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[SF: Redshift] Setting-Hintergrund

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Eulenspiegel:

--- Zitat von: Yerho am  9.03.2009 | 13:21 ---Das funktioniert allerdings nur in einem Kristallkugel-Sensoren-Setting, dem man dann auch quasi-magische Tarnvorrichtungen unterstellen kann. Ansonsten kannst Du mit vier Satelliten nicht einmal ansatzweise alle möglichen Anflugvektoren überwachen.
--- Ende Zitat ---
Du stellst 4 Satelliten Tetraeder mäßig auf. - Dies ermöglicht ihnen, nach allen Seiten und damit den gesamten Luftraum zu überwachen.
(Ein Satellit quasi am Nordpol, der das ganze Gebiet "von oben" überwacht. Und 3 Satelliten um den Südpol gruppiert.)


--- Zitat ---Da habe ich nicht mitdiskutiert und will es auch nicht hier herüber tragen, aber ich sehe das anders: Bereits heutige Stealth-Techniken sind absolut ausreichend, wenn man zusätzlich Emissionen abschirmt oder komplett vermeidet. Sprich: Wenn nichts in Richtung der feindlichen Sensoren gestrahlt wird, sind passive Ortungstechniken schon einmal unbrauchbar. Die einzige aktive Breitenortung ermöglich Radar, und das trickst schon seit Jahrzehnten jeder Stealth-Bomber zuverlässig aus.
--- Ende Zitat ---
Der Technik-Thread ist mittlerweile schon 14 Seiten lang und ich weiß nicht mehr, wo genau die Stealth-Sache diskutiert wurde. Aber ungefähr hier wird es wahrscheinlich gewesen sein.


--- Zitat ---Wenn es kein flächendeckendes orbitales Abwehrsystem gibt, erreichen zwar bemerkt, aber unangefochten den Luftraum. Ist dieser nicht ebenfalls deutlich dichter als auf der Erde auf dem Höhepunkt des Kalten Krieges, was man ausschließen kann, da der Planet hat ja im Szenario (noch) keine ausgeprägte Infrastruktur hat, erreichen sie einen bodennahen Korridor sehr schnell und können im Tiefflug jeden beliebigen Punkt erreichen, ohne dass man weiß, wo sie landen.
--- Ende Zitat ---
Du funkst das Schiff an und verlangst, dass das Schiff sich identifiziert. Es soll sofort drehen und den gesperrten Sektor verlassen.
Falls es sich weiterhin nähert, schickt man ihm ein paar Raketen entgegen.
Die Raketen (und evtl. auch ein paar Abfangjäger) müssen maximal einen halben Planeten umrunden. - Das gegnerische Raumschiff muss dagegen eine ganze Weile fliegen, ehe es überhaupt in die Nähe des Planeten kommt. Das heißt, das gegnerische Raumschiff wird abgefangen, bevor es den Luftraum des Planeten erreicht.

Aber selbst, falls es dem Raumschiff gelingt, auf den Planeten zu landen: Dann warte ich einfach, bis es wieder startet und fange es dann ab.


--- Zitat ---Genau, und dafür bildet man die Gefangenen noch schnell zu professionellen Fallschirmspringern und Agrarökonomen aus, die auch auf unerschlossenem Gelände sicher und geordnet jene Landeplätze finden, die dafür vorgesehen sind und wo die Erstversorgung und Grundausrüstung für sie bereitsteht, die sie dann ohne jede fachliche Anleitung und Aufsicht wie vorgesehen verwenden.
--- Ende Zitat ---
1) Ach, die Fallschirmausbildung erfolgt ganz einfach:
"Den Fallschirm so an den Körper anbringen, dass er fest sitzt. Und an dieser Reißleine hier ziehen, bevor ihr unten aufschlagt. Viel Glück!"

Das sollte imho ausreichen, damit über die Hälfte der Fallschirmspringer auch heil unten ankommen. (Professionelle Fallschirmspringer bei der Armee lernen noch wesentlich mehr Sachen, die man beim militärischen Fallschirmeinsatz beachten muss. - Aber wenn es einfach nur um "heil irgendwo da unten ankommen" geht, sollte eine Erklärung von sagen wir ca. 10 Minuten vollkommen ausreichend sein. (Ja, mein Satz oben, war wirklich etwas knapp.))

2) Wenn jemand nach einem Schiffsunglück auf einer einsamen Insel strandet, dann überlebt man das auch. (Man stirbt zumindest in den seltensten Fällen an Hunger.)
Klar: Agraranbau wird in der Anfangszeit wohl nicht möglich sein.
Die ersten Gefangenen verdingen sich wahrscheinlich als Jäger&Sammler.

Aber der Übergang zu Ackerbau&Viehzucht, wird vielleicht 10 Jahre bis 1 Generation betragen. Dabei wird Ackerbau&Viehzucht sicherlich nicht so effizient sein, wie in der modernen Gesellschaft. Aber ich denke mal ähnlich effektiv wie auch in der Eisenzeit.

Und ja klar: Die Gefangenen auf dem Planeten werden größtenteils wohl auf Steinzeitniveau leben. (Wenn die Regierung so freundlich ist und ein paar technische Hilfsgüter runterwirft, können sie auch eine Mischung aus Steinzeit und Moderne haben.)
Schau dir einfach mal Filme an wie Robinson Crusoe oder Lost. Dort wird imho besonders zu Anfang recht gut geschildert, wie man ohne technische Hilfe von außen auf einem bisher unbewohnten Gebiet überleben kann.

Funktionalist:
@Tetraeder

Wenn die Satelliten kreisen sollen, dann wirds schwer mit nur vier Stück...
da könnte man eher Nord-Süd und Ost-West Orbits mit zwei Satelliten je Orbit wählen und dann müssten die Sensoren noch ne 180°Halbkugel abdecken, mindestens.

Naja, da man ja nur alle paar Minuten in die richtige Richtung schauen muss und so ein Umlauf 30 minuten dauert, käme man wahrs. auch mit 2 Satelliten aus....

Yerho:

--- Zitat von: Feuersänger am  9.03.2009 | 16:47 ---Also echt, ich hab langsam keine Lust mehr, immer wieder das Stealth-Thema von neuem durchzukauen, weil wieder jemand sich weigert, die dazu bisher _reichlich_ erfolgte Diskussion nachzuvollziehen.
--- Ende Zitat ---

Dann lass' es. ;)
Nein, ist schon okay, ich mülle diesen Thread nicht zu und wandere mit meinen Bedenken in den Stealth-Thread. In Ordnung?

Um mal zum zentralen Thema zurückzukommen: Die vergleichenden Kostenrechnungen kann man sich eigentlich sparen, da sie von einer irdischen Wirtschaftsstruktur ausgehen, die auf sehr speziellen Kalkulationen für die Kosten von Ressourcen und Arbeitskraft basieren. Diese wird man im SF-Setting so gar nicht haben: Es gibt womöglich weitaus mehr Anbieter mit leichterem Zugriff auf billige Rohstoffe und Arbeitskräfte, mit Energiekosten von Null und Fabriken im freien Raum, wo niemand Miete, Pacht oder auch nur Steuern fordert.

Ein ganz krasser Fall wäre es, wenn man einfach einen Schwarm (Nano-) Maschinen auf einen Haufen metallischen Schrott oder einen stark mineralischen Asteroiden loslässt, die daraus dann einen preiswerten Blanko-Rumpf formen. Die eigentlich entscheidenden Kosten enstehen dann durch die Wahl der Antriebsmodule, der "Innenausstattung" oder diverser Sonderwünsche.

Die billigste Einsteiger-Variante für Frachterpiloten könnte aus einem Antriebsmodul mit provisorischer Teamzelle bestehen, also einer Art Schlepper, die dann entweder Frachtkörper bis zu einer bestimmten Größe ziehen oder eine bestimmt Menge Container im Kettenschlepp transportieren können. Die Anschaffungskosten wären moderat, in etwa vergleichbar mit einem heutigen Schlepper - also bereits für kleine Firmen erschwinglich.

Dann gibt es noch besondere Marktsituationen: Ist ein Krieg noch nicht lange her und eine längere Phase des Friedens absehbar, könnte man in der betreffenden Raumregion auch Military-Grade-Vehicles vergleichsweise günstig bekommen, weil sich alle Parteien von ihrem Kriegsgerät trennen - sei es aufgrund von Abrüstung oder weil man seinen Kram einfach nur modernisiert. Für einen Piloten, der neben reinem Handel auch Ambitionen zum Privateer und/oder Schmuggler oder einfach nur ein größeres Sicherheitsbedürfnis hat, ist ein (ggf.) abgerüsteter militärischer Transporter eine gute und preiswerte Wahl. Den kann man dann ja privat und notfalls illegal wieder aufrüsten.

Für "Randgruppen" wie Schmuggler gibt es womöglich Orte, wo findige, aber nicht unbedingt gesellschaftsfähige Ingenieure irgendwelche Schiffe zusammenbasteln, die in keinem ordentlichen Katalog zu finden sind und durch keinen TÜV kämen, aber trotzdem ihren Zweck erfüllen.

Funktionalist:
@Yerho
manche Teile deines Posts kommen mir sehr vertraut vor. ;D

@Australienvariante:
Die Erde kann immer noch sicher sein, auch wenn die exkriminellen großes Gerät haben.
Die Erde wird einfach eine viel größere Produktion haben und so viel Zeug richtung aufsässige Kolonien werfen können, als diese.
Vielleicht gibt es ja auch Kontrolldrogen?

sers,
Alex

P.S.
bald kommt Outpost im Fernsehen.

Yerho:

--- Zitat von: Abrasive Agnosis am  9.03.2009 | 20:03 ---@Yerho
manche Teile deines Posts kommen mir sehr vertraut vor. ;D
--- Ende Zitat ---

Das nahm ich billigend in Kauf, sonst hätte ich für meine Ergänzungen zu viele Querverweise gebraucht, denen dann sowieso niemand gefolgt wäre. Und mit Zitaten der entsprechenden Stellen wär's in Zerhackstückelung ausgeartet.

Was mir gerade noch einfällt: Der billigste, wenn auch nicht ungefährlichste Weg, an ein eigenes Schiff zu kommen, ist eines zu klauen oder zu kapern. Wenn die Crew auf "Landgang" ist, kann man die Deckwache womöglich überwältigen und sich absetzen, wenn man ein paar wackere Mitstreiter zur Hand hat. Später werden dann Seriennummern, Transponderkennungen und individuelle äußere Merkmale entfernt - und schon könnte es nicht einmal sein früherer Besitzer wiedererkennen, selbst wenn er an Bord käme. Besonders sympathisch ist so etwas natürlich, wenn man das Schiff jemandem wegnimmt, der es verdient hat und/oder sowieso viel zu viele Schiffe besitzt - bösen galaktischen Imperien, beispielsweise. ;)

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