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[SF: Redshift] Setting-Hintergrund
mat-in:
Es gibt auch Spiele, die Cyberware nach "platz" limitieren. Ein Computer braucht 2 von 4 Optionsplätzen im Arm oder 2 von Zwei im Kopf, etc. Das Problem hier dran ist, das dich eigentlich niemand daran hindert, den Computer außen auf den Arm zu kleben oder dir Arme anfertigen zu lassen dick wie Baumstämme...
Eulenspiegel:
@ URPG
Wenn ich den Computer außen am Arm befestige, würde ich das nicht mehr Cyberware sondern Armbanduhr nennen. ;)
@ Chaos und Feuersänger
Ja, dass das Gehirn den Input durch die Cyberware irgendwie verarbeiten muss, kann man auch als Limitation nutzen.
Hier würde ich allerdings unterscheiden, wie nun die Verarbeitung genau aussieht.
Ich erkläre das mal anhand ein paar kurzer Beispiele:
- Mensch lässt sich einen Arm entfernen und setzt sich dafür einen künstlichen Arm ein:
Sollte keine Probleme geben, da die Steuerung des neuen Arms genau wie beim Alten läuft. (Die Technik dafür ist sogar heutzutage schon fast vorhanden: Nervenimpulse des Gehirns werden an den Arm geleitet, dort werden sie von einem Computer interpretiert und an die Servomotoren weitergeleitet.)
- Mensch lässt sich einen dritten Arm implantieren.
Hier kommt es zu Problemen: Das menschliche Gehirn ist nur dafür konzipiert, 4 Gliedmaßen zu steuern. Wenn es plötzlich ein 5. Gliedmaß zu steuern gibt, könnte dies das Gehirn belasten.
- Mensch lässt sich ein künstliches Augen mit Restlichtverstärkung einbauen. Die Restlichtverstärkung wird automatisch ein- bzw. ausgeschaltet.
Das sollte für das Gehirn kein großes Problem bereiten. Evtl. bereitet es Kopfschmerzen, wenn es plötzlich heller wird, weil der Computer die Restlichtverstärkung eingeschaltet hat, obwohl der Mensch es etwas dunkler haben will, um zu schlafen. Aber von solchen Kleinigkeiten abgesehen, kein großes Problem.
- Der Mensch will die Restlichtverstärkung nicht vom Computer steuern lassen, sondern sie selber mental steuern. Das bereitet schon eher ein Problem, da das Gehirn darauf nicht vorbereitet ist.
- Der Mensch kann UV-Licht sehen. Das UV-Licht wird aber nicht als zusätzliche Farbe ans Gehirn weitergeleitet, sondern, alles was die Kameras als UV-Licht wahrnehmen, wird als "lila" ans Gehirn gesendet.
Kein Problem für das Gehirn.
- Der Mensch kann UV-Licht sehen und dieses wird auch als eine zusätzliche Farbe ans Gehirn geleitet. - Das ist ein Problem, da das menschliche Gehirn nur rot, grün, blau sowie hell wahrnehmen kann. Eine weitere Farbe würde das Gehirn als stark fordern.
Pyromancer:
--- Zitat von: Feuersänger am 17.07.2008 | 21:07 ---Grundsätzlich und intuitiv würde ich es durchaus irgendwie begrenzen.
Das mit der Energieversorgung ist schonmal ein guter Ansatz. Mit körpereigener Energie kann man sicher nur relativ kleine Systeme betreiben. Die Ruheleistung eines Menschen beträgt etwa 80-100 Watt, die Belastungsleistung (also ca. Puls 170) kann etwa dreimal so hoch sein. Das teilt sich auf in die eigentliche mechanische Arbeit, die z.B. die Gliedmaßen bewegt, und die Abwärme, die ebenso benötigt wird, um die Körpertemperatur auf 37° zu halten. Da lassen sich sicherlich ein paar Prozent abzweigen, aber es dürften recht eng gesteckte Grenzen sein.
--- Ende Zitat ---
Ich empfehle als Lektüre von Eschbach "Der Letzte seiner Art". Zum Thema Cyberware (und den Nebenwirkungen derselben) ist das noch das vernünftigste, was ich bisher so gelesen habe. Ah, das, und die "Ring"-Episode von Global Frequency.
mat-in:
--- Zitat von: Eulenspiegel am 17.07.2008 | 23:18 ---@ URPG
Wenn ich den Computer außen am Arm befestige, würde ich das nicht mehr Cyberware sondern Armbanduhr nennen. ;)
--- Ende Zitat ---
Na, außen im Sinne von "den Körper Expandieren"... Warum nicht den Cyberarm etwas größer machen im Gehäuse, das drinnen mehr Platz ist? Wenn ich meinen Unterarm, vor dem Ellenbogen ist er 11cm breit auf 14cm Breite baue sind das 162% des Volumens und ist noch nicht mal abartig auffällig.
Feuersänger:
Ich dachte bei der handelsüblichen Cyberware in der Tat mitnichten an Hulk-Gliedmaßen, Cyberguns oder eingebaute Vollpanzerung. Sondern eher so praktische und bequeme Sachen wie Datalinks, die Daten und Informationen direkt aus dem Computernetz ins Hirn einspeisen können und umgekehrt. Computer brauchen keine Tastatur mehr und nichtmal Displays - es passiert alles direkt in deinem Kopf. Sowas wird, wie auch schon in Shadowrun, die Allerweltscyberware für jedermann sein.
Weiters stelle ich mir spezielle Bodyware für Raumfahrer vor. Zum Beispiel einmalig von Naniten durchgeführte Verstärkungen der Blutgefäße, um hohen G-Kräften besser zu widerstehen. Und auch umgekehrt Knochen- und Muskelmodifikationen, um längere Aufenthalte unter Schwerelosigkeit besser wegstecken zu können.
Ähnliche Technologien könnten für Siedler interessant sein, deren neue Heimat eben nicht genau die gleiche Schwerkraft wie die Erde hat. Ebenso wie - ganz wichtig - verbesserte Immun- und Biofiltersysteme, die die Siedler gegen außerirdische Gefahren wie fremde Mikroorganismen schützen. Oder auch solche Systeme, die es ermöglichen, die fremden Proteine zu verdauen, die sich auf solchen Planeten entwickelt haben könnten.
Das meiste sind relativ harmlose, wenig invasive Veränderungen -- man injiziert kurzlebige Naniten, die an den Knochen und Zellen entsprechend rumstricken, dann deaktiviert und ganz normal ausgeschieden werden. Generell sollen diese Veränderungen die Menschen nicht zu Übermenschen machen, sondern zum Überleben auf fremden Planeten befähigen.
Für Ersatzcyberchirurgie sehe ich tatsächlich weniger Bedarf, wenn man davon ausgeht, dass man bis dahin beschädigte Körperteile auch einfach nachklonen und einpflanzen kann. Cybergliedmaßen und ähnliches könnten vielleicht als Überbrückungslösungen Verwendung finden, bis der endgültige Ersatz fertig geklont ist.
Das "abgefahrenste", was ich mir in diesem Setting vorstellen kann, wären quasi Riggerkontrollen für Piloten. Man "stöpselt sich ein" (wenn es nicht eh drahtlos geht) und kann alle Daten und Steuerbefehle direkt kybernetisch austauschen, ohne Umweg über Steuerknüppel und Kippschalter. Das passt insofern auch damit zusammen, dass Raumschiffe keine exponierte Brücke mit Panoramafenstern haben werden, sondern eine gut geschützte Kommandozentrale mitten im Rumpf, in der alle Sensorinformationen zusammenlaufen.
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