Pen & Paper - Spielsysteme > Pathfinder/3.x/D20
Was ist so toll am Pathfinder RPG?
ragnar:
--- Zitat von: Wormys_Queue am 14.05.2008 | 21:59 ---Ich glaube, hier unterliegst Du einem Trugschluß. Begründung: Im Pathfinder RPG ist die die XP-Belohnung für ein Monster einer gegebenen CR immer konstant, unabhängig vom Level der Party (siehe dazu Table 12-3, pg. 104). Ich habs jetzt zugegeben nur mal für Stufe 10 überprüft, aber dabei kommt folgender Vergleich (Annahme ist eine Gruppe mit vier Spielern) zustande
--- Ende Zitat ---
OK, sehe ich ein. Ich hoffe das die sich trotzdem nicht einfach darauf verlassen das den langsamen Gruppen schon was einfällt wie man "dem Ausrüstungswahn Einhalt gebieten kann" und erwähnen welche Ergebnisse man zu erwarten hat oder arbeiten besser gleich Alternativen aus, dem entgegen zu wirken.
--- Zitat ---Ich denke, das liegt vor allem daran, dass eine ganze Menge Spieler ziemlich angefressen von der Art und Weise sind, wie WotC die 4E angekündigt hat. Ob zu recht oder zu Unrecht, sei jetzt mal dahingestellt.
--- Ende Zitat ---
Habe ich mir auch schon so gedacht. Die erwähnte "Trotzreaktion".
--- Zitat ---Für mich ist die Sache eigentlich ganz einfach: Ich kann den Neuerungen der 4E im Moment nur wenig abgewinnen (was sich allerdings noch ändern kann, ich bin nicht aus Prinzip gegen eine Neuedition).
--- Ende Zitat ---
Die Beweggründe hinter den Regeländerungen (jenseits vom natürlich auch vorhandenen "Eine Neue Edition verkaufen") fand ich schon recht spannend, aber was man bisher so in Regeltexten liest klingt in der Tat eher Ernüchternd.
--- Zitat ---Das Paizo weiterhin die 3.5 (3.75)-Fahne hochhält, ist für mich daher ein extremer Gewinn, immerhin erhöht die offizielle Weiterführung dieser Edition des Spiels meine Chancen, auch in Zukunft noch Spieler für meine Kampagnen finden zu können.
--- Ende Zitat ---
OK, das fällt dann wohl auch unter die von Samael erwähnte Fassung von "Leute die kein totes System spielen wollen" (in dem Fall sind die "Leute" wohl deine zukünftigen Mitspieler).
--- Zitat ---Außerdem halte ich persönlich die Paizo-Produkte für qualitativ weit besser als die von WotC, was zu einem gewissen Vertrauensbonus auch für die Regelentwicklung führt.
--- Ende Zitat ---
Die Abenteuer von Wotc waren (zumindestens zu 3.0-Zeiten als ich noch Abenteuer von denen erstanden habe) wirklich nich das wahre, aber auch die von Paizo kamen meinem Spielstil nicht immer entgegen, aber was hat Paizo bisher an guten Regeln herausgebracht das sich auch dafür ein Bonus findet?
--- Zitat ---Zugegeben, ich kenn mich in der Indie-Szene nicht besonders gut aus, aber von den großen RPG-Systemen ist mir ähnliches nicht bekannt. Wizard hat ja erst kürzlich überhaupt eine Liste mit Betatestern veröffentlicht, und die stehen noch bis Juni unter einer NDA, dürfen also nichts erzählen.
--- Ende Zitat ---
Ich behaupte nicht das das in der Indie-Szene Gang und Gebe ist, aber wer das Blaue vom Himmel verspricht und dabei nur in seinem "Hinterhof" rumdocktort, ohne was zu zeigen und/oder (trotz alle dem interessierten) Testern den "Zugang" verwährt*, hat bei mir nicht gerade gute Karten.
*und das Argument das jemand was "klauen" könnte lasse ich auch kaum gelten: So kompetiv ist die Szene einfach nicht.
Dabei ist es egal ob es sich dabei um WotC oder irgendeine deutsche Rollenspielklitsche handelt: Im besten Fall werde ich das Endresultat ziemlich kritisch begutachten (aber so besonders Objektiv kann ich nun mal nicht mehr sein, nachdem interessierte Gesuche abgeschmettert wurden), im schlechtesten Fall lasse ich es gänzlich Links liegen. Möglicherweise ist letzteres nicht der schlechteste Fall. Mancher wäre vielleicht ganz froh wenn sein Werk lieber gar nicht, statt kritisch, begutachtet wird :) Nicht das meine Stimme was ausmacht, aber wie gesagt: Kannst mich gerne Anspruchsvoll nennen.
Wormys_Queue:
--- Zitat von: ragnar am 15.05.2008 | 00:05 ---Ich hoffe das die sich trotzdem nicht einfach darauf verlassen das den langsamen Gruppen schon was einfällt wie man "dem Ausrüstungswahn Einhalt gebieten kann" und erwähnen welche Ergebnisse man zu erwarten hat oder arbeiten besser gleich Alternativen aus, dem entgegen zu wirken.
--- Ende Zitat ---
Da gehen wir konform. Auch ich erwarte in der Hinsicht etwas, vor allem, da die Schätze in den Paizoabenteuern schon zu Dungeon-Zeiten eher bewusst platziert als zufällig ausgewürfelt wirkten.
--- Zitat ---Habe ich mir auch schon so gedacht. Die erwähnte "Trotzreaktion".
--- Ende Zitat ---
Trotz spielt sicher auch eine Rolle. Die Ironie des Schicksal will es, dass ich mit vielen der Regeländerungen zunächst mal gar keine Probleme habe. Mein Problem liegt eher darin, wie sie die Regeln mit dem Hintergrund ihrer generischen Kampagnenwelt verquicken und vor allem, wie sie den Regeln scheinbar absoluten Vorrang vor dem Hintergrund einräumen. Dafür gibt es sicher gute Argumente, allerdings ist das nicht unbedingt meine Spielweise. Und die Spellplague werde ich ihnen wohl nie verzeihen (obwohl ich das Endergebnis gar nicht mal unbedingt so schlecht finde).
--- Zitat --- aber was hat Paizo bisher an guten Regeln herausgebracht das sich auch dafür ein Bonus findet?
--- Ende Zitat ---
Da würde ich jetzt vor allem auf die Mitwirkung der Paizo-Angestellten an diversen (für mich in den letzten Jahren mit am interessantesten) WotC-Büchern verweisen. Fiendish Codex I, Complete Scoundrel, Dungeonscape haben meiner Meinung nach gezeigt, dass der Paizo-Stab durchaus auch auf dem Gebiet des Regeldesigns gewisse Kompetenzen besitzt. Erik Mona hat lange für Green Ronin designt, aber auch mit dem FR-Götter-Band Faiths & Pantheons eines der besten FR-Bücher mitgestaltet, James Jacobs u.a. für den DMG II designt. Das heisst nun alles nicht, dass das PFRPG nicht auch ein Griff ins Klo werden kann, aber zumindest traue ich es ihnen zu. Daher auch der Vertrauensvorschuß.
ragnar:
--- Zitat von: Wormys_Queue am 15.05.2008 | 09:50 ---Auch ich erwarte in der Hinsicht etwas, vor allem, da die Schätze in den Paizoabenteuern schon zu Dungeon-Zeiten eher bewusst platziert als zufällig ausgewürfelt wirkten.
--- Ende Zitat ---
Das währe aber falsch herum. Die richtige Reihenfolge ist: Schatz zufällig generieren und dann bewußt plazieren :)
Aber du hast schon recht, das haben sie recht gut hinbekommen.
--- Zitat ---Mein Problem liegt eher darin, wie sie die Regeln mit dem Hintergrund ihrer generischen Kampagnenwelt verquicken
--- Ende Zitat ---
Das wurde zwar in der Dritten Edition scheinbar zurückgefahren, aber das war doch eigentlich schon immer so: Die Annahme das es Plätze und Gelegenheiten für (D&D-typische) Abenteuer gibt, oder wenn man zu AD&D-Zeiten die Wesen aus den MMs so einbaute wie sie dort beschrieben wurden, oder wenn man den Namenslevel erreichte und man einfach mal so Adliger/Hohepriester/Unterweltbekanntheit wurde und gleich noch ein entsprechende Amt zugeteilt bekam, oder wenn man "seine" Welt nach D&D3-DMG gestaltete (mit all den Annahmen zum Großen Rad, "statistischer" Verteilung von NSC-Stufen & -Klassen, die Angaben bis zu welchem Wert man Gegenstände in einer Siedlung kaufen kann) steckte da stets eine ganze Menge "generische Kampagnenwelt" drin.
Das einzige was sich jetzt an der Verquickung ändert ist das sie offen dargelegt wird (das generische Setting selbst hat sich da weit stärker verändert als die Verquickung selbst).
--- Zitat ---und vor allem, wie sie den Regeln scheinbar absoluten Vorrang vor dem Hintergrund einräumen. Dafür gibt es sicher gute Argumente, allerdings ist das nicht unbedingt meine Spielweise. Und die Spellplague werde ich ihnen wohl nie verzeihen (obwohl ich das Endergebnis gar nicht mal unbedingt so schlecht finde).
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Ich glaube Settings die Später veröffentlicht werden haben da bessere Chancen das ganze "unbeschadet" zu überstehen. Als allererstes ein Setting zu veröffentlichen das die Corebooks nicht unterstützt wäre wohl (Veröffentlichungspolitisch) zu gewagt, andererseits sind die VR zu beliebt als das man ihre Veröffentlichung verschieben könnte (da hängen wohl zu viele Fans drin, die dann wohl auf die 4te edition warten würden bis ihr Kampagnenband raus ist) und dabei sind sie zu selbst zu sehr mit dem alten System verquickt als das das ohne harte Brüche gehen könnte weil jeder wichtige NSC (und sein Frisör) ein hochstufiger Magier ist. Und Magie funktioniert ja nun drastisch anders.... Wie drückt sich die Spellplague eigentlich im Fluff aus? Ist darüber schon was bekannt?
--- Zitat ---Das heisst nun alles nicht, dass das PFRPG nicht auch ein Griff ins Klo werden kann, aber zumindest traue ich es ihnen zu. Daher auch der Vertrauensvorschuß.
--- Ende Zitat ---
Dungeonscape und DMG 2 fand ich auch exzellent, aber weniger von den Regeln (nicht das es im letzteren so viele davon gab). Kann natürlich sein das (nach den paar Jahren d20) in den Büchern einfach nichts mehr allzu Revolutionäres (regeltechnisch interessantes) sehen konnte, aber in der Hinsicht fand ich diese Werke halt nicht mehr so besonders. Muss natürlich auch nicht heißen das PF schlecht wird, aber Faszinierend scheint es mir noch immer nicht ;)
Wormys_Queue:
--- Zitat von: ragnar am 15.05.2008 | 20:22 ---... steckte da stets eine ganze Menge "generische Kampagnenwelt" drin.
Das einzige was sich jetzt an der Verquickung ändert ist das sie offen dargelegt wird (das generische Setting selbst hat sich da weit stärker verändert als die Verquickung selbst).
--- Ende Zitat ---
Da ist was wahres dran. Letzten Endes bleibts wohl eine Geschmacksfrage.
--- Zitat --- Wie drückt sich die Spellplague eigentlich im Fluff aus? Ist darüber schon was bekannt?
--- Ende Zitat ---
Dazu gabs eine Artikelserie auf der WotC-Page ("Countdown to the Realms") als Bestandteil des Online-Dragons. Ich habe gerade zwecks Rezension den ersten 4E-Roman für die Reiche gelesen (Richard Baker, The Swordmage), und muss zugeben, dass sich die Reiche wohl weniger verändert haben, als man den diversen Ankündigungen nach vermuten musste.
Wie schon erwähnt, finde ich das Endergebnis nicht mal so schlecht, aber die Geschehnisse, die zur Spellplague führten, waren so hanebüchen, dass es mich jetzt noch gruselt.
--- Zitat --- Faszinierend scheint es mir noch immer nicht ;)
--- Ende Zitat ---
Ganz ehrlich, auch als eingestanden großer Paizo-fan käme ich persönlich durchaus gut mit den 3.5-Regeln aus, wie sie jetzt existieren. Was ich selbst so faszinierend finde, ist die Kampagnenwelt und die Abenteuer, die Paizo produziert. Und wenn Paizo den Schritt zur 4E gewagt hätte, wäre ich ohne zu zögern mitgegangen.
Greifenklaue:
Pathfinder Rock`n`Rolft... Ich hatte mir über legt nen Magier zu spielen. Eigentlich auf DnD 3.5 aufgebaut, konnte ich mich nicht recht für die Spezialisierungen begeistern und bion erstmal bei universell geblieben.
Dann heute auf Pathfinder Alpha 3. angepasst, und da ist ja eine Spezialisierung spannender als die andere... Und auch der Universalist ist gut gelungen. Ein Blick zum Hexenmeister rüber *sabber* Allein beim Vorlesen sind mir n Dutzend Charakterkonzepte gekommen. Begeisterung!
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