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[SF: Redshift] Schiffsdesign und Technologie

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Funktionalist:
Auch raketen können den Laser überlasten...wo ist das Problem?

Ob man nun den Meteoriten schmeißt, oder viele kleine Brock en kann etwas ausmachen, wenn zum Beispiel der Laser ein riesiger (50m DUrchmesser) Antischiffslaser ist und man ihn mit mit Autogroßen Brocken beschmeißt und so ein Großteil der Energie je Brocken verpufft, während die gleiche Masse als riesenklumpen den gesamten Strahl aufnehmen müsste...

vielleicht geht diese Rechnung aber auch nicht auf....

Eulenspiegel:
Klar können ganz viele Raketen einen Laser überlasten.
Die Frage ist bloß:
1) Kann ein Raumschiff (oder von mir aus auch eine Raumschifflotte) genügend Raketen mitnehmen, um die Laser zu überlasten?
(Man bedenke, auf einem Raumschiff kann man mit viel Mühe vielleicht 100 Raketen unterbringen. - Es ist dagegen wesentlich einfacher, auf dem Planten 100 Laser unterzubringen.)

2) Ist es wirklich effektiver, wenn das Raumschiff mit Raketen anstatt mit Lasern schießt? (Ich kann entweder 50 Laser oder 50 Raketen auf dem Gegner abfeuern. - Von den 50 Raketen kommt vielleicht 1 Rakete an. Von den 50 Laser treffen vielleicht 40 das Ziel.)

Quaint:
Es gibt ja auch noch interessante Mischformen, z.B. nuklear gepumpte Lasersprengköpfe.
Die so ausgestatteten Raketen (braucht wohl einen größeren Schwarm) fliegen dann einfach in Richtung Planet.
Der Planet wiederrum brauch relativ heftige Laser um trotz Atmosphäre die Dinger abzuschießen. Sobald er damit anfängt merken sich die Raketen wo die Abwehrlaser sitzen und BAM!
Da so eine 100m Linse meiner Meinung nach auch relativ fragil ist, brauchs ja dann auch keinen direkten Treffer um sie auszuschalten (und AFAIK sind diese Nuklearlaser relativ heftig)
Ein krass befestigter Planet mit hunderten oder tausenden 100m Abwehrlaser ist damit wohl nur unter extremsten Anstrengungen zu knacken, aber bei nem Kolonieplaneten der 2 bis 4 davon hat könnte man mit wenigen hundert Raketen hinkommen.
Und so eine Rakete muss ja nicht groß sein - mit 10kg kommt man hin für den Sprengkopf und dann nochmal 30kg für die Restrakete. Verschießen dann zunächst mit Massebeschleuniger. Kann man auf 100t Stauraum (was ich bei nem ordentlichen Kriegsschiff für realistisch halte) locker 2500 Raketen mitführen.
Ich weiß ja jetzt nicht wie häufig so ein Abwehrlaser schießen können soll und wie schnell der neue Ziele erfasst und wie gut die Sensoren sind bzw. wann die Stealthraketen entdecken.

Letzten Endes muss man aber auch überlegen was man haben will: Bisher sehe ich langweilige Laserfunzeleien als Raumkämpfe und absolut unmögliche planetare Angriffe... Hurray, das scheint ja spannend zu werden...

Feuersänger:

--- Zitat von: Destruktive_Kritik am 22.07.2008 | 14:14 ---Man schießt 500GEschosse und 10000Ballons ab, die man äußerlich nicht unterscheiden kann, dafür wiegt das Ganze dann nur so viel wie 600 geschosse...
--- Ende Zitat ---

Wieso sollte man ständig beschleunigende Raketen nicht von antriebslosen Täuschkörpern unterscheiden können?


--- Zitat ---Die Geschosse könnten mit SUperbrechenden material umhüllt sein, das einen neg. Brechungsindex hat und so fast unsichtbar sein....(kein REaktor=keine Wärme)
--- Ende Zitat ---

Ich bin mir nicht sicher, ob du die richtige Vorstellung vom Effekt negativer Brechzahlen hast. Tatsache ist, Stoffe mit negativer Brechzahl werden bereits entwickelt und dürften in 500 Jahren gängige Praxis sein. Aber ihr Einsatzbereich ist laut Wikipedia in hochauflösenden Optiken zu suchen. Von Tarnkappentechnologie ist da nirgends die Rede. Das Militär ist bekanntlich an jeder neuen Technologie interessiert, wenn eine potentielle militärische Verwendung auch nur entfernt vorstellbar erscheint; daher denke ich nicht, dass hier wirklich das eine mit dem anderen zu tun hat.
"I don't think it means what you think it means."


--- Zitat von: Tobias D. am 22.07.2008 | 14:29 ---Oder man schmeißt gleich den Meteoriten.
--- Ende Zitat ---

1. Wir reden immer noch vom Szenario "Mutterland will rebellischer Kolonie den Kopf waschen". Warum sollten sie versuchen, den Planeten zu slaggen? Wenn der Asteorid durchkommt, wird er die Zerstörungskraft mehrerer Zar-Bomben in unmittelbarer Nähe des kolonialen Zentrums freisetzen. Mit anderen Worten, die Kolonie wäre geschmolzene Schlacke, alle Einwohner tot, Restwert Null. Warum in aller Welt sollte irgendjemand seinen eigenen Kolonisten dieses antun wollen?

2. Wenn tatsächlich ernsthafte Slagging-Absichten bestehen sollten (was ich mir im I-War nicht vorstellen kann), wird der Asteroid auch nicht unaufhaltsam sein; es wäre höchstens kein guter Plan, ihn mit dem Laser verdampfen zu wollen.
Das Trumm wird aufgrund seiner Masse nicht besonders schnell sein. Ob die Angreifer ihn nun "anschubsen" (Impuls) oder einen Antrieb dranbasteln, seine Höchstgeschwindigkeit wird ziemlich niedrig sein. Zeit für ein, wenn auch gewagtes, Rettungsunternehmen: unter dem Feuerschutz des Planetarlasers fliegt ein Rebellenschiff den Asteroiden an. Hat dieser einen eigenen Antrieb, muss man nur den Asteroiden um ein paar Grad drehen, und der eigene Antrieb wird ihn am Planeten vorbeischießen. Hat er lediglich einen Impuls auf den Weg bekommen, müssen die Verteidiger einen Antrieb Lotrecht zur Flugrichtung anbauen.
Das ist zwar riskant, weil die Angreifer versuchen könnten, die Verteidiger davon abzuhalten, aber dazu müssen sie sich auch in die Reichweite der Dicken Berta begeben.


--- Zitat von: EliasvY am 22.07.2008 | 14:34 ---Mhmm, erstmal die Terminologie (Ja, etwas Klugscheißerisch): Raketen sind ungelenkt, Flugkörper hingegen sind "Raketen" mit eigener Lenkung. (Wurde uns damals so vom Flugkörpermeister erklärt)

--- Ende Zitat ---

Ach weisste, ehrlich gesagt ist es mir scheissegal, welche willkürlichen Phantasiebegriffe die Beamtenterminologie der Bundeswehr da unterscheidet. Es heisst auch "Gefechtsfeldbeleuchtung Mehrstern rot" und wir haben trotzdem "Leuchtrakete" gesagt. Und erst recht ist es mir in Hinblick auf die Entwicklung in 500 Jahren egal. Raketen klingt cooler und damit basta.  :P


--- Zitat ---Autogroßen Brocken
--- Ende Zitat ---

Über Autogroße Brocken würde ich mir gar keine Gedanken machen, die verglühen ohne jedes menschliche Zutun von alleine beim Eintritt. Ein echter geplanter Brocken-Angriff müsste die Größe des Asteroiden so wählen, dass er _nach_ Laserschuss _und_ Eintritt noch genau soviel Energie hat, um die Waffen zu vernichten aber die Siedlung stehen zu lassen. Da kommen zu viele Unwägbarkeiten zusammen.


--- Zitat von: Eulenspiegel am 22.07.2008 | 15:53 ---(Man bedenke, auf einem Raumschiff kann man mit viel Mühe vielleicht 100 Raketen unterbringen. - Es ist dagegen wesentlich einfacher, auf dem Planten 100 Laser unterzubringen.)
--- Ende Zitat ---

Richtig. (Natürlich müssen aber die Laser auch erstmal installiert werden)


--- Zitat ---2) Ist es wirklich effektiver, wenn das Raumschiff mit Raketen anstatt mit Lasern schießt? (Ich kann entweder 50 Laser oder 50 Raketen auf dem Gegner abfeuern.
--- Ende Zitat ---

Das Hauptargument für die Raketentaktik ist, dass man diese außerhalb der Laserreichweite abfeuern würde, sodass der Abwehrlaser der Angriffsflotte nichts tun kann. Ab da zählt dann das Prinzip Hoffnung, dass von den 50 Raketen wenigstens eine durchkommt.
Ein Angriff mit Lasern - also von Raumschiffen gegen die Planetenoberfläche - ist dagegen reichlich hoffnungslos:
* Planetare Laser lassen sich relativ gut tarnen, während Raumschiffe überhaupt nicht getarnt werden können.
* Planetare Laser haben keine Hitzeprobleme, während Raumschiffe nur so lange schießen können, wie ihre Heatsink erlaubt.
* Planetare Laser können fast beliebig groß gebaut werden, während das bei Bordwaffen wesentlich schwieriger ist. Größere Laser haben größere Reichweite, sie können also die Angreifer auseinandernehmen, bevor diese überhaupt den ersten Schuss abgegeben können.


--- Zitat von: Quaint ---Letzten Endes muss man aber auch überlegen was man haben will: Bisher sehe ich langweilige Laserfunzeleien als Raumkämpfe und absolut unmögliche planetare Angriffe... Hurray, das scheint ja spannend zu werden...
--- Ende Zitat ---

Was fändest du denn spannend? Wenn immer bereits der erste Angriff unaufhaltsam wäre und die absolute Vernichtung des Gegners garantieren würde? Das fände ich nicht nur unspannend, sondern unspielbar.
Die Balance, die ich versuche zu erzielen, beinhaltet:
* dass kämpfende Raumschiffe relativ nahe aneinander ran müssen, um vernünftig zu treffen und Schaden zu machen, und nicht ein einziger Puls auf 3 Lichtsekunden das Opfer verdampft.
* dass planetare Invasionen mit viel List und Tücke durchgeführt werden müssen, ohne dass es dafür ein Patentrezept gibt, und nicht einfach ein großer Stein auf den Planeten fallen gelassen wird, der alles in geschmolzene Lava verwandelt.

Nu ma Butter bei die Fische, wie hättest du es denn gerne?

Quaint:
Also ich hätte im Krieg gerne richtigen Krieg, wie man das vielleicht auch von der Erde kennt. Kein: 2 Abwehrlaser und die gesamte terrestrische Flotte hat nichtmehr den Hauch einer Chance uns anzugreifen.
Das wär ja so, als hätte eine fette Kanone an der Normandie gereicht um die Alliierten abzuwehren. Sicher können Abwehrlaser ne tolle Sache sein, aber so absolut mißfällt mir.

Und Superlaser-Weltraumschlachten auf absurde Distanzen sind auch nicht mein Ding. Zumal da die interessanten Sachen quasi komplett von nem ordentlich programmierten Gefechtscomputer gemacht werden.
Lieber Abwehrmaßnahmen die auch was bringen (z.B. Sandcaster oder Schilde oder wasweißich) und Gefechte mit ein wenig mehr Dynamik. Kleine Jäger die Dogfighten und versuchen an die großen Pötte ranzukommen um Nuklearwaffen anzubringen. Abwehrdrohnensysteme. Dicke Pötte mit fetten Breitseiten. Raketenschwärme. Stealthraumschiffe mit Nahkampf-Überfall-Plasmakanonen. Fregatten die (fast) nur mit Abwehrwaffen bestückt sind um dem fetten Trägerschiff den Rücken frei zu halten. Keine Ahnung, jedenfalls auch etwas mit mehr Vielfalt als: Raumschiff + Laser = automatisierte Gefechte auf 1 Mio+ km Distanz
Und beim Bodenkampf dann eben auch etwas mehr als: Landetruppen werden verdampft. Ende der Geschichte.
Fette Panzer mit Mörder-Massebeschleunigern. Mechgerüstete Truppen. Kommandoeinsätze um z.B. tolle Abwehrlaser auszuschalten. Heroisch-aufopferungsvolle Landungen bei (teilweise) intakter Planetenverteidigung mit vielen Verlusten aber einer Chance auf Erfolg. Krieg unter Einsatz taktischer Atomwaffen und ABC-Sicherer (Mech)Infanterie.

Sowas in der Art.
Mag nicht toll realistisch sein, aber wenn man besonders realistisch ist machts auch irgendwie keinen Spaß finde ich.

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