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Wie müsste StarTrek (ganz allgemein) aussehen, um zu begeistern?

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Eulenspiegel:

--- Zitat von: Yerho am  7.11.2008 | 16:55 ---so die visuelle Aussage der Serien und Filme - sich keinen Deut von der Erde unterscheiden.
--- Ende Zitat ---
Also alleine auf der Erde findest du ja schon zahlreiche verschiedene Plätze, die sich extrem unterscheiden: Sei es die kalte Arktis, die Wüste Sahara, Chicago oder Tokyo.

Du könntest Jahre damit verbringen, dir die unterschiedlichen Stile auf der Erde anzuschauen.

Und dann bist du erst mit EINEM Planeten fertig.

Und bevor du sagst, dass auf der Erde alles gleich aussieht: Man hat von der Erde im StarTrek Universum bisher nur San Francisco und Paris gesehen. (Und die sehen ehrlich gesagt auch schon heutzutage recht ähnlich aus.)

Aber wie Berlin, Tokyo, München etc. in der Zukunft aussehen, das weiß man nicht. Da kann es durchaus sein, dass sie ihre Individualität bewahrt haben.


--- Zitat ---Meines Wissens gibt es keinerlei zivile Option, abseits vorgefertigter Routen und Ziele in den Weltraum aufzubrechen.
--- Ende Zitat ---
Wieso nicht? Du fliegst nach DS9, heuerst dir einen Ferengi an, damit er dich dahin fliegt, wo du hin möchtest oder wenn du viel Kapital hast, kannst du ihm sogar ein Raumschiff abkaufen. Und damit fliegst du dann hin, wo immer du hin möchtest.


--- Zitat ---Und was wäre, wenn ich mir meinen eigenen Planeten suche, mich dort mit meiner Anhängerschaft niederlasse und ein eigenes Staatswesen errichte? Dann rennt mir in kürzester Zeit die Föderation die Bude ein, um mich zum Beitritt zu bewegen. Das lehne ich natürlich ab, etabliere ein Freihandelsimperium und ziehe den Föderations-Kommunisten den ökonomischen Teppich unter den Füßen weg.
--- Ende Zitat ---
Also wenn du ein Freihandelsimperium gründest, dann rennt dir eher das Ferengi-Imperium die Bude ein und versuchen dich zum Beitritt zu bewegen.
Entweder sie finden es herrlich, dass sich endlich noch jemand außer ihnen für Kapitalismus interessiert und wollen dass du beitrittst. Oder aber, sie finden es gar nicht schön, dass ihnen jemand Konkurrenz macht und zwingend ich beizutreten.

So oder so, werden in Kürze auf deinem Planeten wohl mehr Ferengis als Menschen sein.

Und wieso du der Föderation den ökonomischen Teppich unter den Füßen wegziehst, verstehe ich auch nicht: Direkt an der Föderationsgrenze leben die hochkapitalistischen Ferengi, die auch versuchen, regen handel mit der Föderation und dem Dominion zu betreiben.
Und bis jetzt ist weder die Föderation noch das Dominion am kapitalistischen Ferengi-Imperium zugrunde gegangen. Ich glaube also nicht, dass du das mit deiner Freihandelswelt schaffen könntest.


--- Zitat ---Irgendwie unglücklich, wenn zig Milliarden Menschen allein auf der Erde bildende Künstler sind oder sich um die besten Plätze für Basislager am Fuß des Himalaja streiten ...
--- Ende Zitat ---
Hast du Angst, dass deine Bilder nicht gewürdigt werden? Oder wieso fürchtest du die Milliarden-Konkurrenz? ;)

Ansonsten bin ich mir nicht sicher, ob wirklich 10 Milliarden Menschen auf der Erde leben. Die wenigen Folgen, die auf der Erde spielten vermittelten nicht den Eindruck einer überbevölkerten Planeten.
Ich hatte eher den Eindruck, dass die Bevölkerungszahlen in den letzten Jahrhunderten relativ konstant geblieben sind. (bzw. die Überbevölkerung in den Weltraum aufgebrochen ist, um neue Planeten zu besiedeln.)


--- Zitat ---In welcher Armee? Zu Starfleet will ich nicht.
--- Ende Zitat ---
deutsches Arbeitsamt: "Hmm, sie könnten Soldat werden."
deutscher Arbeitssuchender: "In welcher Armee? In der Bundeswehr?"

Staaten haben es nunmal an sich, dass sie bloß ein Militär besitzen.

Aber ansonsten hast du großartige Möglichkeiten:
- Du gehst in die Sternenflotte.
- Du gehst zum Maquis.
- Du wirst Verräter und arbeitest für das Dominion.
- Du wirst Leibwächter und arbeitest für einen Ferengi.

Das sind so die 4 militärischen Laufbahnen, die mir spontan für einen Menschen einfallen.


--- Zitat ---Alle jemals gezeigten forschenden Institutionen gehören der Föderation. Mag ich nicht.
--- Ende Zitat ---
Ob du nun vom Staat oder von sonst jemanden bezahlt wirst. Wo liegt da der Unterschied für dich?

Und es verbietet dir niemand, dir ein Privatraumschiff zu besorgen und damit rumzufliegen.


--- Zitat ---Sofern mir die zigtausend anderen Föderation-Schafe, die dort ihrer Langeweile entrinnen wollen, mal kurz aus der Linse schwimmen.
--- Ende Zitat ---
Ja, das ist der Nachteil einer geldlosen Gesellschaft: Teure Reiseziele sind nicht mehr exquisit für die Oberschicht, sondern auch der gemeine Pöbel kann dort Urlaub machen.

Wenn man bisher natürlich einer der wenigen war, die sich den Urlaub an einer Stelle leisten konnten, dann fällt es natürlich negativ auf, dass jetzt plötzlich jeder die Mittel hat, den Ort zu besuchen und man nicht mehr den elitären Status innehat.


--- Zitat ---Bedenke: Du musst Dir jede der begrenzten Möglichkeit, Dich zu entfalten, mit unzähligen anderen teilen. Du hast nicht die Option, Dir neue Räume zu erschließen - Dir bleibt sogar verwehrt, was jeder heutige Backpacker tun kann. Kurz gesagt: Ich bin strikt gegen große Imperien, so wohlwollend sie auch sein mögen.
--- Ende Zitat ---
Also heutzutage musst du dir unseren begrenzten Lebensraum auch mit 3 Millarden Leuten teilen.

Und ich muss sagen: Die Erde ist groß genug, um allen 3 Millarden Leuten Platz zu bieten. (Bei 10 Millarden Leuten würde ich dir Recht geben: Da fängt es langsam an, kritisch zu werden. - Aber ich denke mal, wir könnten auf unserer Erde zur Not auch 50 Milliarden Leute haben und es gibt immer noch genügend Naturschutzgebiete, wo man mal seine Ruhe haben kann.)

Klar, wenn alle 3 Milliarden Menschen beschließen, ihre Ruhe haben zu wollen und jetzt alleine in der Natur leben wollen, geht das natürlich schief. Dafür haben wir nicht genügend Platz.
Aber bis jetzt ist immer nur ein kleiner Prozentteil der Bevölkerung den Wunsch, Aussteiger zu werden und als Einsiedler zu leben.
Wieso sollte das in der Zukunft plötzlich anders sein?

Das heißt, falls du und deine Freunde einfach mal irgendwo zurückgezogen leben wollen, findet ihr hier auf der Erde sicherlich einen Platz, wo ihr erstmal die Zivilisation hinter euch lassen könnt. (Erinnerst du dich an die eine Folge, wo Kirk Bergsteigen war und Spock ihn erschreckt hat? - Da war Kirk auch alleine klettern und nicht mit 1000 weiteren Touris.)

Ich könnte mir sogar vorstellen, dass man ganze Planeten nicht besiedelt, sondern nur als Erholungsplanet oder als Abenteuerurlaub-Planet zur Verfügung stellt.


--- Zitat ---Und wie Du bereits eingeräumt hast: Es ist keine Utopie.
--- Ende Zitat ---
Doch, es ist eine Utopie. Aber beschreibe mir doch mal, wie du dir eine Utopie vorstellst.

Chaosdada:

--- Zitat von: Eulenspiegel am  7.11.2008 | 18:31 ---Also heutzutage musst du dir unseren begrenzten Lebensraum auch mit 3 Millarden Leuten teilen.
--- Ende Zitat ---
Mit guten 6.

pharyon:
@ yerho:
Die Wichtigkeit der Föderation hat mit der Entwicklung des Hintergrundes zugenommen. Natürlich kann man mMn auch andere Individuen oder Gruppen betrachten und ein Star Trek Feeling behalten und einige Nachteile somit umgehen. Dramaturgisch ist diese Konstruktion so interessant, weil du mit einer so gut ausgestatteten Organisation am ehesten die vielen unterschiedlichen Aufträge und Abenteuer erklären kannst.
Die Sternenflotte ist Militär, richtig. In diesem Setting hat die Sternenflotte auch einen stark ausgeprägten Forschungs- und Entdeckungsauftrag, was mir bei keiner real existierenden Armee bekannt wäre (nicht, dass ich alles wüsste oder dass die nicht schon ein wenig forschen, aber nicht in diesem Stil). Diese Darstellung einer "friedlichen" Armee finde ich auch kritisch. Feuersänger hatte sich, glaub ich,  diesbezüglich ja ähnlich geäußert.

Die genaue Struktur der Sternenflotte sollte also genauer ausdifferenziert werden und bestimmte Aufgaben vielleicht geteilt. Welche Möglichkeiten seht ihr denn, dass das im Setting geklärt werden könnte. Meine Ideen dazu werde ich nach und nach hier vorstellen.

Ein schönes Wochenende allerseits,
Gruß, p^^

PS: 20 Milliarden Menschen? Wozu gibts denn Klingonen, Romulaner, V'Ger, Borg und Konsorten?  ;)
Zugegeben, wir haben schon mit 6 Milliarden Probleme hier...

Yerho:
Ich reduziere das Ganze mal auf das Kernproblem:


--- Zitat von: Eulenspiegel am  7.11.2008 | 18:31 ---Doch, es ist eine Utopie. Aber beschreibe mir doch mal, wie du dir eine Utopie vorstellst.
--- Ende Zitat ---

Auf dem Tech-Level von Star Trek?

Eine Menschheit (und auch andere Spezies), aufgeteilt in unzählige verschiedene Interessengruppen, die allesamt begriffen haben, dass der Weltraum groß genug ist, um sich einfach aus dem Weg zu gehen, wenn man nicht miteinander auskommt und machen können, was sie wollen. Und die auch miteinander auskommen können, wenn es gewünscht ist. Mit anderen Worten: Die dem Szenario immanente Option zu Spaltung und Zusammenschluss ohne Reibungsverlust.

Stell' Dir mal vor, Dir gefällt der American-Dream-Lebensentwurf nicht, der sich in Picards X-Mas-Fantasien (Da hilft es auch nicht, dass er der Alibi-Old-Europe-Charakter ist ...), in Kirks "Unsere kleine Farm"-Vision, in Siskos Baseball-Affinität oder in Janeways Carreer-Chick-settles-down-Attitüde niederschlägt.

Denkbar, dass andere Lebensentwürfe in ST möglich sind. Sie wurden allerdings nie thematisiert. Die Spekulationen, was das ST-Zukunftsszenario vielleicht ermöglicht, sind rein akademisch, so lange sie in Filmen und Serien keine Umsetzung finden. Natürlich steht es jedem frei, sich Star Trek im eigenen Kopf passend zu machen und die Leerstellen de gusto zu füllen, aber irgendwie wäre es interessanter, das auch mal auf der Leinwand oder der Mattscheibe zu sehen.

pharyon:

--- Zitat von: Yerho am 10.11.2008 | 11:49 ---Natürlich steht es jedem frei, sich Star Trek im eigenen Kopf passend zu machen und die Leerstellen de gusto zu füllen, aber irgendwie wäre es interessanter, das auch mal auf der Leinwand oder der Mattscheibe zu sehen.

--- Ende Zitat ---
Da stimme ich dir voll zu. Wir haben evtl. nur unterschiedlich das Universum weitergesponnen. Aber zeigen, was es sonst noch so gibt (in dieser wunderbarenTM Föderation), wäre / ist eine durchaus spannende Möglichkeit.
 
(Das würde ich bei der nächsten Serie durchaus beachten wollen).
p^^

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