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Savage Worlds - Small Talk

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Yehodan ben Dracon:

--- Zitat von: Harlan am  7.10.2011 | 10:36 ---Bennies hatte der Spieler leider keine mehr (sonst hätte sein SC auch nicht vier auf einen Streich gefangen). Der Stoß war taktisch nicht erforderlich. Der SC lag ja schon (tödlich verwundet) am Boden und der verrückte Schurke war eigenlich in der Fluchtbewegung; aber für einen solchen blutrünstigen Akt war eben doch noch etwas Zeit (die anderen SCs standen im ersten Stock und mussten durch das Fenster zusehen, was am Boden geschah) und zum Schurkencharakter hat es auf jeden Fall gepasst.
--- Ende Zitat ---

(hervorhebung durch mich)

Hier muss man ja auch sagen, dass sich die Spieler solche Aktionen ausdrücklich vorbehalten, um den Gegner, den sie bezwungen haben, aber dessen Tod nicht sicher wissen, vielleicht noch zu zerstückeln, anzuzünden oder ähnliches.

Hier hat offenbar der Spieler nicht damit gerechnet, dass der verrückte und blutrünstige Schurke alle Hemmungen fahren lässt. Aber so ist das, wenn man sich mit Irren einlässt. Verärgere ich die Assassinengilde sollte ich auch gute Wahnrehmung bzw. den sechsten Sinn haben, um nicht mit den berüchtigten "blindwütigen Überraschungsangriffen gegen vitale Körperzonen" eingedeckt zu werden.

Es ist also auf jeden Fall ein Verständnisproblem auf Seiten des Spielers, er hat nicht verstanden, worauf sich sein Char einlässt.

Grospolian:

--- Zitat von: Harlan am  7.10.2011 | 09:59 ---Hey, es gbt doch gar kein Problem an Deinem Tisch, also ist schnuppe, was hier geschrieben wird. Weiterspielen!
Das berührt mal wieder die leidige Frage, ob Spielregeln rechtlich geschützt sind. Aber unabhängig von der rechtlichen Frage finde ich persönlich, dass DSA mit seinem entpannten Umgang Heldensoftware vormacht, wie ein Verlag damit umgehen sollte. Für SW gibt ja auch schon englische Editoren, zB den hier: http://www.wcawijngaards.dds.nl/sw_gen/sw_gen.html, dass es keine deutschen gibt (außer dem seltsamerweise kostenpflichtigen), liegt wohl hauptsächlich am Wohlwollen der hiesigen Spielerschaft.

[...]
 

--- Ende Zitat ---

Auch wenn ich nicht 100% in der Sache drin stecke, denke ich es liegt an folgenden:
Versetzt euch mal in die Lage der Programmierer, sie haben sich um eine Lizenz für den Chareditor beworben und diese erhalten und haben ein brauchbares Programm, dass man rudimentär auch ohne zu bezahlen nutzen kann veröffentlicht und updaten dies auch regelmäßig.
Nun kommt ein freies Team daher, dass aus spaß an der Freude ein Freeware Produkt anbieten.
Wie würdet ihr euch fühlen,wenn PG denen dann auch die Lizenz erteilen würde.

Und sein wir ganz ehrlich: 10€ sind gemessen an anderen Rollenspielprodukten durchaus human und die Programmierer gingen nach meinem Gefühl auch immer auf Kundenwünsche ein. Die Frage ob man überhaupt einen Editor braucht lassen wir aber einfach mal offen ^^

Harlan:

--- Zitat von: Hertha am  7.10.2011 | 10:53 ---Es ist also auf jeden Fall ein Verständnisproblem auf Seiten des Spielers, er hat nicht verstanden, worauf sich sein Char einlässt.

--- Ende Zitat ---

Das mag sein; er hatte jedenfalls nicht mit dem Stoß gerechnet, sondern ausdrücklich gasgt, dass er hofft, dass der fette Priester es rechtzeitig nach unten schafft (der SC war noch in seiner Righteous Rage, die ihm vielleicht das Verbluten erspart hätte).

Aber was denkst Du über Aktivität vs. Passivität des betroffenen Spielers? Bevor ich mich in diesen Punkt verrenne  ;)

Harlan:

--- Zitat von: Grospolian am  7.10.2011 | 11:08 ---Nun kommt ein freies Team daher, dass aus spaß an der Freude ein Freeware Produkt anbieten.
Wie würdet ihr euch fühlen,wenn PG denen dann auch die Lizenz erteilen würde.
--- Ende Zitat ---

Haben die denn Geld für die Lizenz gezahlt? Woher kommt der gefühlte oder bestehende Anspruch auf Exklusivität? Oder sollte vielmehr gelten: gleiches Recht für alle? Wie schon gesagt, beruhen entgeltliche Vereinbarungen über solche Spielregelprodukte (und Respekt davor) im Moment zu einem guten Teil auf gegenseitigem Wohlwollen. Und das wissen doch auch alle Beteiligten.

Yehodan ben Dracon:

--- Zitat von: Harlan am  7.10.2011 | 11:25 ---Aber was denkst Du über Aktivität vs. Passivität des betroffenen Spielers? Bevor ich mich in diesen Punkt verrenne  ;)

--- Ende Zitat ---

Meine alte "Meisterseele" aus DSA-RR Zeiten flüstert mir ein, dass man nicht für jeden Mitspieler, der, aus welchen Gründen auch immer, gerade nicht dem Plot folgen kann, eine Extrawurst braten muss. Manchmal hat man eben eine gewisse Auszeit und solange die nicht überstrapaziert wird, gibts kein Problem. Gerade SW macht es ja dem Spieler leicht, die mitgeführten NSCs zu übernehmen o.ä. Die Frage der letzten Worte wäre für mich also eher eine der "Rule of cool" als eine des spotlights.

Am konkreten Beispiel habe ich als eSeL in den Wilden Dunklen Zeiten den Gruppenork in einem Hinterhalt auch zu Tode gebracht. Sowas passiert mal.
Der Spieler hat dann einen der mitgeführten NSCs zur WildCard erhoben und mit einem improvisierten Konzept zunächst weitergespielt.

Ich kann aber einsehen, dass man auch der Ansicht sein kann, der Tod als Auszeit für den Spieler nimmt den Spielspaß und schließt den Spieler letztlich von der gemeinsamen Freizeitgestaltung aus.
Aber dann dürfte ein Chartod eigentlich gar nicht möglich sein.

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