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[SF: Redshift] Schiffsdesign und Technologie

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Eulenspiegel:

--- Zitat von: Anima am  3.02.2008 | 18:05 ---Warum sollte man näher herangehen wenn man es nicht muss?
--- Ende Zitat ---
Eine große Entfernung ist für den Gegner vom Vorteil. (Da er ja ebenfalls über Raketen verfügt.)

Wenn ich also näher rankomme, hat der Gegner einen Nachteil. - Klar: Wenn ich die gleiche Bewaffnung wie der Gegner habe, dann habe ich auf kurze Entfernung den gleichen Nachteil wie der Gegner. Wenn ich mich aber darauf einstelle, dass ich nur die Kampferöffnung auf große Entfernung bestreite, bevor ich in den "Nahkampf" gehe, dann ist der Gegner überrascht. (Und auf nahe Entfernung sind dann die Nuklearrakten des Gegners bedeutungslos, wenn er sich nicht selber in die Luft jagen will.)

Gerade für denjenigen, der billiger Schiffe herstellt, lohnt es sich, seine Schiffe nur mit wenig Raketen für die Kampferöffnung auszustatten und dann so schnell wie möglich in den Nahkampf zu gehen: Im Nahkampf sind diese Schiffe dann im Vorteil, da sie auch mit Waffen für kleine Sprengradien ausgestattet sind. (Die Schiffe des Gegners besitzen zwar riesige Raketen, werden diese aber nicht einsetzen, da sie sich im Nahkampf auch selber damit zerstören würden. - Und da ihre Schiffe teurer als unsere Schiffe sind, wäre das unklug.)


--- Zitat ---Und natürlich das allseits beliebte Radiatoren abschießen, die lassen sich eigentlich nicht panzern und ohne kocht der Reaktor das Schiff ziemlich schnell.
--- Ende Zitat ---
Doch, Radiatoren lassen sich auch panzern: Die Panzerung darf halt nicht direkt auf den Radiatoren sitzen, sondern zwischen Radiator und Panzerung muss sich Vakuum befinden. - Außerdem muss man auf der Innenseite der Panzerung eine Schicht anbringen, die Infrarotstrahlung reflektiert anstatt zu absorbieren (z.B. Spiegel). Diese innere Beschichtung ist so angeordnet, dass sie die Infrarotstrahlung durch eine Öffnung nach draußen reflektieren.

So hat man eine ziemlich gute Panzerung der Radiatoren.


--- Zitat ---Wenn man das gegnerische Schiffe einfach nur zerstören will kann man natürlich gleich auf Kolisonskurs bleiben und den Jäger selbst als Waffe benutzen. Ist allerdings nicht wirklich ökonomisch.
--- Ende Zitat ---
Ist im Prinzip wie eine Rakete mit biologischen Inhalt.


--- Zitat ---Der Schiffskampf würde dann so ablaufen das die großen Schiffe ihre Marschflugkörper und Jäger starten und sich dann in ihre Schilde hüllen. Nach der errechneten Zeit für das Ende der Schlacht, möglichst aber bevor den Jägerpiloten die Luft ausgeht, senken die Schiffe ihre Schilde wieder und werden entweder von den feindlichen Marschflugkörpern sofort zerstört oder dürfen beobachten wie ihre Gegner in einem Feuerball vergehen.
--- Ende Zitat ---
Ich würde es eher so handhaben, dass die Schilde sich unregelmäßig für einige Zehntelsekunden öffnen: In dieser Zeit kann man schnell das Schlachtfeld passiv orten. - Jäger können ihre Daten  ans Mutterschiff senden und ihrerseits neue Befehle erhalten.
Dann schließt man das Schild sofort wieder und wertet die Daten aus.

Eventuell öffnet man auch mal den Schild für einige Sekunden, während man erneut Raketen abschießt.


--- Zitat von: Lebemann am  3.02.2008 | 18:18 ---Reine kinetische Waffen sind, besonders auf weite Entfernung nicht schneller, und können ebenfalls abgefangen werden.
--- Ende Zitat ---
Kinetische Waffen sind aber kleiner und damit schwerer zu orten. (Außerdem sind sie nur über Aktivortung und nicht über Passivortung zu entdecken.)

Und zu guter letzt sind sie auch noch billiger. - Das heißt, man kann einfach mehr davon verschießen.

Anima:

--- Zitat von: Eulenspiegel ---Gerade für denjenigen, der billiger Schiffe herstellt, lohnt es sich, seine Schiffe nur mit wenig Raketen für die Kampferöffnung auszustatten und dann so schnell wie möglich in den Nahkampf zu gehen: Im Nahkampf sind diese Schiffe dann im Vorteil, da sie auch mit Waffen für kleine Sprengradien ausgestattet sind. (Die Schiffe des Gegners besitzen zwar riesige Raketen, werden diese aber nicht einsetzen, da sie sich im Nahkampf auch selber damit zerstören würden. - Und da ihre Schiffe teurer als unsere Schiffe sind, wäre das unklug.)
--- Ende Zitat ---
Denk daran das du dann auch den Triebwerks, bzw. den Geschwindigkeitvorteil haben musst. Ansonsten kann dich dein Gegner ewig auf Distanz halten und einfach abschießen.
Und du musst natürlich auch lange genug überleben um nahe genug ran zu kommen. Wenn beides gegeben ist, dann ist dann kann das durchaus eine Taktik sein. Es sind aber ein paar viele wenns. Billig müssen sie sein, schnell müssen sie sein und nebenbei auch noch gut geschützt.

--- Zitat ---So hat man eine ziemlich gute Panzerung der Radiatoren.
--- Ende Zitat ---
Ich kann das gerade nicht wiederlegen, bleibe aber einmal skeptisch, okay?

--- Zitat ---Ich würde es eher so handhaben, dass die Schilde sich unregelmäßig für einige Zehntelsekunden öffnen: In dieser Zeit kann man schnell das Schlachtfeld passiv orten. - Jäger können ihre Daten  ans Mutterschiff senden und ihrerseits neue Befehle erhalten.
Dann schließt man das Schild sofort wieder und wertet die Daten aus.

Eventuell öffnet man auch mal den Schild für einige Sekunden, während man erneut Raketen abschießt.
--- Ende Zitat ---
Das hängt jetzt natürlich davon ab wie lange es dauert das Feld ab und aufzubauen. Wenn es sehr schnell geht dann ist das eine mögliche Taktik, wenn es langsamer ist dann sieht der Kampf aus wie oben beschrieben.

Sharrow:
Für ein Spiel macht es Sinn, wenn der flüchtende eine höhere Chancen hat als der Angreifer. Sonst ist das Spiel zu tödlich für die Spieler, sollten sie mal gejagt werden. Und zu tödlich für NSCs, sollten die mal überleben müssen.

Feuersänger:
Erstmal zum Thema Schutzsysteme:
* Raketen lassen sich mittels PD-Lasern relativ "bequem" abpflücken. Ich hab auf der Rho-Seite gelesen, dass diese Debatte eine sog. "Red Sash vs Green Sash" Diskussion ist, aber ich stelle mich hiermit auf die Seite, dass Laser eine exzellente Möglichkeit zur Point Defense bieten. Kleinere Raketen können evtl. eine Rolle beim Kampf zwischen Jägern spielen.
* Kinetische Projektile sind da anders: sie haben auch eine Signatur, da sie beim Abschuss wohl schon alleine durch die Reibung aufgeheizt sein dürften. Es ist sowohl schwieriger, damit ordentlich zu zielen, als auch sie abzuschießen. Wenn die Dinger dann erstmal treffen, tut es weh.
* Partikelstrahlen dürften leidlich schnell sein, können nicht abgeschossen werden, aber die Schadenswirkung müsste man nochmal genauer berechnen.
* Laser - mal ne ganz blöde Frage: kann man die nicht einfach reflektieren? Die Schiffe hätten dann halt eine hochverspiegelte Oberfläche.

Noch ein "Zauberwort": Supraleiter. Die thermische Energie auftreffender Strahlen wird in kürzester Zeit gleichmäßig über eine große Fläche verteilt, womöglich inklusive Radiatoren, und somit wieder in den Raum abgestrahlt. Der Trick ist dabei, dass die Energie schneller verteilt werden muss, als der Strahl ein Loch durch die Panzerung brennen kann.


--- Zitat von: Eulenspiegel am  3.02.2008 | 18:31 ---Diese innere Beschichtung ist so angeordnet, dass sie die Infrarotstrahlung durch eine Öffnung nach draußen reflektieren.
--- Ende Zitat ---

Mhm, Rettungsdeckenprinzip. ^^ Passt auch zu der supraleitenden Panzerung von oben.

Und noch weiter zu den kinetischen Waffen: diese kommen in drei Geschmacksrichtungen.
* "konventionelle" Railgun o.ä., mit einer relativ geringen Eigengeschwindigkeit von wenigen (tausend) km/s. Damit wird natürlich noch Vektor und Geschwindigkeit des abfeuernden Schiffes verrechnet.
* Hypervelocity Guns, deren Projektile mit einem nennenswerten Bruchteil von c fliegen, laut Rho bis zu 14% c. Es versteht sich, dass auch sehr kleine Massen von wenigen Gramm eine enorme kinetische Energie entwickeln, wenn man sie auf z.B. 30.000km/s beschleunigt. Entsprechend hoch ist aber auch der Energiebedarf.
* Relativistic Guns, mit Geschwindigkeiten über 0,14c bis hin zu 99,99...%c. Ein Schlüsselwert ist hier 84%c oder so, bei dieser Geschwindigkeit entspricht die kinetische Energie des Geschosses seinem eigenen Energieäquivalent (also 9*1014J/g). Wobei die Frage gestellt werden muss, wie man mit einer Abschussrampe im Raumschiffmaßstab (also maximal wenige 100 Meter) eine derartige Beschleunigung erzielen will, und welch absurd-gewaltige Leistung dafür vonnöten wäre.


--- Zitat von: Sharrow am  3.02.2008 | 19:40 ---Für ein Spiel macht es Sinn, wenn der flüchtende eine höhere Chancen hat als der Angreifer. Sonst ist das Spiel zu tödlich für die Spieler, sollten sie mal gejagt werden. Und zu tödlich für NSCs, sollten die mal überleben müssen.

--- Ende Zitat ---

Das ist evtl. schon durch die Gleichung Antrieb = Waffe gegeben: allzu nah kann man sich einem fliehenden Gegner nicht an der Fersen heften, wenn man nicht selber von einem TW-Abgasstrahl gegrillt werden will.

Wo ich hingegen immer noch nicht weitergekommen bin, ist das Problem mit der Masseträgheit. Es stimmt schon, künstliche Massereduktion würde eine enorme Menge Handwavium erfordern. Andere Möglichkeiten?

MadMalik:
Artillerie ist heute schon gut Ortbar, die moderne Raketenabwehr Laser haben auch schon regelmäsig Mörsergranaten abgeschossen. Klar, diese sind vergleichsweise langsam, aber auch sehr kleine Ziele die "schwer" zu Orten sind. Gehen wir Technologisch ein wenig weiter wird es wohl kein Problem sein auch Projektile zu Orten, besonders wenn sie ähnliche Sprengkraft befördern sollen wie die vergleichbaren Raketen. Sind dabei in der Regel langsamer (da sie nur beim Start beschleunigt werden, und nicht wärend der ganzen Strecke) und können keine Ausweichmanöver fliegen.  ::)

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