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[SF: Redshift] Setting-Hintergrund

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Feuersänger:
Joar, ich hatte gerade vor ein paar Wochen wieder einen SF-Flash und hab noch ein bissl was dran rumgeschraubt, waren aber hauptsächlich technische Fragen, die hier keiner großen Diskussion bedurften. ^^
Hab mich bezüglich des Hintergrunds noch nicht endgültig entschieden, welchen Ansatz ich nun nehmen soll - also grob gesagt, Erdnationen als Kolonialmächte oder eher als Ratten, die das sinkende Schiff verlassen. Hatte da noch nicht so den entscheidenden Inspirationsflash.

Eulenspiegel:
Also das Setting "Erde hat Bedeutung verloren und Kolonien haben jetzt das sagen", gab's schon dutzende Male.

Von daher würde ich das Setting: "Es gibt mehrere konkurierende Erdstaaten und alle haben ihre Kolonien." bevorzugen. Diese Idee ist noch recht frisch und nicht so ausgelutscht.

Außerdem kann man damit auch mehrere verschiedene Genres bespielen:
1) Agententhriller: Agenten aus Großmacht 1 spionieren Großmacht 2 hinterher.
2) Unabhängigkeitsbestrebungen: Einige Kolonien versuchen unabhängig zu werden. (Vielleicht schaffen sie es ja, eine konkurierende Großmacht auf ihre Seite zu ziehen, die sie im Unabhängigkeitskrieg unterstützt.)

Der Ansatz "Erforschung neuer Welten" würde in beiden Settings funktionieren.

Wawoozle:

--- Zitat von: Eulenspiegel am 17.02.2009 | 11:30 ---Von daher würde ich das Setting: "Es gibt mehrere konkurierende Erdstaaten und alle haben ihre Kolonien." bevorzugen. Diese Idee ist noch recht frisch und nicht so ausgelutscht.

--- Ende Zitat ---

Allerdings schon mit einem erstklassigen Schwergewicht (was Settings angeht) besetzt -> Transhuman Space :D

Feuersänger:
Mal anders gefragt --- ihr seht ja, dass ich in diesen Dingen nicht so ultra beschlagen bin -- fällt euch ein Ansatz ein, der weder x-mal dagewesen noch erstklassig besetzt ist?

Imago:

--- Zitat ---Was ich auf jeden Fall vermeiden will, sind außerirdische intelligente Spezies, die in einem 15 Milliarden Jahre alten Universum _rein zufällig_ genau jetzt auf einem vergleichbaren Entwicklungsstand wie die Menschheit stehen. Selbst wenn man postuliert, dass nur Sterne der 3. Generation (wie unsere liebe Sonne) höheres Leben ermöglichen, und die Entwicklung mindestens soundsolange dauert, bleibt dennoch ein Zeitfenster von mehreren hundert Millionen Jahren.
Folgerung: man findet vielleicht relativ viele Planeten mit einheimischem Leben, aber nur einen winzigen Bruchteil davon mit "intelligenten Spezies", und davon dann oft auch nur die Überbleibsel, weil sie untergegangen sind (z.B. sich selbst in die Luft gesprengt).

--- Ende Zitat ---

Da du ja keine raumfahrenden Aliens willst aber schon außerirdische Ökosysteme ... wie wärs mit der Erde als fiese, faschistoide Kolonialmacht gegenüber primitiven Ökosystemen/ Alienvölkern. Think "das Wort für Welt ist Wald". Bzw. die Kolonialisierer fliehen von der Erde, gehen dabei aber ähnlich rückgratslos vor wie Conquistadoren. Oder halt sowas wie Wildwest-Siedler ... vielleicht gehört ein Planet ja automatisch dem der zuerst seine Fahne darauf aufstellt und die SCs sind Erkunder für Siedlertrupps. Wenn die Erde ein repressiver, verarmter oder langweiliger Ort ist, np.

Oder wie wärs wenn die Erde komplett unbewohnbar ist (durch eine Matrixmäßige Maschinenzivilisation etwa die von intelligenten Konzernen, quasi zum Leben erwachten juristischen Personen als KI gegründet wurde und den Menschen zur Ware macht, durch eine andere, sich ausbreitende kosmische Katastrophe) und die menschliche Zivilisation allgemein ein sich immer weiter ausdehnender Ring um das Zentrum herum ist der davor flieht. Quasi Kolonien mit Halbwertszeit bzw. Stealth-Kolonien die es schaffen in der Katastrophe unentdeckt/ unbeeinflusst zu überleben.
Das wäre halt Matrix in sehr, sehr groß. Aber halt auch verfremdet
--- Zitat ---Erde als unbewohnbare ausgeplünderte Müllhalde, Erde von Konzernen regiert
--- Ende Zitat ---
... ich fänds reizvoll. Naja.

Oder wie wärs mit einem modernen "Stadtstaatenverbund" ähnlich dem alten Griechenland. Nur das eine Polis dann quasi ein Planet oder ein Kontinent wäre. Ein zusammenhängendes Imperium über solche Distanzen ist eh zwecklos usw.
Battlestar Galactica wäre da ein gutes Beispiel.
Dazu vielleicht eine Art "UNO" mit beschränkten Befugnissen ... kümmert sich um Regulierung der interstellaren Raumfahrt, interplanetare Polizeiaufgaben, Quarantänefälle, Sternenkartografie, stellt evtl ein Berufsheer gegen äußere Feinde (ein oder zwei Großmächte in denen jemand den Xerxes oder Alexander spielen mag)....

Eine vierte Variante die ich sehr mag, die dir wahrscheinlich aber auch nicht wirklich auf eine kurze Historie/unverfremdete, bekannte Erdkulturen passt ist technischer Niedergang. Vielleicht gab es mal ein sehr fortgeschrittens und technisch hochstehendes menschliches Sternenreich, aber das ist aus irgendeinem Grund zusammengebrochen und heute sind nur noch Einzelwelten mit primitiverer Technologie übrig. Was wäre etwa wenn es eine Art "Hyperraumsturm" oder dergleichen gegeben hätte der die menschliche Zivilisation für ein-zwei Jahrhunderte wieder auf Einzelwelten und primitive Technologie zurückgeworfen hätte wovon sie sich jetzt erst wieder erholt. Pro Argumente sind verlorene  oder ausgestorbene und überwucherte Kolonien, technische Artefakte die man nicht erklären muss, im Weltraum treibende, mysteriöse Schiffswracks usw.
Halt jede Menge Kram den der SL aus dem Ärmel schütteln kann, von beliebigen Herkunfstwelten/Kulturen für die SCs bis hin zur verlorenen Grossmacht die jetzt wieder Kontakt aufnimmt oder den bekannten Raum bedroht.
Je nach Art des Technologierückgangs könnte man sogar mancherorts Steampunk-Romantik einbauen.
Edit: Letztere Version gefällt mir gerade so gut das ic hsie wohl selber umsetzen werde wenn du das nicht machst ;)

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