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Untote und Nekromantie in D&D

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Selganor [n/a]:

--- Zitat von: Flawless am 12.04.2008 | 16:36 ---Nichtsdestotrotz würde ich sagen, dass der wiederholte gebrauch von Zaubern mit dem [Evil]-Discriptor auch zu einem Gesinnungswechsel führen kann. Das wird zwar nicht von Regeln abgedeckt, aber was soll's.

--- Ende Zitat ---
Sowas faellt dann unter "Hausregel" und kann nur gruppenintern geklaert werden.

--- Zitat ---Zudem:
ElfenLied wusste, dass wir eine rein gute Gruppe spielen und alle anderen Charaktere sind entweder selbst gut gesinnt oder sind neutral, folgen aber einer guten Gottheit.

--- Ende Zitat ---
Das ist natuerlich was anderes... Unter dem Aspekt ist der Nekro eine nicht so geschickte Idee.

FlawlessFlo:
ElfenLied spielt zudem keinen Nekromanten, sondern einen Ranger2/Hexblade3/Urpriest2/Bone Knight1. Er ist also eher ein Kleriker, als ein Nekromant, weshalb ich es durchaus für gerechtfertigt halte zu sagen, dass häufiges Wirken von [Evil]-Zaubern ihn klar in Richtung böse gehen lässt, da weder gute Charaktere noch gute Gottheiten diese Zauber zulassen. Es wohl auch kaum eine neutrale Tat, sonst gäbe es ja nicht den [Evil]-Descriptor und es wäre den guten nicht vorenthalten.

6:

--- Zitat von: Flawless am 12.04.2008 | 18:20 ---ElfenLied spielt zudem keinen Nekromanten, sondern einen Ranger2/Hexblade3/Urpriest2/Bone Knight1.

--- Ende Zitat ---
Kurzer Hinweis. ElfenLied überlegt laut eigenen Angaben einen neuen Charakter zu spielen. D.h. es geht um einen Nachfolgecharakter. :)

ElfenLied:
@Flawless: Ah, gut das du dich auch zu Wort meldest. :)
Der Necro wäre, wie Christian Preuss richtig angemerkt hat, nur ein Charakterkonzept für meinen nächsten Charakter, falls der jetzige sterben sollte (Stichwort: 1 Con *hust* ;)). Es würde sich um einen neutralen, arkanen Zauberwirker handeln. Was meinen jetzigen Charakter angeht, so betet er entweder Jergal oder Myrkul an (wobei eher ersteren), wäre der Nekromantie also theoretisch gesehen nicht unbedingt abgeneigt (man bedenke den Ex-Zhentiler Hintergrund).

Gehen wir an der Stelle mal auf die einzelnen Argumente ein, die für/gegen einen Nekromanten in der Gruppe sprechen würden. Es wurde damit argumentiert, dass negative Energie böse sei, was im Übrigen nicht stimmt, siehe die „Inflict“-Zauber. Als nächstes wurde angemerkt, das es nicht ins Gruppenbild passen würde, wegen der allgemeinen Gruppengesinnung, die eher Richtung gut „tendiert“. Von „komplett gut“ möchte ich mal nicht sprechen, da unser CG Schurke sich bisher nur von seiner chaotischen Seite („Wir bringen alles um was guten Loot haben könnte, solange es keine Konsequenzen gibt“:d) gezeigt hat, unser Warmage auch vor dem gewaltsamen Einflössen von „Rod of Wonder“-Tränken in wehrlose Gastwirte CN war, und mein derzeitiger Charakter LN ist.
Aus Rücksicht auf Deadman, der aktiv einen guten Charakter rollenspielerisch darstellen möchte, begebe ich mich also ins Forum, um Wege zu finden, einen „nicht-bösen“ Nekromanten zu spielen, bei dem keine Verwechslungsgefahr mit eventuellen BBEGs bestehen könnte, was, so wie ich das verstanden habe, einer der größtmöglichen Kritikpunkte an diesem Charakterkonzept war (korrigiert mich, wenn ich das falsch verstanden haben sollte).

Ergebnis war, dass es zwar schwer ist, einen „guten“ Nekromanten zu spielen (wenn man Untote Diener haben will), ein neutraler Nekromant jedoch ohne weiteres möglich ist. Neutrale Charaktere definieren sich u.a. dadurch, dass sie im Endeffekt eine Gratwanderung zwischen „guten“ und „bösen“ Handlungen vollbringen. Die von dir zitierten Zauber tragen den „Evil“-Descriptor, machen jedoch, abgesehen davon, dass 2 von ihnen ohnehin fast nie zum Einsatz kommen („Create Undead“ und „Create Greater Undead“ sind auf der Stufe, auf der sie verfügbar werden, alles andere als nützlich), nur den Bruchteil des nekromantischen Repertoires aus. Die primären Kampfzauber (meist Debuffs), wie z.B. Ray of Enfeeblement, Enervation, Ray of Exhaustion, Bestow Curse, Horrid Wilting, Wail of the Banshee etc. tragen genauso wenig “Good”/”Evil”-Descriptoren wie andere arkane Kampfzauber. Daraus lässt sich schließen, dass mein Nekromant größtenteils mit moralisch nicht-vorbelasteten Zaubern kämpfen wird, und diese der Gruppentendenz entsprechend fast ausschließlich für die Sache des GutenTM einsetzt, was dem vereinzelten zaubern von „Animate Dead“ mehr als genug entgegenwirken sollte, um eine neutrale Gesinnung zu wahren und damit die allgemeinen Gruppenziele zu teilen. Alternativ kann man auch "Create Deathless" und "Create Greater Deathless" benutzen, wodurch das Gesinnungsproblem komplett wegfällt (da sie den "Good"-Descriptor) tragen und die resultierenden Kreaturen alle neutral good sind.

Sollten die guten Intentionen des Charakters von seinen gelegentlich „unorthodoxen“ Methoden überschattet werden, so kann das ja gerne „in character“ ausgespielt werden. Bahamut hat nicht umsonst „Mitgefühl“ (laut „Races of Dragon“) als eine seiner prägenden Eigenschaften, wodurch es nicht auszuschließen ist, dass unser Barbar versuchen könnte, meinen Charakter von der „Fehlerhaftigkeit“ seines Weges zu überzeugen.
Ist natürlich alles erstmal nur Theorie. Solange mein jetziger Charakter noch steht, sind das schlimmste, was euch passieren, ein paar Karnathi Skelette  :P


LG,
ElfenLied

Deadman:

Zur Gruppe und Gesinnung:
Die Gruppenausrichtung wurde am ersten Abend mit der Kampange festgelegt und aus Motivationsgründen wurde Gut festgelegt. Soll bedeuten:
- Böse gesperrt
- Charakter braucht Eigenmotivation für gute Taten.

Das wir die Gesinnungen nicht immer 100% ernst nehmen, wurde auch besprochen. Das sollte Diskussionen über jede einzelne Tat und deren Motive unterbunden werden. Der Warmage wurde übrigens gleich nach dieser Tat gerügt, das dies definitiv Böse wäre.

Zum Nekromanten:
Wir können jetzt hier 1000 Regelwerke und ihre Zitate posten und werden sicher immer ein Gegenzitat finden. Viele Faktoren zeigen, dass in der D&D Welt die Nekromantie auf nicht gut ist und wohl eher als böse einzuordnen ist. Ob Nekromantie nun unter dem gemeinen Volk oder der Kirche noch als neutral aufgefasst wird gibt sicher genausoviel Streitpotenzial. Das Rollenspielerische Argument ist sicher auch vorhanden. Ich sehe aber eher die gleiche Gefahr wie Flawless, das sich die Gruppe irgendwann trennen wird, wenn die Parteien in der Gruppe ihre Standpunkte nicht ändern. Sofern man dich nicht gar mit Waffengewalt überzeugt oder beim Tyr Temple zur Umerziehung abgibt.

Mein Rat wäre, warte erstmal bis der Char wirklich tot ist. Bis heute ist _noch_ keiner bei uns gestorben und ich lag sicher auch schon ein paar mal im Dreck. Wenn es dann so weit ist, kannst ja sehen wie weit es möglich ist einen Kompromiss zu schließen, aber ich sehe keinen Sinn mehr hier drin Regelzitate gegen Regelzitate zu werfen.

Grüße Deadman

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