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[SF: Redshift] Setting-Hintergrund
Feuersänger:
--- Zitat von: Captain am 12.01.2011 | 10:56 ---Sag mal, was hältst du eigentlich grundlegend von Orbitalliften. Klar, für Menschen untauglich, weil zu langsam. Aber Materialtransport sollte sich so sehr kostengünstig machen lassen.
--- Ende Zitat ---
Wenig. Erstmal ist nicht klar, ob überhaupt technisch machbar - wenn ich das richtig verstehe, bieten nichtmal Kohlenstoffnanoröhren die nötige Festigkeit. Aber nehmen wir mal an, man könnte den Weltraumlift bauen. Dann ist auch unklar, wie teuer der Spaß wäre. Die Nutzlast eines Weltraumlifts ist begrenzt, und somit auch die tägliche Kapazität. Die Angaben zu den Kosten pro Nutzlast widersprechen sich ebenfalls und schwanken zwischen $100 und $3000 pro kg. Dagegen soll die Bifröst Bridge angeblich (laut Atomic Rockets) nur bei $20/kg liegen, bei fast unbegrenzter Nutzlastkapazität.
Yerho:
--- Zitat von: Feuersänger am 11.01.2011 | 19:52 ---Wie kommst du jetzt auf Bussard-Ramjets? Ich verwende die nicht, dazu sind die zu inpraktikabel.
--- Ende Zitat ---
Das war die Antwort auf den Hinweis mit der "Kzinti-Lektion", da die Menschheit Fusionsantriebe nach dem Prinzip des Bussard-Ramjet verwendete. Für dieses Setting praktikabel halte ich die ansonsten auch nicht.
--- Zitat ---Wahr ist, dass meine Antriebstechnologie ziemlich gute Beherrschung von Magnetfeldern voraussetzt. Und wenn man für den Antrieb Felder von soundsoviel Tesla fein und präzise erzeugen und manipulieren kann, kann man das natürlich auch für Coilguns oder Partikelstrahlenschilde genauso. (Da sehen die Prognosen sogar ziemlich gut aus; heute kommen wir schon bis auf 45 Tesla; und allein mit Supraleitertechnologie müssten 100 bis 200 Tesla im Bereich des Möglichen sein.)
--- Ende Zitat ---
Dazu gleich mal eine Frage, die ich mir ohne spezifisches Wissen nicht selbst beantworten konnte: Nehmen wir an, am würde bei einem Raumschiff eine Art "Schleppköder" ausschleusen, der mit dem Schiff durch eine Trosse verbunden und im Grunde nur aus einer Spule aus einem widerstandsfähigen Material (bzw. mit einem solchen Mantel) besteht und an dem ein starkes elektromagentisches Feld induziert wird. Wäre das nicht theoretisch geeignet, um diverse schädliche Effekte vom Schiffsrumpf abzulenken? Der Energieaufwand müsste Pi mal Daumen sogar geringer sein als bei einem projizierten Schild.
--- Zitat ---Ja, das mit den Containern ist grundsätzlich schon so angedacht. Prinzipiell wäre es wohl auch kein Problem, aus den Containern "weapon pods" zu machen.
--- Ende Zitat ---
Ich meine mich zu erinnern, dass wir ihn einem früheren Thread schon einmal an generell modularen Schiffskonzepten getüftelt haben. Einem Antriebssegment ist es ja letztlich egal, ob da nun Fracht- und Crewmodule oder Werfer für Partikel- und/oder ballistische Waffen dranhängen.
Zur ganzen Tarnungsproblematik: Mir geht es ausdrücklich nicht darum, dass man sich anschleichen (oder auch nur verstecken) kann. Dass das unmöglich ist, darüber sind wir uns einig. Es geht darum, die konkrete Position möglichst lange unklar zu halten. Raumkampftaktiken basieren meines Erachtens darauf, dass man sich möglichst die erste Salve sichert, weil diese bereits kampfentscheidend sein kann und ohnehin niemand den Treibstoff für langes Geplänkel übrig hat. Zwar wird diese erste Salve das feindliche Schiff nicht zerstören, da dessen Rumpf deutlich mehr vertragen kann, aber externe Komponenten wie Waffenemitter, Sensoren etc. werden dadurch stark in Mitleidenschaft gezogen.
Es geht letztlich auch gar nicht darum, dass feindliche Schiff in Schlacke zu verwandeln (Das wäre sogar Zeit- und Energieverschwendung ...), sondern darum, es blind/taub und kampfunfähig zu machen - für Piraten ist es dann eine gute Beute, in regulären Kriegen unschädlich. Man muss dann nicht einmal mehr den Antrieb lahmlegen, denn ohne Möglichkeit zur Positionsbestimmung kann der Gegner auch nicht mehr fliehen.
Im Prinzip könnte man sogar soweit gehen, dass Schiffsrümpfe (gemessen an der Waffenleistung) nahezu unkaputtbar sind, wodurch Raumkämpfe sehr taktisch werden und auf Wunsch der Enterkampf viel mehr Bedeutung bekommt. Zivile Frachter werden sich vermutlich ergeben, wenn sie stillgelegt sind, statt sich auf einen Nahkampf mit Piraten einzulassen. Bei lahmgelegten Schiffen militärischer Besatzung dürften sich diese allerdings dagegen wehren, dass sich der Feind des Schiffes bemächtigt, während der Feind wiederum das Schiff nicht auf Dauer links liegen lassen kann, weil dort natürlich daran gearbeitet wird, es wieder flott (und evtl. sogar wieder kampfbereit) zu machen.
Daraus ergibt sich als nächster Punkt, inwieweit man EMP als Waffe in Betracht zieht. Der Rumpf dürfte zu gut geschirmt sein, aber nach außen gehende Systeme (Waffen, Sensorik) kann man logischerweise nicht abschirmen, sondern allenfalls per Schutzabschaltung sichern. Wobei das Abschalten von Waffen und Sensoren während einer Kampfhandlung natürlich wenig erstrebenswert ist. ;)
Captain:
--- Zitat von: Feuersänger am 12.01.2011 | 11:32 ---Dagegen soll die Bifröst Bridge angeblich (laut Atomic Rockets) nur bei $20/kg liegen, bei fast unbegrenzter Nutzlastkapazität.
--- Ende Zitat ---
Oh, die kannte ich noch nicht.
Seh ich das richtig? Das ist quasi ein Flugzeug mit Luftatmendem Triebwerk, das seine Energie von nem Bodenlaser bezieht? Irre.
Feuersänger:
Ja, genau! :) Also ein Staustrahltriebwerk, das von unten/hinten mit einem Laser angeleuchtet wird. Der Laser wird parabolisch gebündelt und erhitzt durch den Brennpunkt strömende Luft. Wumm. Braucht auch keinen Sauerstoff, weil nichts verbrannt wird. Innerhalb der Atmosphäre quasi unbegrenzter spezifischer Impuls. Ab wo die Luft zu dünn wird, wird mitgeführtes Wasser als Reaktionsmasse eingespritzt.
Heutzutage sieht das so aus: http://www.youtube.com/watch?v=5_9ac-w4DW8
Das dann eben hochskaliert auf Multi-Gigawattlaser - da geht was.
Captain:
Wenn man bedenkt, daß man die Energie des Lasers sehr viel direkter umgesetzt werden kann als chemische Triebmasse, wird man noch nichtmal allzu viel Wasser mitschleppen müssen. Man muß ja nur in der Athmosphäre genug Geschwindigkeit aufbauen und kann dann die Trägheit einen guten Teil des Rests bis zum Umschlaghafen im Orbit machen lassen.
Mehr Wirkungsgrad, geringere Baukosten, deutlich geringere Laufzeitkosten, und das ganze mit Technik die quasi schon existiert
Ich kann gut verstehen, warum du das als sehr viel wahrscheinlichere Lösung betrachtest.
Ich bin gerade voll fasziniert...
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