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[SF: Redshift] Schiffsdesign und Technologie
Feuersänger:
Im Prinzip ja, aber ich versuche eigentlich diesen Gittergerüst-Look zu vermeiden. Das macht optisch einfach nicht besonders viel her. Siehe zum Beispiel hier:
http://www.projectrho.com/rocket/realdesigns.php
Großteils ziemlich lame.
Die spanische Brücke da schaut aber sogar ganz nett aus.
Ansonsten: die Idee bei den Radiatorsegeln ist wie gesagt, dass dieses sie aufspannende Ding auch als Schutzhülle fungieren kann, wenn das Schiff z.B. unter Beschuss steht oder eine Trümmerwolke durchfliegen muss. Dann wird das Ding einfach an den Rumpf angeklappt, und das Segel faltet sich darinnen ein.
Diese hier gescannten Designs sind natürlich keine Kriegsschiffe, wie man z.B. an den relativ ungeschützen Tanks erkennen kann. Die massivste Baugruppe dürfte der Strahlenschutz des Antriebs sein, gefolgt vom frontalen Meteoritenschutz.
Funktionalist:
Ah, OK. Sind ja nur ästhetische Preferenzen.
Ich mag ja diesen Baustellenkranlook bei Raumschiffen pder auch den alten Stil von diFate mit seinen Spindeln und Scheiben.
Die Möglichkeit durch Planen und Blasen Aufenthaltsräume zu schaffen, wenn das Schiff gerade keinen Kräften ausgesetzt ist, könnte auch ein Designelement sein. Wie auf alten Segelschiffen das Segel genutzt wurde, um einen Swimmingpool zu bauen, so könnten Membranblasen (mit schwebenden Leckflicken) den Lebensraum vervielfachen und Koller vermeiden.
Das Schiff würde hier eine ähnliche Formveränderung durchlaufen, wie das Segelschiff, dass den Spinnaker hisst.
Tesegrity oder Origamifaltungen können hier genutzt werden, um kompakte, dann aber steife (manövrierbare) Volumen zu erzeugen.
http://www.flickr.com/photos/elelvis/sets/72157594523461154/detail/
Was ich bei den langweiligen Gitterentwürfen so drollig finde, ist dass diese so 2d daherkommen.
Sobald man nun etwas mehr dreh- und Rotationskräfte aufnehmen will, ist die Kranform nicht mehr die Ideale und etwas kompliziertere Formen werden nutzbarer.
Ich denke da an den Eiffelturmähnlichen Fuß des einen Schiffes oder auch an eine Schiffsversion hiervon:
Funktionalist:
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Reversible flächige Faltung
Spring into Action
ebenso wie diese Art der Konstruktion:
Hobermankuppel
Mit solchen Mechanismen lassen sich mit minimalem Motoreinsatz, das heißt mit vielen ersetzbaren und improvisierbaren Teilen, große Zeltstrukturen bauen.
SO könnte eine Treibphase oder Wohnphase eines Raumschiffes eine komplett andere Form haben, als die Verzögerungsphase.
Der Vorteil der Origamifaltungen ist ihre Unempfindlichkeit gegenüber Löchern in der Struktur, da die Flächen tragen. Knickstellen in den Falzen hingegen sind kritischer, destabilisieren aber nicht.
Feuersänger:
Ah ich kapiere was du meinst. Das Raumschiff ändert seine Form je nach Bedarf. Das ist schon ne ziemlich coole Idee.
Wie groß der Bedarf dafür ist, hängt von vielen Faktoren ab. Zunächst man rein technische: je nach Isp (spezifischer Impuls des Antriebes) und Leistung wird die Driftphase mehr oder weniger lang ausfallen. Ob also für die Driftphase eine Transformation gewünscht ist, hängt davon ab, wie lange diese ausfällt.
Witzigerweise könnten diese "Shapeshifter" gerade in den frühen Epochen der interplanetaren Raumfaht interessant sein, da hier die Antriebe noch relativ schwach und die Driftphasen lang sind. Wenn dann später mal die Antriebe stärker und dadurch die Driftphasen kürzer werden, besteht für eine spezielle Drift-Form kein großer Bedarf mehr.
Diese Kuppel da schreit für mich in erster Linie "ich bin ein faltbarer Treibstofftank". Aber als besonderen Gimmick könnte man die Paneele auch transparent machen und so eine "Aussichtslounge" aus- und einfalten.
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Ich hab auch noch ne Kleinigkeit mitgebracht. Eigentlich nicht Technologie im engeren Sinne, sondern betreffs der unausweichlichen Magitech: FTL-Antrieb. Da habe ich mir von Leuten, die sich mit Relativität etc. auskennen, einen Tip geben lassen, wie man Zeitreisen und somit Kausalitätsprobleme vermeidet.
Zur Erinnerung: man kann so ziemlich überall losspringen (mit der üblichen Einschränkung, dass man weit genug von der nächsten Schwerkraftquelle entfernt sein muss). Die Ankunftspunkte werden durch natürlich vorkommende Raumanomalien im jeweiligen Zielsystem bestimmt. Die Sprungdauer ist nicht augenblicklich, sondern richtet sich nach Entfernung, Schiffsmasse und Antriebsklasse, sodass springende Schiffe sich gegenseitig überholen können.
Ursprünglich hatte ich bezüglich der Absprunggeschwindigkeit keine Einschränkungen vorgesehen. Ich habe mir aber sagen lassen, dass genau das das Problem ist: wenn man zwischen den Sprüngen immer mehr relative Geschwindigkeit anhäufen darf, wären auf diese Weise Zeitreisen möglich ist. (Warum das so ist, dürft ihr mich nicht fragen, keine Ahnung.)
Der Trick ist nun, dass man einfach nur festlegen muss, dass das Schiff im Augenblick des Absprungs _stillsteht_, relativ zum Ankunfts-Sprungpunkt. Entsprechend kommt man dann auch nach dem Sprung mit 0m/s am Sprungpunkt an.
Da sich die Sterne aber mit unterschiedlichen Vektoren bewegen, muss man vor dem Absprung erstmal den Vektor angleichen.
Die direkten Nachbarn der Sonne z.B. bewegen sich relativ zu ihr mit etwa 20km/s. In ungefähr derselben Größenordnung bewegen sich auch die Orbitalgeschwindigkeiten innerhalb eines Systems (z.B. Erde ca. 30km/s). Daraus ergibt sich also, dass ein startendes Schiff erstmal einen Vektor einnehmen muss, der z.B. 40km/s relativ zum nächsten Planeten beträgt - aber relativ zum Zieltor steht das Schiff dann still, kann also springen.
Das ändert natürlich die taktischen Gegebenheiten ein wenig. Man kann nicht mehr spontan wegspringen, sondern muss erst (beim momentanen Stand der Antriebstechnik) etwa ein bis zwei Tage Anlauf nehmen. Mir gefällt das aber ganz gut so. ^^
Funktionalist:
Das ist echt sehr nett. :d
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