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[SF: Redshift] Schiffsdesign und Technologie

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MadMalik:
Wenn die Boote und Flugis Interkontinentalraketen tragen, braucht man sie nicht Richtung Feind zu schicken. Sie bewegen sich nur um ihren Standort möglichst diffus zu halten. Die Raketen selbst haben ja interkontinentale Reichweite.  ::)

Als Verteidiger, besonders wenn es nur einen bewohnten Planeten gibt, wäre mir immernoch eine stationierte Flotte im Orbit. Diese muss dann nicht dem Angreifer hinterherjagen, sondern kann ihm entgegenfliegen. Die eigenen Waffen haben dann eine bessere Chance den Feind abzufangen. Besonders wenn die angreifenden Schiffe auf Geschindigkeit ausgelegt sind. Ein paar defensive Nuklearschläge in Fächerform um die Flotte dann etwas aufzubrechen. Das sollte auch die Nägelchen aus der stabilen Flugbahn werfen. Und alle sind glücklich. Nur so als Idee.

Eulenspiegel:

--- Zitat von: Camouflage am 28.07.2008 | 18:17 ---Gasförmig breitet sich das Geschoß nämlich durch den Druckausgleich und thermische Bewegung in alle Richtungen aus.
--- Ende Zitat ---
Das kommt auf die Relativbewegung der einzelnen Gasteilchen an.
Bei festen und flüssigen Stoffen werden die Atome zusammengehalten, auch wenn sie eigentlich in verschiedene Richtungen fliegen wollen.
Bei einem Gas fliegt jedes Atom in seine Richtung, ohne auf die anderen Atome Rücksicht zu nehmen.
Es ist also die Frage, in welche Richtung die einzelnen Atome fliegen.


--- Zitat ---Wenn man die Theorien hier so ließt, dann fragt man sich, warum wir nicht schon längst vom Sonnenwind perforiert oder den unzähligen Explosionen von Tonnen von kosmischer Materie in der oberen Atmosphäre in Stücke gerissen wurden...
--- Ende Zitat ---
1) Der Sonnenwind ist elektrisch geladen. Daher wird er auch an der Ionosphäre abgelenkt.
Daher ist das Magnetfeld der Erde auch so wichtig: Ohne Magnetfeld der Erde, könnte die Ionosphäre uns nicht so gut vor den schnellen Sonnenwinden schützen.

Aber die Railgeschosse sind ja nicht ionisiert. Die Ionosphäre und das Magnetfeld der Erde lenken diese Geschosse also nicht ab.

2) Der stärkste Tornado hatte Windgeschwindigkeiten von 500 km/h. Das entspricht 0,14 km/s.
Jetzt stell dir bitte einen Wind vor, der zehntausendmal so schnell ist, wie der stärkste Tornado. Das ist nämlich das verdampfte Nagelgeschoss.


--- Zitat von: Lt. Niceyard, M. am 28.07.2008 | 18:39 ---Deine Idee beinhaltet aber leider gar nicht, dass das Sprungtor verteidigt wird. 1 - 10 Mio km sind jetzt nicht wirklich die große Späre für diese Technologie.
--- Ende Zitat ---
1) Doch, natürlich wird sie verteidigt. Deswegen werden ja auch erst die Drohnen  vorgeschickt, um den Großteil des Raketenarsenals auf sich zu ziehen.
Und nachdem die die Hauptangriffsflotte den Punkt erreicht, startet sie ja auch mit Maximalgeschwindigkeit durch und fliegt sofort Ausweichkurse.

2) Ich halte 1 Mio km bis 10 Mio km Durchmesser Schon für extrem groß. Das entspricht immerhin die dreifache bis 26fache Entfernung Erde-Mond.
Aber falls dies zu klein ist, kann man die Sphäre sicherlich auch auf 100 Mio km bis 2 AE ausweiten. (Aber ich halte die momentane Größe für vollkommen ausreichend.)


--- Zitat ---Du sprichst von Verteidiger im Nacken ala StarWars. Für wie blöd hältst Du die Verteidiger? Die werden nicht hinter dem Sprungtor rumdümpeln sondern zwischen dem System und dem Sprungtor.
--- Ende Zitat ---
Was sollen sie denn dort machen?
Das wäre nicht sehr intelligent vom Verteidiger:
Bis der Angreifer dann endlich ihre Position erreicht hat, haben sie bereits eine hohe Relativgeschwindigkeit. Außerdem haben  die Verteidiger so wertvolle Zeit verloren, die sie zum Abfangen hätten nutzen können.

Der effektivste Ort, um Angreifer abzuwehren ist nunmal in der Nähe des Sprungpunktes und nicht irgendwo zwischen Sprungpunkt und Kolonie. (Vor allem, da man nie weiß, ob der Angreifer die Kolonie angreift oder einen Asteroidenbasis oder eine Abbaumine oder eine Luftkuppel auf einem anderen Planeten.)

Also: Sollten die Verteidiger nicht am Sprungpunkt, sondern zwischen Sprungpunkt und Planet auf mich warten, würde ich mich als Angreifer riesig freuen.


--- Zitat ---Und das Setting ist auch gar nicht wie StarWars, wo Jäger herumkurven und per Hand mit dem Laser schießen.
--- Ende Zitat ---
Das habe ich auch nie gesagt. Ich sagte, die einen fliegen auf den Planeten zu und die anderen versuchen das zu verhindern. Und weil ein bild nunmal mehr als tausend Worte sagt, habe ich geschrieben, dass das halt so ähnlich ist wie bei Star Wars Episode IV.

Falls du mit diesem Bild nichts anfangen kannst, vergiss das Bild einfach und orientiere dich an dem Text, den ich geschrieben habe. Aber es gibt nunmal viele Leute, die eher visuell wahrnehmen und denen dieses Bild mehr sagt, als eine umständliche Textbeschreibung der Sachen. (Und dass zumindest die Bomber in dem Setting keine ein Mann Raumgleiter sind, sondern ein großer Pott, muss ich wohl nicht extra erwähnen. (Das folgt irgendwie implizit aus der späteren Aussage, dass die Bomber Landetruppen absetzen.))
Und ob die Jäger selber lieber klein und wendig oder groß und schwer gepanzert sind, ist für das Prinzip erstmal egal. Das darf sich dann der General vor Ort überlegen, welche Schiffe er einsetzt. (Bzw. wenn ich in dem Setting mal einen General spiele, werde ich es mir zu diesem Zeitpunkt überlegen. Hier ging es ja nur um die grobe Idee.)


--- Zitat ---Das ist ein böses wissenschaftliches Setting mit zielsuchenden Raketen.
--- Ende Zitat ---
Zielsuchende Raketen gab es auch bei StarWars. (Disclaimer: Ich will damit NICHT sagen, dass dieses Setting wie StarWars ist. - Ich will nur sagen, dass es in beiden Settings zielsuchende Raketen gibt. - Nicht mehr und nicht weniger.)


--- Zitat ---Wer auch immer da ankommt muss eine Orgel aus automatischem Abwehrfeuer aushalten.
--- Ende Zitat ---
Ja, und der Verteidiger muss eine Orgel aus automatischen Angriffsfeuer aushalten.


--- Zitat ---Und das sind spott billige Raketen-Drohnen und Lasergeschütze, nicht welche mit einem eigenen FTL-Antrieb, die die Angreifer stellen müssen. Wie billig denkst Du ist so ein FTL-Antrieb und wie billig denkst Du ist es eine Drohne quer durchs Universum zu schicken?
--- Ende Zitat ---
Keine Ahnung, wie teuer ein FTL Antrieb ist. Ich denke aber nicht, dass ein FTL-Antrieb teurer als 3-4 Raketen ist.


--- Zitat ---So ein Sprungtor kann mit einem wirksameren Minengürtel versehen werden.
--- Ende Zitat ---
Und deswegen schicke ich auch erstmal Drohnen und eigene Minen durch das Sprungtor, damit der Großteil des gegnerischen Feldes erstmal ausgeschaltet wird.


--- Zitat ---Sorry, Dein Szenario wirkt nicht im mindesten überzeugend, weil Du Dir nicht ausreichend Gedanken gemacht hast, dass ein militärisch verteidigtes Sprungtor eine Todesfalle ist.
--- Ende Zitat ---
Nein. Ein Sprungtor ist ein Nadelöhr, aber keine Todesfalle.
Klar wird der Verteidigers eine Verteidigung auf die Nadelöhre forcieren. Das ändert aber nichts daran, dass es keine Todesfallen sind. (Sieh es wie den Sturm auf die Normandie: Dort hatten die Deutschen die Verteidigung auch entlang der Küstenlinie forciert und es sind viele Amis gestorben. Aber letztendlich haben sie den Strand doch noch eingenommen. - Und hier hatten die Deutschen den Vorteil, dass sie sich verschanzen konnten. Das ist im Weltraum nicht möglich.)

Wieviele AE Durchmesser müsste denn deiner Meinung nach ein Sprungpunkt haben, damit er nicht zur Todessfalle wird?


--- Zitat ---Das ganze Kriegsdingens ist ja aber auch gar nicht das eigentliche Thema, sondern die Freiheit der Spieler.
--- Ende Zitat ---
Sorry, ich habe nur eine Frage beantwortet.


--- Zitat ---Die Spieler sind ja Händler, Kolonisten, Piraten oder Forscher, die von einem freieren FTL-Bewegungssystem profitieren würden.
Bei einem Sprungtor-Prinzip gibt es keine Wahl und kein Geheimnis für die Spieler.
--- Ende Zitat ---
Was meinst du damit?
1) Man muss kein Sprungtor benutzen. Auch innerhalb eines Systems gibt es genug Action. (Siehe z.B. Firefly)
2) Ja, wenn man sich als Schmuggler verdient, muss man damit rechnen, dass ein Kontrolleur an Bord kommt und das Schiff durchsucht. - Dann muss man als Schmuggler seine Waren halt gut versteckt haben.


--- Zitat ---Ich finde das eher lahm, aber ich werde jetzt aufhören etwas dazu zu sagen. Wer an diesem Punkt immer noch anderer Meinung ist, soll sich halt mal für die andere Sache ein paar coole Stories überlegen, denn die haben wir immer noch nicht so wirklich.
--- Ende Zitat ---
Dann erzähle doch mal eine coole Story, die mit deiner Form des FTLs funktioniert, aber mit der Sphäre nicht.

Eulenspiegel:
Also die genau Größe ist nicht so wichtig. Vielleicht kommt nachher ncoh eine 0 dazu oder es wird eine Null weggenommen. Es sollten aber auf alle Fälle folgendes erfüllt sein:

1) Schmuggel ist nicht ganz so einfach. (Am einfachsten ist es wohl, die Waren an Bord so zu verstecken, dass der Kontrolleur sie nicht findet.)

2) Der Verteidiger hat einen Vorteil. Prinzipiell soll es Angreifern möglich sein, auch eine gegnerische Kolonie zu erobern. Dies sollte ihm aber nur möglich sein, wenn er eindeutig überlegen ist. - Bei einem Kräftegleichgewicht sollte der Verteidiger gewinnen.

Motivation dahinter ist halt, dass man dieses bedrückende Gefühl des Kalten Krieges vermeiden will. (Die Großmächte können sich schon spinnefeind sein. - Aber prinzipiell sollte eine Verteidigung halt erfolgversprechender sein, als ein Gegenangriff.)

3) Die Entfernung zwischen den einzelnen Systemen soll fühlbar sein.
Konflikte sind daher auch meistens nur "lokal", das heißt, auf ein System beschränkt.

Punkt 2) ist dabei wohl der Hauptgrund:
Wenn man dem Angreifer erlaubt, an einem beliebigen Punkt innerhalb der 10 AE Entfernung zur Sonne rauszukommen, dann hat der Angreifer damit einen Vorteil. (Ich würde nicht von einem unüberwindbaren Vorteil sprechen. - Aber es ist eindeutig ein Vorteil.)

Wenn man dagegen eine Sphäre hat, ist der Verteidiger im Vorteil. Je größer die Sphäre ist, desto geringer ist der Vorteil des Verteidigers. Jetzt geht es halt darum, eine Größe zu finden, die dem Verteidiger einen Vorteil lässt, ohne die Sphäre jedoch zum unüberwindbaren Hindernis zu machen. (Und ich persönlich denke, ein Durchmesser mit ungefähr der zehnfachen Entfernung Erde-Mond ist da ein guter Kompromiss.)


--- Zitat ---Der dafür vorgesehene Atlantikwall war über 2.500 km lang. Wo ist da das Nadelöhr???
--- Ende Zitat ---
Die Termophylen waren eine Todesfalle. Der Atlantikwall mit 2.500 km Länge ist "nur" ein Nadelöhr.

Oder um es auf SF Verhältnisse umzusetzen:
Eine Sphäre mit 2.500 km Durchmesser ist eine Todesfalle.
Eine Sphäre mit 1 Mio km Durchmesser ist "nur" ein Nadelöhr.

Feuersänger:

--- Zitat von: Lt. Niceyard, M. am 28.07.2008 | 17:46 ---Fünf Minuten Krieg.
--- Ende Zitat ---

Mich erinnert dein Szenario ein bißchen an den Angriff der Zylonen in Battlestar Galactica. Wir erinnern uns ja, wie das ausgegangen ist.


--- Zitat ---Solche Dinge sehe ich in der Sprungtor-Idee leider nicht. Oder hab ich was übersehen? Schreib doch mal wie ein spannender Krieg durch Sprungtore aussehen könnte. Oder liegt in den Sprungtoren die Möglichkeit Kriege auf großem Niveau abzuschaffen? Ist das Dein Ziel? Und welchen Vorteil für die Story bietet das?
--- Ende Zitat ---

Okay, ich versuch mal, das Pferd von vorne aufzuzäumen.
Erstens: als wir ins Setting einsteigen, gibt es noch keine nennenswerten Raumstreitkräfte, keine kampfstarken Kriegsschiffe mit gewaltigen Railguns. Ein Großteil der Schiffe wird überhaupt nicht bewaffnet sein. Die typischen Schiffswaffen werden Laser sein, deren Power bei ca. 1% der Triebwerksleistung liegt. Stärkere Schiffslaser werden gar nicht hergestellt.
Die Systemsicherheit soll in erster Linie vor Naturgewalten (Asteroiden auf gefährlichen Flugbahnen) und vor einzelnen Kriminellen (Piraten etc.) schützen, und bei Unfällen eingreifen wie z.B. havarierte Robofrachter, die antriebslos auf ihr Ziel zurasen.
Dann kommt es irgendwann zum ersten Unabhängigkeitskrieg. Frachterkapitäne bekommen Kaperbriefe ausgestellt und werden zu Freibeutern, die im Auftrag ihrer gewählten Seite gegnerische Frachter aufbringen und sich deren Ladung aneignen wollen.
Dringt so ein Freibeuter in ein gegnerisches System ein, bekommt er es mit ein paar Schiffen der Systempatrouille zu tun, die die Sprungsphäre sichern sollen. Wenn er sich nicht einfach als harmloser Frachter ausgibt und unbehelligt ins Systeminnere vorstoßen kann.

Mit der Zeit eskaliert der Konflikt dann, aber es hält sich nach wie vor in Grenzen. Beide Seiten müssen immer noch mit den Schiffen auskommen, die sie haben. Jetzt versucht man vielleicht, die Infrastruktur des Gegners zu schädigen, indem man Angriffe auf Orbitalwerften oder dergleichen startet. Natürlich rüstet man gleichzeitig auch die Jumpsphere-Sicherheit auf, so gut man kann.

Bei einem großangelegten Angriff auf ein System - z.B. um die Fertigstellung eines neuen Schlachtschiffs zu verhindern - kundschaftet natürlich erst ein Schiff die Lage aus. Reinspringen, sich umsehen, und je nachdem ob es als Feind erkannt wird, sofort wieder Fersengeld geben, oder auch ein Ablenkungsmanöver starten.
Dann springen alle verfügbaren Kräfte gleichzeitig rein. Nun gibt es verschiedene mögliche Taktiken. Es könnte z.B. ein Teil der Flotte versuchen, die Verteidiger in Nahkämpfe zu verwickeln, während eine andere Abteilung - "Bomber" - den Durchbruch in Richtung Missionsziel versucht. Ein Teil der Verteidiger nimmt die Verfolgung auf. Es kommt zu einer Verfolgungsjagd mit ständigen Ausweichmanövern, während beide Seiten pokern, wer sich die höhere Beschleunigung leisten kann. Dabei müssen die Verfolger auch noch darauf achten, nicht in den viele Terawatt starken Abgasstrahl der Bomber zu geraten. Diese versuchen, die Jäger abzuschütteln. Sie verfügen in diesem Kriegsstadium noch nicht über leistungsfähige Railguns, müssen also ihren Kurs so fliegen, dass die Slugs nach dem Ausklinken von alleine ins Ziel finden.
So sieht dann der Kampf aus: die Jäger versuchen, die Bomber durch ständigen Beschuss daran zu hindern, auf den korrekten Zielvektor einzuschwenken (wenn sie die Bomber dabei abschießen, umso besser). Die Bomber versuchen, die Jäger durch höheren Schub abzuhängen. Wofern keine Seite die andere abschießt, gewinnt die Seite, die länger durchhält, also mehr Sprit hat.

Wie gesagt: sowohl Jäger als auch Bomber sind beides eigentlich ganz normale Raumschiffe, die im Rahmen des Möglichen umgerüstet wurden. Das bedeutet z.B. auch, dass die Radiatoren nicht besonders geschützt sein werden, der Rumpf nicht nennenswert gepanzert ist, und so weiter. Vielleicht werden schon nach kurzer Zeit die Kombattantenschiffe mit einer Silberschicht bedampft, um vor Laserbeschuss etwas geschützt zu sein.

Nach den ersten ein oder zwei I-Wars werden alle Seiten, Beteiligte und Beobachter, ihre Schlüsse aus dem Geschehenen ziehen und anfangen, entsprechend optimierte Schiffe zu bauen. Das sind dann die ersten echten Kriegsschiffe. Man experimentiert mit stärkeren Lasern, stärkeren Railguns, braucht dazu größere Radiatoren, die man gleichzeitig versucht robuster zu machen, und so weiter.

Ein Krieg der zweiten Generation sieht dann schon etwas anders aus. Die Jumpspheres werden stärker bewacht werden, und die Angreifer müssen mit größeren Kräften und in mehreren Wellen anrücken. Die erste Welle entspricht quasi der "Forlorn Hope", die bereits zuvor genannt wurde. Es ist aber dabei Burnside's Zeroth Law zu bedenken - Kämpfe Mensch gegen Mensch sind spannender als irgendwelche Computer Diese soll die Verteidigung schwächen und eine Bresche schlagen. Womöglich  Schlachten um Jumpspheres alleine können schon Tage dauern, in denen beide Seiten verzweifelt immer mehr Material an die Front werfen, verkrüppelte Schiffe abziehen und durch frische Kräfte ersetzen. Irgendwann muss eine der beiden Seiten aufgeben. Erringen die Angreifer den Sieg und somit die Kontrolle über die Jumpsphere, müssen die Verteidiger sich zurückziehen und neu formieren. Und so weiter.

So, bin jetzt während des Tippens aufgehalten worden, jetzt poste ich das erstmal und kümmer mich dann um die restlichen Beiträge.

Feuersänger:
Doppelpost, aber sonst komm ich ja gar nicht mehr hinterher.


--- Zitat von: Lt. Niceyard, M. am 28.07.2008 | 18:39 ---Deine Idee beinhaltet aber leider gar nicht, dass das Sprungtor verteidigt wird. 1 - 10 Mio km sind jetzt nicht wirklich die große Späre für diese Technologie.
--- Ende Zitat ---

Eigentlich schon. Nehmen wir mal 3 Millionen km (~geometrisches Mittel) an. Ankommende Schiffe stehen erstmal still (relativ zur Sphäre) und müssen dort rausbeschleunigen. Der Abwehrperimeter kann logischerweise erst außerhalb der Sphäre beginnen. Ankommende Schiffe sind also z.B. zufällig 1 Mio km von der Sphärengrenze entfernt. Verteidiger vor Ort werden auch still stehen (relativ zur Sphäre). Die Schiffe haben also 1 Mio km, um erstmal auf Touren zu kommen. Das ist ein Haufen Holz. Ein Schiff, das mit 3 G rausbeschleunigt, braucht über 2 Stunden (8000s), um den Rand zu erreichen und hat zu diesem Zeitpunkt 240km/s drauf.

Das Gebiet mit Minen zu sichern, kannst du übrigens streichen. Selbst bei 1 Mio km Durchmesser besäße die Sphäre eine "Oberfläche" von 3 Billionen km². Da bräuchtest du eine Menge Minen (Milliarden!), und die Angreifer müssten nur ein paar davon abschießen, um zu entkommen.


--- Zitat von: Lt. Niceyard, M. am 28.07.2008 | 19:44 ---Ja ist schon nicht klein, aber was ist denn ausreichend? Ausreichend für was? Warum sollte sie diese Größe haben?
--- Ende Zitat ---

Sie sollen eine Größe haben, die Neuankömmlingen etwas "Luft zum Atmen" verschafft, und Zeit sich zu sortieren und organisieren, ehe man mit etwaigen Wachhunden konfrontiert wird. Sie sollen so groß sein, dass sie nicht sofort nach dem Auftauchen geröstet werden können.
Das Ankunftsgebiet soll aber andererseits nicht so groß sein, dass die Verteidiger überhaupt keine realistische Möglichkeit haben - außer mit sauviel Glück - einen Angreifer (oder Piraten, Schmuggler oder sonstwas) überhaupt stellen zu können.


--- Zitat ---Ich bin jetzt halt immer noch nicht dahinter gekommen, was Feuersänger und Dich jetzt dazu treibt das genau so zu machen. Was ist der Mehrwert?
--- Ende Zitat ---

Ich weiß nicht, wie oft ich es schon erklärt habe und wie oft ich es noch erklären soll. oO
Der Mehrwert ist, dass es kein unaufhaltsames Gleichgewicht des Schreckens gibt, das Kriege entweder komplett unmöglich macht oder im Kriegsfalle unausweichlich in der kompletten Vernichtung beider Welten endet.
Der Mehrwert ist, dass es nur dann private Raumfahrt geben kann, wenn nicht jedes Schiff eine potentielle Weltvernichtungsmaschine ist. Denn wenn das der Fall ist, wird keine Regierung im ganzen Universum irgendwelchen Privatleuten solche Maschinen überlassen.


--- Zitat ---Wenn man reisen kann wohin man will, kann man z. B. innerhalb eines Systems herumreisen, um von einem äußeren Planeten schneller zum anderen äußeren zu kommen, ohne das ganze System durchfliegen zu müssen.
--- Ende Zitat ---

Und wo ist das dann besonders spannend, wenn man sich einfach ins Schiff setzt, auf einen Knopf drückt und am Ziel ist?
Eine normale interplanetare Reise dauert halt ein paar Tage - na und, man muss es ja nicht stundenweise ausspielen, sondern macht halt Scene Framing direkt bis zum Encounter. Aber es kann Encounter geben. Wenn jeder immer nur irgendwo bis kurz vor die Haustür springt, gibt es auch fast keinen Platz für Encounter. Außer eben direkt vor der Haustür.

Davon abgesehen:
Jumpspheres machen Schmuggel etwas riskant, ja. Aber im Fall des Falles muss der Zoll andocken und das Schiff durchsuchen, u _vielleicht_ etwas zu finden. Berufsrisiko. Meistens wird die Systempatrouille am Jumppoint sich wohl gar nicht groß mit ankommenden Frachtern aufhalten, und den Job den Behörden in den Zielhäfen überlassen. Und wenn ein Schmuggler doch mal auffliegt, muss er sich eben was einfallen lassen! Wilde Hatz, Fluchtsprung, Bestechung, sonstwas.
Analog für Piraten.

Beim Go-Anywhere FTL haben die Kriminellen dagegen überhaupt kein Risiko. Sie müssen bloß irgendwo an den Arsch des Systems springen, wo kein Patrouillenschiff hinkommt. Ist das spannend?


--- Zitat ---Bei kleinen FTL-Sphären bleibt eben kein Ankömmling unentdeckt.
--- Ende Zitat ---

Es bleibt so oder so kein Schiff unentdeckt.


--- Zitat ---Ein unkontrolleirtes FTL ist einfach eine gute Sache für die 'bösen' Jungs - egal was sie machen. Und Rollenspiele leben nunmal sehr stark von bösen Jungs. Manchmal sind die Spieler sogar welche.
--- Ende Zitat ---

Siehe oben: in einer Welt mit "freiem" FTL wird es dafür keine "freie" Raumfahrt geben. Jedes Schiff, das keinen Regierungstransponder trägt, stellt potentiell eine tödliche Gefahr für einen ganzen Planeten dar und wird entsprechend behandelt werden. Lies: sofortiger Angriff aller verfügbaren Kräfte. Shoot to kill.

Unsereiner darf heutzutage auch keinen Leo2 komplett mit Rheinmetall-Kanone besitzen und erst recht nicht durch die Gegend fahren. Erst recht keinen Jagdbomber mit Atomwaffen. Oder ICBMs. Das hat alles seinen Grund.
Ein einziges Torchship ist potentiell um Größenordnungen gefährlicher. Die einzige Chance auf private Raumfahrt besteht darin, dass _physikalische_ Bedingungen existieren, die den Torchships etwas von ihrem Schrecken nehmen.


--- Zitat ---Der dafür vorgesehene Atlantikwall war über 2.500 km lang. Wo ist da das Nadelöhr???
--- Ende Zitat ---

Am Strand. Der Ami konnte nicht einfach in Potsdam landen und von dort aus gemütlich nach Berlin spazieren.

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