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[SF: Redshift] Setting-Hintergrund

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Feuersänger:
Najo, das ganze Setting ist prinzipiell schon auf den unabhängigen Trampfrachter im Besitz eines freischaffenden Händlers und dergleichen zugeschnitten - sprich, die Spieler sollen ja schon eher anarchische Charaktere spielen dürfen und sich auf eigene Faust durch den Weltraum bewegen können. Das setzt zwingend voraus, dass interstellare Raumschiffe nicht so unbezahlbar sind. Für einen Gangsterboss sicherlich kein Problem.

Chaos:

--- Zitat von: Feuersänger am  9.03.2009 | 01:52 ---Najo, das ganze Setting ist prinzipiell schon auf den unabhängigen Trampfrachter im Besitz eines freischaffenden Händlers und dergleichen zugeschnitten - sprich, die Spieler sollen ja schon eher anarchische Charaktere spielen dürfen und sich auf eigene Faust durch den Weltraum bewegen können. Das setzt zwingend voraus, dass interstellare Raumschiffe nicht so unbezahlbar sind. Für einen Gangsterboss sicherlich kein Problem.

--- Ende Zitat ---

Der typische Trampfrachter in Traveller, der Type A Free Trader, kostet etwa 50 Mio Credits, was in heutigem Geld so irgendwas zwischen 100 und 200 Mio Euro sein dürfte. (1 Credit soll 1 US-$ von 1977 sein, als das Setting entstanden ist)

Kommt das so ungefähr hin mit deinen Vorstellungen?

Ich habe mal spaßeshalber auf Wikipedia nachgesehen: die neuesten Modelle des Airbus A340 kosten alle so zwischen 200 und 250 Mio US-$. Zu Frachtschiffen konnte ich nichts finden, wieviel sie so kosten.
Zum Vergleich: einer der neuen F-22 Jäger der US Air Force kostet jeweils 137 Mio US-$; ein Flugzeugträger kostet 4,5 Mrd US-$ (und ca 160 Mio US-$ laufende Kosten pro Jahr), ein moderner Zerstörer 8000+ Tonnen so um 1 Mrd US-$.

Funktionalist:
Ein A340 ist auch ein igelnagelneuer Riesenvogel.
Wieviel würde man denn für einen Antonov zahlen?
Dann kann es ja sein, dass man per vollautomatisierter Nanitenproduktion (man schickt einen "Samen" zu einem Meteroiden, der genug rohstoffe hat und holt zehn Jahre später das Schiff ab.) eine Menge Kosten spart...
So kann man auch Raumschiffe säen gehen und muss nur auf Wucherungen acht geben...
Piraten könnten natürlich, den ein oder anderen Frachter stehlen. Außerdem könnte man so von Raumschiffen wie von Haustieren reden und es gäbe wirklich verschiedene Arten mit eigenen Macken und Vorteilen etc. Vielleicht entdeckte die eine CPU ein Verfahren, dass für diesen speziellen Meteoriten besonders günstig ist und alle Wände, Bäden, Panele und Schalter haben eine "gefrostete" Oberfläche oder sind mattschwarz.
Vielleicht nutzt das Schiff auch extensivste Waserkühlung, während ein anderes mit Natrium kühlt. usw.

So könnten Schiffe auch weiter verbreitet sein.
sers,
Alex

Chaos:
Gut, bei Flugzeugen suchen wir wohl eher was wie die Il-76:
http://en.wikipedia.org/wiki/Ilyushin_Il-76
Steht auch auch nix zum Preis dabei... sie ist kleiner und älter und nicht so hochentwickelt als die A340, deshalb wird so wohl auch deutlich weniger kosten.

Yerho:

--- Zitat von: Eulenspiegel am  8.03.2009 | 23:08 ---Ach, man stationiert im Orbit des Planeten einfach 4 Satelliten, die sofort einen Alarm abgeben, wenn sich ein unidentifiziertes Raumschiff dem Sektor/d en Planeten nähert.
--- Ende Zitat ---

Das funktioniert allerdings nur in einem Kristallkugel-Sensoren-Setting, dem man dann auch quasi-magische Tarnvorrichtungen unterstellen kann. Ansonsten kannst Du mit vier Satelliten nicht einmal ansatzweise alle möglichen Anflugvektoren überwachen.


--- Zitat ---(Und wie wir in einem Nachbarthread gezeigt haben und wie es zumindest in Feuersängers Setting bisher Brauch ist, gibt es im Weltraum kaum Möglichkeiten für einen Stealth-Modus. Das heißt, wenn ein Raumschiff auf den Planeten zufliegt, dann wird es auch erkannt.)
--- Ende Zitat ---

Da habe ich nicht mitdiskutiert und will es auch nicht hier herüber tragen, aber ich sehe das anders: Bereits heutige Stealth-Techniken sind absolut ausreichend, wenn man zusätzlich Emissionen abschirmt oder komplett vermeidet. Sprich: Wenn nichts in Richtung der feindlichen Sensoren gestrahlt wird, sind passive Ortungstechniken schon einmal unbrauchbar. Die einzige aktive Breitenortung ermöglich Radar, und das trickst schon seit Jahrzehnten jeder Stealth-Bomber zuverlässig aus. Sichtortung braucht schon viel Glück/Zufall und ist mit Abstand noch am einfachsten zu unterbinden.

Außerdem macht es unter Umständen noch nicht einmal etwas, wenn man entdeckt wird und Alarm auslöst: Wenn nämlich die Gefangenen auf dem Planeten quasi ausgesetzt sind und man nicht zufällig weiß, wem der Befreiungsversuch gilt, spielt der Zeitfaktor eindeutig zugunsten der Befreier, die mit ordentlich Tempo reinkommen. Wenn es kein flächendeckendes orbitales Abwehrsystem gibt, erreichen zwar bemerkt, aber unangefochten den Luftraum. Ist dieser nicht ebenfalls deutlich dichter als auf der Erde auf dem Höhepunkt des Kalten Krieges, was man ausschließen kann, da der Planet hat ja im Szenario (noch) keine ausgeprägte Infrastruktur hat, erreichen sie einen bodennahen Korridor sehr schnell und können im Tiefflug jeden beliebigen Punkt erreichen, ohne dass man weiß, wo sie landen. Und selbst wenn - bis man da ein Abfangkommando hingebracht hat, essen die noch gemütlich Mittag und sind verschwunden, bevor es brenzlig wird.

Die einzige sichere Möglichkeit, "offenen Vollzug" auf einem Strafplaneten abzusichern ist, die Position des Planeten entweder komplett geheim zu halten oder diesen unter hohem Aufwand und Kosten militärisch abzusichern. Und ob sich das dann noch rechnet?


--- Zitat ---Theoretisch braucht man nichtmal einen Raumflughafen: Die Gefangenen werden einfach mit einem Fallschirm abgeworfen. Nahrung etc. müssen sie sich schon auf dem Planeten selber anbauen.
--- Ende Zitat ---

Genau, und dafür bildet man die Gefangenen noch schnell zu professionellen Fallschirmspringern und Agrarökonomen aus, die auch auf unerschlossenem Gelände sicher und geordnet jene Landeplätze finden, die dafür vorgesehen sind und wo die Erstversorgung und Grundausrüstung für sie bereitsteht, die sie dann ohne jede fachliche Anleitung und Aufsicht wie vorgesehen verwenden.
 - Wenn Du mich fragst, kann man sowohl Exekutionen einfacher durchführen als auch Planeten weniger umständlich düngen. ;)

Damit Strafarbeit ihren Zweck erfüllt, muss es schon eine ordnende Instanz geben, die stets präsent ist, also das Ganze orts- und zeitnah überwacht, eine medizinische Grundversorgung sicherstellt und aufpasst, dass das Projekt nicht aus dem Ruder läuft. Und die braucht zumindest eine feste Basis mit direktem Zugang zu Personal und Ausrüstung - also zumindest einem gesicherten Landeplatz, über den man auch mal was ausfliegen kann.

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