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[SF: Redshift] Setting-Hintergrund

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el-Pi:
Robot's vorletzter Eintrag hat mich auf die Idee gebracht das "wir" das mit der Unsterblichkeit gar nicht einschätzen können da wir dazu gar keine Erfahrungen haben. (auch wenn wir uns bei der Vorstellung Philosophisch das Hirn verknoten können.)

Was das Sterben in 5-10Jahren angeht, kenn ich aber einige (da ich in einem Senioren-Programm arbeite) die sagen: "Ich bin jetzt 85 und erwarte nicht länger als noch 5-10J zu leben und da es gut gewesen ist, möchte ich auch nicht allzuviel länger.

Feuersänger:
Zum Thema "bald sterben" nur kurz: meine Mutter z.B. ist heuer 70 geworden, und ziemlich fit (bei Rentnern nennt man das "rüstig"), aber sagt trotzdem, dass sie nicht wahnsinnig alt werden will. Ihre Mutter ist ca. 85 geworden und war schon längst total verkalkt, ehe sie an Krebs gestorben ist, sowas schreckt wohl ab. Vielleicht sähe es ja anders aus, wenn körperliche und geistige Fitness garantiert werden könnte -- wenn dann noch das eigene Auskommen gesichert ist, dann denke ich schon, dass man gerne 120 Jahre alt wird.

Cyberware:

--- Zitat von: Pan-Techno-Techno-Hyper-Cyber-Ei am 18.07.2008 | 04:39 ---Diese Sache mit dem ins Gehirn einspeisen ist aber auch dahingehend interessant um Gehirnrechenleistung auszulagern.
Der Brockhaus im Hemdkragen, aber jederzeit abrufbar, ohne wirklich nachschlagen zu müssen?
--- Ende Zitat ---

Bei der Enzyklopädie ist wohl zu unterscheiden, ob diese direkt ins aktive Wissen übergeht - also man einfach aus dem Stegreif _weiss_, wann und wo der Islamisch-Europäische Krieg entschieden wurde, oder ob man das per mentaler Datenbankabfrage rausfindet, so wie man heute Suchbegriffe in Wikipedia eintippt.
A propos Wikipedia, man kann natürlich auch drahtlos Daten aus dem Netz abrufen oder sich immer die neuesten Updates aufspielen lassen. Das wird auf der Erde sicher gerne genutzt; außerterrestrisch werden dagegen wohl aufgrund des Lags eher lokal gespeicherte Daten bevorzugt.

Was noch geben kann/soll:
Mathematische Koprozessoren, natürlich extrem hilfreich für Raumpiloten;
Linguasofts, mit deren Hilfe man beliebige Fremdsprachen verstehen und sprechen kann


--- Zitat ---Glaubst Du, dass solche Cyberlinks auch die Möglichkeit zu künstlicher bzw. fremder Erinnerung eröffnen?
--- Ende Zitat ---

So Total Recall mäßig? Das ist jetzt die Frage. Wenn die Wissenseinspeisung wie oben nach dem Datenbank-Modell abläuft, dann geht das nicht so ohne weiteres. Wenn dagegen das externe Wissen ins eigenen Bewusstsein übergeht, dann schon. Was insgesamt eher für das Datenbank-Modell spricht.
Ich könnte mir vorstellen, dass falsche Erinnerungen technisch schon machbar sind, aber nicht so ohne weiteres mit dem aktuellen Brockhaus-Flash-Update eingespielt werden können, sondern schon etwas aufwendiger zu praktizieren. Aber definitiv als Story-Aufhänger im Bereich des Möglichen. ;)

Feuersänger:
Der amerikanische Rocket Scientist wird ja im Deutschen meist mit dem Hirnchirurg sprichwörtlich übersetzt. ;)

Ja, wie funktioniert denn die interne Wissensabfrage? Das kommt darauf an, wie komplex die Information ist, wie gründlich sie eingeimpft wurde und ob man sie direkt parat hat oder indirekt ableiten muss. Beispiel:
A) "Wann war der 30jährige Krieg" - *zack* 1618-1648, das haben wir hinreichend geübt.
B) "Wann war der Große Nordische Krieg?" - "Ach herrje... das war Karl XII, nicht wahr? Muss so im 18. Jh rum gewesen sein..." (und wenn man dann ungefähr weiss, wann Karl XII gestorben ist, kann man das gesuchte Datum genauer eingrenzen) -- ist jetzt nicht das ideale Beispiel, aber vielleicht lässt sich erkennen, worauf ich hinauswill.

Achja: Cyberware wird vermutlich nur in ausgewachsene Menschen eingepflanzt werden. Zu Schulzeiten müssen die Kindlein also noch "von Hand" lernen.

Chaos:

--- Zitat von: Feuersänger am 18.07.2008 | 19:42 ---Der amerikanische Rocket Scientist wird ja im Deutschen meist mit dem Hirnchirurg sprichwörtlich übersetzt. ;)

Ja, wie funktioniert denn die interne Wissensabfrage? Das kommt darauf an, wie komplex die Information ist, wie gründlich sie eingeimpft wurde und ob man sie direkt parat hat oder indirekt ableiten muss. Beispiel:
A) "Wann war der 30jährige Krieg" - *zack* 1618-1648, das haben wir hinreichend geübt.
B) "Wann war der Große Nordische Krieg?" - "Ach herrje... das war Karl XII, nicht wahr? Muss so im 18. Jh rum gewesen sein..." (und wenn man dann ungefähr weiss, wann Karl XII gestorben ist, kann man das gesuchte Datum genauer eingrenzen) -- ist jetzt nicht das ideale Beispiel, aber vielleicht lässt sich erkennen, worauf ich hinauswill.
--- Ende Zitat ---

Ich denke schon.  Ich stelle mir das Gedächtnis wie ´ne große Kiste vor; was öfters mal gebraucht wird, liegt oben, nach weniger oft gefragten Objekten muss man tiefer graben.
Cyberware-"Erinnerungen" liegen dann vermutlich je nach Qualität der Ware dauerhaft in einer bestimmten Tiefe, je besser das Implantat, desto leichter ist der Zugriff.


--- Zitat ---Achja: Cyberware wird vermutlich nur in ausgewachsene Menschen eingepflanzt werden. Zu Schulzeiten müssen die Kindlein also noch "von Hand" lernen.

--- Ende Zitat ---

Es könnte extrem hochpreisige Lernhilfen geben, die an noch wachsende Körper/Hirne angepasst sind, so als Luxus-Nischenprodukt für die Kinder der *richtig* reichen Leute.

Feuersänger:
Im Prinzip kann die kybernetische Abfrage einer Datenbank ja so schwierig nicht sein. Man stelle sich vor, die Datenbank wäre Wikipedia. Man nennt einen Begriff und in den meisten Fällen wird man direkt auf einen Hauptartikel weitergeleitet. Oder eine Begriffsklärung. Dann kann man noch innerhalb des Artikels nach Stichwörtern suchen und bekommt alle Instanzen gehighlighted.
Wie stellt sich dann die Datenbankinformation dar? Am einfachsten vorstellbar wäre wohl eine Displayverbindung -- die Information wird entweder visuell auf die Netzhaut projiziert (quasi ein internes Head-up Display) oder direkt ins optische Zentrum des Gehirns geleitet (also im Nervenimpulsformat).
Das ganze Prozedere würde sich jedenfalls deutlich vom normalen biochemischen Vorgang des Erinnerns unterscheiden.

Heute haben die Menschen Notebooks und/oder Mobiltelefone. In relativ naher bis mittlerer Zukunft werden diese Geräte zunehmen verschmelzen. Dann trägt man sowas am Handgelenk. Anfangs klappt man das Display noch aus, später wird es vielleicht direkt in die Luft gezeichnet (sowas in der Art gibts afaik schon). Aber in der Zeit dieses Settings hat man den ganzen Computer wahrscheinlich schon in sich eingebaut, und das Display ist nur noch im Kopf. Wenn man jemandem was auf seinem Computer zeigen will, klinkt sich der andere einfach in deinen Datafeed mit ein und sieht das, was du siehst. Eingabegeräte sind genauso hinfällig, geht alles kybernetisch.

Schule und Studium sind damit allerdings nicht hinfällig. Von wegen, 20 Jahre faulenzen und dann das ganze Schulwissen in einem Schwung downloaden. Man muss das Zeug schließlich nicht nur lesen, sondern auch kapieren, und das kann einem die Cyberware nicht abnehmen. (Außer, wir führen auch noch Skillsofts ein, aber da kann ich mir eigentlich nicht so richtig vorstellen, wie das funktionieren soll) -- die größte Hilfestellung, die ich mir da vorstellen kann, ist wie gesagt eine Math-SPU und diverse Skripte/Programme, mit denen man kompliziertere Berechnungen intern ausführen kann.

Offtopic (slightly):

--- Zitat ---Unordnung = Datenschutz
Was ich nicht finde, das findet auch kein Anderer!
--- Ende Zitat ---

Genial. ^^

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