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Untote und Nekromantie in D&D

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Holothuroid:

--- Zitat ---Dort konnten sich die Nekromanten komplett auf Todesmagie spezialisieren, und eine kleine Gruppe aus Untoten erschaffen.
--- Ende Zitat ---

Also komplett spezialisieren geht auch bei D&D. Die Grundklasse heißt Dread Necromancer und ist im Tome of Horrors.

ElfenLied:
@1of3: Genau die besagte Klasse würde ich auch spielen wollen. Das Quellenbuch heisst aber meines Wissens nach "Heroes of Horror"  ;)

Der komplizierte Teil ist nur, dieses Konzept für eine gut gesinnte Gruppe gruppentauglich zu machen.

Holothuroid:
Äh, ja. Genau das meinte ich. Hörte sich für mich nur so an, als wolltest du "nur" spezialisierten Magier spielen.

Grey Ice:

--- Zitat von: ElfenLied am  8.04.2008 | 17:42 ---Und letztlich geht es mir ja nicht darum, zwingend einen bösen Charakter spielen zu wollen, sondern vielmehr darum zu beweisen, dass Nekromanten per Definition nicht in die Kategorie "böse" gehören, sondern durchaus auf der guten Seite stehen können. So z.B. Faust VIII aus "Shaman King" oder Anita Blake aus der gleichnamigen Romanreihe.
--- Ende Zitat ---

Für Drows gibt es AFAIK extra eine Gottheit, damit sie auf der guten Seite mitrennen dürfen. Trotzdem ist es durchaus fragwürdig, ob sie lange genug überleben, um jemanden darüber aufzuklären.

Für Nekros gilt ähnliches, ganz besonders, weil normalerweise ihre Vergehen gegen Kirchengesetze ein wenig schwerwiegender sind als ein regulärer, "simpler" Gesetzesbruch. Ich weiß, der LG-Ritter, den ich z. Zt. in unserer Krynn-Kampagne spiele, dürfte sich kaum lange auf magisch-elementare Ebenendiskussionen einlassen. Ganz besonders, weil der Kontakt mit diesen Ebenen allgemeinhin auch den wirkenden Magus mit den besten Absichten manipuliert. Wäre diese Ebende nicht gefährlicher wie irgendeine andere, müsste es ja ähnlich viele Feuer- oder sonstwas-Magier geben, die zur Plage der rechtschaffenen Bauersleut geworden sind...

Abgesehen davon, wenn tatsächlich ein Gläubiger oder Kleriker einer "Anti-Nekro"-Gottheit in der Gruppe mitmarschiert, dürfte dein Nekro keine echte Chance zur Rechtfertigung haben - ansonsten wird dieser Gläubige doch reichlich inkonsequent. Zumindest wenn er offen als Nekromant auftritt oder jemand auf seine Fähigkeiten aufmerksam wird.

ElfenLied:

--- Zitat von: Grey Ice am  8.04.2008 | 18:21 ---Für Nekros gilt ähnliches, ganz besonders, weil normalerweise ihre Vergehen gegen Kirchengesetze ein wenig schwerwiegender sind als ein regulärer, "simpler" Gesetzesbruch. Ich weiß, der LG-Ritter, den ich z. Zt. in unserer Krynn-Kampagne spiele, dürfte sich kaum lange auf magisch-elementare Ebenendiskussionen einlassen. Ganz besonders, weil der Kontakt mit diesen Ebenen allgemeinhin auch den wirkenden Magus mit den besten Absichten manipuliert. Wäre diese Ebende nicht gefährlicher wie irgendeine andere, müsste es ja ähnlich viele Feuer- oder sonstwas-Magier geben, die zur Plage der rechtschaffenen Bauersleut geworden sind...

--- Ende Zitat ---

Mit Drachenlanze kenne ich mich leider nicht besonders gut aus (nur das erste Buch gelesen), daher kann ich die geschilderte Situation nicht beurteilen. In D&D Forgotten Realms ist es so, dass keine der Standard Magieschulen den Charakter auch nur annähernd korrumpiert, es sei denn man spielt mit besonderen Hausregeln (die bei uns nicht verwendet werden). Und ein megalomanisch-destruktiv veranlagter Magier/Hexenmeister, welcher aus Spass die Ernte zerstört oder Menschen für Experimente kidnappt kann sich aller Magieschulen gleichermaßen bedienen. Das entscheidende ist letztlich der Verwendungszweck bzw. die Intention, nicht das Werkzeug.

Das Nekromantie als böse betrachtet wird, verdanken wir wohl auch zu einem nicht unwesentlichen Teil gewissen drittklassigen Zombiefilmen, in denen Untote sich mit einem markanten Kriegsschrei (Stichwort: "BRAIN!" >;D) auf die Protagonisten stürzen. Das dies in D&D den geschriebenen Regeln nach für viele Untote garnicht gilt, interessiert natürlich nur die wenigsten. Klassisches Gegenbeispiel ist der "Baelnorn", ein untoter Elfenleichnam, der sich freiwillig auf eine untote Existenz einlässt, um nachfolgenden Generationen mit seinem Wissen zu unterstützen.


--- Zitat von: Grey Ice am  8.04.2008 | 18:21 ---Abgesehen davon, wenn tatsächlich ein Gläubiger oder Kleriker einer "Anti-Nekro"-Gottheit in der Gruppe mitmarschiert, dürfte dein Nekro keine echte Chance zur Rechtfertigung haben - ansonsten wird dieser Gläubige doch reichlich inkonsequent. Zumindest wenn er offen als Nekromant auftritt oder jemand auf seine Fähigkeiten aufmerksam wird.

--- Ende Zitat ---

Ist bei uns nicht der Fall. 2 Charaktere gehören einer LN/NG Magiegöttin an, und ein weiterer einer CN Glücksgöttin. Der SL-NPC gehört einem zwergischem Gott des Reichtums (N Dumathoin) an. Keine dieser Götter ist Nekromantie feindselig gesinnt. Deadmans Charakter, der Halbdrachenbarbar, gehört einem LG Drachengott (Bahamut) an. Dieser steht für Mitgefühl und den Kampf gegen das Böse. Deswegen gilt es ja in diesem Thread zu klären, ob Nekromantie als solche unwiderruflich "böse", oder vielmehr ein Werkzeug ist, welches für böse Taten missbraucht werden kann.

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