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[SF: Redshift] Setting-Hintergrund
Chaos:
--- Zitat von: Captain am 12.01.2011 | 14:40 ---Ich bin gerade voll fasziniert...
--- Ende Zitat ---
Aber hallo!
Chaos:
Mal was anderes... wie groß ist der besiedelte Teil des Weltraums eigentlich?
Also zum einen, wie viele Lichtjahre liegen so im Schnitt zwischen zwei angrenzenden Kolonien - und damit, wie viele Sprünge muss man im Schnitt machen, um von einer Kolonie zur nächsten zu kommen?
Und zum anderen, wie viele Kolonien gibt es größenordnungsmäßig? Ich hatte bisher als Vorstellung irgendwas von einigen Dutzend bis um die 100 im Hinterkopf - kommt das hin?
Feuersänger:
Uff, da hat sich ja wieder einiges angesammelt...
--- Zitat von: Chaos der Zensierte am 12.01.2011 | 10:36 ---Wobei, wenn Belgien nicht Teil dieses Staates ist, könntest du es in Flandern und Wallonien aufteilen. Oder du teilst es auf, und nur einer der beiden Teile tritt bei. Vielleicht ist Wallonien Teil des Europastaats, und Flandern ist mit den Niederlanden fusioniert.
--- Ende Zitat ---
Wird sich nicht lohnen. Ich gehe ja auch von Global Warming aus, teilweise geschmolzene Polkappen, Gletscher usw., da werden eh weite Teile der Low Countries abgesoffen sein. Die Reste wären wahrscheinlich alleine nicht lebensfähig, aber in den größeren Staat integriert können sie nützlich sein.
Ich weiß aber noch nicht, um wieviel der Meeresspiegel gestiegen sein soll. Maximum bei einer komplett eisfreien Welt wären wohl 170 Meter, das wär aber echt krass:
http://newsimg.bbc.co.uk/media/images/44476000/gif/_44476707_sea_level629x380.gif
Halb Südamerika, halb Europa, selbst halb Russland stünde unter Wasser, sowie die dichtestbesiedelten Regionen Chinas, und so weiter... Da wäre zwar _wirklich_ der Anreiz da, den Laden zu verlassen, aber wenn die halbe Infrastruktur abgesoffen ist, wird es mit der Wirtschaftskraft nicht mehr weit her sein.
Also das ist mir etwas zu krass, zu kompliziert um es komplett durchzudenken.
Ah jetzt weiss ich: der Meeresspiegel ist bereits ein gutes Stück gestiegen, vielleicht so 20 Meter, und steigt unaufhaltsam weiter. Die interstellare Umsiedlung ist also auch ein Rennen gegen die Zeit.
--- Zitat ---Bis auf Brasilien und vielleicht Indonesien dürften alle Staaten in Äquatornähe Third Tier sein; das könnte eine gute Möglichkeit für sie sein, doch noch einen kleinen Anteil am Weltraum-Boom zu bekommen
--- Ende Zitat ---
Ja, das klingt ganz brauchbar. Wenn die Nordler clever sind, suchen sie sich einen Andenstaat aus und bauen eine Startrampe ans Gebirge ran. ;)
Nun zu Yerhos Beitrag:
--- Zitat ---Nehmen wir an, am würde bei einem Raumschiff eine Art "Schleppköder" ausschleusen, der mit dem Schiff durch eine Trosse verbunden und im Grunde nur aus einer Spule aus einem widerstandsfähigen Material (bzw. mit einem solchen Mantel) besteht und an dem ein starkes elektromagentisches Feld induziert wird. Wäre das nicht theoretisch geeignet, um diverse schädliche Effekte vom Schiffsrumpf abzulenken? Der Energieaufwand müsste Pi mal Daumen sogar geringer sein als bei einem projizierten Schild.
--- Ende Zitat ---
Ich halte das für wenig praktisch. Erstens musst du aufpassen, dass die Schlepptrosse nicht in den Antriebsstrahl gerät. Zweitens können die Partikel ja aus jeder Richtung kommen (kosmische Strahlung besteht großteils aus Protonen), und da ist dann zwangsläufig das Schiff immer irgendwo im Windschatten. Ich weiß ehrlich gesagt auch nicht, ob man einen gerichteten Strahl auf die Weise ablenken könnte. Möglich wärs. Aber Partikelwaffen sind eh ungebräuchlich, weil sie eben so leicht von Magnetfeldern abzublocken sind.
--- Zitat ---Im Prinzip könnte man sogar soweit gehen, dass Schiffsrümpfe (gemessen an der Waffenleistung) nahezu unkaputtbar sind, wodurch Raumkämpfe sehr taktisch werden und auf Wunsch der Enterkampf viel mehr Bedeutung bekommt.
--- Ende Zitat ---
Das wäre sogar tatsächlich einigermaßen möglich. Ich glaub, das hatten wir schonmal im Technikthread. Man muss dazu nur settingintern die minimale Wellenlänge der Laser begrenzen - und die hängt wiederum klassischerweise mit der Baugröße der Laser zusammen (bei FE-Lasern ist das evtl anders, aber da kenn ich mich nicht so aus). Bis zu einer bestimmten Frequenz kann ein Laserstrahl nämlich zu großen Teilen (90-99%) reflektiert werden. Wenn man also die Außenhaut des Schiffes "verspiegelt", können die meisten Laser mit gewöhnlichen Treffern nicht viel Schaden anrichten. Verwundbar bleiben so natürlich Bauteile, die sich nicht verspiegeln lassen, z.B. Radiatoren, aber das ist ja auch nichts neues.
Coilguns wiederum stanzen freilich Löcher in die Außenhaut (und beschädigen dabei auch eine verspiegelte Oberfläche), aber dank Raumfachwerkbauweise mit mehreren Hüllenschichten (Whipple-Prinzip) verlieren die auch viel von ihrem Schrecken.
--- Zitat ---Daraus ergibt sich als nächster Punkt, inwieweit man EMP als Waffe in Betracht zieht.
--- Ende Zitat ---
Fragt sich, wie man den EMP erzeugt. Atombomben generieren nämlich nur innerhalb der Atmosphäre einen EMP. Es gibt aber auch nichtnukleare E-Bomben, die auch im Vakuum funktionieren würden. Zitat Atomic Rockets:
These tend to be short range, on the order of hundreds of meters, and they do obey the inverse square law. The defense is enclosing all electrical devices in Faraday cages. It is amusing to note that vacuum tube technology is much less vulnerable to EMP than are transistors.
Klingt nach keiner besonders interessanten Waffe. Bevor die in gefährlicher Nähe angekommen ist, haben die Point-Defense Systeme die längst abgepflückt. Außerdem müssen Schiffssysteme sowieso Rad-hard sein. Die wichtigsten Systeme in faradaysche Käfige einzubauen, dürfte auch nicht besonders schwierig sein. Womöglich gehört das sogar zum Standardschutz gegen kosmische Strahlung.
--- Zitat von: Chaos der Zensierte am 12.01.2011 | 19:39 ---Mal was anderes... wie groß ist der besiedelte Teil des Weltraums eigentlich?
--- Ende Zitat ---
Gute Frage. Ich hab mir wie gesagt gedacht, dass die maximale Sprungweite eines Schiffes so bei etwa 10-20 Lichtjahren liegt - das lässt sich aber bei Bedarf noch tweaken. Wie eine gezielte Recherche ergibt, befinden sich bereits im Umkreis von 50 Lichtjahren um "Sol" ziemlich genau 1000 Sterne. Davon sind ca. 200 potentiell habitabel (d.h. sind weder zu schwach noch zu heiss und könnten einen Planeten in der habitablen Zone haben).
50 Lichtjahre sage ich gerade deshalb, weil es da schon eine fertige Sternkarte gibt. Die Entfernungen (auf den Linien) sind in Parsec angegeben.
Na, weckt das Erinnerungen an Frontier? ^^ Wenn wir da entsprechend optimistisch sind, können also schon in dieser 100 Lichtjahre durchmessenden Sphäre mehrere "Goldilocks"-Planeten erfunden werden. Und man könnte diese Sphäre in ca. 10 Sprüngen einmal durchqueren.
Damit sind natürlich keine hunderte Kolonien möglich. Aber es reicht ja schon, wenn es für jede First-Tier-Nation einen angenehmen Planeten gibt. Mit "angenehm" meine ich atembare Atmosphäre, tolerierbare Oberflächentemperatur, Wasservorkommen, vernünftige Schwerkraft, keine tödliche Strahlung und keine Asteroidenzielscheibe. Im Folgenden nenne ich das kurz "Freiluftwelten".
Da komme ich nach momentaner Zählung auf einen Bedarf von maximal 10 Stück.
Mir ist natürlich vollkommen klar, dass das eine utopische Quote ist. Wahrscheinlich bräuchte man für 10 Freiluftwelten eher einen Umkreis von 1000 Lichtjahren oder mehr. Aber dann müsste ich das FTL-Konzept nochmal komplett überarbeiten (liefe auf Wurmlöcher hinaus) und müsste auch die konkreten Raumkarten durch abstrakte ersetzen.
Gehen wir mal von diesem Maßstab aus: 50 Lj. Radius ergibt ca. 500.000 Kubik-Lichtjahre Volumen. Darauf 10 1a-Planeten verteilt macht im Durchschnitt 27 Lichtjahre Abstand zwischen zwei Nachbarn. Das ist erstmal unintuitiv, aber ergibt sich eben daraus, dass der Weltraum dreidimensional ist. Man benötigt also im Schnitt 2 bis 3 Sprünge zwischen zwei Freiluftwelten. Ich würde sagen, das passt. Oder man geht davon aus, dass die Menschen nur so lange erforscht haben, bis die Freiluftwelten gefunden waren; dann sind diese relativ nah am Rand dieser Sphäre. Wär auch in Ordnung.
Dazu können nochmal jede Menge Sonnensysteme ohne Freiluftwelt hinzukommen, und dann halt noch knapp 800 nicht habitable Sterne.
Chaos:
--- Zitat von: Feuersänger am 12.01.2011 | 23:20 ---Wird sich nicht lohnen. Ich gehe ja auch von Global Warming aus, teilweise geschmolzene Polkappen, Gletscher usw., da werden eh weite Teile der Low Countries abgesoffen sein. Die Reste wären wahrscheinlich alleine nicht lebensfähig, aber in den größeren Staat integriert können sie nützlich sein.
Ich weiß aber noch nicht, um wieviel der Meeresspiegel gestiegen sein soll. Maximum bei einer komplett eisfreien Welt wären wohl 170 Meter, das wär aber echt krass:
http://newsimg.bbc.co.uk/media/images/44476000/gif/_44476707_sea_level629x380.gif
Halb Südamerika, halb Europa, selbst halb Russland stünde unter Wasser, sowie die dichtestbesiedelten Regionen Chinas, und so weiter... Da wäre zwar _wirklich_ der Anreiz da, den Laden zu verlassen, aber wenn die halbe Infrastruktur abgesoffen ist, wird es mit der Wirtschaftskraft nicht mehr weit her sein.
Also das ist mir etwas zu krass, zu kompliziert um es komplett durchzudenken.
--- Ende Zitat ---
Als jemand, der 150 Meter über dem Meerespiegel wohnt, finde ich 170 Meter Anstieg ebenfalls zu krass. ;D
Dänemark ist komplett weg, wie ich sehe. Na ja, die höchste Erhebung in Dänemark ist halt ein Hochhaus in Kopenhagen. >;D
--- Zitat ---Ah jetzt weiss ich: der Meeresspiegel ist bereits ein gutes Stück gestiegen, vielleicht so 20 Meter, und steigt unaufhaltsam weiter. Die interstellare Umsiedlung ist also auch ein Rennen gegen die Zeit.
--- Ende Zitat ---
Ja... am Horizont dräuende Katastrophe... Torschlusspanik... Rette sich, wer kann... nicht genug Zeit und Kapazität für alle, die weg wollen - das ist der Stoff, aus dem Dramen gemacht sind.
--- Zitat ---Ja, das klingt ganz brauchbar. Wenn die Nordler clever sind, suchen sie sich einen Andenstaat aus und bauen eine Startrampe ans Gebirge ran. ;)
--- Ende Zitat ---
Wieviel Platz braucht sowas eigentlich? Ein paar Quadratkilometer?
--- Zitat ---Gute Frage. Ich hab mir wie gesagt gedacht, dass die maximale Sprungweite eines Schiffes so bei etwa 10-20 Lichtjahren liegt - das lässt sich aber bei Bedarf noch tweaken. Wie eine gezielte Recherche ergibt, befinden sich bereits im Umkreis von 50 Lichtjahren um "Sol" ziemlich genau 1000 Sterne. Davon sind ca. 200 potentiell habitabel (d.h. sind weder zu schwach noch zu heiss und könnten einen Planeten in der habitablen Zone haben).
50 Lichtjahre sage ich gerade deshalb, weil es da schon eine fertige Sternkarte gibt. Die Entfernungen (auf den Linien) sind in Parsec angegeben.
--- Ende Zitat ---
Ich kriege da nur eine Fehlermeldung, dass ich mich registrieren soll. Aber ich habe irgendwo noch eine entsprechende Datei für Astrosynthesis, die werde ich mal wieder rauskramen. Da müsste auch was für größere Radii dabei sein.
--- Zitat ---Na, weckt das Erinnerungen an Frontier? ^^ Wenn wir da entsprechend optimistisch sind, können also schon in dieser 100 Lichtjahre durchmessenden Sphäre mehrere "Goldilocks"-Planeten erfunden werden. Und man könnte diese Sphäre in ca. 10 Sprüngen einmal durchqueren.
Damit sind natürlich keine hunderte Kolonien möglich. Aber es reicht ja schon, wenn es für jede First-Tier-Nation einen angenehmen Planeten gibt. Mit "angenehm" meine ich atembare Atmosphäre, tolerierbare Oberflächentemperatur, Wasservorkommen, vernünftige Schwerkraft, keine tödliche Strahlung und keine Asteroidenzielscheibe. Im Folgenden nenne ich das kurz "Freiluftwelten".
Da komme ich nach momentaner Zählung auf einen Bedarf von maximal 10 Stück.
Mir ist natürlich vollkommen klar, dass das eine utopische Quote ist. Wahrscheinlich bräuchte man für 10 Freiluftwelten eher einen Umkreis von 1000 Lichtjahren oder mehr. Aber dann müsste ich das FTL-Konzept nochmal komplett überarbeiten (liefe auf Wurmlöcher hinaus) und müsste auch die konkreten Raumkarten durch abstrakte ersetzen.
Gehen wir mal von diesem Maßstab aus: 50 Lj. Radius ergibt ca. 500.000 Kubik-Lichtjahre Volumen. Darauf 10 1a-Planeten verteilt macht im Durchschnitt 27 Lichtjahre Abstand zwischen zwei Nachbarn. Das ist erstmal unintuitiv, aber ergibt sich eben daraus, dass der Weltraum dreidimensional ist. Man benötigt also im Schnitt 2 bis 3 Sprünge zwischen zwei Freiluftwelten. Ich würde sagen, das passt. Oder man geht davon aus, dass die Menschen nur so lange erforscht haben, bis die Freiluftwelten gefunden waren; dann sind diese relativ nah am Rand dieser Sphäre. Wär auch in Ordnung.
Dazu können nochmal jede Menge Sonnensysteme ohne Freiluftwelt hinzukommen, und dann halt noch knapp 800 nicht habitable Sterne.
--- Ende Zitat ---
Eine Freiluftwelt pro Großmacht bedeutet auch, dass auf und bei jeder dieser Welten tierisch viel los ist, es also vermutlich wenig bis gar keine verschlafenen "Provinznester" gibt. Das heißt auch, jede Großmacht wird sich mit aller Macht auf diese eine Kolonie konzentrieren, was wiederum die Beschäftigungsmöglichkeiten für Freischaffende wie die typische SC-Gruppe reduziert.
Wenn du nicht die Goldilocks-Quote noch weiter raufschrauben willst, was wohl dein Szenario zu "weich" machen würde, könntest du auch noch eine Reihe von Welten aufführen, die entweder bewohnbar sind, wenn man den Begriff etwas weiter auslegt (vielleicht ist die Luft nur gerade eben so atembar, die Schwerkraft ziemlich ungesund, oder es sind nur bestimmte Klimazonen warm/kalt genug, oder man muss erstmal ordentlich Wasser herschaffen), oder die mit entsprechendem Aufwand bewohnbar gemacht werden könnten, bevor es auf der Erde zu spät ist (wie Mars zum Beispiel). Dann schnappen sich die First Tier eben die Sahnestücke unter den Kolonien, und alle anderen müssen sich mit den nicht so schönen Welten zufrieden geben.
Natürlich können auf die First Tier aufgehört haben, zu erforschen, nachdem sie jeweils ihre Welt gefunden haben, aber die anderen Mächte haben weitergesucht und weiter draußen was gefunden.
Wobei ich gerade mal im Kopf durchgerechnet habe, was diese Umsiedelung für ein irrer Aufwand ist. Gehen wir mal optimistisch von der Weltbevölkerung von 10 Milliarden aus (pessimistisch wäre sie noch größer), von der auch nur 10% umgesiedelt werden sollen - das wäre 1 Milliarde. Gehen wir davon aus, dass die Bevölkerung der Erde stabil bleibt, und dass etwa 280 Jahre Zeit für die Umsiedelung sind (insgesamt 100.000 Tage). Dann kommen wir auf 10.000 Siedler pro Tag, plus entsprechende Mengen an Fracht, um die nötige Infrastruktur in den Kolonien aufzubauen. :o, sehr vorsichtig ausgedrückt. Von den Kosten, die das verursacht, mal ganz abgesehen... und das alles, während die halbe industrielle Basis nasse Füße bekommt.
Feuersänger:
Raumhafen:
Die Länge einer "Startrampe" haben, die das Shuttle erstmal magnetisch beschleunigen soll, hängt von der gewünschten Beschleunigung, maximalen Masse und Endgeschwindigkeit ab. Will man z.B. 20 Tonnen mit 1G auf 1500m/s bringen (Mach 5), müsste die Rampe 115km lang sein und würde ein Magnetfeld von 7 Tesla erfordern. Aufgrund des Luftwiderstandes müsste das ein Tunnel sein, der gegen Ende z.B. an einem Berg hoch mündet.
Gibt man sich hingegen schon mit Mach 2 zufrieden und akzeptiert 2G Beschleunigung, könnte das selbe 20t-Fahrzeug mit 10 Tesla auf 11km Strecke auf Touren gebracht werden. Der Anlauf würde auch nur 33 Sekunden dauern.
Will man dann auch noch wesentlich größere Nutzlasten befördern, schlägt sich das auch wieder nieder.
Sternkarte:
Sehr seltsam, dass du da nicht zugreifen kannst. Probier es mal über folgenden Link:
http://www.projectrho.com/smap12.html#winch
Freiluftwelten:
was du sagst, ist sicher richtig, aber mir fällt kein plausibler Grund ein, warum eine Großmacht mehr als einen Planeten kolonisieren sollte. Das ist eh schon eine Mammutaufgabe, da die ganze Infrastruktur hinzubringen, die nötig ist, um den Planeten autark zu machen. Verteilt man seine Anstrengungen auf mehrere Planeten, dauert jedes einzelne Projekt umso länger. Und wie gesagt ist das Hauptproblem die Transportkapazität.
"Mäßig habitable" Planeten werden, wenn überhaupt, wohl nur von 2nd-Tier-Mächten in Kauf genommen, die nicht die Möglichkeit habenm lange nach einer guten Freiluftwelt zu suchen. Ich wüsste keinen Grund warum jemand, der eine Freiluftwelt besitzt, auch einen zweitklassigen Planeten besiedeln sollte. Eingeschränkte Klimazonen sind dabei nicht unbedingt tragisch; immerhin müssen dort ja nur maximal einige hundert Millionen Menschen unterkommen und nicht 10-20 Milliarden. Relativ knappe klimatisch günstige Flächen sind da also nicht so problematisch.
Und selbst wenn man da einen Grund konstruiert (z.B. Unmengen an Ressourcen) wird man da keine Freiwilligen finden, die sich so ein Leben antun, wenn sie wissen dass sie auch auf eine Freiluftwelt könnten. Wird also quasi nur mit Deportation und Zwangsarbeit funktionieren.
Wie schwierig es ist, signifikante Bevölkerungsmassen umzusiedeln, hast du ja schon herausgefunden. Gerade deshalb werden die bevölkerungsreicheren Staaten sich auf eine Verlegung ihrer Eliten beschränken. Dabei wird die Transportkapazität freilich nicht linear sein, sondern klein anfangen und exponentiell ansteigen, wenn immer mehr, immer größere, immer schnellere Schiffe in Dienst gestellt werden.
Jetzt hab ich inzwischen noch etwas gestöbert und mich über sonnenähnliche, sonnenanaloge und sonnengleiche ("solar twin") Sterne belesen. Es kommt dabei auf so Dinge wie Leuchtkraft, Temperatur, Masse und Metallizität an. Die 10 nächsten, sonnengleichen Sterne sind leider im Bereich von 100-200 Lichtjahren entfernt. Sonnenanaloge Sterne erfüllen etwas lockerer gefasste Anforderungen, und davon gibt es mehr, das sind 22 Einzelsterne im Umkreis von 50 Lichtjahren.
Die in den auf obiger Seite zu findenden Sternkarten als "potentiell habitabel" markierten Sterne, erfüllen dagegen folgende Anforderungen:
- mindestens 3 Milliarden Jahre alt
- Hauptreihenstern
- nicht variabel
- kann terrestrische Planeten besitzen (d.h. leidlich hohe Metallizität)
- ermöglicht eine stabile habitable Zone, d.h. kein Mehrfachsystem o.ä.
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