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[SF: Redshift] Setting-Hintergrund

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Feuersänger:

--- Zitat von: Knuddeloffensive am 13.01.2011 | 14:15 ---Reduziert sich die Leistungsfähigkeit nicht ohnehin dadurch, dass man keine handgewedelten Raumtemperatur-Superleiter hat?
--- Ende Zitat ---

Nicht unbedingt. Es reicht ja im Prinzip schon, wenn man heutige Hochtemperatursupraleiter hat, die mit flüssigem Stickstoff gekühlt werden können. Diese Technik ist relativ simpel und gut beherrschbar.
Zweitens, es stimmt, dass normale Laser einen Wirkungsgrad um 20% haben. Aber mit dem FEL = Free Electron Laser-Prinzip sind deutlich höhere Wirkungsgrade möglich; 65% hat man afaik schon erreicht. Eigentlich ist ein FEL kein Laser im eigentlichen Sinne, aber der Effekt ist der gleiche. Außerdem kann man mit einem FEL die Frequenz relativ leicht wechseln (das spielt jetzt hier keine so große Rolle), und schließlich habe ich mir sagen lassen, dass u.U. sogar die "Verlust"energie im System bleiben und neu verwendet werden kann.

--- Zitat ---als Abwehrmaßnahme auch eine Wolke Aluminiumstaub (o.ä.) zwischen sich und dem Angreifer zur Explosion bringen.
--- Ende Zitat ---

Ah, das Sandcaster-Prinzip. Das Prinzip ist bekannt, aber die Jury ist uneins, ob das was bringen würde. Die vorherrschende Meinung ist, dass es gescheiter ist, die gleiche Menge Material einfach als solide Panzerung zu verbauen. "Streuen" tut da nach meinem Dafürhalten gar nichts, weil wir hier von Waffenlasern reden, die die Partikel einfach verdampfen, und nicht von 1mW-Laserpointern die nichtmal heiße Margarine schmelzen könnten. Im schlimmsten Fall verwandelt der Laser die Partikel in Projektile, die auf das Schiff selbst einprasseln.


--- Zitat ---Coilguns sind gegen schnelle, bewegliche Ziele und die vermuteten Kampfentfernungen ohnehin recht nutzlos, eher gegen stationäre Ziele (auf berechenbaren Bahnen) effektiv und zudem eine sehr sperrige Angelegenheit.
--- Ende Zitat ---

Wie sperrig sie sind, hängt davon ab, wieviele Tesla man beherrschen kann, ohne dass einem die Spulen um die Ohren fliegen. Prinzipiell wäre es schon möglich, aus 8-10 Metern Rohrlänge was Ordentliches rauszuholen. Natürlich keine 100km/s, aber immerhin so ca. 15-30km/s, pi mal Daumen.

Die ideale Verwendung von Coilguns ist nicht unbedingt als Angriffs- sondern wie du schon vermutest als Abwehrwaffe. Die ideale Methode, um die kinetische Energie des ankommenden Projektils gegen es selbst zu wenden. Klappt auch bei Lenkwaffen. Wenn die Lenkwaffe mit 30km/s relativ reinkommt und du schießt sie mit 20km/s-Coilprojektilen ab, ist das für die Rakete, als würde sie mit 50km/s gegen eine Wand prallen. So schlimm muss dann auch die Kadenz nichtmal sein, du brauchst nur nen guten Feuerleitrechner. Aber natürlich hilft eine größere Kadenz auch; diese ist aber letzten Endes "nur" von den Megawatt abhängig.

Chaos:

--- Zitat ---Wird man wohl abwägen müssen, ob der reichlich vorhandene Bauplatz den Verlust von Eigenimpuls-Mitnahme wert ist.
--- Ende Zitat ---

Da sieht man mal, wie irre SF manchmal sein kann: da hat man geniale Technologien, die einen in kürzester Zeit quer durchs Sonnensystem bringen -- aber die 200km vom Erdboden zum Weltraum, die sind und bleiben schwierig. Der Impuls macht halt am Äquator etwa 500m/s aus -- von ca. 11.000m/s, die man für einen niedrigen Orbit braucht, ist das nicht vernachlässigbar, aber auch nicht uneinholbar.


--- Zitat ---Ist diese Zeit nur für den Flug vom Planet zum Sprungpunkt, oder auch für den Flug nach dem Sprung vom Sprungpunkt zum Zielplanet?
--- Ende Zitat ---

_Hauptsächlich_ für den Flug von Sprungpunkt zu Zielplanet.
Um den Vektor für den Sprung anzugleichen, braucht man im Durchschnitt 1-2 Tage, denke ich. Wenn du ein System nur auf der Durchreise betrittst, kannst du freilich sofort nach Ankunft anfangen, den Vektor für den nächsten Sprung aufzubauen.
Aber im Zielsystem musst du dann halt ca. 5-7AU zum endgültigen Ziel reisen, und das dauert halt so ungefähr nen Monat.

Chaos:

--- Zitat von: Feuersänger am 14.01.2011 | 01:04 ---Chaos:
Da sieht man mal, wie irre SF manchmal sein kann: da hat man geniale Technologien, die einen in kürzester Zeit quer durchs Sonnensystem bringen -- aber die 200km vom Erdboden zum Weltraum, die sind und bleiben schwierig. Der Impuls macht halt am Äquator etwa 500m/s aus -- von ca. 11.000m/s, die man für einen niedrigen Orbit braucht, ist das nicht vernachlässigbar, aber auch nicht uneinholbar.
--- Ende Zitat ---

Wie einer der Charaktere bei Mass Effect 2 so schön sagt: "Gravity is a bitch!"
Nebenbei... die "Isaac Newton is the deadliest son-of-a-bitch in space"-Standpauke könnte in dein Universum auch sehr gut passen.


--- Zitat ---_Hauptsächlich_ für den Flug von Sprungpunkt zu Zielplanet.
Um den Vektor für den Sprung anzugleichen, braucht man im Durchschnitt 1-2 Tage, denke ich. Wenn du ein System nur auf der Durchreise betrittst, kannst du freilich sofort nach Ankunft anfangen, den Vektor für den nächsten Sprung aufzubauen.
Aber im Zielsystem musst du dann halt ca. 5-7AU zum endgültigen Ziel reisen, und das dauert halt so ungefähr nen Monat.

--- Ende Zitat ---

Ach, richtig, abspringen geht von überall her, nur Ankunft ist immer am Sprungpunkt.

Mir ist da noch was eingefallen... wie werden Kolonisten eigentlich transportiert? Als Passagiere, oder irgendwie eingefroren oder im Tiefschlaf als Fracht? Letzteres wäre sicher praktischer, weil man die Leute schon auf der Erde in aller Ruhe "einpacken" und erst am Zielort wieder "auspacken" kann, anstatt sich über Wochen und Monate mit mit nörgelnden Kindern und Raumkranken, die in Schwerelosigkeit alles vollreiern, herumärgern zu müssen - von der Ersparnis an Luft, Wasser und Nahrung während des Fluges ganz zu schweigen. Bei den Massen, die transportiert werden müssen, ist es ja wahrscheinlich sowieso die einzige praktikable Methode.

Captain:
Naja, immerhin reden wir nicht von Jahren bis Jahrzehnten sondern von Wochen bis Monaten an Reisezeit. Da mag der Aufwand des Einfrier und Auftauprozesses womöglich die Kosten für Nahrung stark relativieren.

Schwerelosigkeit wirds so viel gar nicht geben, wenn man bedenkt, daß ein Großteil der Strecke im Beschleunigungs bzw Verzögerungsflug verbracht wird. Dadurch wird auch Schwerkraft so ganz nebenbei erzeugt. Ich behaupte sogar, daß die an Bord erzeugte Schwerkraft der stärkste Hemmschuh für den Schub darstellt, weil Besatzungen ja auch nur bgrenzt vie aushalten. Weniger als Maschinen jedenfalls.

Funktionalist:
Tanks mit Wasser und diesem Sauerstoffgel in den Lungen und unterstütztem Kreislauf könnten dann auch Beschleunigungen von 15G und mehr über längere Zeit möglich machen...

Feuersänger:
Himmel, da muss ich euch enttäuschen, da seid ihr auf nem falschen Dampfer. ^^ Vergesst Wassertanks, vergesst Sauerstoffgel!
Eigentlich gehört sowas eher in den Tech-Thread, aber sei's drum:

Wahr ist zwar, dass moderne Schiffe den Großteil der Strecke unter Schub zurücklegen. ABER die dabei erreichten Beschleunigen halten sich nur im centi-G-Bereich auf! Also sowas wie 0,3m/s².  Das reicht also längst nicht für Standardschwerkraft: ein Gegenstand aus 1 Meter Höhe fallengelassen braucht über 2 Sekunden bis zum Boden.

Das betrifft jetzt die Konversionsantriebe der 2. Generation, mit V_e 1000km/s. Die der 1. Generation mit V_e 300 km/s haben deutlich längere Reisezeiten und kürzere Brennphasen. Diese werden also vielleicht noch mit Zentrifugen für künstliche Schwerkraft ausgestattet sein. Die kosten natürlich wieder Masse, was indirekt die Reisezeiten abermals verlängert.

Für Schiffe der 2. Generation wären Zentrifugen also erstens nicht praktikabel, weil das Schiff ja meistens unter Schub läuft, und zweitens nicht notwendig, weil die kürzeren Reisezeiten auch in Mikroschwerkraft zu ertragen sind. Die Massenersparnis wiederum verkürzt die Reisezeiten nochmals -- nennen wir es die Fortschrittsdividende. ^^

Nun zur Frage, wie Kolonisten befördert werden: erstmal möchte ich darauf hinweisen, dass "Tiefschlaf" nicht automatisch gleich "Cryoschlaf" heissen muss. Im Gegenteil, Cryoschlaf gibt's bei mir gar nicht. Es wäre aber denkbar, dass die Kolonisten auf Massentransporten für die Dauer des Fluges sediert werden, mit Versorgung per Tropf und so. Kann vielleicht so oder so gehandhabt werden.

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