verbinden (z.B. Antriebsmodule, Radiatormodule, Heatsinkmodule und Waffenplattformen)

Im Falle eines Angriffs, bei geortetem Feind, wird dieser "geblendet", das Schiff zerfällt in viele sich erratisch bewegende Einheiten, von denen sich die Wehrlosen hinter einen Mond etc. verschanzen und einige Waffenplattformen Feuern, bis sie kochen.

Einzelne Module beschleunigen als Raketen (mit der Sonne/Blendmechanismus im Rücken als Raketen Richtung Gegner, legen Nanoschwärme...)

So ein Kampf kann dan auch schonmal monate dauern, bis man auf mehrere Lichtsekunden Entfernung etwas trifft.

sers,
Alex

Feuersänger:
@Yerho: das it dem schwenkbaren Fahrgastraum hatte ich auch schon irgendwo postuliert, halte ich also für keine schlechte Idee, kommt aber wohl aufgrund des zusätzlichen Konstruktionsaufwandes nur für größere Schiffe in Frage.

@Alex: das meiste davon klingt ziemlich sinnvoll, dafür wird es sicherlich einen Platz geben. Wie gesagt bin ich inzwischen auch für modular aufgebaute Schiffe (vielleicht im Regelfall nicht so extrem wie bei dir).

Das mit den Containern per Sonnensegel wird aber wohl so nicht klappen, egal ob du nun wirklich Sonnensegel oder Solarzellen meinst. Sonnensegel im engeren Sinne können gar nicht funktionieren, bleibt noch das Solarmodul.
Der energetisch billigste Weg von Orbit zu Orbit ist immer der Hohman-Transit, und selbst dafür braucht man schon ein Delta-V von einigen km/s, z.B. 5,6km/s für den Hohman Mars-Erde oder umgekehrt. Im Erdorbit kommen von der Sonne noch 1400W/m² an, auf Marshöhe sind es noch knapp 600W/m². Ich wage nicht, mir die Ausmaße des gigantischen Riesenpaddels vorzustellen, das genügend Saft liefert, um z.B. 100t Nutzlast mit dieser dV auszustatten, selbst wenn wir mal großzügig 99% Wirkungsgrad annehmen.

Aber wie gesagt, automatische Frachter bekommen halt einen schwächeren, billigeren Antrieb mit eigenem Brennstoff verpasst, dann passt die Brille. ;)

Was Kampfschiffe angeht, jetzt könnte es interessant werden:
Erstmal vorneweg, das mit den "monatelangen Gefechten" halte ich für extrem unwahrscheinlich; um gegnerischem Beschuss auszuweichen, braucht man jede Menge Schub, und Schub frisst massig Treibstoff, und sobald ein Schiff unter eine bestimmte Rest-dV fällt, hat es verloren. Es ist rechnerisch unmöglich, soviel Treibstoff mitzuführen, um monatelang mit High-G Manövern gegnerischem Laserbeschuss auszuweichen (und was anderes als Laser ist bei mehreren Lichtsekunden Distanz sinnlos).

Aber jetzt was Anderes: ich habe soeben beschlossen, dass interstellares Militär zum Zeitpunkt des Settings gar keine große Rolle spielen kann. Mehr so im Rahmen von Sicherheitskräften für Polizeiaufgaben, zur Piratenabwehr und ähnliches. Machen wir mal eine Fallunterscheidung:

I) Erde ist politisch geeint (unwahrscheinlich) --> es besteht überhaupt kein Bedarf für ein echtes Militär. Frühestens, wenn es zum Unabhängigkeitskrieg einer Kolonie kommt, gibt es Bedarf. Dafür werden aber nicht auf Verdacht Unmengen an Ressourcen in den Bau riesengroßer Schlachtschiffe gepumpt. Es wird also nur relativ leicht bewaffnete Sicherheitskräfte geben, die dann in diesem etwaigen Krieg zweckentfremdet werden.

II) es gibt weiterhin Nationen/Bündnisse auf der Erde (wahrscheinlich) --> es wird keine Raumschlachten geben. Im Kriegsfall würde  sich kein Beteiligter lange damit aufhalten, riesengroße Schlachtschiffe quer durchs Sonnensystem zu schicken. Bedrohungen im All würden von landgestützten Lasern bekämpft werden, die dank besserer Kühlung wesentlich leistungsfähiger sein können als jegliches weltallgestützte System. Mit den gleichen Lasern ließen sich nebenbei auch Interkontinentalraketen etc. abschießen. Tatsächlich müssten die beteiligten Staaten es wohl auf ganz altmodische Weise mit konventionellen Truppen auf dem Boden ausfechten.
Ich habe auch kurz darüber sinniert, ob Kriegsschiffe zur Rohstoffsicherung bzw Blockade eingesetzt werden könnten, aber nein: jeglicher Ressourcennachschub für eine Partei kann wiederum von der anderen Partei vom Boden aus abgeschossen werden. Im Kriegsfall ist also automatisch der ganze Planet vom Nachschub abgeschnitten.

Die einzige realistische Kriegsgefahr ist also ein kolonialer Aufstand. Da es nach meinen Überlegungen zum Settingstart seit ca. 200 Jahren extrasolare Kolonisation geben soll, ist es da auch vielleicht genau die richtige Zeit für. Und nehmen wir mal an, die Erde/Mutternation will das nicht ohne Weiteres akzeptieren. Es kann trotzdem keine Kriegspartei auf bestehende Kriegsflotten zurückgreifen, sondern alle müssen die vorhandenen Schiffe aufrüsten, so gut es eben geht und die Dienste von unabhängigen Weltraumfahrern anwerben. Ein neues Freibeuterzeitalter.
Ist doch auch viel lustiger so. ^^

Funktionalist:
@Sonnensegel

ich meine schon richtige Segel, die durch "Sonnenwind aufgebläht werden" ;D
Das ganze würde es ermöglichen, Container richtung Sonne abzubremsen, ohne Treibstoff zu verbrauchen und selbige im INterplanetaren Raum zu beschleunigen (man hat ja Zeit). und wenn es schneller gehen soll richtet man einen Partikelstrahl auf des Segel und erberträgt so Moment.

@Energieversorgung
Sehr lange Gefechte wären natürlich auf Nachschub angewiesen, der allerdings "auf schleichfahrt" hergebommt werden könnte, in Form von Partikelstrahlen/Laser Energie übermittelt, oder durtch das Verbrennen einzelner Module(Könnte doch eine Möglichkeit sein, sich Masse zu holen, die man zum Beschleunigen wegwerfen kann). Was auch funktioniert ist, dass sich Module wie in einem Tanz mit Seilen verbinden, sich voneinander abstoßen etc...hierfür bräuchte man dann nur noch Energie und keine Masse, die einfacher zu übertragen ist...
Die Energieversorgung könnte einem helfen, die gengerischen Schiffe zu orten, weshalb sofort "nebekwolken" losgeschickt werden, um die Strahlen sichtbar zumachen....Für diese Wolken kann man dann auch direkt aggressive Nanobots nehmen, die eine bestimmte Zeit aktiv sind... sodass ein Schiff, das durchfliegt infiziert ist und sich langsam zersetzt...


@freibeuterzeitalter
Es ist ja kaum möglich ein Schiff zu entern. dafür muss man extrem wendig sein und extrem beschleunigen können, um die gigantischen Entfernungn zu überbrücken.
Alle üblen Aktionen müssten dann in Stationsnähe passieren, wo sich auch locker ein großer Laser befinden kann.


Was den Bodenkrieg angeht, kann man davon ausgehen, dass jede Partei die Möglichkeit hat, jede andere sofort zu vernichten, allerdings nicht ohne Gegenschlag....wie im Kalten Krieg.
Memetische Kriegsführung hieße dann das Zauberwort.Informationskriege, die um Überzeugungen kämpfen Misstrauen sähen...
das ist aber nicht so spannend.

vielleicht kann man ja die Verteidung gegen Naniten und Biowaffen sehr hoch ansetzen (Angelnets=mit Naniten durchsättigte Luft, die Stürze bremsen, Keime kontrollieren...).
das hätte zur Folge, dass je nach Stärke des Angelnets Luftkämpfe unmöglich werden/sehr energieaufwändig sind und Bodentruppen immer einen eigenen Angelnetprojektor dabei haben müssen, und somit nur eine sehr begrenzte Zeitaktiv sein können.
das ist echt strange....

Eulenspiegel:

--- Zitat von: Destruktive_Kritik am 10.07.2008 | 11:40 ---Es ist ja kaum möglich ein Schiff zu entern. dafür muss man extrem wendig sein und extrem beschleunigen können, um die gigantischen Entfernungn zu überbrücken.
--- Ende Zitat ---
1) Man muss nur den Antrieb des Gegners zerstören. Anschließend kann man ihn ganz leicht entern.
Alternativ kann man sie auch auffordern: "Entweder ihr lasst euch entern, oder wir zerstören euch."

2) Gerade Frachtschiffe können zwar mit 1 g nach vorne beschleunigen, besitzen aber nicht sehr viel Manövrierfähigkeit, um abzubremsen oder zur Seite auszuweichen.


--- Zitat ---Alle üblen Aktionen müssten dann in Stationsnähe passieren, wo sich auch locker ein großer Laser befinden kann.
--- Ende Zitat ---
Stationen können sehr schwer ausweichen: Da kann man einfach ein zwei riesige Kometen beschleunigen und auf die Station zufliegen lassen.


--- Zitat ---Was den Bodenkrieg angeht, kann man davon ausgehen, dass jede Partei die Möglichkeit hat, jede andere sofort zu vernichten, allerdings nicht ohne Gegenschlag....wie im Kalten Krieg.
Memetische Kriegsführung hieße dann das Zauberwort.Informationskriege, die um Überzeugungen kämpfen Misstrauen sähen...
das ist aber nicht so spannend.
--- Ende Zitat ---
Der Kalte Krieg war Ursprung sehr vieler spannender Agententhriller Marke "James Bond". Wie realistisch diese Agentenhriller sind, sei mal dahingestellt. Aber ich konnte mir auch durchaus ähnliche Abenteuer in der fernen Zukunft vorstellen.

Alternativ könnte es natürlich auch sein, dass die Raketenabwehrsysteme perfektioniert wurden und man nahezu 100% aller (Inter)-Kontinentalraketen abschießen kann.

Oder man führt Stellvertreterkriege: Im Kalten Krieg haben sich die Russen und Amis zum Beispiel in Vietnam auch die Köpfe blutig geschlagen, ohne Nuklearraketen zu verwenden.

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