Pen & Paper - Rollenspiel > Pen & Paper - Rollenspiel- & Weltenbau

[SF: Redshift] Schiffsdesign und Technologie

<< < (57/87) > >>

Chaos:

--- Zitat von: Tobias D. am 30.07.2008 | 13:38 ---Traveller macht das z.B. so. Vielleicht kannst du dir da ein paar Inspirationen holen.

--- Ende Zitat ---

Aber bei Traveller dauern alle Sprünge immer eine Woche. Was Feuersänger beschreibt, klingt eher nach Frontier: Elite 2.

@Feuersänger:

Mal so als Formelvorschläge in den Raum geworfen:

Maximale Sprungweite in Parsec ist ((Ma/Ms)*100)^0.5; "Ma" ist die Masse des Antriebs, "Ms" die Masse des Schiffs. Als ist die Sprungweite Wurzel aus dem Anteil der Antriebsmasse an der Schiffsmasse in Prozent. Mit einem Antrieb, der 25% der Schiffsmasse könnte man also 25^0,5 sprich 5 Parsec oder ca. 16,3 Lichtjahre weit springen.

Dauer des Sprungs in Stunden ist 200*(SW/MSW)^0,5; SW die Sprungweite, MSW die Maximale Sprungweite.


Als Alternative zu überlichtschnellen Sensoren könnte es irgendeine Möglichkeit geben, an einem Sprungpunkt zu messen, ob sich gerade ein Schiff "in der Leitung" befindet - eventuell auch, welche Gesamtmasse an Schiffen, oder welche Gesamtmasse an Antrieben. Dann hätte man zumindest eine gewisse Vorwarnung, ohne irgendwelche Details zu kennen.

Hr. Rabe:
Das ganze FTL Geraffel ist zwar eigendlich eine 'Setting' Frage (keine Tech Frage) aber egal...

Es kommt halt generel darauf an, wie FTL-Lastig man ein Setting gestalltet. Perry Rhodan nutzt die oberen Dimensionen ja extrem aus. Dort gibt es überlichtschnelle Waffen, Sensoren, etc. Schiffe können grundsätzlich von überall überall hin springen, etc.

Da ist das ganze aber auch konsequent zuende gedacht und es gibt lustige Kampfmaschienen, die Installationen über mehrere Zeitebenen hinweg bewachen können und all den ganzen Mist.

Wenn ich Feuersänger richtig verstehe, soll das sich bei diesem Setting ja eher auf das nötigste beschrenken. Also die stupide Ausnutzung einer Naturanomalie, ohne sie richtig zu verstehen. Und da kannst du viele Dinge (wie z.B. FTL-Sensoren, etc.) einfach mal abhacken.

Feuersänger:
Chaosens Ansatz ist schonmal ziemlich gut, so könnte das funktionieren; man kann ja die Konstanten noch etwas feinabstimmen.

Darüber hinaus könnte es noch verschiedene "Generationen" Antriebe geben, so wie die Technik ja schon zu unserer Zeit langsam aber stetig verbessert wird. Sodass z.B. Antrieb der 2. Generation die Sprungkonstante 80 schaffen, die 3. Generation schon 100 und die 4. Generation 130, oder so in der Art.

Bei Frontier war es ja so, dass es acht fixe Klassen gab, die alle in der gleichen Generation lagen, und für jeden Schiffstyp im Allgemeinen nur genau eine Klasse sinnvoll war (weil die nächstkleinere keine gute Reichweite ermöglichte und die nächstgrößere zuviel Platz wegnahm). Zusätzlich gab es noch militärische Antriebe, die bei gleicher Leistung wesentlich kompakter waren (iirc. ca 1/3 so groß), aber radioaktiven Abfall erzeugten.
Das will ich wohlgemerkt so nicht übernehmen, stattdessen lieber mit den Generationen arbeiten. Außerdem werden diese Antriebe vielleicht nur in bestimmten Größen hergestellt, man kann also nicht sagen "einmal FTL 23,37 Tonnen bitte" sondern muss sich z.B. zwischen 20t und 30t entscheiden.

Kleiner Gedanke am Rande:
Gerade in SF-Settings liest man ja gerne mal was von "militärischem Irgendwas", wenn etwas besonders Leistungsfähiges gemeint ist. Das ist eigentlich blanker Unsinn. In der Realität hinkt militärische Ausrüstung meistens und die meiste Zeit weit hinter dem technisch Machbaren her. Bis mal eine "neue" Technologie eingeführt wird, muss sie erstmal jahre- und jahrzehntelang entwickelt und getestet worden sein. Und viele Systeme werden im Schnitt so etwa alle 40 Jahre aktualisiert. Wenn dann kurz nach der Aktualisierung wieder was Neues rauskommt, ist das eben Pech für's Militär.


--- Zitat ---Wenn ich Feuersänger richtig verstehe, soll das sich bei diesem Setting ja eher auf das nötigste beschrenken. Also die stupide Ausnutzung einer Naturanomalie, ohne sie richtig zu verstehen. Und da kannst du viele Dinge (wie z.B. FTL-Sensoren, etc.) einfach mal abhacken.
--- Ende Zitat ---

Ja, so ungefähr kann man das ausdrücken.
Den Schaden auf die Realität minimieren.

Chaos:

--- Zitat von: Feuersänger am 30.07.2008 | 15:45 ---*snip*
Das will ich wohlgemerkt so nicht übernehmen, stattdessen lieber mit den Generationen arbeiten. Außerdem werden diese Antriebe vielleicht nur in bestimmten Größen hergestellt, man kann also nicht sagen "einmal FTL 23,37 Tonnen bitte" sondern muss sich z.B. zwischen 20t und 30t entscheiden.
--- Ende Zitat ---

Oder aber, fixe Prozentsätze der Schiffsmasse. Oder man muss eine ganzzahlige Anzahl Aggregate von jeweils X Tonnen einbauen.


--- Zitat ---Kleiner Gedanke am Rande:
Gerade in SF-Settings liest man ja gerne mal was von "militärischem Irgendwas", wenn etwas besonders Leistungsfähiges gemeint ist. Das ist eigentlich blanker Unsinn. In der Realität hinkt militärische Ausrüstung meistens und die meiste Zeit weit hinter dem technisch Machbaren her. Bis mal eine "neue" Technologie eingeführt wird, muss sie erstmal jahre- und jahrzehntelang entwickelt und getestet worden sein. Und viele Systeme werden im Schnitt so etwa alle 40 Jahre aktualisiert. Wenn dann kurz nach der Aktualisierung wieder was Neues rauskommt, ist das eben Pech für's Militär.
--- Ende Zitat ---

Meiner Erfahrung nach geht es mehr darum, dass das Militär ganz andere Anforderungen an Ausrüstung stellt. Das Material des Jäger-Rumpfs muss ganz andere Belastungen aushalten als das eines Passagierflugzeug-Rumpfs. Kriegsschiffe sind (selbst wenn man Panzerung außer acht lässt) wesentlich robuster gebaut als Zivilschiffe (abgesehen von etwa Eisbrechern). Und so weiter.

Bei David Webers "Honor Harrington" gibt es z.B. "zivile" und "militärtaugliche" Antriebe; letztere bringen ca. 2-3 mal so starke Beschleunigung und sind sind im FTL letztlich auch entsprechend schneller, dafür sind sie sehr viel teurer und haben eine deutlich kürzere Lebensdauer, sind also für Frachter nicht unbedingt wirtschaftlich. Kurierschiffe, Jachten und einige schnelle Passagierlinienschiffe haben zwar einen militärtauglichen Antrieb, die meisten Frachter aber nicht; umgekehrt sind beim Militär Versorgungsschiffe und Transporter oft mit zivilem Antrieb ausgestattet.

Feuersänger:
Wo wir schon dabei sind, frage ich mich gerade, in welcher Form Schiffe und Systeme überhaupt gehandelt werden. Genauer gefragt, wird zum Beispiel für jede Schiffshülle ("Spaceframe") der Antrieb etc. maßgeschneidert (und ist dementsprechend schlecht austauschbar), oder gibt es einfach eine Anzahl standardisierter Antriebe, die dann je nach Bedarf eingebaut werden können? Damit meine ich sowohl STL- als auch FTL-Antrieb.

Grundsätzlich soll es wie gesagt gerade im Antriebsbereich verschiedene Generationen geben. Neuere Generationen werden immer besser, kleiner, effizienter, stärker. Trotzdem bleiben auch die alten Generationen so lange im Einsatz wie möglich. Als ungefähre Hausnummer für die Größenordnungen bei Torchdrives (also STL) könnte man ansetzen:

Generation - Masse - Durchmesser - Leistung - P/W-Ratio - mDot/MN
2nd Gen: 80t - 24m - 5 TW - 1:16 - 0,14kg/s [älteste Gen im Einsatz]
3rd Gen: 40t - 12m - 10 TW - 1:4 - 0,07kg/s [Standard]
4th Gen: 20t - 6m - 20 TW - 1:1 - 0,035kg/s [neueste]

Beispielwerte pro Aggregat; in gewissem Rahmen skalierbar, meist mehrere Aggregate pro Schiff.
Die P/W-Ratio ist das Verhältnis von Leistung zu Triebwerksmasse und könnte auch als Anhaltspunkt für den Listenpreis dienen, d.h. ein brandneues 4th-Gen Aggregat dürfte ca. 16mal so teuer sein wie ein altes 2nd-Gen-Monstrum.
mDot/MN: wieviel Brenn- und Treibstoff für 1MN Schub benötigt wird. Dies skaliert wohlgemerkt nicht linear, da der Treibstoffverbrauch quadratisch zum Schub ansteigt.

Bei FTL sind die Verbesserungen pro Generation übrigens nicht so enorm, der Faktor dürfte hier eher ca. 1,2 statt 2 sein.

Navigation

[0] Themen-Index

[#] Nächste Seite

[*] Vorherige Sete

Zur normalen Ansicht wechseln