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[SF: Redshift] Setting-Hintergrund

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Feuersänger:
Das ist ein valider Punkt, dass die Wirtschaft in einem SF-Universum zwangsläufig anders funktioniert und deswegen Vorhersagen über Aufwand und Kosten schwierig bzw kaum zu machen sind.

Ebenfalls zur Erinnerung (die Threads sind ja schon ziemlich lang in Betrieb und lagen auch längere Zeit brach), ich will mit Naniten und sonem Zeug sehr sparsam umgehen. Einmal wegen gewisser gamebreaking-Tendenzen: wenn mit Naniten alles möglich ist, besteht auch die Lösung zu quasi jedem Problem darin, nen Eimer Naniten draufzukippen. Das grenzt schon an Star Trek. Zweitens wegen wissenschaftlicher Bedenken: solche Naniten hätten z.B. ein extremes Abwärmeproblem. Entweder sie zersetzen sich nach wenigen Augenblicken Betrieb wegen thermischer Überlastung, oder sie arbeiten mit so geologischer Langsamkeit, dass es hundert Jahre dauern würde, um _irgendwas_ zu produzieren.

Zu den Energiekosten: ist erstmal die Frage, ob Energie _wirklich_ zum Nulltarif verfügbar ist. Da bin ich mir nicht so ganz sicher. Wahr ist, dass der interplanetare Konversionsantrieb aus ziemlich billigem Brennstoff (inzwischen hab ich rausgefunden, dass Sauerstoff nicht funktionieren würde, aber Quecksilber oder schwere Edelgase wären möglich) enorme Energiemengen rausholen kann.
Aber. Diese Energiequelle ist auch (absichtlich) so designt, dass sie zwar super als Raumschiffantrieb funzt, aber eben so ziemlich ausschließlich als solcher, und kaum anderweitig nutzbar ist.
Es mag auch weniger potente und dafür flexiblere Energiequellen geben, die dafür aber wieder aufwendigeren Brennstoff benötigen (z.B. 3He-Fusion), wo man jetzt wieder disputieren kann ob die Förderung von 3He aus der Atmosphäre von Gasriesen "billig" oder "teuer" ist.

Funktionalist:
Oder: Nanitensamen sind hochspezialisierte Produktionsstätten, die 20 Jahre lang produzieren... man kann halt genug ausbringen, dass es sich wieder lohnt.... Oder man legt quasi ein Korallenskelett aus, dass dann nanitenbewuchert wird, bis es die Stärke erreicht.
so kann man mit billigmaterial einen Vorbau anfertigen und ihn versteifen lassen, bis er brauchbar wird.
So schweißt man das Schiff um den Kabelbaum rum, oder so. ;D

Eulenspiegel:
Wieso immer Roboter, die nur wenige Nanometer groß sind?
Man nehme einfach Roboter, die 1 Meter groß sind. Die können im Prinzip das gleiche wie Naniten, aber haben ein geringeres Energieproblem.

Das heißt, man schickt eine vollautomatisierte Fabrik mit 2-3 selbstreplizierenden Robotern auf den Kometen und dann verarbeiten die Roboter den Kometen.

Feuersänger:
Ja, sowas könnte ich mir schon eher vorstellen. Roboter als Arbeitsdrohnen dürften weit verbreitet sein.

Yerho:

--- Zitat von: Feuersänger am 10.03.2009 | 00:43 ---Ja, sowas könnte ich mir schon eher vorstellen. Roboter als Arbeitsdrohnen dürften weit verbreitet sein.
--- Ende Zitat ---

Ein solcher Grad an Automation zieht allerdings (auch ohne Nanotechnologie) wieder gesellschaftliche Konsequenzen nach sich, da im Grunde selbstreplizierende, sich selbst wartende Systeme jene Aufgaben wahrnehmen, die in einem spannenden Setting eigentlich von Menschen bewältigt werden sollten. Fracht können auch Robotfrachter von A nach B transportieren. Kriege zu Land, Luft, See oder im All könnten Drohnen ausfechten. Die ganze gefährliche Raumfahrt und unangenehme Arbeit könnten Maschinen erledigen, während sich die Menschen, rundum bestens versorgt und persönlich konfliktbefreit, einen ewigen Lenz machen.

Da müsste man dann auch gleich plausible Einschränkungen schaffen. Spontan schwebt mir da vor, dass darauf verzichtet wird, selbstreplizierende Maschinen außerhalb hermetischer und/oder isolierter Arbeitsbereiche einzusetzen. Asteroiden oder sonstige tote Himmelskörper sowie Anlagen im freien Raum dürfen damit verwertet/betrieben werden, auf bewohnten Planeten jedoch ist Manpower gefragt. Dahinter könnten einige Zwischenfälle stehen, bei denen in der Vergangenheit aufgrund von Fehlern diverse Kolonien inklusive Einwohnern "abgebaut" oder ein unschätzbar wertvoller, erdähnlicher Planet unbewohnbar gemacht wurde. Wenn so ein Schwarm irgendwo im All oder auf einem toten Himmelskörper aus dem Ruder läuft, wird das Ganze pulverisiert und wenn nötig abgeschrieben (die Versicherung zahlt). Das wäre sogar als grundsätzliches Vorgehen zum Abschluss der Wertschöpfung denkbar - da die Anordnung dann zu komplex ist, um sie für eine weitere Verwendung auf den Ausgangszustand zurückzusetzen, wird sie sicherheitshalber standardisiert atomisiert.

So etwas böte auch Raum für spielbare Szenarien ... Wenn zum Beispiel so ein Schwarm plötzlich Konstrukte schafft, die ihnen Raumfahrt ermöglichen, obwohl sie dafür überhaupt keine Pläne haben sollten. Oder wenn die Standardvernichtung versagt hat und Freischaffende diesen Fehler diskret beheben sollen, bevor Regulierungsbehörden Wind von der Sache bekommen. Oder wenn man auf so einer Anlage strandet, die noch in Betrieb ist.

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