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Meinungen zu Drakensang - dem DSA Computerspiel
Jens:
Übrigens geistern durch den DSA-Fandom Meinungen die Quests seien zu leicht...
Chiungalla:
Sind sie auch zu einem großen Teil, allerdings gibt es einige wenige die es echt in sich haben.
(Klicke zum Anzeigen/Verstecken)Zum Beispiel die Schatzsuche im Moor (wegen Rätsellösung) und die Rattenplage in der Brauerei (weil die Mutterratte zu hart ist, wenn man das erste Mal Wind von der Quest bekommt).
Ansonsten ist mein Eindruck nach wie vor im großen und ganzen sehr positiv.
Besonders gut finde ich den richtig schönen Flow was die Charakterentwicklung angeht.
Da kriegt man fast ein bisschen Diablo-Fealing... noch ein Monster, noch ne Quest, noch nen Skill gesteigert, noch nen Item gefunden u.s.w.
Und der Flair von Aventurien ist sehr gut eingefangen, und zwar nicht der Flair vieler DSA-Spielleiter die einen DSA abgewöhnen können, sondern der Flair den Aventurien für mich immer hatte.
Und die Möglichkeiten und Bedürfnisse eines Computerspiels entziehen DSA 4 fast alle Nachteile.
Allerdings verschenkt das Spiel an diversen Stellen viel Potential:
- zu viel Mikromanagement (Kräuter pflücken, Tiere ausnehmen, u.s.w.)
- einige schmerzlich vermisste Komfortfunktionen
- zu langsam laufende Charaktere
- im überwiegenden zu leichte Quests
- einige wirklich frustrierende weil zu schwierige Quests
- scheiß Kameraführung
- u.s.w.
Spaß macht es trotzdem nicht zu knapp. :d
Ich glaube das unterhaltsamste Computerspiel das ich seit Jahren auf meinem Rechner hatte.
Adanos:
So, ich hab die Demo gespielt und komme wie viele andere hier zu einem ähnlichen Ergebnis.
1) Unkomfortabel: Kräuterpflücken, Tiere ausnehmen kann doch auch mit einem Klick gehen, der markierte Held setzt das Talent automatisch ein. Das ist wirklich eines der Basics. Außerdem nimmt der Schütze zB nicht einen neuen Stapel Pfeile automatisch in seinen Slot, wenn er leergeschossen hat (das konnte sogar good old NWN).
2) Kamera: in Höhlen nicht zu gebrauchen, man findet sich einfach nicht zurecht, bzw. die Helden können gar nicht erst laufen, da kein freier weg erscheint. Außerdem ist das in der Kampferöffnung nervig, wenn die Kamera nicht flexibel genug ist. Man sieht einfach zu wenig.
3) Wegfindung: teilweise laufen die Figuren mal einfach so in eine Wand oder einen Baum. Das muss nicht sein. Man muss auch immer die gesamte Gruppe markieren, sonst schleicht der Rest so ewig lange hinterher.
4) Bisher gab es keinen wirklich schweren Kampf (selbst der Bär war relativ schnell platt).
5) Etwas zu niedlich.
6) zu wenig vertont. Das hilft leider nicht dabei, Stimmung aufzubauen. Die Sprecher sind aber meist okay.
7) es gibt keine Handlungsalternativen. Die vielen unterschiedlichen Gesprächsauswahlen haben keine Wirkung. Selbst wenn man eine "böse" Antwort gibt geht es linear weiter. Keine Entscheidungen, keine Beeinflussung von Gruppenmitgliedern.
8) Zwar gibt man sich Mühe das aventurische Flair einzufangen (auf Kosten der DSA-Neulinge), aber eine Elfe grüßt eben nicht mit den Zwölfgöttern oder argumentiert mit Perainie oder sowas. Das hätte man auch bedenken können.
9) keine Specialquests für die drei unterschiedliche Hauptcharaktere. Wäre nett gewesen.
Aber es gibt auch gute Sachen:
1) Ich weiss zwar nicht so recht, wie ich es bewerten soll, aber irgendwie habe ich mit dem anfänglichen Whiff-Faktor nicht so die Probleme. Das gibt es sonst zu selten.
2) Die Regeln sind teilweise sogar besser als DSA4, insbesondere mit den Sonderfertigkeiten im Kampf, die Ausdauer kosten und allgemein besser funktionieren (zB senken sie die AT nicht).
3) die Kämpfe machen Spaß, man hat gewisse Optionen.
Im Ergebnis sollte man bei Drakensang abwarten, bis man es günstig bekommen kann. Für den vollen Preis würde ich es mir nicht kaufen.
Chiungalla:
--- Zitat ---aber irgendwie habe ich mit dem anfänglichen Whiff-Faktor nicht so die Probleme.
--- Ende Zitat ---
Whiff-Faktor? wtf?
WitzeClown:
Habs mittlerweile auch ein Stück weiter gespielt.
Die "Niedlichkeit" die hier schon mehrmals bemängelt wurde finde ich übrigens recht passend für ein DSA Spiel.
Hat was diffus heimeliges...als ob man ein RPG mit einem 50er Jahre Heimatfilm gekreuzt hätte. :D
Die Kämpfe sind meistens tatsächlich leicht, aber einige sind dann doch knackig bzw. funktionieren nicht ohne die passende Taktik (Nekromant im Sumpf).
Das einzige was mich bisher stört ist der fehlende Tag/Nacht Wechsel, die mäßige Graphik und ein diffuses Gefühl des "eingeengt seins". Weiter oben wurde ja schon von tunnelartigem Spielweltdesign geredet.
Das Spiel ist aber spassig und macht bisher einen soliden Eindruck.
Es ist schonmal um Längen besser als Oblivion, aber das ist ja auch der Treppenwitz der PC-RPG Geschichte. >;D
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