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[SF: Redshift] Schiffsdesign und Technologie

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Thot:
Leider führt die geringe Projektilgröße auch dazu, dass sich das Geschoss für praktische Zwecke nicht mehr von einem Mikrometeoriten unterscheidet. Und ein Raumschiff, dass nicht darauf ausgelegt ist, einen Treffer durch solche auszuhalten, wäre kein Raumschiff, sondern ein Orbiter...

Feuersänger:
Ja, das ist freilich ein Problem, danke für den Hinweis.
Vielleicht sollte man sich auch erstmal der Widerstandsfähigkeit zuwenden und herausfinden, a) wie man so lästiges Zeug wie Mikrometeoriten unter Kontrolle bringen kann und b) welchen kinetischen Energien ein Schiff mittels welcher Methoden widerstehen kann. Und erst dann aufgrund dieser hoffentlich gefundenen Zahlen entsprechende Größenordnung für Waffen festlegen.

Thot:

--- Zitat von: Feuersänger am  4.02.2008 | 17:55 ---Ja, das ist freilich ein Problem, danke für den Hinweis.
Vielleicht sollte man sich auch erstmal der Widerstandsfähigkeit zuwenden und herausfinden, a) wie man so lästiges Zeug wie Mikrometeoriten unter Kontrolle bringen kann und b) welchen kinetischen Energien ein Schiff mittels welcher Methoden widerstehen kann. Und erst dann aufgrund dieser hoffentlich gefundenen Zahlen entsprechende Größenordnung für Waffen festlegen.

--- Ende Zitat ---

Ja. Allerdings kommt man dann unweigerlich an die Stelle, an der die dick gepanzerten und folglich trotz Fusionsraketen oder Antimaterietriebwerk enorm langsam beschleunigenden Schiffe mehr Raumstationen als "Weltraumflugzeuge" sind und Raumgefechte im Wesentlichen aus "wer trifft zuerst" bestehen... und die Kzinti-Lektion nicht vergessen!

Es ist halt ein Dilemma für uns Space-Geeks, dass nach den uns bekannten physikalischen Gesetzmäßigkeiten tatsächlich nichts für eine zukunft spricht, die auch nur im Allerentferntesten wie irgendeine Form von Space Opera aussieht. Sogar Tranhuman Space ist für Zwecke des "Schöne Bunte Raumschlachten" (SBR) ein Rohrkrepierer.

Man muss also sowieso "Supertechnologie" hinzuerfinden, wie Kraftfelder, Superantriebe und dergleichen. Ohne geht es eh nicht.

MadMalik:
G11 ist nicht gerade das Nonplus Ultra wenn's um Schussfrequenz geht, klar, für ein Sturmgewehr beeindruckend. Aber das ist auf keinen Fall das maximum. Und das mehrere Schuss im selben Lauf auch mit chemisch getriebnen Projektilen möglich ist, wissen wir spätestens seid dem Metalstorm versucht abnehmer für ihr System zu finden, und das Internet mit ihren Werbevideos zuspammt.

Railguns haben allerdings einen enormen Laufverschleiss, die elektrische Spannung erhitzt die Führungsschienen enorm. Gewöhnliche Coilguns, welche nur über Spulen laufen haben das Problem nicht, brauchen allerdings um einiges mehr Energie um auf ähnliche Geschwindigkeiten zu kommen.

Feuersänger:
@Thot:
In diesem Fall bedeutet das, wir brauchen einen Mikrometeoriten-Schneepflug aus Handwavium, der diesen Mist aus dem Weg schiebt und somit die Bahn frei macht für den ganzen anderen coolen Kram. Dann kann man spacegeeken soviel man will.

Eine Alternative wäre, die Schiffseigenen Beschleunigungen doch auch wenige g zu beschränken, und die Jumppoints wesentlich näher an die Planeten zu legen. Womöglich sogar Insystem-Jumps ermöglichen (was ich eigentlich nicht will). So kommen die Schiffe mit wenigen km/s aus und benötigen entsprechend geringeren Mikrometeoritenschutz. Dann sähen die Reisen aber ziemlich nullachtfuffzehn aus: starten, springen, Landeanflug. Feste Jumppoints in Planetennähe wären von Sicherheitskräften bewacht, und Landepunkte sowieso. Wo soll es dann da noch Action geben?

@TW:
bei den Railgun-Schemata die ich bisher gesehen habe, wurde das Projektil teilweise in einem Sabot geführt, der aber wiederum eindeutig Kontakt mit dem Lauf hatte. Das ist so der heutige Stand der Forschung. Warum macht man das? Wohl um das Projektil auf Kurs zu halten. Wir haben freilich jetzt gerade mal die erste Generation experimenteller Railguns. In ein paar hundert Jahren ist man sicher so weit, dass man das Projektil berührungsfrei auf einen stabilen Kurs bringen kann.
Deine Idee mit der Rotation ist gut, und ich glaube auch nichtmal, dass man da eine so große Zeitverzögerung benötigt.

Mehrere Kugeln gleichzeitig im Lauf funzt aber nur, wenn entsprechende Leistung zur Verfügung steht. Aber das braucht es auch gar nicht. Bei der Railgun in meinem obigen Beispiel ist die Kugel nur 10-4 Sekunden im Lauf. Das bedeutet an dieser Stelle, dass man 10.000 Projektile pro Sekunde durchschicken könnte, ohne mehr Leistung als das vorgenannte 1TW zu benötigen. Das wären bei obigem Geschossgewicht satte 100kg pro Sekunde.
Allerdings ist das doch wieder nicht praktikabel, da einem hier wiederum der Rückstoß einen Strich durch die Rechnung macht. In diesem Fall 100MN pro Sekunde. Das spielt dann schon eine Rolle.

@Lebemann:
Uns stehen Supraleiter aus Unobtainium zur Verfügung. Ich kenne mich mit Supraleitern nicht wirklich aus, aber stelle mir das so vor: der Strom stößt in den supraleitenden Schienen auf (quasi) keinen Widerstand, folglich werden diese (quasi) nicht erhitzt. Ich hatte zuerst Bedenken, dass womöglich der Widerstand erst das Magnetfeld ermöglicht, aber in den physikalischen Formeln zum Railgun-Prinzip taucht der Widerstand nirgends auf. Es gilt also, je weniger desto besser.

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