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[SF: Redshift] Setting-Hintergrund
Feuersänger:
Achja, die Roboter müssen ja nicht selbstreplizierend sein. Wieso auch? Man baut einfach ganz stinknormale Roboter mit einem bestimmten Aufgaben/Fähigkeitsbereich in einer Fabrik, schippert sie zum Einsatzort, dort malochen sie, und hinterher holt man sie wieder ab.
Das ist vor allem für die Kolonien wichtig, weil diese rein aus Gründen der Transportkapazität nicht besonders stark besiedelt sind (irgendwie müssen die Menschen da ja erstmal hinkommen).
Auch habe ich bestimmt, dass die KI nicht besonders hoch entwickelt ist. Eben aus dem von dir genannten Grund, dass sonst alle potentiell interessanten (gefährlichen) Aufgaben von Robotern übernommen werden und für Menschen nichts mehr zu tun bleibt. Wenn etwas unvorhergesehenes eintritt, können Roboter nicht improvisieren.
Funktionalist:
Und vielleicht setzt ganz Dune-esque keine KIs mehr ein und damit verbunden auch keine zu großen neuronalen Netze und zu starke Rechner?
Alles wichtige lässt sich ja auch auf kleinen Ceranfeldern kochen, so wie auf einem 400MHz Prozessor...
Waldviech:
Oder man geht in die genau andere Richtung ! Roboter, Cyborgs und Androiden sind natürlich so intelligent wie Menschen und voll spielbar. Daraus könnten sich auch weitere, mögliche Konflikte ergeben: Z.b. wäre es doch mal interessant, eine Androidenwiderstandsgruppe gegen menschliche "Sklavenhalter" zu spielen. Vorbilder könnten da beispielsweise die Robotergeschichten von Asimov sein - da könnte man dann auch den gesellschaftlichen Aufbau übernehmen, der nicht ganz uninteressant ist. Wir hätten einmal die "Spacer", dekadente "Altkolonisten", die nicht mehr expandieren und in einem massiv von Robotern gestützten Utopia leben, die "Settler" die vor kürzerer Zeit von der alten Erde ausgewandert sind und sich stetig weiter ausbreiten, und die Roboter, die langsam zu einer dritten Bevölkerungsschicht werden.
Feuersänger:
Das erinnert son bissl an Freefall (wo ja auch schon Uplifts vorkommen).
Rechenpower an sich ist für alle praktischen Zwecke sehr billig zu bekommen. Sprich, in einem Handy- oder Handgelenkrechner (evtl sogar als cybernetisches Implantat) ist mehr Rechenpower enthalten als heute der stärkste Highend-Multicore PC bietet. Der Bordrechner eines Raumschiffes ist natürlich nochmal n paar Nummern größer dimensioniert. Das ist alles keine Science Fiction, sondern aktuelle Technologie sehr konservativ extrapoliert.
Kleine Anekdote am Rande: gerade in physikalisch-technischen Fragen wende ich mich ganz gerne an die rec.arts.sf.science Newsgroup, wo zwar viele Leute vom Fach unterwegs sind, aber leider auch ein ziemlich spießiger Tenor vorherrscht, nach dem jegliche SF-Technologien sehr schnell mehr oder weniger pejorativ als "magic" bezeichnet werden (um nicht zu sagen: abqualifiziert).
Irgendwann ist mir dann da der Kragen geplatzt und ich hab geschrieben, dass im Genre Science Fiction nicht zwangsläufig ausschließlich solche Technologien verwendet werden dürfen, die heute schon mindestens 50 Jahre alt sind.
In diesem Sinne will ich gerne bereit sein, auch die mögliche Existenz "starker KI" zur Diskussion zu stellen. Ich persönlich halte sie momentan für a) technisch nicht machbar und b) setting- und balancetechnisch problematisch. Diskutiert.
Eulenspiegel:
--- Zitat von: Yerho am 10.03.2009 | 12:37 ---Ein solcher Grad an Automation zieht allerdings (auch ohne Nanotechnologie) wieder gesellschaftliche Konsequenzen nach sich, da im Grunde selbstreplizierende, sich selbst wartende Systeme jene Aufgaben wahrnehmen, die in einem spannenden Setting eigentlich von Menschen bewältigt werden sollten. Fracht können auch Robotfrachter von A nach B transportieren. Kriege zu Land, Luft, See oder im All könnten Drohnen ausfechten. Die ganze gefährliche Raumfahrt und unangenehme Arbeit könnten Maschinen erledigen, während sich die Menschen, rundum bestens versorgt und persönlich konfliktbefreit, einen ewigen Lenz machen.
--- Ende Zitat ---
Ja, und bei den SCs handelt es sich dann um Roboter, die für ihren Besitzer Aufträge erledigen.
Zumindest bei Transhuman Space habe ich es als sehr spannend empfunden, mal keine Menschen zu spielen, sondern auch mal eine Gruppe aus Robotern, Schiffs-KI, Uplifts und Bioroids.
Natürlich ist der von dir gewählte Ansatz auch denkbar, dass es noch keine KIs gibt und die Roboter alle einer relativ primitiven Programierung folgen. (Und dass für die Kreativität immer noch Meschen zuständig sind, die dann Probleme, die von zu dummen Robotern geschaffen wurden, beseitigen müssen.)
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